CH197274A - Verfahren zur Herstellung von sandigem, gut filtrierbarem Kupferoxychlorid. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von sandigem, gut filtrierbarem Kupferoxychlorid.

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CH197274A
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copper
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copper oxychloride
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
Kupferhuette Duisburger
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Ig Farbenindustrie Ag
Kupferhuette Duisburger
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  Verfahren zur     .Herstellung    von sandigem, gut     filtrierbarem        gupferoaychlorid.       Es ist bekannt,     Kupferoxychlorid    durch  Oxydation von     Kupfer(1)chlorid    in Chlorid  salzlösungen mit Sauerstoff oder sauerstoff  haltigen Gasen herzustellen. Man erhält dabei       Kupferoxychlorid    in fein verteilter Form. Die       Reindarstellung    ist dadurch sehr erschwert.       Kupferoxychlorid    wurde daher bisher nur als  Zwischenprodukt für die     Kupfersulfatherstel-          lung    und für Zwecke der Schädlingsbekämp  fung hergestellt.

   Bei der     Kupfersulfatdarstel-          lung    wurde es von der Mutterlauge nicht  restlos abgetrennt, eine Reinigung erfolgte  erst durch das Kristallisieren des Kupfersul  fats. Bei der Verwendung zur     Schädlingsbe-          kämpfungwardie    feinverteilte Form erwünscht  und besondere Reinheit nicht erforderlich. Der  Versand erfolgte entweder in     Pastenform    oder  nach einer besonderen Trocknung.  



  Es wurde nun gefunden, dass man     Kupfer-          oxychlorid    auch in einer sandigen, gut     filtrier-          baren    Form erhalten kann, wenn man die  Oxydation des     Kupfer(1)chlorids    in Chlorid-    Salzlösung in Gegenwart von     Sulfationen    bei  Temperaturen oberhalb 60   vornimmt. Das  so erhaltene     Kupferoxychlorid    lässt sich beim  Filtrieren gut auswaschen.

   Es hält so wenig  anhaftende Feuchtigkeit zurück, dass es ohne  Trocknung in Säcken versandt werden kann  es ist so im Gegensatz zu fein verteiltem       Kupferoxychlorid    ein gut handelsfähiges Pro  dukt, das auch in vielen Fällen an Stelle  von Kupfersulfat verwendet werden kann.

    Vor Kupfersulfat bietet es den Vorteil, dass       es        59        %        Kupfer        in        der        Trockensubstanz        ent-          hält        gegenüber        25        %        im        Kupfervitriol.        Vor-          teilhaft    setzt man gleich bei der Herstellung  der     Kupfer(1)chloridlösung    lösliche Sulfate  zu.

   Besonders günstig ist die Verwendung  von Sulfaten mit andern Kationen als den  in den benutzten Chloriden. Als Chloride  kommen im wesentlichen     Alkalichloride    oder       Magnesiumchlorid    allein oder im Gemisch  miteinander in Frage.

   Arbeitet man zum  Beispiel mit     Natriumchloridlösung,    so ist ein      Zusatz von Zinksulfat,     Kaliunrsulfat    oder       Ammoniumsulfat    allein oder gemischt gün  stiger als der von     Natriumsulfat.    Natürlich  kann man eine     kaliumsulfathaltige        Natrium-          chlor@id1b8ung    zum Beispiel auch durch     Zusatz     von     Natriumsulfat    zu einer     Xaliunr-Natritrm-          ehloridlösung    herstellen.

   Dabei hat es sich  als vorteilhaft gezeigt, mehr     Kaliumionen    an  zuwenden als zur Bindung des     Sulfations    an  Kalium nötig wäre.  



  Da die     Chloridlösung    nach der     Abschei-          dung    des     Kupferoxychlorids    zweckmässig in)  Kreislauf zur Auflösung von neuem     Kupfer-          (1)chlorid    verwendet wird, kann der Ver  brauch an Sulfaten auf den Ersatz der ge  ringen Verluste in den Waschwässern be  schränkt werden.  



  Ein gleich grosser Zusatz von Sulfaten  wirkt um so günstiger, je geringer die Kon  zentration der     Chloridlösung    ist, doch nimmt  mit Verminderung der     Chloridkonzentration     die     Lösefälligkeit    für     Kupfer(1)chlorid    rasch  ab.

   Zweckmässig arbeitet man zum Beispiel  mit     Natriumchloridgehalten    von 150-200     g,/1     und einem     Sulfatgehalt    von<B>2-5</B> g     Sil.     Zweckmässig arbeitet man bei Temperaturen  zwischen 60 und 80  , noch höhere Tempe  raturen begünstigen zwar die     Teilcherrver-          gröberung    weiter, verlangsamen jedoch die  Oxydationsgeschwindigkeit.  



  Es wurde weiter gefunden, dass es vor  teilhaft ist, die Oxydation von Anfang an in  Gegenwart von     aufgeschlämmtem        Kupferoxy-          chlorid    durchzuführen. Es genügt dann unter  sonst gleichen Bedingungen ein geringerer       Sulfatgehalt    zur Erzielung von grobem     Kup-          feroxyclrlorid.    Man kann     zum    Beispiel in der  Weise verfahren, dass man die Oxydation in  mehreren     Stufen    kontinuierlich vornimmt, in  dem man zum Beispiel frische     Kupfer(1)chlo-          ridlösung    kontinuierlich in eine Oxydations  bütte fliessen lässt,

   aus der in gleicher Weise  behandelte, aber noch     nicht        vollständig    oxy  dierte Lösung in eine zweite und eventuell  mehrere weitere Oxydationsbütten hinterein  ander     weiterfliesst,    in denen die vollständige  Oxydation erfolgt. Man kann auch vorteilhaft    so arbeiten, dass man die Lösung nach der  Oxydation des     Kupfer(1)chlorids    nicht voll  ständig aus der Oxydationsbütte ablässt, frische  Lösung zu der schon oxydierten,     Kupferoxy-          chlorid    in     Aufschlämmung    enthaltenden Lö  sung zugibt und so in Gegenwart von auf  geschlämmtem     Kupferoxychlorid    oxydiert.

   Bei  der Neufüllung der Bütte setzt man zweck  mässig     Kupferoxy        chlorid    einer früheren Her  stellung zu.  



  Das in der beschriebenen Weise in Gegen  wart von     Sulfationen    hergestellte     Kupferoxy-          chlorid    ist tief dunkelgrün, leicht     dekantierbar     oder     filtrierbar    und     lässt    sich mit wenig Wasch  flüssigkeit gut vollständig auswaschen. Es ent  hält nach dem Filtrieren nur wenig Wasser  und ist so für einen Transport ohne beson  dere Trocknung geeignet.  



       Beispiel   <I>1:</I>  In einer Lösung, die 200 g     NaCI,    10 g       Z11804    und 10 g     NazS0s    im Liter enthält,  werden 90 g; 'l     Kupfer(1)chlorid    bei 75   auf  gelöst. Zur Oxydation mit Luft wird die Lö  sung bei 80   über Düsen umgepumpt.  



  <I>Beispiel 2:</I>  In einer Lösung, die 175g     NaCl,    25     g          KCl    und 20 g     K2804        irn    Liter enthält, wer  den 80     g/1        Kupfer(1)chlorid    bei 70   aufge  löst. Die Lösung wird bei 70   in einer Atmo  sphäre von     sauerstoffreicher    Luft aus einer       Luftverflüssigungsanlage    über Düsen umge  pumpt. Vor Beginn der Oxydation werden  50 kg     Kupferoxycblorid    einer früheren Her  stellung je Kubikzentimeter zugesetzt.

   Ist das       Kupfer(1)chlorid    bis auf einen Kupfergehalt  von     ä        g/1    oxydiert, so wird die Hälfte der  oxydierten Lösung aus der Bütte abgelassen  und dafür frische Lösung nachgegeben. Dann  wird die Oxydation fortgesetzt, bis der     Kup-          fer(1)gehalt    wieder auf 5 g/1 gesunken ist,  und dann wieder die Hälfte der Lösung ab  gelassen. Nach Abtrennen des abgeschiedenen       Kupferoxyehlorids    wird die abgelassene Lö  sung jeweils wieder zur Auflösung von neuem       Kupfer(1)chlorid    verwendet.

   Das bei der Oxy  dation nach der Gleichung      6     CuCl        .+    3 0     +    3     H20    =  3     Cu(OH)2CuC12        +    2     CUCl2     entstandene     gupfer(2)chlorid    wird dabei durch  Zementkupfer zu     Kupfer(1)chlorid    reduziert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Kupferoxy- chlorid in sandiger, gut filtrierbarer horin durch Oxydation von Kupfer(1)chlorid in Chlo- ridsalzlösungen mit Sauerstoff oder sauerstoff haltigen Gasen, dadurch gekennzeichnet, dass die Oxydation in Gegenwart von Sulfationen bei Temperaturen oberhalb 60 durchgeführt wird. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Oxydation in Ge genwart von Chloriden und Sulfaten ver schiedener Kationen durchgeführt wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Oxydation von Beginn an in Gegen wart von aufgeschlämmtem Kupferoxy- chlorid durchgeführt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekenDzeich- net, dass die Oxydation halb- oder voll kontinuierlich durchgeführt wird.
CH197274D 1936-05-23 1937-05-20 Verfahren zur Herstellung von sandigem, gut filtrierbarem Kupferoxychlorid. CH197274A (de)

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