CH197524A - Verfahren zum Verbinden zweier Körper, von denen mindestens einer ein keramischer Körper ist. - Google Patents

Verfahren zum Verbinden zweier Körper, von denen mindestens einer ein keramischer Körper ist.

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CH197524A
CH197524A CH197524DA CH197524A CH 197524 A CH197524 A CH 197524A CH 197524D A CH197524D A CH 197524DA CH 197524 A CH197524 A CH 197524A
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Aktiengesellschaft Siem Halske
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Siemens Ag
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    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B37/00Joining burned ceramic articles with other burned ceramic articles or other articles by heating
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Description


  Verfahren zum Verbinden     zweler    Körper, von denen mindestens einer  ein keramischer Körper ist.         Keramische    Körper, z. B. aus Porzellan  oder dergleichen, finden vielfache Anwen  dung in     Hochfrequenzkreisen.    Es gibt eine  Menge von Verfahren, auf derartigen     kerami-          sehen    Körpern     Metallisierungen    aufzubrin  gen, z.

   B. verschiedene Brennverfahren,     ehe-          mische    Niederschlagsmethoden,     Metallisierung     nach dem     Schoopschen    Verfahren, Metallver  dampfung,     Kathodenzerstäubung        usw.    Das  Befestigen geeigneter Stromzuführungen auf  den auf keramischen Körpern aufgebrachten       Metallsehichten    hat jedoch bisher Schwierig  keiten bereitet.  



  Es ist versucht worden, durch     Lötung,     gegebenenfalls nach vorhergegangener galva  nischer Verstärkung oder Tauchen der metal  lischen Beläge, Stromzuführungen anzubrin  gen. Bei derartigen     Lötungen    ist man im  allgemeinen auf die Verwendung leicht flie  ssender Lote beschränkt, die erstens die Ver-         wendung    eines     Desoxydationsmittels,    wie       Kolophonium,    erforderlich machen, zweitens  aber mitunter zu spröden und     anisotropen     Metallegierungen führen, also zu solchen, die  nicht in beiden Richtungen den gleichen Aus  dehnungskoeffizienten haben.

   Daher können  sich derartige Verbindungen entweder sofort  von der Unterlage ablösen oder sie sind im  Laufe der Zeit Veränderungen unterworfen.  



  Diese Erscheinungen kann man beseiti  gen, wenn man jedes     Desoxydationsmittel     vermeidet und die Bildung von Legierungen  verhindert. Gemäss der vorliegenden Erfin  dung wird zwischen die zu verbindenden  Körper Silberoxyd<B>-</B>     Ag,0   <B>-</B> gebracht und  erhitzt. Silberoxyd     ermöglielit    eine     Lötung     auf Silber     (auell    in dünnsten Schichten), vor  allem aber auch auf keramischen Körpern  ohne jegliche     Vorbehandlung    und bei Tem  peraturen weit unter dem Schmelzpunkt von      Silber.

   Das Verfahren     züm    Verbinden von       heramiselien    mit andern Körpern kann     fol-          ,(rendermassen    durchgeführt werden:  Silberoxyd, das     ini    allgemeinen in Pulver  form     ini    Handel ist, wird, am besten in     Gre-          stalt    einer kleinen     gepressten    Tablette, gleich  zeitig mit dem zu verbindenden Körper, bei  spielsweise einer anzulötenden     Anschlusselek-          trode,

      auf den     keramisehen    Körper gelegt  oder auf den an der zu verbindenden Stelle  mit einbrennbaren Präparaten bestrichenen  Körper aufgeklebt und möglichst schnell er  hitzt, wobei am günstigsten Temperaturen von  400 bis<B>700' C</B> sind. Hierbei bildet sich unter       Schmelzerseheinungen    des Silberoxyds durch  seine spontane Zersetzung ein auf der Unter  lage fest haftender     Silberschwamiii.    Dieser       Silberschwainni    ist von nahezu metallischer  Festigkeit, jedoch hinsichtlich seiner Dehn  barkeit vom reinen     Netall    so verschieden,

         dass    er bei thermischer Beanspruchung die  Dehnungsunterschiede der verschiedenen  Stoffe ohne weiteres     "iiifnimmt.    Ein weiterer       \"orteil    dieses Verfahrens ist darin zu sehen.       dass    eine     Ablötung    bei eventuell später not  wendiger höherer Erwärmung, als sie bei der  Herstellung der Verbindung notwendig war,  nicht eintritt, weil nur beim Erreichen des       Schinelzpunktes    von Silber ein Ablösen der  Verbindung     ei-folgen    kann.

   Mit dem Verfah  ren nach der Erfindung kann man nicht nur  Metall-, vornehmlich Silberdrähte, an kera  mische Körper löten, sondern     man    kann auch  keramische Massen untereinander verbinden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Verbinden zweier Körper. von denen mindestens einer ein keramischer Körper ist, dadurch gekennzeichnet, dass man zwischen die zu verbindenden Körper Silber oxyd bringt und erhitzt. UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentansprueb, dadurch gekennzeichnet, dass das Silberoxyd und die in Verbindung zu bringenden Stoffe auf Temperaturen von 400 bis<B>700' C</B> erhitzt werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass das Silberoxyd in verdichteter Form verwendet wird.
    <B>3.</B> Verfahren nach Patentansprueh und Un teransprüchen<B>1</B> und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass das Silberoxyd in durch Pressung verdichteter Form verwendet wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch tind Un teransprüchen<B>1</B> und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass das Silberoxyd in verdich teter Form als Tablette verwendet wird. <B>5.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass vor Anbringung des Silberoxyds der keramische Körper in der zu verbindenden Stelle mit einbrennbaren Präparaten bestrichen und das Silberoxyd aufgeklebt wird.
CH197524D 1935-10-02 1936-09-29 Verfahren zum Verbinden zweier Körper, von denen mindestens einer ein keramischer Körper ist. CH197524A (de)

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