CH197048A - Verfahren zum Trocknen von Trocknungsgut und Trockenvorrichtung zur Durchführung des Verfahrens. - Google Patents
Verfahren zum Trocknen von Trocknungsgut und Trockenvorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.Info
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Description
Verfahren zum Trocknen von Trocknungsgut und Trockenvorrichtung zur Durchführung des Verfahrens. Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein Verfahren zum Trocknen von Trocknungs- gut in einer Trockenvorrichtung, bei welcher in einem unter Vakuum setzbaren Trocken raum Heizkörper angeordnet sind, die durch in einem Heizkessel erzeugten Dampf beheizt werden.
Bisher wird zum Heizen der Heizkörper Überdruckdampf verwendet; welcher oft Luft enthält und welcher im Betrieb keine niedri gere Temperaturzulässt, als die Verdampf ungs- temperatur der verwendeten Flüssigkeit bei Atmosphärendruck, welche Temperatur zum Beispiel für Wasser 100 C beträgt. Es ist auch schon bekannt, die Heizkörper mit Warm wasser zu beheizen, wobei jedoch nie eine gleichmässige Wärmeverteilung in allen Heiz körpern und damit im Trockenraum erhalten werden kann.
Durch das Verfahren gemäss der Erfin dung werden bei einer Trockenvorrichtung, bei welcher die Heizkörper mittels Dampf beheizt werden, der Dampfraum des Heiz- kesseln und die Heizkörper des Trockenraumes vor der Erzeugung des Dampfes evakuiert, um die Vorrichtung bei niedrigerer Heiz- temperatur betreiben zu können beziehungs weise einen grossen Temperaturregulierbereich, zum Beispiel von ca. 20 bis 250 C, zu erhalten.
Bei der Trockenvorrichtung zur Durch führung des erfindungsgemässen Verfahrens sind die im Trockenraum angeordneten Heiz körper und der Dampfraum des Heizkessels an eine Luftpumpe angeschlossen.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer Trockenvorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemässen Ver fahrens dargestellt.
Fig.1 zeigt einen Längsschnitt der Trocken vorrichtung, und Fig. 2 einen Querschnitt derselben.
Es bezeichnet 1 einen zylindrischen Trok- kenbehälter, dessen eines Stirnende durch einen Deckel 2 abgeschlossen ist, der mittels ausschwenkbarer Schraubenbolzen 3 und Flügelmuttern 4 fest an den Behälter 1 an- gedrückt wird, wobei der Rand des Deckels 2 gegen ein in einen Ringkanal des Behälters eingesetztes Dichtungsmaterial 5 gepresst und dadurch eine gute Dichtung erreicht wird. Der Trockenraum innerhalb des Behälters 1 ist durch Zwischenwände 6 aus wärmeisolie rendem Material, z.
B. Sperrholzplatten, in eine innere Trockenkammer 7 und in einen diese Kammer umschliessenden Kondensations raum 8 unterteilt, wobei in den Zwischen wänden 6 Durchbrechungen für die Verbin dung der Räume 7,<B>8</B> vorhanden sind. In der Trockenkammer 7 sind eine Anzahl Heiz körper 9 übereinander angeordnet. Diese Heiz körper 9 bestehen je aus einer hohlen Platte, deren Hohlräume 10 durch Verbindungsrohre 11 miteinander verbunden sind. Die einzelnen Platten 9 sind seitlich an Metallstäbe 12 an geschweisst, die sich auf der Innenseite der Zwischenwände 6 befinden und auf der Wand des Behälters 1 aufruhen.
An den Hohlraum 10 der untersten Heizplatte 9 ist ein Rohr 13 angeschlossen, das die Behälterwand 1 durch setzt und zu dein Heizkessel 14 führt. Das Rohr 13 ist zwischen dem Behälter 1 und dem Heizkessel 14 mit einem Abzweigrohr 15 verbunden, das zu einer nicht dargestell ten Luftpumpe führt und in das ein Abschluss- ventil 16 eingebaut ist. Auch der Trocken raum 7, 8 des Behälters 1 ist durch eine Leitung 17 an die Luftpumpe angeschlossen. Der Heizkessel 14 besitzt eine Hohlwand, deren Hohlraum 18 ebenfalls durch eine Lei tung 19 an die Luftpumpe angeschlossen ist.
Im Kondensationsraum 8 sind zu beiden Seiten der Trockenkammer 7 je zwei senkrecht stehende, hohle, zur Aufnahme einer Kühl flüssigkeit bestimmte Platten 20 vorhanden, an welche Leitungen 21 zur Zu- und Ab leitung der Kühlflüssigkeit angeschlossen sind. 22 ist ein in die Zuleitung 21 eingebauter Abschlusshahn. Im Behälter 1 ist unten ein Auslasshahn 23 vorgesehen, mittels welchem das sich in diesem Behälter ansammelnde Kondenswasser oder Lösungsmittel des Gutes abgelassen und eventuell wieder verwendet werden kann. Der Heizkessel 14 ist teilweise mit einer verdampfbaren Flüssigkeit, z. B.
Wasser, gefüllt, und er besitzt eine Reiz schlange, durch welche durch die Leitungen 24 warmes Wasser oder Wasserdampf hin durchgeleitet werden kann. Oberhalb der Flüssigkeit befindet sich der Dampfraum 25.
Die Flüssigkeit im Heizkessel 14 könnte statt mittels warmem Wasser zum Beispiel auch mittels Gas geheizt werden.
Die beschriebene Trockenvorrichtung ar beitet wie folgt: Das zu trocknende Gut, z. B. Obst, Ge- nlüse, Rauchware, Chemikalien usw., wird nach Wegnahme des Deckels 2 und der vor- dern Zwischenwand 6 in oben offenen Blech behältern in die Zwischenräume zwischen den Heizplatten 9 eingeschoben. Diese Behälter ruhen auf den Heizplatten auf.
Nach Wieder einsetzen der vordern Zwischenwand 6 und des Deckels 2 werden mittels der Luftpumpe der Trockenraum 7, 8, der Dampfraum 25 des Kessels 14, die Hohlräume 10 der Heiz platten 9 und der Hohlraum 18 der Kessel wand evakuiert. Nach dein Evakuieren dieser Räume wird die Luftpumpe abgestellt und das im Rohr 15 vorhandene Abschlussventil 16 geschlossen. Hierauf wird die Flüssigkeit im Heizkessel 14 erwärmt und sie verdampft zufolge der vorherigen Evakuierung des Dgmpf- raunies 25 und der Hohlräume 10 schon bei verhältnismässig niedriger Temperatur.
Der im Raum 25 sich ansammelnde Dampf ge langt durch das Rohr 13 in die Hohlräume 10, wo er unter Wärmeabgabe an die Heiz platten 9 kondensiert. Das Kondenswasser fliesst aus den Hohlräumen 10 durch das Rohr 13 in den Heizkessel 14 zurück. Der durch den Trockenvorgang des Gutes in der Trocken kammer 7 entstehende Dampf gelangt durch die Durchbrechungen der Zwischenwände 6 in den Kondensationsraum 8 und schlägt sich hier an der Oberfläche der Platten 20 nieder. Der kondensierte Dampf fliesst auf den Boden des Behälters 1 und kann durch den Auslass- halin 23 abgelassen werden.
Uni das Zurück fliessen des Kondenswassers aus den Hohl räumen 10 in den Heizkessel 14 und das Entleeren des Behälters 1 zu erleichtern, ist der ganze Behälter 1 gegen den Auslasshahn 23 zu schwach geneigt.
Zufolge der vorgängigen Evakuierung des Dampfraumes des Heizkessels und der Heiz körper des Trockenraumes kann die Vor richtung bei niedrigen Temperaturen, z. B. 200 C, betrieben werden. Ferner kann die Temperatur leicht über einen grossen Bereich, z. B. von 20-2501 C, reguliert werden.
Durch die Evakuierung des Hohlraumes 18 der Hohlwand des Heizkessels 14 kann dessen Wärmeverlust herabgesetzt werden.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRÜCHE:</B> I. Verfahren zum Trocknen von Trocknungs- gut in einer Trockenvorrichtung, bei wel cher in einem unter Vakuum setzbaren Trockenraum Heizkörper angeordnet sind, die durch in einem Heizkessel erzeugten Dampf beheizt werden, dadurch gekenn zeichnet, dass der Dampfraum des Heiz kessels und die Heizkörper des Trocken raumes vor der Erzeugung des Dampfes evakuiert werden, um die Vorrichtung bei niedrigerer Heiztemperatur betreiben zu können, beziehungsweise einen grossen Temperaturregulierbereich zu erhalten.TI. Trockenvorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die im Trocken raum angeordneten Heizkörper und der Dampfraum des $eizkessels an eine Luft pumpe angeschlossen sind. UNTERANSPRüCHE 1. Trockenvorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass auch der Trockenraum selbst an die Luftpumpe an geschlossen ist, 2. Trockenvorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Heiz körper aus hohlen Platten bestehen, deren Hohlräume durch nur ein Rohr miteinan der und mit dem Dampfraum des Heiz kessels in Verbindung stehen. 3.Trockenvorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekerrnzeichnet, dass im Trocken raum seitlich der Heizkörper hohle, zur Aufnahme einer Kühlflüssigkeit bestimmte Platten angeordnet sind, an welchen der durch den Trockenvorgang entstehende Dampf kondensieren kann. 4. Trockenvorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass im Trocken raum zwecks Wärmeersparnis aus wärme isolierendem Material bestehende Zwischen wände angeordnet sind, welche die eigent liche Trockenkammer von dem Konden sationsraum trennen. 5.Trockenvorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet; dass der Heiz kessel eine Hohlwand besitzt, deren Hohl raum an die Luftpumpe angeschlossen ist.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| CH197048T | 1937-08-17 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH197048D CH197048A (de) | 1937-08-17 | 1937-08-17 | Verfahren zum Trocknen von Trocknungsgut und Trockenvorrichtung zur Durchführung des Verfahrens. |
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Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0017250A1 (de) * | 1979-04-07 | 1980-10-15 | Forschungszentrum Jülich Gmbh | Vakuumtrocknungsverfahren und -vorrichtung für empfindliche Güter und danach erhältliche Trockenprodukte |
| FR2614682A1 (fr) * | 1987-04-30 | 1988-11-04 | Giuliani Lando | Procede et dispositif de sechage d'un corps dans lequel une partie de l'humidite a extraire est retenue dans des cellules fermees |
| EP0421902A1 (de) * | 1989-10-06 | 1991-04-10 | Ultrasons Annemasse | Vakuumtrocknungsverfahren für Stückgüter und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
-
1937
- 1937-08-17 CH CH197048D patent/CH197048A/de unknown
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0017250A1 (de) * | 1979-04-07 | 1980-10-15 | Forschungszentrum Jülich Gmbh | Vakuumtrocknungsverfahren und -vorrichtung für empfindliche Güter und danach erhältliche Trockenprodukte |
| FR2614682A1 (fr) * | 1987-04-30 | 1988-11-04 | Giuliani Lando | Procede et dispositif de sechage d'un corps dans lequel une partie de l'humidite a extraire est retenue dans des cellules fermees |
| EP0421902A1 (de) * | 1989-10-06 | 1991-04-10 | Ultrasons Annemasse | Vakuumtrocknungsverfahren für Stückgüter und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
| FR2652888A1 (fr) * | 1989-10-06 | 1991-04-12 | Annamasse Sa Ultrasons | Procede de sechage sous vide de pieces diverses et dispositif de mise en óoeuvre du procede. |
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