CH197163A - Quecksilber-Tauchschienenkontakt. - Google Patents
Quecksilber-Tauchschienenkontakt.Info
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Description
quecksilber-Tauchschlenenkontakt. Es sind Schienendurchbiegungskontakte bekannt, deren Wirkung darauf beruht, dass durch Zusammenpressen einer Druckkammer die Oberfläche einer Quecksilbersäule gehoben wird und hierbei mit einem Kontaktstift in Berührung kommt. Es ist auch bekannt, die Quecksilbersäule U-förmig zu gestalten, um bei Durchbiegung der Schiene an der einen Oberfläche der Quecksilbersäule einen Kon- taktschluss, an der andern eine Kontakt unterbrechung zu bewirken.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Quecksilber-Tauchschienenkontakt, wobei eine in sich geschlossene, kontaktgebende Queck silbersäule, die sich in einem U-förmigen Kon taktgefäss befindet, durch den in einer von der Durchbiegung der Fahrschiene beeinfluss ten Druckkammer erzeugten Druck gesteuert wird, derart, dass die zwei miteinander in Verbindung stehenden, mit je einem Kontakt organ versehenen Schenkel des Kontaktge fässes durch ein Rückschlagventil getrennt sind, wobei der eine den Ruhestromkontakt enthaltende Schenkel unmittelbar an den durch die Schienendurchbiegung beeinflussten Druckraum angeschlossen ist.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Der Tauchschienenkontakt besteht im wesent lichen aus zwei Hauptteilen: Erstens der Druckkammer 1 unter der Fahrschiene, die durch die Befahrung der Schiene in bekannter Weise zusammengedrückt. wird, wobei die eingeschlossene Luft bezw. die eingeschlos sene Flüssigkeit vorübergehend verdichtet wird, und zweitens dem Kontaktgefäss 2, in dem die entstandene Luftpressung zur Kon taktbildung ausgewertet wird.
Das Kontaktgefäss 2 besteht zweckmässig aus einem in ein eisernes Schutzgebäuse 17 eingebauten Körperstück 2 aus Isoliermaterial. Dieses enthält einen U-förmig gestalteten Kanal 3-4-b, der bis zu einer bestimmten Höhe 6 mit Quecksilber angefüllt ist. Das Quecksilber stellt sich nach dem Gesetz der kommunizierenden Röhren in beiden Schen keln 3 und 5 auf gleiche Höhe ein.
In dem U-förmigen Kanal 3-4-S be findet sich am Fusse des Schenkels 3 ein Kugelventil 7, das den Quecksilberdurchfluss in der Richtung vom Schenkel 3 nach dem Schenkel 5 widerstandslos gestattet, dagegen den Rückfluss in umgekehrter Richtung sperrt.
Um einen langsamen Ausgleich und eine Einstellung der beiden Quecksilberspiegel auf gleicher Höhe in den Schenkeln 3 und 5 nach der Befahrung zu gewährleisten, ist parallel zu dem Ventil 7 eine enge Aus gleichsbohrung 8 angeordnet, die für den Quecksilbervorlauf bei der Befahrung belang los ist.
Der Schenkel 3 des Kanals ist nach oben durch eine poröse Dichtungsscheibe 16 ab geschlossen, so dass eine Kammer 9 gebildet wird, in die der Druckluftimpuls der Befah- rung durch den Luftkanal 18 geleitet wird. Die poröse Dichtungsscheibe 16 besitzt eine solche Durchlässigkeit für Luft, dass ein all mählicher Luftausgleich mit der äusseren Luft stattfindet. Beim Auftreten des Druckluft impulses tritt also in der Kammer 9 eine Luftdruckerhöhung ein, die den Quecksilber spiegel in dem Schenkel 3 senkt.
Das ver drängte Quecksilber fliesst über das Kugel ventil 7, über den Verbindungskanal 4 in den Schenkel 5 und bringt das in diesem befindliche Quecksilber zum Steigen, wobei die in diesem über dem Quecksilber befind liche Luft durch eine Entlüftungsöffnung 10 ausströmen kann.
Zur Kontaktgabe sind in dem Deckel des Kontaktgefässes zwei Kontaktstifte 11 und 12 isoliert eingesetzt, die in die beiden Schenkel 3 und 5 des Kanals 3-4-5 hin einragen. Der Kontaktstift 11 taucht während der Ruhestellung in den Quecksilberspiegel des Schenkels 3 ein, und stellt einen Ruhe stromschluss mit dem Kontaktquecksilber her, der bei der Befahrung sofort unterbrochen wird. Der Kontaktstift 12 steht mit einem geeigneten Abstand über dem Quecksilber- Spiegel des Schenkels 5.
Bei der Befahrung wird der Quecksilberspiegel des Schenkels 5 soweit gehoben, dass der Kontaktstift 12 eintaucht und einen 8tromschluss mit dem Quecksilber herstellt, während gleichzeitig der Quecksilberspiegel im Schenkel 3 so weit gesenkt wird, dass der Stromschluss am Kon taktstift 11 unterbrochen wird.
Die Stromzuführung zum Kontaktqueck silber findet durch eine dritte Kontaktspitze 13 statt, die in den untern Verbindungskanal 4 hineinragt.
Um die Stromschlüsse bezw. die Unter brechungen länger zu gestalten als die eigent liche Befahrung dauert, ist in dem Schenkel 3 unterhalb der Kontaktstelle und in dem Schenkel 5 oberhalb der Kontaktstelle je eine Erweiterung 14 bezw. 15 vorgesehen so dass für den Rückstrom des Quecksilbers zur Ruhelage über die Ausgleichbohrung 8 eine grosse Quecksilbermenge zur Verfügung steht, deren vollständiger Rückfluss längere Zeit beansprucht.
Die Druckkammer 1 kann auch teilweise mit Quecksilber oder einer andern Flüssig keit gefüllt sein, z. B. bis zur Höhe h, so dass es beim Zusammendrücken bis zu der Höhe f fliesst.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Quecksilber-Tauclrschienenkontakt, wobei eine in sich geschlossene, kontaktgebende Quecksilbersäule, die sich in einem U-förmigen Kontaktgefäss befindet, durch den in einer von der Durchbiegung der Fahrschiene be- einflussten Druckkammer erzeugten Druck gesteuert wird, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei miteinander in Verbindung stehen den, mit je einem Kontaktorgan versehenen Schenkel des Kontaktgefässes durch ein Rück schlagventil getrennt sind, wobei der eine, den Ruhestromkontakt enthaltende Schenkel unmittelbar an den durch die Sehienendurch- biegung beeinflussten Druckraum angeschlos sen ist.UNTERANSPRÜCHE: 1. Tauchschienenkontakt nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb eines im Ruhezustand mit dem Quecksilber in Berührung stehenden Kon taktstiftes eine Erweiterung (14) des Schenkels (3) vorgesehen ist. 2. Tauchschienenkontakt nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass oberhalb eines im Ruhe zustand ausserhalb des Quecksilbers be findlichen Kontaktstiftes (12) eine Erwei terung (15) des Schenkels (5) vorgesehen ist.3. Tauchschienenkontakt nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Kontakt quecksilber seine dauernde Stromzuführung durch einen Kontaktstift (13) erhält, der in den Verbindungskanal (4) zwischen den beiden Schenkeln (5 und 14) des U-förmigen Kontaktgefässes hineinragt. 4. Tauchschienenkontakt nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der im Ruhe zustand stromführende Kontaktstift (11) nur so weit in das Quecksilber hineinragt, dass der Ruhestromschluss beim gefahren der Schiene sofort unterbrochen wird.5. Tauchschienenkontakt nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der obere Abschluss des den Ruhestromkontakt ent haltenden Schenkels (3) durch eine poröse Dichtungsscheibe (16) bewirkt wird, die eine solche Durchlässigkeit für Luft be sitzt, dass ein allmählicher Luftausgleich mit der äussern Luft stattfindet. 6. Tauchschienenkontakt nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass über dem der Druckkammer abgelegenen Schenkel (5) des U-förmigen Kontaktgefässes eine den Gefässdeckel durchbrechende Entlüf tungsöffnung (10) vorgesehen ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE197163X | 1936-05-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH197163A true CH197163A (de) | 1938-04-15 |
Family
ID=5756227
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH197163D CH197163A (de) | 1936-05-28 | 1937-05-15 | Quecksilber-Tauchschienenkontakt. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH197163A (de) |
-
1937
- 1937-05-15 CH CH197163D patent/CH197163A/de unknown
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