CH197456A - Kraftfahrzeug mit unabhängig voneinander beweglichen, wenigstens annähernd parallel geführten Vorderrädern und kippbar gelagerten Hinterrädern. - Google Patents

Kraftfahrzeug mit unabhängig voneinander beweglichen, wenigstens annähernd parallel geführten Vorderrädern und kippbar gelagerten Hinterrädern.

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CH197456A
CH197456A CH197456DA CH197456A CH 197456 A CH197456 A CH 197456A CH 197456D A CH197456D A CH 197456DA CH 197456 A CH197456 A CH 197456A
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CH
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cornering
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Aktiengesellschaft Auto Union
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Audi Ag
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      Kraftfahrzeug        mit    unabhängig voneinander beweglichen,     wenigstens    annähernd  parallel geführten Vorderrädern und     kippbar    gelagerten Hinterrädern.    Die Erfindung bezieht sich auf ein Kraft  fahrzeug mit unabhängig voneinander beweg  lichen, parallel oder annähernd parallel ge  führten Vorderrädern und kippbar gelagerten  Hinterrädern, die eine schräg von vorn nach  hinten ansteigende     Längsneigungsachse    be  stimmen.  



  Bei den bekannten Kraftfahrzeugen die  ser Art bleibt der wirksame Kipparm der  Hinterräder im ganzen     Federungsbereich     gleich, so dass sich die Lage der schräg von  vorn nach hinten ansteigenden     Längsnei-          gungsachse    in bezug auf die Fahrbahn. nicht  ändert. Dies hat den Nachteil, dass sich mit  grösser werdenden Querkräften, insbesondere  beim Kurvenfahren, auch der Winkel ver  grössert, um den sich die abgefederte     Wagen-          mässe    entgegen den     Rückstellkräften    der Wa  genfedern neigt.

   Das Fahrzeug besitzt in die  sem Falle keine zusätzlich aufrichtende Kraft,  die die Wirkung der beim Kurvenfahren auf-    tretenden Querkräfte abmildern oder gar auf  heben könnte.  



  Demgegenüber besteht das Wesen der Er  findung darin, dass der     wirksame    Kipparm  der Hinterräder     beim    Kurvenfahren zwang  läufig verkleinert wird, so dass der durch die       Hinterradführung    bestimmte Drehpol in be  zug auf die     Fahrbahn    nach oben wandert.

    Dadurch wird die Schräge der     Längsnei-          gungsachse    so verändert, dass sich der Hebel  arm, den die im Schwerpunkt angreifend ge  dachten Querkräfte gegenüber der     Längsnei-          gungsachse    besitzen, verkürzt und schliess  lich, wenn die     Läugsneigungsachse    durch den       SchwerpunlLt    geht, zu Null wird.

   Mit der  Verringerung dieses Hebelarmes verringert  sich auch das     Neigungsmoment,    das die Quer  kräfte um die     Längsneigungsachse    hervor  rufen,     -v#Todurch    es in     einfacher    Weise gelingt,  die sonst unvermeidlichen Seitenneigungen  des Wagenkastens zu unterdrücken.  



  Der Gegenstand der Erfindung ist auf      der Zeichnung näher veranschaulicht. Es  zeigt:       Fig.    1 eine schematische Seitenansicht des  Fahrgestelles,       Fig.        ::    die zugehörige     Vorderansicht    und  F     ig.    3 die zugehörige     Hinteransielrt,    je  weils in grösserem Massstab.  



  An dem als     Längsmittelträger    ausgebil  deten Rahmen     =?    ist vorn ein ringförmiges       Federtragglied    3 befestigt. mit dem zwei       übereinanderliegende        Querblattfedern    4, 5  durch Spannbügel G, 7 verbunden sind. Die  Enden der     Querblattfedern    4, 5 sind bei 8, 9  an dem Achsschenkelträger<B>10</B>     angelenkt,    auf  dem das Rad<B>11</B> in üblicher Weise gelagert  ist.

   Das Rad<B>11</B> wird hierbei     dureli        Querge-          lenkwellen    13 angetrieben, deren inneres Ge  lenk     13c,    seitlich am     Achsgehäuse    1.3 und  deren äusseres Gelenk     1()a    in einer     Ausneh-          mung    des     Achsschenkelträgers   <B>10</B> sitzt. Die       Querblattfedern    4, 5 sind     etwas        nach        oben          durchgesprengt,    wobei das Rad 11     einen    ge  ringen Achssturz aufweist.

   Der     Drehpol    I'  dieser Parallelführung liegt etwas über der  Fahrbahn.  



  An dem Rahmen ? sind hinten zwei Quer  blattfedern 14, 15 durch     Spannbügel        1d,   <B>17</B>  befestigt. Die untere längere     Querblattfeder     14 ist durch ein Gehänge 18 mit dein äussern  und die     obere    kürzere     Querblattfeder    15  durch ein Gehänge 19 mit dem     innern    Ende  einer Halbachse     ?0    verbunden, auf der das  Rad ?1 in üblicher Weise gelagert ist.

   Das  innere Ende der Halbachse     ?()    ist bei     J1    an  einem Lenker ??     angelenkt,    der in einer seit  lichen     Ausnehmung    des     Rahmens    ? gelagert  ist. Der Lenker     -2?    besitzt einen     Anselilag        \?    3  zum     Zusammenwirken    mit dem     Ralunen    ?.  Die     Querblattfedern        1:1,    15 sind     gestreekt,     wobei die Halbachse     ?0    einen geringen Achs  sturz aufweist.  



  Dem     Aufla@ger-druclz    C des     Hinterrades    ?1  wird entsprechend dem Hebelverhältnis     b    : c  durch die Federkräfte     K.   <I>L</I> das     CTleiehge-          wicht    gehalten. Die Partie     e    der     obern    Blatt  feder 15 wird hierbei nach unten und die  Partie f der untern Blattfeder 14 nach oben  durchgebogen.

   In der gezeichneten Stellung,  
EMI0002.0059     
  
    die <SEP> der <SEP> normalen <SEP> Lage <SEP> des <SEP> Wagens <SEP> ent  spricht, <SEP> ruht <SEP> der <SEP> Anschlag <SEP> 23 <SEP> am <SEP> Rahmen
<tb>  auf; <SEP> das <SEP> Gehänge <SEP> 19 <SEP> und <SEP> damit <SEP> der <SEP> Schwing  punkt <SEP> :

  111 <SEP> sind <SEP> in <SEP> diesem <SEP> Falle <SEP> gegenüber <SEP> dem
<tb>  Rahuien <SEP> ? <SEP> festgestellt. <SEP> Sie <SEP> bestimmen <SEP> einen
<tb>  kipparm <SEP> ui <SEP> für <SEP> das <SEP> Rad <SEP> ?l. <SEP> Diese <SEP> Stellung
<tb>  ( <SEP> 'er <SEP> t <SEP> SehN% <SEP> <B>-1</B> <SEP> *ii- <SEP> <B>gl</B> <SEP> iall) <SEP> achse <SEP> ',311 <SEP> bestimmt <SEP> den <SEP> Dreh  pol <SEP> Q1, <SEP> der <SEP> auf <SEP> der <SEP> Verbindungslinie <SEP> des <SEP> Rad  fusspunktes <SEP> <B>1?</B> <SEP> mit <SEP> dem <SEP> Schwingpunkt <SEP> <I>ali</I>
<tb>  liegt. <SEP> Federt <SEP> das <SEP> Rad <SEP> 21 <SEP> nun <SEP> gegenüber <SEP> dein
<tb>  lahmen <SEP> ? <SEP> durch, <SEP> so <SEP> hebt <SEP> sieh <SEP> der <SEP> Anschlag
<tb>  23 <SEP> des <SEP> Lenkers <SEP> 2? <SEP> vom <SEP> Rahmen <SEP> ? <SEP> ab, <SEP> wo  durch.

   <SEP> dann <SEP> nicht <SEP> nur <SEP> die <SEP> Feder <SEP> 14, <SEP> sondern
<tb>  aueli <SEP> die <SEP> Feder <SEP> 1 <SEP> 5 <SEP> gespannt <SEP> wird. <SEP> Nimmt
<tb>  nia,n <SEP> an, <SEP> dass <SEP> das <SEP> Gehänge <SEP> 18 <SEP> hierbei <SEP> um <SEP> einen
<tb>  kleinen <SEP> Betrag <SEP> da- <SEP> und <SEP> das <SEP> Gehänge <SEP> 19 <SEP> um
<tb>  einen <SEP> kleinen <SEP> Betrag <SEP> dy <SEP> durchfedert, <SEP> so <SEP> be  trägt <SEP> die <SEP> zugehörige <SEP> Durchfederung <SEP> am <SEP> Rad
<tb>  <I>d.r;' <SEP> + <SEP> df.</I> <SEP> Die <SEP> neue <SEP> Lage <SEP> der <SEP> Halbachse <SEP> ?0
<tb>  bestimmt <SEP> einen <SEP> kürzeren <SEP> kipparm <SEP> all <SEP> und
<tb>  neuen <SEP> Schwingpunkt <SEP> :

  111r <SEP> und <SEP> dieser <SEP> wie  derum <SEP> einen <SEP> neuen <SEP> Drehpol <SEP> Q11, <SEP> der <SEP> beträclit  lieli <SEP> höher <SEP> liegt <SEP> als <SEP> der <SEP> Drehpol <SEP> Q1.
<tb>  



  Die <SEP> Verbindungslinie <SEP> des <SEP> vordern <SEP> Dreh  pols <SEP> P <SEP> finit <SEP> dem <SEP> hintern <SEP> Drehpol <SEP> Q, <SEP> stellt <SEP> die
<tb>  Liingsneigttngsaclise <SEP> l41 <SEP> dar, <SEP> die <SEP> im <SEP> Abstand
<tb>  h <SEP> unterhalb <SEP> des <SEP> Schwerpunktes <SEP> @'' <SEP> vorbei  liitift. <SEP> Greift <SEP> nun <SEP> die <SEP> Fliehkraft <SEP> F <SEP> ini
<tb>  Schwerpunkt <SEP> S <SEP> an, <SEP> so <SEP> wird <SEP> diese <SEP> den <SEP> Wagen  kasten <SEP> entsprechend <SEP> dem <SEP> Moment <SEP> F <SEP> . <SEP> p <SEP> nach
<tb>  der <SEP> Seite <SEP> zu <SEP> neigen <SEP> versuchen. <SEP> Hierbei <SEP> ver  sehiebt <SEP> sich <SEP> jedoch <SEP> der <SEP> hrelipol <SEP> <I>Q1</I> <SEP> nach <SEP> oben,
<tb>  -r..13. <SEP> bis <SEP> in <SEP> den <SEP> Drehpol <SEP> Q11.

   <SEP> welcher <SEP> eine
<tb>  durch <SEP> den <SEP> Schwerpunkt <SEP> <B>S</B> <SEP> gehende <SEP> Längs  neigungsaehse <SEP> Air <SEP> festlegt.
<tb>  



  Die <SEP> im <SEP> Selnvei@purikt <SEP> S <SEP> angreifend <SEP> <B>en</B>ge  <B>en</B> <SEP> Fliehkraft <SEP> I' <SEP> besitzt <SEP> in <SEP> diesem <SEP> Falle
<tb>  überhaupt <SEP> keinen <SEP> Hebelarm <SEP> mehr. <SEP> der <SEP> ein
<tb>  Moment <SEP> erzeugen <SEP> könnte, <SEP> und <SEP> die <SEP> abgefederte
<tb>  Wagenmasse <SEP> bleibt <SEP> aus <SEP> diesem <SEP> Grunde. <SEP> ohne
<tb>  die <SEP> Wagenfedern <SEP> weiterhin <SEP> zusätzlich <SEP> zu <SEP> be  a.nspruelien. <SEP> in <SEP> ihrer <SEP> Lage <SEP> stehen. <SEP> Man <SEP> er  sieht <SEP> daraus, <SEP> dass <SEP> durch <SEP> Hebung <SEP> des <SEP> Dreh  pols <SEP> Q <SEP> über <SEP> die <SEP> Sehwerpunktshöhe <SEP> g <SEP> hinaus
<tb>  eine <SEP> aufi-ielitenden <SEP> Wirkung <SEP> erzielt <SEP> wird.
<tb>  



  Der <SEP> Anscbla.g <SEP> ?3 <SEP> des <SEP> Lenkers <SEP> \?\? <SEP> hat <SEP> den
<tb>  Zweck. <SEP> ein <SEP> Verformen <SEP> der <SEP> Blattfedern <SEP> 15
<tb>  nach <SEP> der <SEP> von <SEP> der <SEP> Fahrbahn <SEP> abgekehrten <SEP> Seite         hin zu verhindern, so dass sich das Fahrzeug  beim     beidseitigen    Durchfedern der Hinter  räder 21 gegenüber dem Rahmen nach oben,  was insbesondere bei     Geradeausfahrt    vor  kommt, genau so verhält, als     wenn.    der  Schwingpunkt     111i    der Halbachse 20     starr    am  Rahmen 2 sässe.

   An die Stelle der     Ililfsblatt-          feder    15     können    natürlich,     ebenso        wie    auch  für die     Hauptblattfedern    4, 5 und 14, andere  Federn treten. Statt der Parallelführung  durch     Querblattfedern    4,. 5 und statt der  Kipplagerung durch     Schwinghalbachsen    20  können auch andere Führungsmittel ange  wandt sein, z. B.     Lenkervierecke,    in welchem  Falle natürlich dafür zu sorgen ist, dass das  Bewegungsgesetz der Führungsmittel jeweils  vorn einer Parallelführung und hinten einer  Kipplagerung entspricht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Kraftfahrzeug mit unabhängig voneinan der beweglichen, wenigstens annähernd par allel geführten Vorderrädern und kippbar ge lagerten Hinterrädern, die eine schräg von vorn nach hinten ansteigende Längsneigungs- achse bestimmen, um die sich die abgefederte Wagenmasse unter dem Einfluss von Quer kräften zu neigen versucht, dadurch gekenn- zeichnet, dass der wirksame Kipparm der Hin terräder beim Kurvenfahren zwangläufig ver kleinert wird, so dass der durch die Hinter- radführung bestimmte Drehpol (Q)
    in bezug auf die Fahrbahn gehoben wird. UNTERANSPRi7CHE: 1. Kraftfahrzeug nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der innere Ge lenkpunkt der die Hinterräder führenden Halbachsen gegenüber dem Fahrzeugober teil in Richtung nach der Fahrbahn hin abgefedert ist. 2. Kraftfahrzeug nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich der hintere Drehpol beim Kurven fahren über den Schwerpunkt hinaus heben kann. 3.
    Kraftfahrzeug nach Patentanspruch und 1Tnteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass der hintere Drehpol beim Kurvenfahren so weit gehoben werden kann, dass die durch ihn bestimmte Längs- neigungsachse durch den Schwerpunkt hindurchgeht.
CH197456D 1936-04-06 1937-03-30 Kraftfahrzeug mit unabhängig voneinander beweglichen, wenigstens annähernd parallel geführten Vorderrädern und kippbar gelagerten Hinterrädern. CH197456A (de)

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CH197456D CH197456A (de) 1936-04-06 1937-03-30 Kraftfahrzeug mit unabhängig voneinander beweglichen, wenigstens annähernd parallel geführten Vorderrädern und kippbar gelagerten Hinterrädern.

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CH (1) CH197456A (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE967921C (de) * 1942-08-25 1957-12-27 Daimler Benz Ag Achsaufhaengung fuer Kraftfahrzeuge
DE968176C (de) * 1942-08-25 1958-01-23 Daimler Benz Ag Achsaufhaengung fuer Kraftfahrzeuge

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE967921C (de) * 1942-08-25 1957-12-27 Daimler Benz Ag Achsaufhaengung fuer Kraftfahrzeuge
DE968176C (de) * 1942-08-25 1958-01-23 Daimler Benz Ag Achsaufhaengung fuer Kraftfahrzeuge

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