CH197240A - Ortsbeweglicher, elektrischer Feueranzünder. - Google Patents
Ortsbeweglicher, elektrischer Feueranzünder.Info
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23Q—IGNITION; EXTINGUISHING-DEVICES
- F23Q7/00—Incandescent ignition; Igniters using electrically-produced heat, e.g. lighters for cigarettes; Electrically-heated glowing plugs
- F23Q7/02—Incandescent ignition; Igniters using electrically-produced heat, e.g. lighters for cigarettes; Electrically-heated glowing plugs for igniting solid fuel
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Description
Ortsbeweglicher, elektrischer Feueranzünder. Zum Entzünden von festem Brennstoff in Feuerungen sind elektrische Heizkärper bekannt, die mit mehreren parallel geschad- teten, die elektrischen Heizwiderstände ent haltenden Kanälen versehen sind., durch die ein hindurchgeführter Luftstrom auf eine über dem Flammpunkt des zu zündenden Brennstoffes liegende Temperatur erhitzt und zum Brennstoff geleitet wird.
Die Erfindung betrifft die Ausbildung und Anordnung .der in den Feuerungsraum einzuführenden, mit Öffnungen versehenen Teile der Heissluftleitung für idie Weiterlei tung und Verteilung der Heissluft in den Brennstoff.
Während bei bekannten Hand geräten dieser Art die Luft im freien Strom auf das Brenngut geleitet wird, wobei für die Entflammung die ganze vorhandene Heissluftmenge mit der -Tollen in dem Gerät erzeugten Temperatur zur Wirkung ,gelangt, wird gemäss der Erfindung,der Heissluftstrom durch eine an den Heizkörper angeschlossene Röhrenleitung mit im Abstand voneinander angeordneten Öffnungen (Lochmundstück)
unmittelbar in das Innere des zu entflammen den Brenngutes hineingeleitet. Hierdurch wird es möglich, das .ganze, auf einen Rost aufgegebene Brenngut bleichzeitig von innen heraus zu entflammen und dadurch ,den Reiz vorgang mit einer Kraft und Geschwindig keit einzuleiten, die idurch Anblasen von au ssen her nicht zu erreichen wäre.
Gegenüber den bekannten Gasbrennern zum Anzünden von Kohlen, 'bei denen das Gas-Luftgemisch in kaltem Zustande bis an die Austrittsöffnungen herangeführt und dort erst angezündet wird,
so dass die er- zeugte Wärme sogleich an Ort und Stelle zur Wirkung kommt und Verluste beim Wärme- transport durch die Zuführungsleitung über baupt keine Rolle spielen, besteht der wesent liche Unterschied für den Verbrennungsvor- gang nach der Erfindung .darin, dass die zur Einleitung des Verbrennungsvorganges not- wendige Flamme weder besonders entzündet zu werden braucht,
noch ausgehen kann. Diese Vorteile der Heissluft als Zündmittel und Reaktionsteilnehmer ermöglichen es, das Rohrmundstück des Heissluftanzünders von vornherein vollständig und allseitig in das Brenngut einzubetten und dieses dann nach träglich von innen heraus zu entzünden. Durch die vollständige Einbettung der Zu leitungsrohre in den vorzugsweise klein stickigen Brennstoff wird eine ebenso billige wie wirksame Wärmeisolation gewährleistet. Dieser zunächst wenig in Betracht gezogene Effekt scheint sogar die gute Wirksamkeit der Anzündevorrichtungen überhaupt erst zu ermöglichen.
In Fig. 1 und 2 sind zwei beispielsweise Ausführunb%sformen der vorliegenden, in den Feuerungsra.um einzuführenden, mit Öffnun gen versehenen Teile der Heissluftzuleitung dargestellt, die im weiteren kurz als Loch mundstücke bezeichnet werden, während die Fig. 3 einen Quersehnitt des Lochmund stüeke.s mit Verstärkungsrippe zeigt.
Die einfache Ausführung nach Fig. 1 ist für grosse Zimmeröfen, sowie Zentralhei- zungskessel und ähnliche Feuerungen mit festem Rost beistimmt, während die Fig. 2 eine zum Anheizen von Grossfeuerungen mit. Wanderrost geeignete Ausführungsform dar stellt. Die Lochmundstücke L:11 sollen mög lichst bis zur Linie G-0 in das Brenngut eingebettet werden.
Die Entfernung zwi schen dem Vorderende des Heizkörpers H und dem ersten Austrittsloch h (Fig. 1) bezw. Zo (Fig. ?) wird so klein gehalten, wie es möglich ist, wenn eine Einbettung des Heizkörpers selbst in die Kohle und ,damit eine gefährliche Erhitzung desselben einer seits, ein Offenbleiben des ersten Loches an derseits vermieden werden soll. In der Regel wird der Abstand zwischen H und dem ersten Loch nur etwa 10 bis 15 cm betragen dürfen.
Die Länge und Form der Lochmund stücke ist durch die CTrösse des zu entflam menden Feuerungsra.umes bestimmt. Für den Querschnitt ist folgendes zu beachten. Ein 7u grosser Querschnitt würde unnötige äussere Wärmeverluste, zu grosse Wärmekapazität und ein unhandliches Gewicht ergeben.
Bei zu kleinen Querschnitten tritt eine andere Gefahr auf : es kann nicht nur der zum Durchblasen der Heissluft benötigte 1"\ber- druck zu hoch werden, was ein unhandliches und teueres Gebläse zur Folge hätte, sondern diese Gefahr kann .durch Umschlagen der laminaren in turbulente Luftbewegung von einer kritischen Reynolds'schen Zahl an sprunghaft erhöht und zugleich der Wärme austausch mit der Wandung durch die tur bulente Strömung so gesteigert -erden,
dass die von der Heissluft getragene Wärmeener gie nicht mehr bevorzugt an den Austritts stellen, sondern längs der ganzen Rohrwände in ungeeigneter Form an das Brenngut ab gegeben wird. Vorzugsweise wird deshalb der Rohrdurehmesesr überall so gewählt, dass die Gefahr einer turbulenten Bewegung bei den angewandten Betriebsbedingungen gerade noch mit Sicherheit vermieden wird.
Dies wird erreicht, wenn<I>D</I> ," 1,5 Vo (Liter/Sek.), also bei 2 Liter/,Sek. gleich 3 cm, bei 4 Liter!Sek. gleich 6 cm gewählt wird.
Da ferner eine eindeutige Beziehung zwi- sehen V" und der in den Heizkörper geschick ten KW-Leistungen N besteht, derart, dass zur Aufheizung von. 1 Liter,/Sek. Luft auf ea. 800 etwa ein KW Heizleistung benötigt wird, folgt auch für die Anpassung des Loch- mun.dstückdurchme8.sers an die elektrische Leistung des betreffenden CTerätes eine ent sprechende Forderung <I>D</I> (cm) " 1;5<I>N</I> (KW).
Diese Forderungen gelten zunächst für die Eintrittsöffnung des Lochmundstüelzes. im weiteren Verlauf wird man, wie in Fi-. 1 und 2 dargestellt, den Durchmesser entspre chend :der ausgetretenen Luftmenge verjün gen, was ungefähr zu der dargestellten koni schen Form der Mundstücke führt. Für ver teilte Mundstücke wie Fib. 2 hat man den Durchmesser der Teilrohre aus demjenigen Bruchteil von V, bezw. N zu berechnen, der in die Mündungen der Teilrohre eintritt.
Die Grösse der Austrittslöcher wird vor zugsweise so gewählt, dass ihr Gesamtquer schnitt von ähnlicher Grösse ist, wie der Ein trittsquerschnitt des Mundstückes. Die Aus- trittsgeschwindigkeit ist dann von ähnlicher Grösse wie die Strömungsgeschwindigkeit in nerhalb des Lochmundstückes und es sind keine besonderen, das Gebläse belastenden Austrittshemmungen zu überwinden.
Die Verteilung der Lochgrösse kann dabei zweck mässig so gewählt sein, @dass aus .den letzten Löchern mehr Luft ausströmt als aus den vorangehenden; damit wird dem sonst pro gressiv steigenden Temperaturabfall nach den Enden zu entgegengearbeitet und eine hohe Zündwirkung auch noch bei den letzten Lö chern erreicht.
Die Bevorzugung der letzten Löcher kann entweder durch ein geeignetes Verhältnis von innerer VStrömungsgeschwin- digkeit zu Austrittsgeschwindigkeit erreicht werden, wobei eine gewisse Stauwirkung am Rohrende dem Luftaustritt aus den letzten Löchern zuhilfe kommt, oder .durch Erwei terung der Lochquerschnitte nach den Enden zu oder durch beide Massnahmen.
Die abso luten Lochdurchmesser werden vorteilhaft auf Grund experimenteller Erfahrungen zu etwa 6 mm gewählt; hierbei ist ein Eindrin gen ;grösserer Kohlestücke in das Lochmund stück noch nicht zu befürchten, und kleinere etwa eindringende Stücke werden sofort ver brannt und ausgeblasen. Soweit grössere Loch- querschnitte an den Enden benötigt werden,
bleibt vorzugsweise die Abmessung von etwa 6 mm in der Querrichtung des Mundstückes erhalten und der grössere Austrittsquerschnitt wird durch .grössere Ausdehnung der Löcher in der Längsrichtung des Mundstückes er zielt.
Die Anordnung der Löcher kann ent weder zweiseitig sein wie in Fig. 1 oder ein seitig wie in Fix. 2. In beiden Fällen sind die Austrittsöffnungen vorzugsweise schräg nach oben gerichtet, ,da seitlich oder unter halb des Lochmundstückes eher Hohlräume in der Packung des Brenngutes um das Loch mundstück zu erwarten sind als oberhalb. Bei zweiseitiger Lochanordnung werden die beiden Lochreihen vorzugsweise gegeneinan der versetzt, um die Zündstellen gleichmässi ger zu verteilen.
Zur Vermeidung einer plastischen Defor mation des in das Brenngut einzuführenden und im Gebrauch auf helle Rotglut kommen den Teils des Lochmundstückes kann ferner dieser Teil mit einer Versteifung, vorzugs weise in Form einer auf der Unterseite an gebrachten Rippe, versehen sein, wofür in Fig. 3 ein Ausführungsbeispiel im Quer- schnitt dargestellt ist.
Diese zweckmässig durch Falzung des Ausgangsbleches herzu stellende Rippe wirkt versteifend sowohl durch ihre mechanische Form wie auch durch die etwas tiefere Temperatur, die an der den Austrittsöffnungen abgewandten Seite herrscht.
Bezüglich des Verhältnisses von Loch- mundstück und Heizkörperquerschnitt wird eine Dimensionierung bevorzugt, bei der der Heizkörperquerschnitt den des Lochmund stückes übertrifft.
Dadurch wird. erreicht, dass die Luft durch den Heizkörper verhältnis mässig langsam hindurchströmt, so dass trotz der vielfachen Unterteilung des Heizkörpers nur :geringe Überdrucke und zugleich ein vor züglicher Wärmeaustausch gewährleistet sind, während die Luft dann des weiteren das Lochmundstück mit einer so grossen Ge schwindigkeit und demnach so geringem Wärmeverlust durchströmt, wie es zur Ver meidung turbulenter Strömung eben noch möglich ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Ortsbeweglicher, elektrischer Feueranzün der für festen Brennstoff, bei dem ,der Heiz körper mit mehreren parallel geschalteten, die elektrischen Heizwiderstände enthalten den Kanälen versehen ist, durch die ein hin durchgeführter Luftstrom auf eine über dem Flammpunkt des zu zündenden Brennstoffes liegende Temperatur erhitzt und zum Brenn stoff geleitet wird, dadurch gekennzeichnet,dass er eine.an den Heizkörper angeschlossene Röhrenleitung mit im Abstand voneinander angeordneten Offnungen (Lochmundstück) aufweist, mittels welcher die erzeugte Heiss- luft unmittelbar in das Innere des zu ent flammenden Brenngutes geleitet werden kann. UNTERANSPRüCHE: 1.Feueranzünder nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Quer schnitt des Lochmundstückes so gewählt ist, dass die Heissluftströmung unter den vorgesehenen Betriebsbedingungen lami- naren Charakter besitzt. ?. Feueranzünder nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, mit Lochmundstück von annähernd kreisförmigem Querschnitt, dadurch gekennzeichnet, dass der Durch messer des Querschnittes in Zentimeter gemessen etwa 1,5mal so gross ist wie das Kaltvolumen der sekundlich hindurchströ menden Heissluft in Liter gemessen. 3.Feueranzünder nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und ?, dadurch gekennzeichnet. dass der Eintrittsdurch messer des Lochmundstückes in Zenti meter Gemessen etwa 1.5mal so gross ist wie die Heizleistung des Heizkörpers in KW gemessen. -1. Feueranzünder nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 3. dadurch ge kennzeichnet, dass der abstand zwischen dem Heizkörper und ersten Loch nur etwa 10 cm beträgt.5. Feueranzünder nach Patentansprueli und den Unteransprüchen 1 bis -1, dadurch gekennzeichnet, dass das Lochmundstück bezw. dessen einzelne Teile sich an nähernd konisch von der ersten bis zur letzten Austrittsöffnung verjüngen. 6. Feueranzünder nach Patentan..prueli uricl den Unteransprüchen 1 bis 5, für Feue rungen mit festem Rost, dadurch gekenn zeichnet, dass das Lochmundstück als einzelnes, konisches Rohr ausgebildet ist. 7.Feueranzünder nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 5, für Feue rungen mit Wanderrost, dadurch gekenn- zeichnet, dass das Lochmundstück als hohles T-Stück ausgebildet ist, ;dessen Querbalken an seiner Vorderseite die Austrittaöffnungen aufweist. 8: Feueranzünder nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 5 und 7, da durch gekennzeichnet, dass die Austritts- Öffnungen des Lochmundstückes in der Betriebslange schräg nach oben gerichtet sind. 9. Feueranzünder nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 5. 7 und B.dadurch gekennzeichnet, dass der Gesamt- querschnitt der Löcher ungefähr gleich dem Eintrittsquerschnitt des Locbmund- stüekes gewählt ist. <B>10.</B> Feueranzünder nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 5 und 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet. dass der Einzel querschnitt der Löcher einem Kreis von 5 bis 8 mm Durchmesser entspricht. 11.Feueranzünder nach Patentanspruch und den Unteranspriichen 1 bis 5 und 7 bis 10. dadurch gekennzeichnet. dass die letz ten Löcher einen grösseren Querschnitt besitzen als die ersten, wobei die Quer abmessung der Löcher beibehalten und nur die Längsabmessung vergrössert ist. <B>1</B> 2. Feueranzünder nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 5 und 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die in das Brenngut einzuführenden Teile des Lochmundstiickes mit einer den Aus- trittsöffnungeri abgewandten Verstei fungsrippe versehen sind. 13.Feueranzünder nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 5 und 7 bis 1.2, dadurch gekennzeicbnet, dass der Querschnitt des vielfach unterteilten Heizkörpers grösser gewählt ist als der Eintrittsquerschnitt des Lochmundstiik- kes.
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ID=4440775
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| CH197240D CH197240A (de) | 1937-05-26 | 1937-05-26 | Ortsbeweglicher, elektrischer Feueranzünder. |
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|---|---|
| CH (1) | CH197240A (de) |
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1937
- 1937-05-26 CH CH197240D patent/CH197240A/de unknown
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