CH197310A - Verfahren zur Herstellung von Diazolichtbildern. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Diazolichtbildern.

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CH197310A
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diazo
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Aktiengesellschaft Kalle Co
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Kalle & Co Ag
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  Verfahren     zur    Herstellung von     Diazolichtbildern.       Die     Erfindung    betrifft ein Verfahren zur  Herstellung von     Diazolichtbildern,    das durch  die Verwendung bestimmter     Azokomponenten     von vorteilhaften Eigenschaften gekennzeich  net ist.  



  Als     Azokomponenten    für Zwecke der     Di-          azotypie    standen bisher nur verhältnismässig  wenige brauchbare Verbindungen zur Ver  fügung. Die     Verbindungen    müssen haltbar,  lichtbeständig und gegen Alkali unempfind  lich sein. Wichtig ist auch eine gute Wasser  löslichkeit, während anderseits die mit den       Azokomponenten    erzeugten Farbstoffe mög  lichst     unlöslich    sein sollen. Die nötige Wasser  löslichkeit hat man vielfach durch Einfüh  rung der     Sulfosäuregruppe    in die     Azokom-          ponente    erzielt.

   Die Verwendung derartiger       Sulfosäuren    hat aber den Nachteil, dass die  bei der Kupplung     entstehenden    Farbstoffe  und damit die     Diazobilder    wenig wasserfest  sind.  



  Es ist nun gefunden worden,     da,ss    man  als     Kupplungskomponenten    vorteilhaft Ver-         bindungen    verwenden kann, die einen aro  matischen gern enthalten, welcher     ausser     einer     Hydrogylgruppe    eine     Alkylgruppe     trägt, die ihrerseits einen die Wasserlöslich  keit steigernden     Substituenten,    insbesondere  einen basischen     Substituenten    trägt. Unter  Wasserlöslichkeit soll dabei auch die Löslich  keit in angesäuertem Wasser, das     heisst    die  Löslichkeit unter Salzbildung verstanden  werden.

   Man erhält derartige Verbindungen  zum Beispiel dadurch; dass man aromatische  oder     aromatischheterocyclisehe        Ogyverbin-          dungen,    vorzugsweise Benzol- oder Naphtha  linverbindungen, nach bekannter Methode  mit Aldehyden in Gegenwart von orga  nischen sekundären Basen kondensiert (siehe  beispielsweise D. R. P. 89979). Vorteilhaft  geht man dabei von     Ogyverbindungen    aus,  die wasserunlöslich     bezw.    nur wenig wasser  löslich sind. Man gelangt so zu     Azokompo-          nenten,    die genügend leichtlösliche Salze bil  den und trotzdem zu Pausen von guter Was  serfestigkeit führen.

   Die     Azokomponenten         können gegebenenfalls auch mehr als eine  in der beschriebenen Weise substituierte Al  kylgruppe enthalten,     beispielsweise    zwei der  artige Gruppen. Es können ebenso auch meh  rere     Oxygruppen    vorhanden sein.  



  Vorzugsweise werden solche Körper ver  wendet, die die substituierte     Alkylgruppe    an  der Stelle tragen, an der bei Abwesenheit der       Alky        lgruppe    die Kupplung mit. der     Diazo-          verbindung    stattfinden würde. So benutzt  man zweckmässig Stoffe, die die     Alkylgruppe     in     ortho-    oder     para-Stellung    zur     Oxygruppe          bezw.    zu einer der     Oxygruppen    tragen.

   Es  findet dann bei der Entwicklung im allge  meinen unter Abspaltung der substituierten       Alkylgruppe    die Kupplung an der Stelle des  Moleküls der     Azokomponente    statt, an der  sich die     Alkylgruppe    befand. Die     erfindungs-          gemäss.    verwendeten     Azokomponenten    können  auch noch durch weitere Elemente oder Grup  pen substituiert sein, wie     Alkylgruppen.     Chlor,     Carboxylgruppen    und dergleichen.

   Da  die     Azokomponenten    ohne die substituierte       Alkylgruppe    möglichst wenig     wasserlöslich     sein sollen, ist es     zweckmässig,    dass sie keine       Sulfogruppen    am Kern tragen. Es sollen auch  solche     Substituenten    fehlen, die die Halt  barkeit der     Azokomponenten    herabsetzen.  



  Die Kupplungsenergie der neuen     Azo-          komponenten    ist im allgemeinen recht gering.  was für die Herstellung lagerbeständiger       Zweikomponentenpapiere    von grossem Vorteil  ist. Aus diesem Grunde lassen sich die neuen       Azokomponenten    auch mit besonderem Vor  teil für die Herstellung von mit Wasser oder  Wasserdampf     entwickelbaren    Lichtpauspa  pieren verwenden, da eine niedrige Kupp  lungsenergie naturgemäss bei solchen     Sehich-          Z,

      die neben der     Diazo-    und der     Azokom-          ponente    noch das für die Entwicklung not  wendige Alkali auf der Schicht tragen, von  besonderer Wichtigkeit ist.    <I>Beispiele:</I>    1. Eine Lösung von 1,8 g des Zink  chloriddoppelsalzes der     Diazoverbindung    aus  dem     1-Amino-4-benzoylamino-2.5-diäthoxy-          benzol,    1,8     cm'    konzentrierte Salzsäure, 2 g    Borsäure, 4 g Weinsäure, 0,21 g     Thioharn-          stoff    und 1,

  2g     1-Methyl-cu-dimethylami.no-2-          oxynaphthalin     
EMI0002.0047     
    in     72    cm'' Wasser werden auf Papier ge  strichen. Die Entwicklung des     Papieres    kann  mittels     Ammoniakgas    oder einer     Alkali-          lösung.    beispielsweise einer 4%igen Soda  lösung erfolgen.  



  An Stelle der genannten     Azokomponente     kann auch das     4-Methyl-co-piperidyl-l-oxy-          naphthalin    verwendet werden. Dieser Kör  per wird hergestellt durch Kondensation des       1-Naplitylkohlensäureäthylesters    mit Form  aldehyd-Salzsäure zur     Chlormethylverbin-          dung    und Austausch des Chlors gegen den       Pipericlylrest    untergleichzeitiger Abspaltung  des     Kohlensäureäthylesterrestes.     



  2 g des     Zinntetrachloriddoppelsalzes     der     Diazoverbindung        ans        eiern        1-Amino-4-          (N-benzyl-N-äthylamino)benzol,    0,6 cm' kon  zentrierte Salzsäure, 0,66     g    Borsäure, 1,5 g  Weinsture, 0,07g     Thioharnstoff    und 0.5 g  des Hydrochlorids eines     Kondensationspro-          duktes,        welches    aus     äquimolekularen    Mengen       vors        ).6-Dimethyl-8-oxynaphthalin    und Form  aldehyd-Dimethylamin erhalten ist,

   werden  in 50 cm' Wasser gelöst. Die Lösung wird  in üblicher Weise auf Papier gebracht. Die  damit hergestellten Pausen geben bei der  Entwicklung mit Ammoniak einen braun  schwarzen Ton. An     Stelle    der genannten       Azokomponente    können auch die Kondensa  tionsprodukte aus dem 1,4-     bezw.        1,8-Chlor-          naphthol    mit     äquimolekularen    Mengen von  Formaldehyd und     Dimethylamin    verwendet  werden.  



  3. Eine Lösung von 1,2 g des Sulfats  der     Diazoverbindung    aus dem     Aminodiphe-          nylamin,    1,2 cm' konzentrierte Salzsäure,  1,32g Borsäure, 3 g Weinsäure, 0,2 g     Thio-          harnstoff    und 1 g des Hydrochlorids eines      Kondensationsproduktes, welches aus     äqui-          molekularen:    Mengen von     3,5-Dioxy-benzoe-          säure    und     Formaldehyd-Dimethylamin    er  halten     ist,    in 72 cm' Wasser wird auf Pa  pier gebracht.  



  Der mit diesem Papier bei der Entwick  lung der Pausen erhaltene rotbraune Ton er  fährt eine Verschiebung nach gelbbraun,  wenn man an Stelle der     3,5-Dioxybenzoesäure     die     2,4-Dioxy-b.enzoesäure    bei der Herstel  lung der     Azokomponente    verwendet.  



  4. 3 g des     Zinkchlnriddoppelsalzes    der       Diazoverbindung        aus    dem     1-Amino-4-benzoyl-          amino-2,5-diäthogybenzol,        0;.4    g Borsäure  und 2 g des     Hydrochlorids-    eines Konden  sationsproduktes, welches aus     äquimoleku-          laren    Mengen von     2,3-Oxynaphtoesäure        und          Formaldehyd-Dimethylamin    erhalten ist,  werden     in    100 cm' Wasser gelöst. Mit dieser  Lösung wird Papier bestrichen.

   Mit diesem  Papier erhält man Pausen, die zunächst einen  braunen Ton aufweisen, der nach einiger Zeit  in tief blauviolett übergeht.  



  An Stelle der genannten     Azokomponente     kann auch das Hydrochlorid eines Konden  sationsproduktes, welches aus     äquimolekula-          ren    Mengen von     3-Oxydiphenylenoxyd    und       Formaldehyd-dimethylamin    erhalten ist, oder  auch das Kondensationsprodukt des     2-Oxy-          carbazols    mit Formaldehyd und     Dimethyl-          amin    verwendet werden.  



  5. Papier wird bestrichen mit einer Lö  sung von 3 g des     Zinkchloriddoppelsalzes     der     Diazoverbindung    aus dem     1-Amino-4-          benzoylamino-2,5-diäthogybenzol,    1 g Zitro  nensäure und 1 g     Aluminiumsulfat    in 100     cm3     Wasser.

   Die mittels eines derartig präparier  ten     Papieres    hergestellten Pausen werden mit  einer Lösung, enthaltend 2 g     Natriumazetat     und 2 g des Hydrochlorids eines Kondensa  tionsproduktes, welches aus 1     Mol        1,5-Dioxy-          naphthalin'    und 2     Mol        Formaldehyd-Dime-          thylamin    erhalten ist, in 100 cm' Wasser  entwickelt.  



  6. Ein Papier wird mit der     in    Beispiel 5  erwähnten     Sensibilisierungslösung    gestrichen.  Die     sensibilisierte    Schicht wird     mit    einem  innigen Gemenge gleicher Teile     Zinkazetat       und der in Beispiel 5 genannten     Azokompo-          nente        eingerieben.    Nach der Belichtung erhält  man bei der Entwicklung mit Wasserdampf  Pausen     mit    tiefblauen Tönen.  



  7. Papier wird mit einer Lösung von  3 g des     ZinkoMoriddoppelsalzes    der     Diazo-          verbindung    aus dem     1-Amino-4-benzoylamino-          2,5-diäthogybenzo1    und     1/,    g Weinsäure in  100     cm@    Wasser präpariert. Die Entwick  lung des belichteten Papiers wird mit einer       5%igen        wässrigen    Lösung des     Natriumsalzes     des     1-1Vlethyl-co-(methyl-methylcarboxy-ami-          no)-2-naphtols     
EMI0003.0067     
    durchgeführt.

   Letztere     Verbindung    wird dar  gestellt durch Kondensation     äquimolekularer     Mengen     ss-Naphthol,    Formaldehyd und N  Methylaminoessigsäure.  



  B. Es wird     wie    in Beispiel 7 gearbeitet.  An Stelle der dort     genannten        Azokomponente     wird jedoch das Kondensationsprodukt des       ss-Naphthols    mit     äquimolekularen    Mengen  Formaldehyd und     N-Methylaminoäthansulfo-          säure    benutzt.  



  9. 1 g der     Diazoverbindung        aus    dem       p-Amino-diäthylanilin    werden mit 1 g Wein  säure und 1,5 g des Hydrochlorids aus dem       Kondensationsprodukt    von 1     1VCol        1,4-dime-          thyl-2-ogybenzol    mit     äquimolekularen    Men  gen Formaldehyd und     Dimethylamin    in  50 cm' Wasser gelöst.

   Durch Bestreichen  von Papier mit dieser Lösung erhält man  ein     Lichtpausmaterial.    Mit einem solchen  Material kann man durch Belichten unter       einer    Vorlage     und    Behandeln mit Ammoniak  gas Lichtpausen herstellen.  



  10. 1 g der im     Beispiel    9 genannten       Diazoverbindung    wird mit 2 g Weinsäure       und    2     g@    des     Chlorhydrates    des Kondensa  tionsproduktes von 1     Mol        Resorzin    mit 2     Mol     Formaldehyd und     Piperidin    in 50 cm' Was  ser gelöst. Die Lösung wird zum Sensibili-           >zieren    von     Liehtpausmaterialien    verwendet.

    Mit einem solchen     Material    kann man durch  Belichten unter einer Vorlage und Behandeln  mit     Ammoniakgas    Lichtpausen     herstellen.  

Claims (1)

  1. PATEN TANSPRUCII Verfahren zur Herstellung von Diazo- t#>pien, dadurch gekennzeichnet. da.ss man als Azokomponente eine Verbindung verwendet, die einen aromatischen Kern enthält, welcher ausser einer Hydroxylgruppe eine Alkyl- gruppe trägt, die ihrerseits einen die Wasser löslichkeit steigernden Substituenten trägt. UNTERAXSPRüCHE 1.
    Verfahren gemäss Patentauspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sich die substituierte Alkylgrtippe im Molekül an der Stelle be- findet, an der bei Abwesenheit der Alkyl- gruppe die Kupplung stattfinden würde. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der die Wasserlöslich keit steigernde Substituent ein basischer Substituent ist. 3.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die substituierte Al liylgruppe eine substituierte 111ethylgruppe ist. 4. Verfahren gemäss Patentanspruch und Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die substituierte Alkylgruppe eine Dimethylaminomethylgruppe ist.
CH197310D 1936-03-24 1937-01-26 Verfahren zur Herstellung von Diazolichtbildern. CH197310A (de)

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