CH197070A - Einrichtung zum Anlassen von Brennkraftmaschinen, insbesondere von Einspritzdieselmotoren. - Google Patents
Einrichtung zum Anlassen von Brennkraftmaschinen, insbesondere von Einspritzdieselmotoren.Info
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Description
Einrichtung zum Anlassen von Brennkraftmaschinen, insbesondere von Einspritzdieselmotoren. Die Erfindung betrifft eine zum Anlas sen von Brennkraftmaschinen, insbesondere Einspritzdieselmotoren dienende Einrichtung, bei der vor der Inbetriebsetzung Brennstoff zur Erleichterung des Anlaufs des Motors er wärmt wird. Bei derartigen Maschinen wird der erforderliche Anlassbrennstoff beispiels weise bis zur Dampfbildung erwärmt, bevor der Motor angelassen wird, indem zum Bei spiel der elektrische Anlassmotor eingeschal tet oder Anlassdruckluft in eine Zylinder gruppe oder in eine Anlassmaschine eingelas sen wird.
Wird die Brennkraftmaschine zu früh angelassen, so wird, da der Brennstoff vor dem erwähnten Zeitpunkt noch kein zündfähiges Gemisch bilden kann, die Quelle für das Anlaufmittel unnötig stark be ansprucht oder gar erschöpft, bevor die Brennkraftmaschine in Gang kommt.
Wenn die Heizung für den Anlassbrennstoff zu lange betrieben wird, ohne dass die Brenn- kra.ftmaschine angeworfen wird, kann in den Zuführungsleitungen zu viel zündfähiges Ge misch entstehen, das beim Anwerfen der Ma- schine zu unvollkommener Verbrennung oder zu Rückzündungen Anlass geben kann.
Die Erfindung entzieht das Ingangsetzen der Maschine dem Belieben des Maschinen wärters und bezweckt die Anlassvorrichtung jeweils ein Zuschalten, wenn gerade die zum Anlassen erforderliche Brennstoffmenge auf die zur Bildung eines zündfähigen. Gemisches erforderliche Temperatur erwärmt worden ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass' ein zum Ingangsetzen der Brennkraftmaschine dienendes Mittel von einem durch eine Wärmewirkung des zur Aufbereitung des Anlassbrennstoffes dienen den Heizmittels beeinflussten Verstellglied eingeschaltet wird.
Auf der Zeichnung sind mehrere Ausfüh rungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 ein Schaltbild und Fig. 2 eine Schalteinrichtung, die in Fig. 3 in der Pfeilrichtung gesehen im Schnitt nach der Linie HI-III in der Fig. 2 dargestellt ist; Fig. I zeigt eine andere Ausführungs form der in Fig. 3 dargestellten Schaltein richtung.
In die Liift-ziiführungsleitiing L einer Brennkraftmaschine J1 ist ein finit einem Vorratsbehälter 1? für den Anlassbrennstoff verbundenes Heizrohr 10 eingeführt. (las über eine an eine Anschlusskleinme 16 ge führte Leitung 17. eine Taste T und eine weitere Leitung 15 mit dem einen Pol einer Stromquelle 14 verbinden ist.
Der andere Pol dieser Stromquelle ist ebenso wie die 3tiiudung 11 des Heizrohres in der Luft- zuführungsleitun-- L mit der -lasse der Ma schine elektrisch, leitend verbunden.
In der Nähe des Heizrohre: 10 ist an der Anschluss- klemme 16 ein Bimetallstreifen 21 ange bracht, der mit einem Kontakt ?=? versehen ist, Dieser arbeitet mit einem die Stroin- ztiführtingsleitung \?3 eines Anlassniotors .I beherrschenden Gegenkontakt 24 zusammen. Der Anlassmotor ist in üblicher Weise mit einem Ritzel R versehen,
das bei Strom schluss in einen auf dem Schwungrad <B>S</B> der -Maschine angebrachten Zahnkranz Z hinein geschoben wird.
Die Einrichtung arbeitet wie folgt: Wenn die Taste T geschlossen wird, er wärmt sich die als Heizwiderstand dienende Wandun-- des Heizrohres 10, und der dabei sieh entwickelnde Brennstoffdampf ström., aus der Mündung 11 in die Luftzuführungs- leitung L des Motors J1. Gleichzeitig wird dem Bimetallstreifen 21 -'Därme zugeführt. so- dass' sich der Kontakt 22 dem Gegenkon takt \?4 nähert -und diesen schliesslich be rührt.
Dadurch wird ein weiterer. über die Leitung 23 und den Anlassmotor _1 führender Stromkreis geschlossen, das Ritzel R kommt in Eingriff mit dem Zahnkranz Z, und die Brennkraftmaschine wird angeworfen. Für diesen Anlassvorgan- tvird nur geringe Zeit benötigt und infolgedessen wenig Strom ver braucht, da schon bei den ersten Kolben hüben ein zündwilliges Brennstoffdampf- Luftgemisch in die Zylinder gelangt.
Um die Brennkraftmaschine nach einem kurzen Aufenthalt oder bei warmem Wetter un- mittelbar anlassen zu können. ist zweck mässig eine durch eine Schaltfaste T' be herrschte Zweigleitung 18 vorgesehen, die die Leitungen 15 und 23 unmittelbar, das heisst unter ITingehung der Taste T und des Wärmeschalters -il. ?-?. ?I miteinander ver bindet.
Bei der in Fig. ? und 3 dargestellten Schalteinrichtung sind die Taster sowie der Wärmeschalter züi einem einheitlichen Bau teil vereinigt, der bei den übrigen Sehalt- nnd Bedienungseinrichtungen der Brenn kraftmaschine.
bezw. eines von ihr angetrie- henen Fahrzeuges untergebracht werden kann. Bei dieser Schalteinrichtung wird der -Wärmeschalter nicht wie beim Atisfiihrungs- beispiel gemäss der Fig. 1 durch die vom Heizrohr entwickelte Wärme beeinflusst, sondern unmittelbar durch den Heizstrom.
Durch entsprechende Bemessung der für die Entwicklung der Stromwärme massgebenden elektrischen Widerstände kann erreicht wer- den, dass die Temperatur am Verstellglied nie driger ist als an der Heizvorrichtung, sowie dass entsprechend den praktischen Erforder nissen der Anlasser bei warmem Wetter früher eingeschaltet wird als bei niedrigen -Wintertemperaturen.
An zwei auf einer Grundplatte 25 ange brachten Metallsockeln 26 und 27. von denen der letztere mit einer zum Anschluss der Lei tung 17 dienenden Klemme 28 versehen ist, ist ein mit einem Kontakt 32 versehener U- förmiger Bimetallstreifen 31 angebracht. Dem Kontakt 32 gegenüber ist auf einer Schwinge 30 ein Gegenkontakt 3.1 ange bracht.
Die Schwinge 30 ist auf einer Achse 36 an einem mit. der Stromzuführungsleitung 23 verbundenen Kontaktstreifen 33 mit so viel Reibung gelagert, dass sie erst nach Er reichen eines grösseren Kontaktdruckes den Bewegungen des Binietallstreifens 31 nach gibt. An einem an der Schwinge angebrach ten und das freie Ende des Bimetallstreifens übergreifenden Bügel 3 7 ist eine Anschlag schraube 38 mit einen- Isolierstück 39 ange bracht.
Auf der Grundplatte ist weiterhin ein mit der Stromzuführungsleitung 15 ver- bundener Kontaktstreifen 40 angebracht, der v#ahlweise, entweder durch eine Kontakt feder 41 mit dem Metallsockel 26 oder durch eine am Kontaktstreifen 35 angebrachte Kontaktfeder 42 mit der Leitung 23 verbun den werden kann. Die Federn 41. und 42 stehen in geringem Abstand über dem Kon taktstreifen 40 und .können zur Herstellung der elektrischen Verbindung durch nicht ge zeichnete Druckknöpfe auf den Streifen 40 niedergedrückt werden.
Wird die Feder 41 niedergedrückt, so fliesst durch die beiden Schenkel des Bi metallstreifens 31 ein Strom zur Klemme 16 des Heizrohres 10 (Fig. 1). Dieses erwärmt sich, und der dabei sich entwickelnde Brenn stoffdampf gelangt aus der Mündung 11 in die Luftzuführungsleitung L der Maschine M. Gleichzeitig erwärmt sich der als Strom widerstand dienende Bimetallstreifen 31 und nähert sich dabei dem Gegenkontakt 34.
Schliesslich berührt er mit dem Kontakt 32 diesen Gegenkontakt und stellt damit eine Stromverbindung mit der Leitung 23 und dem Anlassmotor <I>A</I> her, dessen Ritzel <I>R</I> nun mehr mit dem Zahnkranz Z zum Eingriff kommt und die Maschine M antreibt. Dem unter dem Einfluss der weiteren Erwärmung sich noch weiter gegen die Grundplatte nei genden Bimetallstreifen kann der auf der Schwinge 30 angebrachte. Gegenkontakt 34 folgen. Daher wird, sobald das auf die Kon taktfeder 41 einwirkende Betätigungsglied.
nachdem die Brennkraftmaschine ordnungs mässig zu arbeiten beginnt, freigegeben und der Heiz- und Anlassstrom damit unter brochen wird, schon bei der geringsten, in folge der nunmehr erfolgenden Abkühlung des Bimetallstreifens einsetzenden Rückbe wegung des Kontaktes 32, dessen Verbin dung mit dem Anlassmotor A unterbrochen.
Sollte daher unmittelbar nach dem vorstehend beschriebenen Anlassvorgang, beispielsweise infolge einer in der Brennstofförderung auf- ,#,etretenen Unregelmässigkeit, die Brenn- kraftmaschine zunächst wiederum zum Still stand kommen, so kann sogleich durch er neutes Niederdrücken der Kontaktfeder 41 neuer Brennstoffdampf im Heizrohr 10 er zeugt werden, bevor der Anlassmotor A in Betrieb kommt.
Wäre dagegen der Gegen kontakt 34 fest angeordnet, so würde der An lassstromkreis zu dem soeben betrachteten Zeitpunkt noch nicht unterbrochen sein; der Anlassmotor würde also schon beim Nieder drücken der Kontaktfeder 41 anspringen, ohne dassi vorher wieder eine das An laufen der Brennkraftmaschine erleichternde Brennstoffdampfmenge bereitgestellt worden wäre. Im Verlaufe der nach Freigabe der Kontaktfeder 41 erfolgenden Rückbewegung berührt der Bimetallstreifen den Anschlag 39 und schwenkt dadurch die Wippe 30 in ihre Ausgangsstellung zurück.
Durch die Schraube 38 kann die Wegstrecke, die der Kontakt 32 bis zum Auftreffen auf den Gegenkontakt 34 zurücklegen muss, und da mit auch die Zeit, während derer das Heiz rohr 10 vor dem Anspringen des Anlass- motors erwärmt wird, eingestellt werden. Die Kontaktfeder 42 dient dem gleichen Zweck wie die in Fig. 1 dargestellte Taste T'.
Das Ausführungsbeispiel der Fig. 4 unterscheidet sich von dem der Fig. 3 ledig lich dadurch, dass der Gegenkontakt 34 fest auf dem Kontaktstreifen 35 angebracht und die Anschlagschraube 38 in einen an der Grundplatte 25 befestigten Bügel 43 einge setzt ist, während der Kontakt 32 an einem am Bimetallstreifen 31 schwenkbar gelager ten Hebel 44 derart angebracht ist, dass zum Verschwenken des Hebels eine dem erforder lichen Kontaktdruck entsprechende Rei bungskraft erforderlich ist. Die Wirkungs weise ist die gleiche wie die des vorher be schriebenen Ausführungsbeispiels.
Selbstverständlich kann in der Nähe des Bimetallstreifens 31 oder eines entsprechenden Verstellgliedes in an sich bekannter Weise ein besonderer Heizwiderstand angeordnet werden, der während des Anlassvorganges von dem auf das Heizrohr 10 einwirkenden Heizstrom durchflossen wird.
Wird zum Anlassen nicht der elektrische Strom, sondern Druckluft benutzt, so ist an Stelle der Kontakteinrichtung in den Weg der Druckluft ein Ventil eingeschaltet. das durch ein dem Bimetallstreifen 31 entspre chendes Verstellglied geöffnet wird, sobald dieses unter dem Einfluss der Heizwärme seine Lage ändert.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einrichtung zum Anlassen von Brenn- kraftmaschinen, insbesondere Einspritzdiesel- motoren, bei der vor der Inbetriebsetzung Brennstoff zur Erleichterung des Anlaufes des Motors erwärmt wird. dadurch gekenn zeichnet, dass ein zum In,-an,-setzen der Brennkraftmaschine dienendes -Mittel von einem durch eine 'V#Tärmewirkung des zur Aufbereitung des Anlassbrenustoffes dienen den Heizmittels beeinflussten Verstellglied eingeschaltet wird.UNTERANSPRüCHE: 1. Einrichtung nach Patentanspruch. bei welcher der Anlassbrennstoff durch einen elektrischen Strom erwärmt wird. dadurch gekennzeichnet, dass in die zur Heizvor- richtung für den Anlassbrennstoff füh rende Leitunis ein Heizwiderstand zur Er zeugung einer das Verstellglied beeinflus senden Wärmewirkung eingeschaltet ist. ?. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet.da.ss das Verste11glied selbst als Ileizwi- derstand dient. 3. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet.dass ein auf das Anlaufmittel einwirkendes Schaltglied (32) mit dem Verstellglied (31) mittels eines gegenüber diesem unter rberwin- dung einer Reibungskraft bewegbaren Teil (44) verbunden ist, dergestalt class das Verstellglied, nachdem das Schaltglied den Durchgang für das zum Ingangsetzc_n der Brennkraftmaschine dienende Mittel freigegeben hat, unter dem Einfluss der Nachheizwä,rme sich weiter ausdehnen und trotzdem schon auf dem ersten Teil seiner nach Aufhören der \Värmezufuhr ein tretenden Riickkehrbewegung das Schalt glied derart verstellen kann. dass der Durchgang des Anlaufmittels unterbro chen wird. 4.Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 3. dadurch gekennzeichnet, dass in der Bewegungsbahn des SclialtgIie- des (32) ein Anschlag (38) angeordnet ist, der durch das Schaltglied bei seiner durch das Abschalten der Heizvorrichtung veranlassten Riickkehrbewegung festge halten und in seine Ausgangslage gegen über dem Verstellglied gerückt -wird. .i.Einrichtung nach Patentanspruch, bei der die Heizvorrichtung und ein Anlassmotor elektrisch betiitir,t werden. dadurch ge kennzeichnet, dass das Verstellglied ein Schaltglied einstellt. das mit einem Gegen kontakt (34) die Stromzufuhr zum An lassmotor bewirken kann, dass der Gegen kontakt (34) derart beweglich gelagert ist, dass er nach dem Schliessen des Strom kreises für den Nnlassmotor unter Über windung einer Reibungskraft den Bewe- gungen des Schaltgliedes folgen kann, und dass mit.diesem CTegenkontakt ein in der Bewenun@#shahn des Verstellgliedes angeordneter Anschlag (38) verbunden ist. durch den der Gegenkontakt bei der nach dem :liifliöreii der Wärmezufuhr ein tretenden Riickkehrbewegung des Schalt gliedes in seine Ausgangsstellung bewegt wird. t;. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspriichen 3 und 4. dadurch ge kennzeichnet. class der Anschlag (38) ein stellbar ist.Einrichtung nach Patentanspruch und U nteransprnch a. dadurch gekennzeichnet, (Mass der Anschlag (38) einstellbar ist.B. Einrichtung nach Patentanspruch. da durch gekennzeichnet. dass das Verstell glied (31) mit dem von ihm betätigten Schalter (32, 34) ein zur Inbetriebnahme der Heizvorrichtung dienendes Schaltglied (41), sowie ein Schaltglied (42) zum un mittelbaren Einschalten des zum Ingang- setzen der Brennkraftmaschine dienenden -Mittels zu einem Aggregat vereinigt sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE197070X | 1936-05-08 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH197070A true CH197070A (de) | 1938-04-15 |
Family
ID=5756162
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH197070D CH197070A (de) | 1936-05-08 | 1937-04-21 | Einrichtung zum Anlassen von Brennkraftmaschinen, insbesondere von Einspritzdieselmotoren. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH197070A (de) |
-
1937
- 1937-04-21 CH CH197070D patent/CH197070A/de unknown
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