CH197570A - Verfahren zum Hopfen von Bierwürze mit Hopfenextrakt. - Google Patents
Verfahren zum Hopfen von Bierwürze mit Hopfenextrakt.Info
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Description
<B>0</B> Verfahren zum Hopfen von Bierwürze mit Iffopfene-xtrakt. Es ist bekannt, dass durch die Eiweiss ausscheidung beim Würzekoehen ein recht erheblicher Verlust an Hopfenbitterstoffen, die von dem sieh koagulierenden Eiweiss ad- oder absorbiert werden, eintritt.
Es hat sieh erfindungsgemäss ergeben, dass sich diese Verluste an wertvollen Hopfenbestandteilen ganz oder teilweise ver meiden lassen, wenn man bei Verwendung von solchen an sich bekannten Hopfenextrak ten, bei denen zunächst eine Extraktion<B>(1)</B> des 1Topfens mit einem organischen Lösungs mittel, wie Äther (Äthyläther [C:
.,HzioC2H711 oder Petroläther), Alkohol (Äthylal'koliol [C-#H,OH]) oder Äthylendichlorid <B> </B> (CH2C1. CH2C1) oder mit mehreren organischen Lösungs mitteln nacheinander oder in Mischung, zum Beispiel Alkohol und Äther (gerbstoffarme oder gerbstaiffreie, aber die wertvollen Ilop- fenharze und gegebenenfalls Ilopfenöle ent haltende Extraktfraktion)
und erst darnaeli eine Wasser- bezw. wässerige Extraktfrak- tion (II) (stark gerbstoffhaltige, aber hopfen- harzarme bezw. hopfenharzfreie Extraätion) stattfindet, die Würze zunächst mit einer Fraktion und dann nach Zugabe der näch sten Fraktion auch mit dieser kocht.
Bezüglich der Extraktfraktionen I und II wird noch das Folgende ausgeführt: Die Extraktfraktionen I und 11 haben zwar im Grundprinzip die eben angegebene Zusammensetzung, sie können aber trotzdem in gewissen Einzelheiten verschieden zusam men gesetzt sein. Diese Tatsache ergibt sich schon daraus, dass zum Beispiel mit Extrakt- fraktion <B>1</B> sowohl ein Äther-Ilopfenextrakt als auch ein Afher-Alkohol-Hopfenextrakt bezeichnet wird.
Aber auch eine Fraktion I unter Verwen dung des gleichen Lösungsmittels, wie zum Beispiel Äther, unterteilt sich bei der Her stellung in verschiedene Fraktionen natur gemäss mit prinzipiell derselben<U>Zusammen-</U> setzung, aber trotzdem mit gewissen Abwei chungen, die für den Brauprozess von Bedeu tung sein können.
Was eben für die Fraktion<B>1</B> ausgeführt worden ist. trifft in -anz ähnlicher Weise <B>e5</B> für die Fraktion II zu. Auch hier kennt, man züm Beispiel Extraktionen mit Wasser ver schiedener Temperaturen oder solche mit Alkohol-Mrassergemiseh.
Die Erläuterungen zei 'gen, dass die Frak tionen<B>1</B> und II im Grundprinzip stets die Zusammensetzung haben, wie sie oben an gegeben worden ist-, es können im Prinzip gleiche, aber trotzdem verschieden zusam- inengesetzte Fraktionen<B>1</B> in einer Stufe und Fraktionen<B>11</B> in der andern Stufe einzeln oder mehrfa-ch bei demselben Sud zur Ver wendung kommen.
Wenn man erst nach einer gewissen Koehdauer die Extraktion TI zusetzt, so hat sieh überrasehenderweise herausgestellt, dass das dann koagulierende Eiweiss (Bruch) viel ,veniger Hopfenbitterstoffe aufnimmt, als wenn sofort beide Extraktionen zugesetzt werden.
Das Verfahren in einer Ausführungsforin Lesteht itIso darin# dass die Würze zunächst nur mil der Fraklion <B>1</B> gekocht wird irnd erst nach einer --ewissen Kochzeit die Weiter- koehung mit der Fraktion II stattfindet.
Eine noch intensivere Wirkung lässt sich erreichen, wenn man zunächst die Fraktion <B>11</B> mit der Würze kocht und dadurch eine intensive Ausscheidung des Ei-,#,eissbr-utehes infolge der Gerbstoffwirkung erzielt und hierauf mit der Fraktion<B>1</B> koelit.
Da die Eiweissstoffe vorber durch die Bildung von Grerbstoffeiweiss in grober Flok- kun,- ausresehieden sind. so ist bei der an- sehliessenden Koebung mit, der Fraktion<B>1</B> die Möglichkeit sehr vermindert. dass sieh die ,vertvollen Bitterstoffe in grösserem Um fange, mit Eiweiss verbinden können und un- -,v,irksam gemacht werden.
Z-,v,eel#:mässig ist es, gegebenenfalls den Ei-%v,ei13brue.Ii. trotz de.- dazu erforderlichen Mehraufwandes an Arbeit, mit, an sich be kannten 'Mitteln von der "##Tiirze zu trennen und erst anschliessend die 'N#Tiirzekochung mit der Fraktion<B>1</B> fortzusetzen.
In diesem Falle ist die Möglichkeit, dass sieh bei der Koehung mit der Fraktion<B>1</B> wertvolle Bitterstoffe in grossem Uinfange mit Eiweiss verbinden infolge der Abtren nung des Eiweissbruehes von der Würze, noch geringer als im vorhergehenden Fall.
<I>Beispiel<B>1:</B></I> <B>100</B> lil Würze werden mit zirka 4<B>kg</B> Ather-Hopfenextrakt oder Xtlier-Alkohol- Hopfenextrakt zirka<B>1</B> Stunde gekocht und anschliessend werden zirka<B>6 kg</B> Wasser- Hopfenextrakt zugegeben; die Koehung wird dann noch eine Stunde fortgesetzt.
<I>Beispiel 2:</I> <B>100</B> hl Würze werden mit zirka<B>6 kg</B> Wasser-Hopfenextrakt zirka<B>1</B> Stunde ge- hocht-, anschliessend wird noch eine Stunde mit zirka 4<B>kg</B> Äther-Hopfenextrakt oder Ätlier-Alkohol-Hopfenextrakt die Kochung fortgesetzt.
<I>Beispiel<B>3:</B></I> <B>IM</B> hl Würze werden mit zirka,<B>6 kg</B> Wasser-Hopfenextrakt zirka<B>1</B> Stunde ge kocht. die Kochung wird unterbrochen und das Koagulum zum Beispiel durch Aus schlagen der Würze über den Läuterbottich abgetrennt; anschliessend wird noch eine Stunde mit zirka 4<B>kg</B> -Ather-Hopfenextrakt weiter gekocht.
Wesentlich für das Verfahren ist in je- dein Falle, dass wenigstens zwei Höpfen- Extraktionen vorhanden sind, von denen die eine gerbstofffrei bezw. gerbstoffarm ist, aber die wertvollen Hopfenbarze und gegebenen falls TTopfenöle enthält. während eine andere Fraktion gerbstoffreieb, aber frei oder arm an den Hopfenbarzen bezw. Hopfenölen ist.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH:</B> Verfahren zum Hopfen von Bierwürze init Hopfenextrakt, dadurch gekennzeichnet, dass der Hopfenextrakt der Würze wenig stens M zwei getrennten Extraktfriiktionen, und zwar wenigstens einer gerbstofffreien oder gerbstoffarmen. aber die wertvollen Hopfenharze enthaltenden Fraktion (1) und wenigstens einer gerbstoffreichen, an Illop- fenharzen armen oder freien Fraktion (II) zugegeben wird,wobei die Würze zunäelist mit der einen Fraktion Lind dann nach Zu gabe der nächsten Fraktion auch mit dieser gekocht wird. UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die gerbstofffreie oder gerbstoffarme Fraktion (I) ausser den Hopfenharzen auch die Ilopfenüle enthält. 2.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Würze zunächst mi:t der gerbstofffreien oder -armen, hop- fenharzkaltigen Fraktion (I) und erst dann mit der andern Fraktion (II) ge kocht wird.<B>3.</B> Verfahren nach Patentansprueli, dadurch gekennzeichnet, dass die Würze zunächst mit der gerbstoffhaltigen, hopfenharz- armen oder- freien Fraktion (II) und erst dann mit der andern Fraktion (I) gekocht wird. 4.Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch<B>3,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Würze zunächst mit der gerbstoffhaltigen, hopfenharzarmen oder -freien Fraktion (II) gekocht. von dem Koagulum getrennt und erst dann mit der andern Fraktion (I) gekocht wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH197570T | 1936-09-25 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH197570A true CH197570A (de) | 1938-05-15 |
Family
ID=4440948
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH197570D CH197570A (de) | 1936-09-25 | 1936-09-25 | Verfahren zum Hopfen von Bierwürze mit Hopfenextrakt. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH197570A (de) |
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1936
- 1936-09-25 CH CH197570D patent/CH197570A/de unknown
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