CH197646A - Verfahren zum Schweissen von nichtaustenitischen Eisen- oder Stahllegierungen. - Google Patents

Verfahren zum Schweissen von nichtaustenitischen Eisen- oder Stahllegierungen.

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CH197646A
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steel alloys
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Aktiengesellschaft Gebr Boe Co
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Boehler & Co Ag Geb
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  Verfahren zum     Sehweissen    von     niehtaustenitisehen    Eisen- oder Stahllegierungen.    Es ist bekannt, zum Schweissen von Fluss  eisen     Grauguss,        Stahlguss    und dergleichen  Schweissdrähte von der     Zusammensetzung    der  bekannten     chernisch-neutralen        (korrosionsbe-          ständigen)        Chrom-Nickel-Stahllegierungen    zu  verwenden.

   Es ist ferner vorgeschlagen wor  den, zum Schweissen von     nichtaustenitischen     Eisen- und Stahllegierungen Schweissdrähte  heranzuziehen, die in der Schweisse ein vor  wiegend     austenitisches    Gefüge ergeben. Man  hat auch versucht, den Nickelgehalt der       Chrom-Nickel-Stahllegierungen    zum Teil oder  zur Gänze durch     Mangan    zu ersetzen.  



  Bei diesen bekannten Zusatzwerkstoffen  erreicht man aber nur durch besondere Um  hüllungsstoffe,     bezw.    durch Verwendung von  Schutzgasen ein vollkommen dichtes und  homogenes Schweissgut. Ein weiterer Nach  teil zeigt sich darin, dass man bei einer Reihe  von     Grundwerkstoffen    keine gute     Abbindung     von Schweissgut und     Grundwerkstoff    erhält,  so dass bei einer Verformung der Schweiss  verbindung der Bruch in der Regel beim       Ubergarrg    vom Schweissgut zum Grundwerk-         stoff    erfolgt, ehe das hohe Dehnungsvermö  gen des Schweissgutes auch nur annähernd  ausgenützt wurde.  



  Durch eine Reihe von Versuchen konnte  nun festgestellt werden, dass diese Übelstände  durch     Verwendung    eines Schweissdrahtes aus  einem     Chrom-Nickel-Manganstahl    mit beson  deren Zusätzen restlos beseitigt werden     kön-          nen.Das    vorliegende Verfahren zum Schweissen  von     nichtaustenitisohen    Eisen- oder Stahl  legierungen besteht demnach darin, dass man  als Schweissdraht eineu Stahl verwendet,       der        maximal        0,30        %        Kohlenstoff,        5-2511/o     Chrom,     3-2717o    Nickel,

       3-16"/o    Mangan  und     0,3-60%    mindestens eines eine vollkom  mene Dichtheit der Schweissnaht und eine  gute     Abbindung    dieser mit dem Grundwerk  stoff     bewirkenden    Elementes enthält. Als  solches Element kann     Molybdän,    Wolfram  oder Silizium, einzeln oder gemischt, Ver  wendung finden.  



  Dieser Zusammensetzung     kommt    deshalb  eine bevorzugte Bedeutung zu, weil sie nicht  nur ausgezeichnete Schweisseigenschaften; son-      dein auch vorzügliche physikalische Werte  ergibt. Das Wesentlichste ist aber eine voll  kommene und hochwertige Verbindung mit  dem Grundwerkstoff, so dass bei einer Bean  spruchung der Schweissverbindung das     Ver-          formungsvermögen    des Schweissgutes zur  vollen Ausnützung gelangt.

   Es wurden fol  gende physikalische Werte erreicht: Festig  keit etwa 65     kg/mm2,    Dehnung bei     fünf-          facher        Messlänge        etwa        52%,        Einschnürung          etwa        55%,        Kerbzähigkeit        nach        Mesnager     etwa 15     mkg/crn2.     



  Die bisher mit den besten Elektroden  erzielbaren Güteziffern werden durch diesen  Zusatzwerkstoff überboten. Vor) den     erfin-          durrgsgemässen    Zusätzen ergeben     Molybdän     und     Wolfr-arn    als Legierungsbestandteile in       austenitischen        Chrom-Nickel-Manganstählen     bei der     Verschweissung    von     nichtaustenitischen     Eisen- oder Stahllegierungen     rnit    einem höhe  ren Kohlenstoffgehalt eine gute     Abbindung          rnit    dein Grundwerkstoff,

   während für     nie-          driggekohlte    Eisen- oder Stahllegierungen  als Grundwerkstoff die Anwesenheit von Sili  zium genügt, um zu erreichen, dass die  Schweissverbindung den grössten Beanspru  chungen standhalten kann und der Über  gang vorn Schweissgut zum Grundwerkstoff  nicht mehr eine Schwächezone bildet.  



  Das günstige Verhalten der Elemente Mo  lybdän, Wolfram und Silizium in bezug auf  die Dichte der Schweissnaht und     Abbindung     mit dem Grundwerkstoff ergibt in Verbin  dung mit den erfindungsgemässen Legierungs  grenzen der     Chrom-Nickel-Manganstähle    die  hervorragenden physikalischen Werte und  beseitigt restlos die eingangs geschilderten  Nachteile der bekannten     Zusatzwerkstoffe.     Ausserdem erhöhen diese drei Elemente die  Streckgrenze der Schweissnaht.  



  Ein Zusatz von     Legierungselementen,    die  den     Schmelzpunkt    des     Schweissdrahtes    erhö  hen, kann von Vorteil sein, weil damit zu  sätzlich noch ein besonders guter Einbrand  in den Grundwerkstoff erreicht werden kann.  



  Je nach dem Verwendungszweck     können     die Eigenschaften des Schweissgutes durch  den Zusatz von Kobalt,     Vanadin,        Titarr,            Tantal        und        Zirkon        bis        zu        3%,        einzeln        oder     in Kombination,     besondersabgestimmtwerden.     



  Als Beispiele einiger gut bewährter Drähte  seien folgende Legierungen genannt:  
EMI0002.0047     
  
    C <SEP> : <SEP> 0,17 <SEP> % <SEP> 0,120/, <SEP> <B>0,070/,</B>
<tb>  Cr <SEP> : <SEP> 20,00% <SEP> 12,00% <SEP> 18,00 <SEP> %
<tb>  Mil <SEP> : <SEP> <B>8,000/0</B> <SEP> 11,00,1/0 <SEP> 6,00
<tb>  Ni <SEP> : <SEP> 14,00% <SEP> 20,00% <SEP> 10,0011/o
<tb>  Mo <SEP> : <SEP> <B>2,500/0 <SEP> 1,000/, <SEP> --</B>
<tb>  <B>W</B> <SEP> : <SEP> - <SEP> 2,00 <SEP> 0/0 <SEP> <B>0,600/,</B>
<tb>  Si <SEP> : <SEP> - <SEP> - <SEP> <B>1,500/.</B>

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Schweissen von nichtauste- nitischen Eisen- oder Stahllegierungen, da durch gekennzeichnet, dass als Schweissdraht ein Stahl verwendet wird, der maximal 0,30 % Kohlenstoff, 5-25 % Chrom, 3-27 % Nickel, 3-16% Mangan und 0,
    3-6% min- destens eines eine vollkommene Dichtheit der Schweissnaht und eine gute Abbindung dieser mit dein Grundwerkstoff bewirkenden Elementes enthält. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Schweissdraht als eine vollkommene Dichtheit der Schweiss naht und eine gute Abbindung dieser mit dem Grundwerkstoff bewirkendes Element Molybdän enthält. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Schweissdraht als eine vollkommene Dichtheit der Schweiss naht und eine gute Abbindung dieser mit dein Grundwerkstoff bewirkendes Element Wolfram enthält. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Schweissdraht alseinevollkommene DichtbeitderSchweiss- naht und eine gute Abbindung dieser mit dem Grundwerkstoff bewirkendes Element Silizium enthält.
    4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass derSchweissdraht noch bis zu 3 % Kobalt enthält. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Schweissdraht noch bis zu 3'/o Vanadin enthält. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Schweissdraht noch bis zu 3 0% Titan enthält. 7. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Schweissdraht noch bis zu 3/o Tantal enthält.
    B. Verfahren nach Patentansprucb, dadurch gekennzeichnet, dass der Schweissdraht noch bis zu 3% Zirkon enthält.
CH197646D 1936-04-18 1937-03-11 Verfahren zum Schweissen von nichtaustenitischen Eisen- oder Stahllegierungen. CH197646A (de)

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