Verfahren und Vorrichtung zum Herstelleu von Papiergefässen. Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver fahren zum Herstellen von Papiergefässen, die aus einem napfförmigen Bodenteil und einem sich vom Boden nach der Gefässöff nung zu konisch erweiternden, rohrförmigen Gefässmantel bestehen; die Erfindung be trifft ferner eine zur Herstellung der Gefäss mäntel dienende Vorrichtung.
Bei den bisher bevorzugten Verfahren zur Herstellung derartiger Papiergefässe wird aus dem Mantelzuschnitt durch Kleben einer Längsnaht ein rohrförmiger Gefässmantel ge bildet und unmittelbar anschliessend an die sen Arbeitsvorgang der Bodenteil in dem Gefässmantel befestigt. Es ist bekannt, hier bei den napfförmigen Bodenteil auf einen dem Gefässinnern entsprechenden Formdorn zu legen und dann um diesen Dorn herum den Gefässmantel zu formen und schliesslich das überstehende Ende des, Gefässmantels um die nach auswärts gerichtete Zarge des napf- förmigen Bodenteils umzuschlagen.
Es ist weiterhin bekannt, den napfförmigen Boden teil in eine Aussparung eines kegelstumpf- förmigen Formdornes zu legen und aus die ser Aussparung heraus in den Gefässmantel zu schieben, unmittelbar nachdem der Ge fässmantel über dem Formdorn geklebt wor den ist.
Bei derartigen Herstellungsverfahren wird die erzielbare Leistung beschränkt duroh die Zeit, welche für das Abbinden der Längs naht des Gefässmantels erforderlich ist. Diese für das Abbinden der Klebenaht erforder liehe Zeitspanne verhindert eine Steigerung der Arbeitsgeschwindigkeit der nach .dem vorerwähnten bekannten Verfahren arbei tenden. Maschinen zur Herstellung von Pa- piergefUen.
Das erfindungsgemässe Verfahren ermög- lioht eine erhebliche Steigerung der Arbeits geschwindigkeit beider Herstellung von Pa piergefässen und die Erzielung eines beson ders festen .Sitzes des: napffö:rmigen Bodens in dem kegeligen Gefässmantel.
Bei :dem erfindungsgemässen Verfahren zum Herstellen von nach ihrer Mündung sich erweiternden Papiergefässen, die aus einem rohrförmigen, konischen Mantelteil und einem napfförmigen Bodenteil bestehen. wird für den Mantelteil zunächst durch Fal ten und Kleben eines Zuschnittes ein flach zusammengelegter Schlauch von trapezför- migem U mriss gebildet,
nach dein Abbinden der Klebenaht der flach zusammengelegte Schlauch zur Rohrform aufgespreizt und schliesslich der napfförmige Bodenteil in den aufgespreizten Gefässmantel durch das weitere Ende in Richtung auf das engere Ende desselben eingepresst. Das Herstellen zunächst zu bildender. flach zusammengelegter Schläuche kann mit Hilfe der Falt- und Klebemaschine mit gro sser Geschwindigkeit erfolgen.
Da der Ge fässboden in den Mantelteil erst eingesetzt wird, nachdem die Klebenaht des schlauch- förmigen Mantelteils bereits genigend ab gebunden hat, kann auch bei dem Einsetzen des Bodens schnell gearbeitet werden; der Boden kann auch besonders fest in den Man telteil eingepresst werden. Durch die kegel- stumpfförmige Grestalt des Gefässnantels wird das Einführen des napfförmigen Bo- denteils erleichtert und weiterhin erreicht, dass der Bodenteil so weit eingepresst werden kann, bis er genügend fest sitzt und gleich sam in dem konischen Gefässmantel verkeilt ist.
Durch die kegelstumpfförmige Gestalt des Mantelteils, die der Trapezform der zu nächst herzustellenden flach zusammengeleg ten Schläuche entspricht, werden also die unvermeidlichen Ungenauigkeiten unwirk sam gemacht. Bei dem Einpressen findet der Bodenteil infolge seiner napfförmigen Ge stalt einen festen Sitz in dem kegelstumpf- förmigen Gefässmantel, weil die Zarge des Bodenteils eine hinreichend grosse Anlage fläche darbietet.
Das erfindungsgemässe Verfahren wirkt sich besonders günstig aus bei der Herstel lung solcher bekannter Papiergefässe, die an einem Ende einen abgerundeten und am an dern Ende einen ecligen Querschnitt haben; vorzugsweise kommen solche Papiergefässe in Betracht, die am Boden einen runden oder ovalen und am obern Ende einen recht- eckigen. Querschnitt haben.
Gemäss einer vor zugsweisen Ausführungsform derfin- dungsgemässen Verfahrens können bei der Herstellung derartiger Papiergefässe in dem zur Bildung des flachen, geklebten Schlau ches dienenden Zuschnitt Eillinien, welche der Zahl und Anordnung der Gefässecken entsprechen, so angebracht werden, dass diese Rillinien sich im wesentlichen über die ge samte Zuschnittlänge erstrecken. Es werden also mehr Eillinien erzeugt, als für die Bil dung des flachen Schlauches erforderlich sind; die Zahl der zu erzeugenden Eillinien wird durch die Zahl der Ecken der Gefäss- effnung bestimmt.
Dadurch, dass die R.ill- linien sich vorzugsweise über die ganze Zu schnittlänge erstrecken. kann der flachlie gende Schlauch leicht gebildet und geöffnet werden. Durch die erwähnten Eillinien wird die Bildung regelmässiger Faltlinien und auch die Bildung eines eckigen GefäBquer- schnittes an einem Gefässende gewährleistet.
Es wird also verhütet, dass unregelmässige Bruchlinien auftreten Dass trotz der sich über die ganze Zuschnittlänge erstreckenden Eillinien an einem Ende des Gefässes sich zum Beispiel ein runder Querschnitt und nicht etwa ein mehreckiger Querschnitt er gibt, wird deshalb erreicht, weil der runde Bodenteil sehr stramm in den geöffneten Mantelteil, dessen Längsnaht infolge des vorhergehenden Arbeitsschrittes der Bildung eines geklebten. flach zusammengelegten Schlauches bereits vollkommen fest gewor den ist,
eingepresst -erden kann und dein einen Ende des Gefässmantels somit seine ab gerundete Form aufz-,vingt.
Bei der Herstellung der flachen Schläuche. welche späterhin den CTefässmantel bilden, kann ein Zuschnitt, der uin zwei im Winkel zueinander angeordnete Faltlinien zusa.m- inengelegt werden soll, erst in Richtung der einen und dann in Richtung der andern Faltlinie vorbewegt werden.
Ferner kann nach dem Umlegen eines Zu.schnitteils um eine Faltlinie und vor dem Umlegen eines andern Zuschnittcils um eine zweite zur ersten Faltlinie parallelen Faltlinie der Zu- schnitt in seiner Ebene etwas geschwenkt werden. Auf diese Weise können die vonein ander abweichenden Faltlinien nacheinander in Übereinstimmung mit der Förderrichtung gebracht werden.
Weiterhin können eine Anzahl flacher Schläuche nach dem Kleben der Längsnaht ein wenig aufgespreizt und ineinander ge stapelt werden, so dass ein im wesentlichen flacher Stapel aus ineinander gesteckten Ge fässmänteln entsteht. Hierbei wird erreicht, dass die Längsnähte während des Verweilens der geklebten Schläuche in dem Stapel voll kommen abbinden können Ein Aufspreizen der Klebenaht,die möglicherweise noch nicht vollkommen fest abgebunden hat, wird da durch verhindert, dass die Klebenaht jedes einzelnen Schlauches durch den vorhergehen den und den folgenden Schlauch festgehalten wird. Auf die flachen Seiten des Stapels kann zum Zweck der Sicherung des Abbin dens der Klebenaht ein Druck ausgeübt wer den.
Besonders vorteilhaft ist es, durch Auf richten des flachliegenden, gemäss vorste henden Angaben erzeugten Stapels die beim Kleben der flachen Schläuche noch nicht ge falteten Längskanten vorzubrechen. Bei dem in dieser Weise erfolgten Aufrichten des zu nächst flachliegenden Stapels kann das Vor brechen der noch nicht ausgeprägten Falt- linien gleichzeitig an einer grösseren Zahl von Werkstücken durchgeführt werden; es ist also im Gegensatz zu bekannten Arbeits verfahren nicht erforderlich, dass zum Zwecke des Vorbrechens der zunächst noch nicht ausgeprägten Faltlinien jedes Werkstück einzeln behandelt wird.
Eine beispielsweise Durchführung des er findungsgemässen Verfahrens und eine der Erfindung entsprechende beispielsweise Aus- führungsform der Vorrichtung werden im nachstehenden beschrieben und durch bei liegende Zeichnungen veranschaulicht: Fig. 1 bis 3 veranschaulichen die Bildung eines flach zusammengelegten Schlauches aus einem vorbereiteten Zuschnitt; Fig. 4 zeigt einen Schnitt gemäss der Linie IV-IV der Fig. 1; Fig. 5 zeigt einen Schnitt gemäss der Linie V-V der Fig. 2; Fig. 6 zeigt einen Schnitt gemäss der Linie VI-VI der Fig.3; Fig. 7 bis 11 erläutern das Anbringen des Bodens in dem Gefässmantel; Fig. 12 zeigt dass fertige Papiergefäss;
Fig. 13 zeigt in grösserem Massstabe einen Schnitt durch den untern Teil des umge stülpten Papiergefässies mit einer besonderen Verfestigung des Bodenteils; Fig. 14 und 15 zeigen ebenfalls in grösse rem Massstabe je einen senkrechten und einen waagrechten Schnitt durch die zum Einsetzen des Bodenteils in den Gefässmantel dienen den Werkzeuge; Fig. 16,a bis 16e zeigen einen senkrechten Schnitt durch eine Maschine zum Herstellen der Gefässmäntel; Fig. 17a bis 17c zeigen in grösserem Mass- stabe eine Draufsicht auf die von den zu faltenden und zu klebenden Zuschnitten zu durchlaufende Werkzeugbahn der in den Fig. 169, bis, 16c veranschaulichten Maschine;
Fig. 18 bis 28 zeigen senkrechte Quer schnitte durch die von den Werkstücken zu durchlaufende Bahngemäss den Linien XVIII-XVIII bis XXVIII-XXVIII der Fig. 17a bis 17c; Fig. 29 und 30 zeigen je eine Draufsioht auf einen Teil einer andern Ausführungs form der von den zu faltenden und zu kle benden Zuschnitten zu durchlaufenden Werk zeugbahn.
Bei der lerstellung eines Papiergefässes, das der Fig.121 entspricht, wird von dem durch,die Fig. 1 und 4 veranschaulichten Zu schnitt für den Mantelteil ausgegangen. Der Zuschnitt wird mit vier Rillinien <I>a, b, c, d</I> versehen, .deren, Lage den Ecken des obern Endes des Gefässes entspricht. Diese R.ill- linien erstrecken sich über die gesamte Länge des Zuschnittes.
Es genügt jedoch auch, wenn. die Rillinien sich nur über einen gro ssen Teil der Länge des Zuschnittes erstrek- ken. Parallel zu einer Längskante des Zu- schnittes, wird ein Klebstoffauftrag 1c ange bracht.
Dann werden ,gemäss Fig. 2. und 5 zwei Felder des Zuschnittes um die vorbe reitete Rillinien b und schiliesslich gemäss Fig. 3 und 6 das mit dein Klebstoffauftrag k versehene Feld un die vorbereitete Rill- linie d umgelegt. In dieser Weise ist ein flach zusammengelegter Schlauch von trapez- förinigem Umriss gebildet vordem. Die ein ander überlappenden Kanten werden durch den Klebestoffauftrag k miteinander ver bunden. Diese Klebenaht bindet vor der wei teren Behandlung des gebildeten Schlauches vollkommen fest ab.
Nach dem Abbinden der Klebenaht wird der flachliegende Schlauch geöffnet, so dass er ein vierkantiges Rohr bildet; die Fig.8 zeigt die Draufsicht auf dieses so gebildete vierkantige Rohr. In dieses den Gefässman tel n bildende Rohr wird der napfförmige Bodenteil n, der einen kreisrunden Quer schnitt hat, hineingepresst. Fig. 7 lässt erken nen, dass dieser napfförmige Bodenteil in das weitere Ende des Gefässmantels n einge führt und in Richtung auf das sich ver engende Ende des Mantels m eingepresst wird. Die Zarge des napfförmigen Boden teils n ist hierbei dem sich verengenden Ende des Mantels n zugekehrt. Durch das Ein pressen gelangt der Bodenteil in die durch Fig. 9 veranschaulichte Lage, in welcher der Bodenteil sich mit Presssitz fest, in dem Gefässmantel befindet.
Fig. 10 zeigt eine Draufsicht auf diesen mit einem eingepressten Bodenteil n versehe- nen Gefässmantel. Aus dieser Figur ist zu ersehen, dass das engere, ursprünglich vier eckige Ende des Gefässmantels durch das Einpressen des Bodenteils einen kreisrunden Querschnitt angenommen hat.
Der über die Zargen des Bodenteils n vorstehende Rand des Gefässmantels u wird umgebördelt, was durch Fig. 11 veranschau licht ist. Das in dieser Weise hergestellte Papiergefäss wird paraffiniert, wodurch der Sitz des Bodenteils im Gefässmantel ver festigt und abgedichtet wird.
Die Zarge des Bodenteils kann jedoch auch vor dem Einpressen desselben auf ihrer Aussenseite mit einem Klebstoffauftrag ver- sehen werden; die Anwendung eines solchen Klebstoffauftrages empfiehlt sich in den Fällen, in denen das Papiergefäss nicht durch Imprägnieren nachträglich gedichtet wird. In solchen Fällen, in denen das Gefäss nicht imprägniert wird, kann die Abdich tung dadurch verbessert werden. dass eine ringförmige Nut r in den untern Rand des Gefässmantels und die Zarge des Bodenteils gemäss Fig. 13 eingepresst wird.
Beim Einsetzen des Bodens in den Ge fässmantel werden vorzugsweise die durch die Fig. 14 und 15 veranschaulichten Werk zeuge, die im wesentlichen aus einem Form dorn 31 und zwei dein Formdorn angepassten Haltebacken 34 bestehen, benutzt. In dem Stempel 31 ist verschiebbar eine Stange 3 2 angeordnet, die an ihrem obern Ende einen Stempelkopf 3 trägt, dessen Durchmesser etwas geringer ist als der Durchmesser des in den Gefässmantel n einzusetzenden Bo dens n. Die Backen 34 sind mit einem nach giebigen Futter 35 aus Gummi oder dergl. versehen und werden von den in geeigneter Weise gesteuerten Armen 36 getragen. Da derartige Steuerungen bekannt sind, kann an dieser Stelle von einer Beschreibung abge sehen werden.
Während sich die Teile 32, 33 in der ge zeichneten Stellung befinden, wird in die oberhalb des Stempelkopfes 33 befindliche Aussparung des Formdornes 31 ein Gefäss boden n eingelegt. Darnach wird ein aufge- spreizter Gefässmatiiel in auf den Formdorn gesteckt; die Backen 34 sind hierbei vom Formdorn abgehoben.
Nach dem Aufsetzen des Gefässmantels m. auf den ForKndorn 31 werden die Haltebacken 3I gegen den Form dorn bewegt. Während des letzten Teils der gegen den Formdorn gerieliteten Bewegung führen die Haltebacken noch eine kleine,
parallel zur 3Zantelfläche des Formdornes gerichtete Bewegurig aus und ziehen dadurch den Gefässmantel a stramm auf die kegelige Oberfläche des Formdornes. Während der Gefässmantel durch :die Backen<B>34</B> festgehal ten wird, wird der Stempel 32, 33 nach auf wärts bewegt und presst den Bodenteil in die endgültige Lage, die in Fig. 14 gestrichelt eingezeichnet und mit n' bezeichnet ist.
Zur Herstellung grosser Mengen von Ge fässmänteln, die zur Herstellung von Papier gefässen nach dem vorerwähnten Verfahren dienen, ist vorzugsweise die durch die Fig. 16 bis 28 veranschaulichte Maschine ge eignet.
Das Gestell der Maschine wird im we sentlichen durch zwei seitliche Ständer 40, 41 und durch einen diese beiden Seitenstän der miteinander verbindenden Tisch 42 ge bildet. An dem Seitenständer 40 sind Lager angebracht, welche die Hauptantriebswelle 43 tragen. Diese Hauptwelle 43 wird von einer beliebigen Kraftquelle aus mittels der Riemenscheibe 43' abgetrieben.
Die Maschine enthält einen Stapelbehäl ter, vergl. Fig. 16a und 17a. In diesem ruht der Stapel auf drei Bändern 44, die über die Walzen 45 und 46 geführt sind. Die Walze 46 wird von der Hauptwelle 43 über ein Kegelräderpaar angetrieben. Beim Umlauf der Bänder in der Richtung der eingezeich neten Pfeile schieben diese Bänder einen Zu schnitt z nachdem andern unter dem Stapel hervor. Die senkrechten Leisten 47 halten den oberhalb des untersten Zuschnittes be- findliohen Teil des Stapels zurück, so dass stets nur der unterste Zuschnitt hervor ge schoben werden kann.
Die Zuschnitte sind bereits durch einge prägte Faltlinien a, b, c, d für den späteren Faltvorgang vorbereitet und liegen so in dem Stapel, dass die Seitenkante, parallel zu wel cher der Leimauftrag k aufzubringen ist, mit der Aussehubrichtung übereinstimmt.
Die aus dem Stapel ausgeschobenen Zu schnitte gelangen auf einen Fördergurt 48, der über den Tisch 42 und die im Maschinen gestell gelagerten Leitwalzen 49, 50 und 51 geführt ist. Die Leitwalze 51 wird von der Hauptwelle 43 durch ein Kegelräderpaar angetrieben. Der Fördergurt 48 wird in be kannter Weise durch ein Paar Rollen 52, 53 gespannt, die unter der Wirkung einer nicht dargestellten Feder stehen.
Oberhalb des obern Trumms des Förder- gurtes 48 sind zwei Führungsschienen 54, 55 und eine Rollenschiene 56 angeordnet. An der untern Seite dieser Rollenschiene 56 sind wie aus den Fig. 18 bis 20 zu ersehen ist, eine grosse Zahl kleiner Rollen leicht drehbar angebracht. Diese Rollen der Rol lenschiene 56 werden nachgiebig gegen den Fördergurt 48 bezw. gegen die auf diesem Fördergurt befindlichen Zuschnitte z ge drückt und bewirken so eine sichere Beförde rung der Zuschnitte z durch den Förder- gurt 48.
Unterhalb des Tisches 42 der Maschine ist ein hinsichtlich seiner Höhenlage einstell barer Leimbehälter 57 angeordnet. Wenn sich dieser Leimbehälter 57 in der angehobe nen Lage befindet, so taucht eine Leim scheibe 58 in den Leimbehälter ein, vergl. Fig.16a. Fig.17a und Fig.18. Die Leim scheibe 58 ist auf einer Welle 59 befestigt, die durch ein Kegelräderpaar von der Haupt delle 43 angetrieben wird. Der obere Teil der Leimscheibe 58 ragt durch eine Ausspa rung des Maschinentisches 42 über diesen Tisch hervor, so dass die vorgeführten Zu schnitte z parallel zu ihrer Seitenkante mit einem Leimauftrag e (vergl. Fig. 1) ver sehen werden.
Weiterhin ist, wie die Fig. 16a, 17a und 19 zeigen, unterhalb der Bahn der Zu schnitte z eine Welle 60 angebracht, welche eine Scheibe 61 trägt, deren oberer Teil durch eine Aussparung des Tisches hervor ragt. Oberhalb des Tisches ist in einem schwenkbaren Arm 62. eine entsprechende Scheibe 6.3 leicht drehbar gelagert.
Die bei den Scheiben sind an ihrem Umfang .gerif felt. Vorzugsweise ist der äussere geriffelte Kranz der beiden .Scheiben aus Gummi oder einem ähnlichen Werkstoff hergestellt.
Die Welle 60 wird von der Hauptwelle 43 durch ein. Kegelräderpa.ar mit einer solchen Ger schwindigkeit angetrieben, dass die Umfangs geschwindigkeit der Scheibe 61 etwas gerin ger ist als die Geschwindigkeit des Förder- gurtes 48. In entsprechender Weise wird durch das :Stirnräderpaar 64, 65 auch die obere Scheibe 63 angetrieben.
Wenn die durch die Rollenschiene 56 gegen den Fördergurt 48 angedruckten Zu schnitte vorgeführt werden, so gelangt nur ein seitlicher Teil der Zuschnitte zwischen die langsamer laufenden Scheiben 61, 63. Hierbei wird der Seitenteil gegenüber dem mittleren Teil des Zuschnittes verzögert. Der Zuschnitt wird derart geschwenkt. dass die Faltlinie c in die Förderrichtung geiangt. Gleichzeitig gleitet der seitlich der Falt- linie c liegende Teil des Zuschnittes auf die in bekannter Weise gekrümmte Faltschiene 66. Der entsprechende Seitenteil des Zu schnittes wird, wie die Fig. l7a, 19 und 20 zeigen, angehoben und um die vorbereitete Faltlinie c umgefaltet.
Dieser Faltvorgang wird dadurch begünstigt, dass die Faltlinie c mit der zugeschärften Seitenkante der Füh rungsschiene 55 übereinstimmt. Nachdem der erwähnte, auf die Faltschiene 66 auf gelaufene Seitenteil genügend weit umgefal tet ist, vergl. Fig. 20, wird der andere Sei tenteil des Zuschnittes noch einmal ver zögert. Diese Verzögerung wird herbeige führt durch die Teile 6C'-65', die den be schriebenen Teilen 60-65 entsprechen.
Die Räder 61' und 63' verzögern also abermals den seitlichen Rand des von dem Fördergurt 48 vorbewegten Zuschnittes und Bewirken eine solche Drehung desselben, dass die Falt- linie a in die Förderrichtung geschwenkt wird und sich unmittelbar neben der zuge- schärften Kante der Schiene 54 befindet. Der seitlich der Faltlinie a befindliche Teil des Zuschnittes z läuft bei der weiteren Vor bewegung desselben auf eine Faltschiene 67 auf und wird ebenfalls angehoben.
In der Maschine sind weiterhin Faltrie- men 68 und 68' angeordnet (vergl. Fig. 16b und 17b). Diese Faltriemen sind in bekann ter Weise über Leitrollen 69, 70, 81 bezw. 69', 70' und 81' geführt. Durch diese Falt- riemen werden die durch die Faltschienen 66 und 6 7 angehobenen seitlichen Zuschnitteile vollkommen umgestaltet, so dass aus dem Zu schnitt nunmehr ein flach gelegter Schlauch von trapezförmigem Umriss gebildet ist. Die ser flache Sehlauch wird durch den Förder- gurt 48 weiter vorgeführt und gelangt nun mehr in das Presswerk. Dieses Presswerk be steht im wesentliclen aus den paarweis an geordneten Wellen 71-78. Jede dieser Wel len trägt ein Paar Druckrollen.
Die Druck rollen 81 und 81' der ersten obern -Wellen 71 dienen gleichzeitig wie bereits erwähnt wurde, als Leitwalzen für die Faltriemen 68. 68'. Von der Rolle 51 aus werden die Wellenpaare 71-78 in der richtigen Dreh richtung durch zwischengeschaltete Stirn räder angetrieben, so dass die auf den Wel len 71-78 angeordneten Druckrollen die flachen, geklebten Sehläche wie ein Walz werk zwischen sich hindurclführen. Durch die Duckrollen, die. wie die Druekrolle 81', auf der der Hauptwelle benachbarten Seite angeordnet sind, wird ein Druck auf die Klebenaht ausgeübt, wodurch das feste Ab binden der Klebenaht begünstigt wird.
Bevor die flachen Schläuehe jedoch in das Presswerk hineingelangen, streift eine hintere Ecke des Schlauches eine Rolle 89, die ein wenig in die Bahn der flachen Schläuche hineinragt. Hierdurch werden die Schläuche ein wenig geschwenkt, so dass leim Einlaufen der Schläuche in das Press- werk die Mittellinie des Trapezes mit der Förderrichtung übereinstimmt.
Wenn die flachen Schläuche von den Druckrollen des letzten Wellenpaares 77, 7 8 des Pressverkes angestossen werden, so wer den sie zwischen zwei beiderseits ihrer Bahn leicht drehbar angeordnete Rollen 90@, 90' hin durchgeführt.. Diese Rollen haben eine ge rillte Umfangsfläche (vergl. Fig. 17b und ?4). Der Zwischenraum zwischen diesen bei den Rollen 90 und 90' ist etwas kleiner als die grösste Breite des flachen Schlauches.
Jeder Sehlauch wird also beim Hindurch laufen zwischen diese beiden Rollen 90 und 90' an seinem hintern Ende etwas aufge- spreizt., gleichzeitig tritt eine Verzögerung der Vorbewegung der Schläuche ein. Durch (las Zusammenwirken dieser Verzögerung und des Aufspreizerus wird erreicht, dass das vordere Ende eines vorgeführten Schlauches in das hintere eines vorhergehenden Sehlatt- ches eingeschoben wird und sich ein im wesentlichen flacher Stapel aus ineinander geschobenen flachen Schläuchen bildet.
Die ser sich zwischen den Rallen 90 und 90' ständig neu bildende Stapel wird von den Gurten 91, 92 weitergeführt. Die Gurte 91, 92 laufen über die Walzen 93-96. Die Walze 94 wird von d er Hauptwelle 43 durch ein Kegelräderpaar angetrieben und über trägt durch an der andern Seite der Ma schine angebrachte Stirnräder die Bewegung auf die darüber angebrachte Walze 93 des obern Gurtes 91. Die beiden Gurte 91, 92 sind so angeordnet, dass der flache Stapel von den einander zugewandten Teilen der Gurte während des Vorschubes fest zusam mengedrückt wird. Hierdurch wird das dichte Abbindender Klebenähte begünstigt.
Diese Klebenähte sind genügend ver festigt, wenn der Stapel aus den Gurten 91, 92 heraustritt. Der Stapel gelangt dann zwischen ein Paar Rollen 97 und 97', die in Fig. 16c, Fig. 17c und Fig. 26 dargestellt sind. Diese Rollen werden von der Haupt antriebswelle 43 über ein Schraubenräder paar 98, 99, die Welle 100 und je ein Kegel räderpaar 101, 102 bezw. 101', 102' ange trieben. Der Umfang dieser Rollen 97, 97' ist winklig ausgespart. Die beiden Rollen 97, 97' sind so angeordnet, dass der Zwi schenraum zwischen ihnen etwa dem Quer schnitt der geöffneten flachen Schläuche entspricht. Der im wesentlichen flache, aus den ineinandergeschobenen, geklebten Schläu chen gebildete Stapel wird also beim Hin durchlaufen zwischen den beiden Rollen 97, 97' aufgespreizt.
Weiterhin sind beiderseits der Bahn des Stapels zwei zylindrische Rollen 103 und 103' angeordnet, die in entsprechender Weise von der Hauptwelle 43 über ein Schrauben räderpaar, eine waagrechte Welle und zwei Kegelradpaare angetrieben werden (vergl. Fig. 17e und Fig.27). Beim Hindurchlaufen zwischen diesen zylindrischen Rollen wird der geöffnete Schlauch so zusammengelegt, dass die die Mittelebene des umgeformten Stapels senkrecht zu der Mittelebene des ur- sprünglichen flachen Stapels gerichtet isst. Dieser wieder flach zusammengelegte Stapel wird wiederum geöffnet durch ein Paar Rollen 104, 104' (vergl. Fig. 16e, Fig. 17c und Fig. 28). Diese Rollen sind auf den Wellen 105 und 105' angeordnet.
Die Welle 105 wird durch ein Kegelräderpaar von der Hauptwelle 43 der Maschine angetrieben und überträgt die Bewegung durch ein Stirnräderpaar 106, 106' an die obere Welle 105'. Die beiden Rollen 104, 104' sind so ausgebildet, dass der Zwischenraum zwischen ihnen dem Querschnitt des geöffneten Sta pels entspricht.
Durch das Öffnen des flachen Stapels, das Wied-erzusammenlegen und das erneute Öffnen des Stapels wird bewirkt, dass alle vorbereiteten Faltlinien a-d vorgebrochen und genügend biegsam gemacht werden.
Vorstehend ist beschrieben worden, dass die Zuschnitte auf dem Wege von der Leim scheibe 58 bis zu,der Faltschiene 66 so ge schwenkt werden, dass die ursprünglich schräg zur Vorbewegung gerichtete Falt- linie c in eine zur Vorbeweguug und daher zu der Schiene 55 parallele Lage gelangt. Insbesondere dann, wenn die Zuschnitte aus verhältnismässig steifem Karton oder dergl. bestehen, kann die das Schwenken der Zu schnitte z bewirkende Vorrichtung verein facht wenden, wie Fig. 29 zeigt.
Seitlich der Bahn der Zuschnitte z ist ein Anschlag 110 derart angeordnet, dass während der Vor bewegung :des Zuschnittes z die Seitenkante desselben den leicht gekrümmten Anschlag streift; hierdurch wird, wie Fig. 29 erkennen lässt, (der Zuschnitt in seiner Ebene so ge- schwenkt, :dass, die Faltlinie e, um welche die nächste Faltung erfolgen soll, mit :der Bewegungsrichtung übereinstimmt.
Wenn :die Zuschnitte z so gefördert wer den, dass wie r'ig. 30 zeigt, die lange Seite ,der trapezförmigen Zuschnitte sich in der Bewegungsrichtung vorn befindet, so muss die Umfangsgeschwindigkeit der am- .Seiten- teil des Zuschnittes angreifenden Scheiben, welche nach der Vorbewegung des Zuschnit- tes denselben so schwenken,
dass die Falt- linien in die Bewegung2srichtung gelüngen. grösser sind als die Geschwindigkeit. mit welcher die Zuschnitte Z durch den Förder- gurt 4S vorbewegt werden.
F ig. 30 veran schaulicht, dass die eine Seite des Zuschnittes zwischen der obern Seheibe 63" und einer untern aus der Zeiclnung nicht ersichtlichen Scheibe hindurehbewegt wird und infolge der grossen Umfangsgeschssindigleit dieser beiden Scheiben beschleunigt wird: diese Be- sehleunigung des einen Seitenteils des Zu schnittes z bewirkt eine Drehung entgegen gesetzt zur Drehrichtung des Uhrzeigers; durch diese Schwenkung des Zuschnittes wird die ursprünglich schräg zur Vorbe we- gung angeordnete Faltlinie c parallel zur Richtung der Vorbewegung ausgerichtet.