CH197070A - Einrichtung zum Anlassen von Brennkraftmaschinen, insbesondere von Einspritzdieselmotoren. - Google Patents

Einrichtung zum Anlassen von Brennkraftmaschinen, insbesondere von Einspritzdieselmotoren.

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CH197070A
CH197070A CH197070DA CH197070A CH 197070 A CH197070 A CH 197070A CH 197070D A CH197070D A CH 197070DA CH 197070 A CH197070 A CH 197070A
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Inventor
Aktiengesellschaft Rober Bosch
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Bosch Robert Ag
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  Einrichtung zum Anlassen von     Brennkraftmaschinen,    insbesondere  von Einspritzdieselmotoren.    Die Erfindung betrifft eine zum Anlas  sen von     Brennkraftmaschinen,    insbesondere  Einspritzdieselmotoren dienende Einrichtung,  bei der vor der Inbetriebsetzung Brennstoff  zur Erleichterung des Anlaufs des Motors er  wärmt wird. Bei derartigen Maschinen wird  der erforderliche     Anlassbrennstoff    beispiels  weise bis zur Dampfbildung erwärmt, bevor  der Motor angelassen wird, indem zum Bei  spiel der elektrische     Anlassmotor    eingeschal  tet oder     Anlassdruckluft    in eine Zylinder  gruppe oder in eine     Anlassmaschine    eingelas  sen wird.

   Wird die     Brennkraftmaschine    zu  früh angelassen, so wird, da der Brennstoff  vor dem erwähnten     Zeitpunkt    noch kein  zündfähiges Gemisch bilden kann, die Quelle  für das Anlaufmittel     unnötig    stark be  ansprucht oder gar erschöpft, bevor die       Brennkraftmaschine    in Gang kommt.

   Wenn  die Heizung für den     Anlassbrennstoff    zu  lange     betrieben    wird, ohne dass die     Brenn-          kra.ftmaschine    angeworfen wird, kann in den  Zuführungsleitungen zu viel zündfähiges Ge  misch entstehen, das beim Anwerfen der Ma-         schine    zu unvollkommener Verbrennung oder  zu     Rückzündungen    Anlass geben kann.  



  Die     Erfindung    entzieht das     Ingangsetzen     der Maschine dem Belieben des Maschinen  wärters     und    bezweckt die     Anlassvorrichtung     jeweils ein Zuschalten, wenn gerade die zum  Anlassen erforderliche Brennstoffmenge auf  die zur Bildung eines     zündfähigen.        Gemisches     erforderliche Temperatur erwärmt worden  ist.

   Diese Aufgabe wird     erfindungsgemäss     dadurch gelöst,     dass'    ein zum     Ingangsetzen     der     Brennkraftmaschine    dienendes Mittel von  einem durch eine Wärmewirkung des zur  Aufbereitung des     Anlassbrennstoffes    dienen  den     Heizmittels        beeinflussten        Verstellglied     eingeschaltet wird.  



  Auf der Zeichnung sind mehrere Ausfüh  rungsbeispiele des     Erfindungsgegenstandes     dargestellt, und zwar zeigt       Fig.    1 ein Schaltbild und       Fig.    2 eine     Schalteinrichtung,    die in       Fig.    3 in der     Pfeilrichtung    gesehen im  Schnitt nach der Linie     HI-III        in    der     Fig.    2  dargestellt ist;           Fig.    I zeigt eine andere Ausführungs  form der in     Fig.    3 dargestellten Schaltein  richtung.  



  In die     Liift-ziiführungsleitiing    L einer       Brennkraftmaschine        J1        ist    ein     finit    einem  Vorratsbehälter 1? für den     Anlassbrennstoff     verbundenes Heizrohr 10     eingeführt.    (las  über eine an eine     Anschlusskleinme    16 ge  führte Leitung 17. eine Taste T und eine  weitere Leitung 15 mit dem einen Pol einer  Stromquelle 14     verbinden    ist.

   Der andere  Pol dieser Stromquelle ist ebenso wie die       3tiiudung    11 des Heizrohres in der     Luft-          zuführungsleitun--    L mit der     -lasse    der Ma  schine elektrisch, leitend verbunden.

   In der  Nähe des Heizrohre: 10 ist an der     Anschluss-          klemme    16 ein     Bimetallstreifen    21 ange  bracht, der mit einem Kontakt     ?=?    versehen  ist, Dieser arbeitet mit einem die     Stroin-          ztiführtingsleitung        \?3    eines     Anlassniotors    .I  beherrschenden Gegenkontakt 24     zusammen.     Der     Anlassmotor    ist in     üblicher    Weise mit  einem     Ritzel        R    versehen,

   das bei Strom  schluss in einen auf dem     Schwungrad   <B>S</B> der       -Maschine    angebrachten Zahnkranz Z hinein  geschoben     wird.     



  Die Einrichtung arbeitet wie folgt:  Wenn die Taste T     geschlossen    wird, er  wärmt sich die als     Heizwiderstand    dienende       Wandun--    des Heizrohres 10, und der dabei  sieh entwickelnde Brennstoffdampf     ström.,     aus der Mündung 11 in die     Luftzuführungs-          leitung    L des Motors     J1.    Gleichzeitig wird  dem     Bimetallstreifen    21     -'Därme    zugeführt.  so-     dass'    sich der Kontakt     22    dem Gegenkon  takt     \?4    nähert -und diesen schliesslich be  rührt.

   Dadurch wird ein weiterer. über die  Leitung 23 und den     Anlassmotor        _1    führender  Stromkreis geschlossen, das     Ritzel    R kommt  in Eingriff mit dem Zahnkranz Z, und die       Brennkraftmaschine    wird     angeworfen.    Für       diesen        Anlassvorgan-        tvird    nur geringe Zeit  benötigt und infolgedessen wenig Strom ver  braucht, da schon bei den ersten Kolben  hüben ein     zündwilliges        Brennstoffdampf-          Luftgemisch    in die Zylinder gelangt.

   Um die       Brennkraftmaschine    nach einem kurzen  Aufenthalt oder bei warmem Wetter un-    mittelbar     anlassen    zu können. ist zweck  mässig eine durch eine     Schaltfaste    T' be  herrschte     Zweigleitung    18 vorgesehen, die die  Leitungen 15 und 23     unmittelbar,    das heisst       unter        ITingehung    der Taste T und des  Wärmeschalters     -il.        ?-?.        ?I    miteinander ver  bindet.  



  Bei der in     Fig.    ? und 3     dargestellten          Schalteinrichtung    sind die Taster sowie der       Wärmeschalter        züi    einem einheitlichen Bau  teil vereinigt, der bei den übrigen     Sehalt-          nnd        Bedienungseinrichtungen    der Brenn  kraftmaschine.

       bezw.    eines von ihr     angetrie-          henen        Fahrzeuges        untergebracht    werden       kann.    Bei     dieser    Schalteinrichtung     wird    der       -Wärmeschalter    nicht wie beim     Atisfiihrungs-          beispiel    gemäss der     Fig.    1 durch die vom  Heizrohr     entwickelte    Wärme beeinflusst,  sondern     unmittelbar    durch den Heizstrom.

    Durch     entsprechende    Bemessung der für die       Entwicklung    der Stromwärme massgebenden  elektrischen     Widerstände    kann erreicht     wer-          den,    dass die     Temperatur    am     Verstellglied    nie  driger ist als an der     Heizvorrichtung,    sowie  dass entsprechend den praktischen Erforder  nissen der Anlasser bei warmem Wetter  früher eingeschaltet     wird    als bei niedrigen       -Wintertemperaturen.     



  An zwei auf einer Grundplatte     25    ange  brachten     Metallsockeln    26 und 27. von denen  der letztere mit einer zum Anschluss der Lei  tung 17     dienenden    Klemme 28 versehen ist,  ist ein mit einem Kontakt 32 versehener     U-          förmiger        Bimetallstreifen    31 angebracht.  Dem Kontakt 32 gegenüber ist auf einer  Schwinge 30 ein Gegenkontakt     3.1    ange  bracht.

   Die Schwinge 30 ist auf einer Achse  36 an einem mit. der     Stromzuführungsleitung     23 verbundenen Kontaktstreifen 33 mit so  viel Reibung     gelagert,    dass sie erst nach Er  reichen eines     grösseren    Kontaktdruckes den  Bewegungen des     Binietallstreifens    31 nach  gibt. An einem an der Schwinge angebrach  ten und das freie Ende des     Bimetallstreifens     übergreifenden     Bügel    3 7 ist eine Anschlag  schraube 38 mit einen-     Isolierstück    39 ange  bracht.

   Auf der Grundplatte ist weiterhin  ein mit der     Stromzuführungsleitung    15 ver-           bundener    Kontaktstreifen 40 angebracht, der       v#ahlweise,    entweder durch eine Kontakt  feder 41 mit dem Metallsockel 26 oder durch  eine am Kontaktstreifen 35 angebrachte  Kontaktfeder 42 mit der Leitung 23 verbun  den werden kann. Die Federn 41. und 42  stehen in geringem Abstand über dem Kon  taktstreifen 40 und .können zur Herstellung  der elektrischen Verbindung durch nicht ge  zeichnete Druckknöpfe auf den Streifen 40  niedergedrückt werden.  



  Wird die Feder 41 niedergedrückt, so  fliesst durch die beiden Schenkel des Bi  metallstreifens 31 ein Strom zur Klemme 16  des Heizrohres 10     (Fig.    1). Dieses erwärmt  sich, und der dabei sich entwickelnde Brenn  stoffdampf gelangt aus der Mündung 11 in  die     Luftzuführungsleitung        L    der Maschine  M. Gleichzeitig erwärmt sich der als Strom  widerstand dienende     Bimetallstreifen    31 und  nähert sich dabei dem Gegenkontakt 34.

    Schliesslich berührt er mit dem Kontakt 32  diesen Gegenkontakt und stellt damit eine  Stromverbindung mit der Leitung 23 und  dem     Anlassmotor   <I>A</I> her, dessen     Ritzel   <I>R</I> nun  mehr mit dem Zahnkranz Z zum Eingriff  kommt und die Maschine M antreibt. Dem  unter dem Einfluss der weiteren Erwärmung  sich noch weiter gegen die Grundplatte nei  genden     Bimetallstreifen    kann der auf der  Schwinge 30 angebrachte. Gegenkontakt 34  folgen. Daher wird, sobald das auf die Kon  taktfeder 41 einwirkende Betätigungsglied.

    nachdem die     Brennkraftmaschine    ordnungs  mässig zu arbeiten beginnt, freigegeben und  der Heiz- und     Anlassstrom    damit unter  brochen wird, schon bei der geringsten, in  folge der nunmehr erfolgenden Abkühlung  des     Bimetallstreifens    einsetzenden Rückbe  wegung des Kontaktes 32, dessen Verbin  dung mit dem     Anlassmotor    A unterbrochen.

    Sollte daher unmittelbar nach dem vorstehend  beschriebenen     Anlassvorgang,    beispielsweise  infolge einer in der Brennstofförderung     auf-          ,#,etretenen    Unregelmässigkeit, die     Brenn-          kraftmaschine    zunächst wiederum zum Still  stand kommen, so kann sogleich durch er  neutes Niederdrücken der Kontaktfeder 41    neuer Brennstoffdampf im Heizrohr 10 er  zeugt werden, bevor der     Anlassmotor    A in  Betrieb kommt.

   Wäre dagegen der Gegen  kontakt 34 fest angeordnet, so würde der An  lassstromkreis zu dem soeben betrachteten  Zeitpunkt noch nicht unterbrochen sein; der       Anlassmotor        würde    also schon beim Nieder  drücken der Kontaktfeder 41 anspringen,  ohne     dassi    vorher wieder eine das An  laufen der     Brennkraftmaschine    erleichternde       Brennstoffdampfmenge    bereitgestellt worden  wäre. Im Verlaufe der nach Freigabe der  Kontaktfeder 41 erfolgenden     Rückbewegung     berührt der     Bimetallstreifen    den Anschlag  39 und schwenkt dadurch die Wippe 30 in  ihre Ausgangsstellung zurück.

   Durch die  Schraube 38 kann die Wegstrecke, die der  Kontakt 32 bis zum Auftreffen auf den  Gegenkontakt 34 zurücklegen muss, und da  mit auch die Zeit, während derer das Heiz  rohr 10 vor dem     Anspringen    des     Anlass-          motors    erwärmt wird, eingestellt werden. Die  Kontaktfeder 42 dient dem gleichen Zweck  wie die in     Fig.    1 dargestellte Taste T'.  



  Das     Ausführungsbeispiel    der     Fig.    4  unterscheidet sich von dem der     Fig.    3 ledig  lich dadurch,     dass    der Gegenkontakt 34 fest  auf dem Kontaktstreifen 35 angebracht und  die Anschlagschraube 38 in     einen    an der  Grundplatte 25 befestigten Bügel 43 einge  setzt ist, während der Kontakt 32 an einem  am     Bimetallstreifen    31 schwenkbar gelager  ten Hebel 44 derart angebracht ist, dass zum       Verschwenken    des Hebels eine dem erforder  lichen Kontaktdruck entsprechende Rei  bungskraft erforderlich ist. Die Wirkungs  weise ist die gleiche wie die des vorher be  schriebenen Ausführungsbeispiels.  



  Selbstverständlich kann in der Nähe des       Bimetallstreifens    31 oder eines entsprechenden       Verstellgliedes        in    an sich bekannter Weise  ein besonderer     Heizwiderstand        angeordnet     werden, der während des     Anlassvorganges     von dem auf das Heizrohr 10 einwirkenden  Heizstrom durchflossen wird.  



  Wird zum Anlassen nicht der elektrische  Strom, sondern Druckluft     benutzt,    so ist an  Stelle der     Kontakteinrichtung    in den Weg      der Druckluft ein Ventil eingeschaltet. das  durch ein dem     Bimetallstreifen    31 entspre  chendes     Verstellglied    geöffnet wird, sobald  dieses unter dem Einfluss der     Heizwärme     seine Lage     ändert.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zum Anlassen von Brenn- kraftmaschinen, insbesondere Einspritzdiesel- motoren, bei der vor der Inbetriebsetzung Brennstoff zur Erleichterung des Anlaufes des Motors erwärmt wird. dadurch gekenn zeichnet, dass ein zum In,-an,-setzen der Brennkraftmaschine dienendes -Mittel von einem durch eine 'V#Tärmewirkung des zur Aufbereitung des Anlassbrenustoffes dienen den Heizmittels beeinflussten Verstellglied eingeschaltet wird.
    UNTERANSPRüCHE: 1. Einrichtung nach Patentanspruch. bei welcher der Anlassbrennstoff durch einen elektrischen Strom erwärmt wird. dadurch gekennzeichnet, dass in die zur Heizvor- richtung für den Anlassbrennstoff füh rende Leitunis ein Heizwiderstand zur Er zeugung einer das Verstellglied beeinflus senden Wärmewirkung eingeschaltet ist. ?. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet.
    da.ss das Verste11glied selbst als Ileizwi- derstand dient. 3. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet.
    dass ein auf das Anlaufmittel einwirkendes Schaltglied (32) mit dem Verstellglied (31) mittels eines gegenüber diesem unter rberwin- dung einer Reibungskraft bewegbaren Teil (44) verbunden ist, dergestalt class das Verstellglied, nachdem das Schaltglied den Durchgang für das zum Ingangsetzc_n der Brennkraftmaschine dienende Mittel freigegeben hat, unter dem Einfluss der Nachheizwä,
    rme sich weiter ausdehnen und trotzdem schon auf dem ersten Teil seiner nach Aufhören der \Värmezufuhr ein tretenden Riickkehrbewegung das Schalt glied derart verstellen kann. dass der Durchgang des Anlaufmittels unterbro chen wird. 4.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 3. dadurch gekennzeichnet, dass in der Bewegungsbahn des SclialtgIie- des (32) ein Anschlag (38) angeordnet ist, der durch das Schaltglied bei seiner durch das Abschalten der Heizvorrichtung veranlassten Riickkehrbewegung festge halten und in seine Ausgangslage gegen über dem Verstellglied gerückt -wird. .i.
    Einrichtung nach Patentanspruch, bei der die Heizvorrichtung und ein Anlassmotor elektrisch betiitir,t werden. dadurch ge kennzeichnet, dass das Verstellglied ein Schaltglied einstellt. das mit einem Gegen kontakt (34) die Stromzufuhr zum An lassmotor bewirken kann, dass der Gegen kontakt (34) derart beweglich gelagert ist, dass er nach dem Schliessen des Strom kreises für den Nnlassmotor unter Über windung einer Reibungskraft den Bewe- gungen des Schaltgliedes folgen kann, und dass mit.
    diesem CTegenkontakt ein in der Bewenun@#shahn des Verstellgliedes angeordneter Anschlag (38) verbunden ist. durch den der Gegenkontakt bei der nach dem :liifliöreii der Wärmezufuhr ein tretenden Riickkehrbewegung des Schalt gliedes in seine Ausgangsstellung bewegt wird. t;. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspriichen 3 und 4. dadurch ge kennzeichnet. class der Anschlag (38) ein stellbar ist.
    Einrichtung nach Patentanspruch und U nteransprnch a. dadurch gekennzeichnet, (Mass der Anschlag (38) einstellbar ist.
    B. Einrichtung nach Patentanspruch. da durch gekennzeichnet. dass das Verstell glied (31) mit dem von ihm betätigten Schalter (32, 34) ein zur Inbetriebnahme der Heizvorrichtung dienendes Schaltglied (41), sowie ein Schaltglied (42) zum un mittelbaren Einschalten des zum Ingang- setzen der Brennkraftmaschine dienenden -Mittels zu einem Aggregat vereinigt sind.
CH197070D 1936-05-08 1937-04-21 Einrichtung zum Anlassen von Brennkraftmaschinen, insbesondere von Einspritzdieselmotoren. CH197070A (de)

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