CH197159A - Zweischienige Standbahn mit Fahrzeugen mit künstlich an den Bahnkörper angepressten Rädern. - Google Patents

Zweischienige Standbahn mit Fahrzeugen mit künstlich an den Bahnkörper angepressten Rädern.

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CH197159A
CH197159A CH197159DA CH197159A CH 197159 A CH197159 A CH 197159A CH 197159D A CH197159D A CH 197159DA CH 197159 A CH197159 A CH 197159A
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Hugo Mueller Arthur
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Hugo Mueller Arthur
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  Zweischienige Standbahn mit Fahrzeugen mit künstlich an den Bahnkörper       angepressten    Rädern.    Gegenstand der Erfindung ist eine zwei  schienige     Standbahn    mit Fahrzeugen mit  künstlich an den Bahnkörper     angepressten     Rädern, welche Bahn sich zum Beispiel als  Bergbahn, sowie überhaupt in solchen Fällen  eignet, wo es sich darum handelt, mit Trieb  fahrzeugen geringen Gewichtes möglichst  grosse Zug- oder Bremskräfte zu übertragen.  



  Während bei den bekannten Ausführun  gen zweischieniger Standbahnen dieser Art  noch die alte Form der ebenerdigen Eisen  bahn beibehalten ist, wobei sich die Trieb  räder entweder an einen besonders geformten  Schienenkopf klemmen oder, waagrecht ge  stellt, nach Art der Zahnradbahnen sich an  einer besonderen zwischen den Gleisen ange  ordneten Hilfsschiene entlangziehen, ruht  nach der Erfindung das Geleise auf Stützen  und werden die Schienen durch die Fahr  zeuge von der Aussenseite des Geleises her  umfasst und liegen die     Gegendruckräder    un  ter künstlich erzeugtem Druck an der Unter  seite der Schienen an.

      Durch die     Hochlegung    des Geleises wer  den nicht nur die ganz allgemein     mit    jeder  Hochbahn verbundenen Vorteile erreicht, die  darin bestehen, dass die Bahn den ebenerdi  gen Verkehr und die Bebauung nicht hindert  und umgekehrt auch von diesem Verkehr  nicht gestört wird, sondern es kann auch der  bei Bergbahnen     in    hohen Lagen des Gebirges  sehr wertvolle Vorteil erreicht werden, dass  die Fahrbahn von Schnee, Eis, Wasser, Ver  schmutzungen,     Versandungen    usw. befreit  bleibt, was sonst zu gefährlichen     Rutschun-          gen    und     Klemmungen    der Triebräder führen  könnte.  



  Die äussere "Umfassung des Bahnkörpers  ermöglicht es, die Schienen miteinander zu  verbinden. Druck- und     Gegendruckräder     können normale Formen     erhalten    und sind  nicht, wie bei den bekannten Ausführungen,  durch räumliche Verhältnisse behindert. Die  von     Stütze    zu     Stütze    reichenden Schienenver  bände lassen sich, ebenso     wie    die     angelenkten     Stützen,     fabrikmässig    fertigen und verlegen,      so dass die Montage der Bahn ausserordentlich  schnell und mit     geringen    Koten erfolgen  kann.  



  Die beigefügten     Abbildungen    zeigen     Aus-          en     des Erfindungsgegenstan  des. Es stellen dar:       Fig.    1 und 2 einen     Ausschnitt    einer     Bei-          bahn    in Seitenansicht und Grundriss,       Fig.    3 den     Montagevorgang    in     Seitena        ii-          sicht.     



       Fig.    4 einen     Querschnitt    der     Balin    mit  Triebfahrzeug in grösserem     Massstab,          Fig.    5 und 6 in grösserem     Massstab        eiii     Triebgestell in Seitenansicht und     Draufsielil.          Fig.    7 eine     Zungenweiche    im     C;rundriss,          Fig.    8 und 9 eine Weiche in     Preliscliei-          benforiu    im Grundriss und Längsschnitt.  



  Die Triebfahrzeuge     _1    laufen     mit,    den  Rädern     (!    auf den Schienen     1),    die in Abstan  den von etwa dein Doppelten des     Achsstandes     auf     Stützen    c gelagert sind.

   Die Schienen.     dit,          zweckmässig    die Form von     Doppelkopfscbie-          nen    haben, dienen nicht nur für den Lauf     der     Druck- und     (-'uegendruclirädei-,    sondern gleich  zeitig als Träger zwischen den     Stutzen.    Das       CTeleise    ist aus einzelnen Teilen d     zusaininen-          gesetzt,    von denen jeder in     \waagrechter        IZicl:

  -          tnng    nach Art eines     Fachwerkes    einen     Ver-          hand    bildet, um das Geleise     gegen    Wind-     imd     Fliehkräfte auszusteifen und gegen Verdre  hungen zu sichern. Diese einzelnen     Verb,än(lc     werden am besten fabrikmässig gefertigt, und  zwar zweckmässig in Länge des     Abstandes     der Stützen.

   Das Versetzen der fertig ange  lieferten Verbände erfolgt ebenso wie das  jenige der ebenfalls in fertigen     Stücken    an  gelieferten, durch Gelenke     angeschlossenen          Stützen        zweckmässig    durch einen am     einet)     Bahnende arbeitenden Kran     (P,        Fig.    3), der  sich in     yleicher    Weise wie die Triebfahr  zeuge, mit Druck- und     Gegendruekrädern    an  die Schienen legt. Der Bau der     Strecke    lässt  sich auf diese Weise schnell und mit     gerin-          szen    Kosten vollziehen.  



  Die Laufräder     a    dienen gleichzeitig als  Triebräder. die von Elektromotoren f oder in  sonst geeigneter Weise     angetrieben    werden.  Zur Erhöhung des     Anpressdruckes    dienen die         Gegendruckräder    g, die sich gegen die Un  terseite der Schienen legen und zweckmässig  durch Bügel<I>h</I> pendelnd an die Triebachse<I>i</I>  oder die Triebgestelle     k        angehängt    sind.

   Die  pendelnde und federnde     Aufhängung    der     Ge-          gendruckräder    an den     Achsen    der Druckräder  hat den Zweck, den     Aufliiingel)iigel    von Ver  drehungskräften in der     waagrechten    Ebene,  herrührend aus den Laufwiderständen, die  auf die     Gegendruckrollen        wirken,    freizu  halten.  



  Der erforderliche     Anpressdruck    der     Ge-          gendruckrollen        kann    in      < in    sich bekannter  Weise erzeugt     wf@rden,        beispielsweise    durch  das     Gewicht    des     Wagenkastens,    durch Federn  <I>1,</I> die durch die     Schrauben        -m.        gespannt    wer  den, durch     Flüssigkeits-    oder Luftpressen.

         Elektromagnete    oder endlich auch     durch          Ifibersetzung    von Zug- oder     Bremskräften.     



  Die     Führung    des Fahrzeuges erfolgt       zweckmässig    durch senkrecht zur Hauptebene  der einzelnen Schienen stehende Leitrollen     ia.     die am     Triebgest-ellra,hinen    befestigt sind     ivid     sich von     aussen    gegen den     obern    Schienen  kopf legen.  



  Die     Einordnung    von Leitrollen an Stelle  von     Spurkränzen,    wie sie sonst bei     Eisen-          bahnfahrzeugen        üblich    sind, hat zunächst den  grossen Vorteil.     dass    die Führung des Fahr  zeuges besser und der Laufwiderstand beson  ders in     Krümmungen    viel geringer ist. Das  gilt; besonders auch bei Drehgestellen und  Lenkachsen, weil die     Leitrollen    sich in einem  gewissen     Abstande    von den Laufrädern an  ordnen lassen.

   Dabei können auch wesentlich  kleinere Kurven durchfahren werden, ohne        < lass        Spuränderungen    erforderlich sind.  



  Dass die Leitrollen auf der     Aussenseite    der  Schienenbahn angeordnet werden, hat den  grossen Vorteil, dass die Wind- und Flieh  kräfte auf diejenige Schiene übertragen wer  den, die durch das in senkrechter Querebene  stets damit verbundene Drehmoment entlastet  ist, so dass also die auf die Schienen wirken  den     waagrechten        Biegungskräfte    nicht mit  den grössten senkrechten     Biegungskräften    zu  sammenfallen. Die Schienen erleiden hier  durch wesentlich geringere Beanspruchung,      was wiederum nicht unwesentlich dazu bei  trägt, die Gesamtlage so leicht und preiswert  wie möglich zu gestalten.  



  Von grosser Bedeutung ist bei dieser Art  Bahnen endlich eine unbedingt zuverlässige  Wagenbremse, die auch dann noch sicher  wirkt, wenn aus irgendwelchen Gründen die  Räder rutschen. Die     Fig.    5 zeigt eine Schie  nenbremse, die diesen Bedingungen genügt.  Sie umfasst die Schienen ebenfalls von der  Aussenseite der Geleise her und legt sich,  ebenso wie die Druck- und     Gegendruckräder,     von oben und unten gegen die Schienen, also  in deren Hauptebene. Die Bremsklötze o sind  durch die Achsbügel p verbunden und wer  den mit Hilfe der Hebel q durch das Brems  gestänge gemeinsam angelegt.  



  Die Art der Anordnung der Gegendruck  räder und der Leiträder und Bremsen bedingt  auch eine von den üblichen Formen abwei  chende Gestaltung der Weichen     insofern,    als  hierbei Sorge getragen werden muss, dass die  unter den Schienenkopf     hinabreichenden    Teile  der Fahrzeuge die Weichen passieren können.  Das geschieht bei Zungenweichen     (Fig.    7) in  der Art, dass die Herzstücke der Weichen mit  Klappen r versehen werden, die, mit den  Weichenzungen s gekuppelt, zwangsläufig  mit diesen bewegt werden.  



  Eine besonders vorteilhafte Art der Ver  zweigung solcher Bahnen ergibt sich durch  die Verwendung von Drehscheiben mit bogen  förmigen     Geleisestücken        (Fig.    8, 9), die durch  entsprechende Drehung, wie aus der     Fig.    8  ersichtlich ist, mehrere durchlaufende Ver  bindungsmöglichkeiten herstellen und eine  grössere Anzahl Geleise anschliessen lassen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Zweischienige Standbahn mit Fahrzeu gen finit künstlich an den Bahnkörper an gepressten Rädern, dadurch gekennzeichnet, dass die Schienen des auf Stützen ruhenden Geleises durch die Fahrzeuge von der Au ssenseite des Geleises her umfasst sind und die Gegendruckräder unter künstlich erzeugtem Druck an der Unterseite der Schienen anlie gen.
    UNTERANSPRttCHE: 1. Standbahn nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Geleise aus zwei in waagrechter Ebene fachwerkartig mit einander verbundenen Doppelkopfschienen gebildet ist, die gleichzeitig als Träger zwischen den Stützen dienen. 2. Standbahn nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrzeuge mit Schienenbremsen ausgerüstet sind, die die Schienen ebenfalls von der Aussenseite des Geleises her umfassen und sich beim Brem sen in der Schienenebene an die Schienen legen.
    3. Standbahn nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrzeuge durch senkrecht zur Schienenebene stehende Leit- rollen seitlich geführt sind, die von der Aussenseite des Geleises her an den Schie nen anliegen. 4. Standbahn nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Bahnkörper aus fertig angelieferten, das Geleise enthalten den Verbänden und ebenfalls fertig ange lieferten Stützen gebildet ist. 5. Standbahn nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegendruckräder pendelnd und federnd an den Achsen der Triebräder angeordnet sind. 6.
    Standbahn nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Weichen angeordnet sind, die solche Klappstücke aufweisen, dass die Weichen einen ungehinderten Durchgang der Schienenumfassungen für die Gegendruckräder und die Bremsen durch das nicht benutzte Geleisestück er möglichen. 7. Standbahn nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Weichen angeordnet sind, bestehend aus einer Drehscheibe mit bogenförmigem Gleisstück.
CH197159D 1935-10-14 1936-10-06 Zweischienige Standbahn mit Fahrzeugen mit künstlich an den Bahnkörper angepressten Rädern. CH197159A (de)

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