Einrichtung zum Ausgleich der Messfehler von Trockengasmessern mit Schiebersteuerung und liegender Kurbelwelle. Es ist bekannt, bei Trockengasmessern mit Schiebersteuerung und liegender Kurbel welle zum Zwecke der Verbesserung der Mess- genauigkeit bei steigender Belastung einen Vorabschluss des Einlasses oder Auslasses durch die Schieberiiberdeckung, d. h.
Verla gerung der den Einlass oder Auslass eteuern- den Kanten eines oder beider Schieber vorzu sehen. Diese Schieberüberdeckungen besassen jedoch den Nachteil, dass eine Nachregulie rung der Fehlanzeige bei solchen Messern, welche trotz ausreichender im voraus für die betreffende Messerserie in einer die Messfeh- lerkurve aufrichtenden Grösse festgelegten Schieberüberdeckungen eine schlechte Mess- fehlerkurve aufwiesen, unmöglich war.
Die Erfindung bezweckt die Beseitigung dieses Übelstandes, und zwar wird dies da durch erreicht, dass der eine Schieber von der Kurbelwelle aus, der andere Schieber dage gen unmittelbar von dem von der Membran bewegten Membranstangenarm aus angetrie- ben wird und in die Kurbelwelle zwischen dem Angriffspunkt der am Schieberantrieb nicht beteiligten Treibstange einerseits und dem Sonderantrieb des Schiebers, sowie dem mit diesem Sonderantrieb fest verbundenen und um einen Winkel von<B>90'</B> versetzten dritten Kurbelarm,
welcher mit dem den an dern Schieber unmittelbar antreibenden Mem- branstangenarm zusammenarbeitet, anderseits eine Winkelverstelleinrichtung für die beiden Kurbelwellenteile eingeschaltet ist.
Es wird auf diese Weise eine Voreilung des einen Schiebers erreicht, ohne dass die Bewegung des andern Schiebers beeinflusst wird. Die Einstellung einer mehr oder weni ger grossen Voreilung des einen Schiebers ge stattet eine Nachregulierung derjenigen Mes ser, welche aus irgendwelchen Gründen eine schlechte Messfehlerkurve aufweisen, wobei die Voreilung eines Schiebers ohne allzu grosse Erhöhung des Druckverlustes die Auf- richtung der 3lessfehlerkurve in genügend grossen Grenzen zulässt.
An sich kennt man bereits bei Schieber- gasrnessern mit stehender Kurbelwelle mit von einem Kurbelzapfen aus angetriebenen Schiebern eine @@- inkelverstelleinrichtung für den mit den Membranstangenarmen verbunde nen Kurbelarm, wobei beide Schieber eine Voreilung erhielten. Jedoch erforderte diese Schiebersteuerung eine Versetzung der bei den Schieber um 90 Grad, so dass man einmal ungünstige sich kreuzende Membranstangen- arme benötigte und auch der Platzbedarf der Schieber zu gross ausfiel.
Auch kam noch hinzu, dass bei stehenden Kurbelwellen als Zählwerksantrieb ein weniger vorteilhafter Schneckentrieb verwendet werden musste, für liegende Kurbelwellen konnte sich eine Win- kelverstelleinrichtung des Kurbelarmes nicht durchsetzen, da infolge der getrennten An lenkung der beiden Membranstangenarme an die Kurbelwelle zwei nur sehr schwer in richtiger Übereinstimmung einstellbare Win- kelverstelleinrichtungen notwendig gewesen wären.
Diese Ü belstände werden durch die Erfindung ebenfalls restlos beseitigt.
Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstan des.
Wie Fig. 1, eine Oberansicht eines geöff neten Trockengasmessers mit zwei Membra nen, zeigt, wird der linke Schieber 1 von dem die liegende Kurbelwelle 2a, 2b über die Treibstange 3 antreibenden Membranstangen- arm 4 unmittelbar durch den in diesen ein greifenden Zapfen 5 und der rechte Schieber 6 von der Kurbelwelle aus über die Treib stange 7 und den bei 8 drehbar gelagerten Hebel 9 angetrieben. Die Schieberstange 10a greift mit einem Zapfen 10 in einen Schlitz des Hebels 9. Der 3Iembranstangenarm 11 arbeitet über eine Treibstange 12 auf den Kurbelarm 13 der Kurbelwelle.
Der mit dem Membranstangenarm 4 zusammenarbeitende Kurbelarm 14 schliesst mit dem den Schieber 6 antreibenden Kurbelarm 15 einen unver änderlichen Winkel von 90 Grad ein. Zwi schen dem die beiden KurbelaTme 14 und '15 tragenden Kurbelwellenteil 2a und dem den Kurbelarm 13 tragenden Kurbelwellenteil 2b ist eine Winkelverstelleinrichtung für die beiden Wellenteile eingeschaltet. Diese Win- kelverstelleinrichtung kann von an sich be kannter beliebiger Konstruktion sein. In der Zeichnung ist diese beispielsweise wie folgt aufgebaut.
Auf dem Kurbelwellenteil ?b ist ein an seinem freien Ende mit einem Füh rungsschlitz 16 versehener Kurbelarm 17 be festigt und ein zweiter an seinem freien Ende nur mit einer Bohrung versehener Kurbelarm 18 drehbar aufgesetzt. Der Zapfen 19 des Kurbelarmes 15 durchgreift beide Kurbel arme 17 und 18 und gestattet mit der Schrau benmutter 20 eine Befestigung mit dem Kur belarm 17. In der Normalstellung bilden der mit der hintern Membran zusammenarbei tende Kurbelarm 14 und der mit der vordern Membran zusammenarbeitende Kurbelarm 13 einen Winkel von 90 Grad. Verstellt man den Kurbelarm 17 gegenüber dem Kurbelarm 18.
kann man den Winkel zwischen den Kurbel armen 13 und 14 vergrössern, was eine Vor eilung des linken Schiebers 1 gegenüber der vordern Membran zur Folge hat. Die Grösse dieser Voreilung kann durch eine am Kur belarm 17 angeordnete Skala kenntlich ge macht werden (vergleiche Fig. 2).
In der Nullstellung, d. h. bei einem Win kel von genau 90 Grad zwischen den beiden Kurbelarmen 13 und 14 fällt die Mittelstel lung des linken Schiebers 1 mit der End- stellung der vordern Membran zusammen (Fig. 3). Lässt man nun den Kurbelwellenteil 2a gegenüber den Teil 2b voreilen, so befin det sich in der Endstellung der vordern Mem bran der Kurbelarm 14 bereits in der ge strichelten Stellung 14a. während der Kurbel arm 13 seine Stellung in der Membranend- stellung nicht verändert. hat. Der Schieber 1 eilt somit. der Bewegung der vordern Mem bran gegenüber vor.
Infolge der Winkelver stellung des Kurbelwellenteils 2a befindet sich der Kurbelarm 15 für den Schieber 6 ebenfalls in der gestrichelten Stellung 1.5a. Da jedoch die beiden Kurbelarme 14 und 15 in jeder Winkelstellung des Kurbelwellen- teils 2a einen festen Winkel von 90 Grad einschliessen, so fallen die beiden Endstellun- gen der hintern Membran stets genau mit der Mittelstellung des rechten Schiebers 6 zusam men.
Analog der Fig. 3 eilt auch in der in- nern Endstellung der vordern Membran der linke Schieber 1 gegenüber der Membran bewegung vor.
,Selbstverständlich kann man die Winkel verstelleinrichtung 17, 18 auch in .den Kur belarm 13 verlegen, wobei dann der einfache Kurbelarm an die Stelle der Kurbelarme 17, 18 gesetzt werden muss.
Eine !Schiebervoreilung erhöht infolge der Drosselung -des Einlassquerschnittes den Druckverlust des Messers. Beim linken Schie ber 1 wird der Hub des Schiebers durch den Ausschlag des mit dem Schieber unmittelbar verbundenen Membranstangenarmes 4 be stimmt.
Da der rechte Schieber 6 jedoch von der Kurbelwelle aus angetrieben wird, so kann zur Erzielung einer Verminderung des Druckverlustes der Hub des rechten Schie bers -6 gegenüber ,dem Hubdes linken iSehie- bers 1 durch Wahl entsprechend grosser Kur belarmlängen vergrössert werden, was natür lich grössere Querschnitte der Rostdurchgänge bedingt.
Werden .gleich .grosse Roste für beide Schieber 1 und 6 gewünscht,\ @so kann man auch den linken Rost entsprechend dem rech ten Rost ,gleich gross (grösser als dem Hub entspricht) wählen, wobei dann eben der linke :Schieber 1 infolge des geringeren Hu bes diesen Rost nicht vollständig ausnutzt.
An Stelle hintereinander liegender Schie ber können der Erfindung auch andere Lagen der Schieber zugrunde gelegt werden, so z. B. auch senkrecht zur Gasmessermittelwand arbeitende Sehieber.