CH197666A - Wechselgetriebe. - Google Patents

Wechselgetriebe.

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CH197666A
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CH
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transmission
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Inventor
Friedrich Wittke
Josef Jakubek
Original Assignee
Friedrich Wittke
Josef Jakubek
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Description


      Wechselgetriebe.       Die Erfindung bezieht sich auf Getriebe  jener Art, bei welchen das Übersetzungsver  hältnis zwischen zwei oder mehr Gruppen  von Antriebselementen, insbesondere Rädern,  oder zwischen Einzelrädern und den erwähn  ten Gruppen geändert werden kann. Die be  kannten Ausführungen derartiger Getriebe  weisen in der Regel entweder eine zu grosse  Anzahl von Einheiten oder sehr empfindliche  und daher sich rasch abnützende Teile auf.

    So zum Beispiel sind schon Kettenräder  wechselgetriebe mit vierfacher Übersetzung  bekannt geworden, bei denen je ein auf der  treibenden Welle und ein auf einem ange  triebenen Teil angeordnetes     Kettenräderpaar     von einer endlosen Kette umschlungen sind;  bei dieser Anordnung wird für alle vier  Kettenräder je ein aus Sperrad und federn  der Klinke bestehendes     Gesperre    verwendet.  Eine derartige Anordnung konnte sich prak  tisch nicht durchsetzen, nachdem das     Ge-          sperre    schon nach kurzer Benützung un-    brauchbar wurde und weil umständliche Aus  lösevorrichtungen eingebaut werden mussten.  



  Es ist auch ein Wechselgetriebe bekannt  geworden, bei welchem vier Übersetzungs  räder so angeordnet sind, dass auf zwei  Wellen je zwei Räder lose und mit den Wel  len einzeln und willkürlich     kuppelbar    ange  ordnet sind. Um bei dieser Anordnung vier  Übersetzungen zu erzielen, mussten noch zwei  Umlenkräder für die Antriebskette vorgesehen  werden, wobei ausserdem der Nachteil be  stand, dass bei zweien der Übersetzungen die  Drehrichtung geändert werden musste, was  insbesondere beim Fahrzeugantrieb nachtei  lig ist.  



  Die Erfindung ermöglicht ein Getriebe zu  schaffen, bei welchem nicht nur die erwähn  ten Mängel behoben werden, sondern auch  erreicht wird, dass mit einer einzigen endlosen  Kette je zwei Übersetzungsräder auf zwei  oder mehr Drehkörpern betrieben werden  können, so dass, was bisher bei keiner An-      Ordnung möglich war, sämtliche     Über-setzrrngs-          räder    bei allen     Übersetzungen    dieselbe Dreh  richtung erhalten.

   Auch ermöglicht das neue  Getriebe bei Fahrrädern die     Verwendung    von  handelsüblichen Rücktrittsbremsen, die bei  den oben angeführten bekannten Einrichtungen  nicht benützt werden     konnten.    Die Erfindung  kann aber auch mittels zwei oder mehr  parallelen Ketten durchgeführt werden.

   Auch  beim Erfindungsgegenstand ist auf jedem  Drehkörper mindestens ein Übersetzungsrad  als lose sitzendes Rad ausgebildet, welches  mit seinem Drehkörper durch eine auf dem  letzteren sitzende willkürlich     betätigbare     Kupplung verbunden werden kann;     erfin-          dungsgemäss    sind aber die Übersetzungsräder  neben- und     hintereinander    auf den Dreh  körpern in der Weise verteilt und miteinander  so in Antriebsverbindung gebracht, dass die  Drehrichtung aller Übersetzungsräder bei  allen Übersetzungen die Gleiche ist.  



  Das Getriebe nach der Erfindung kann für  beliebige Zwecke, insbesondere aber     fürAutos,     Fahr- und Motorräder verwendet werden.  



  In der Zeichnung sind zwei beispielsweise       Ausführungsformen    des Erfindungsgegenstan  des zum Teil     schematisch    dargestellt, und  zwar zeigt     Fig.    1 ein Fahrradgetriebe bei  eingeschalteter Übersetzung in teilweise ge  schnittener Draufsicht und     Fig.    2 in schema  tischer Seitenansicht.     Fig.    3 zeigt eine Drauf  sicht des Getriebes bei eingeschalteter Unter  setzung.     Fig.4    und 5 sind Einzelheiten des  Getriebes in teilweise geschnittener Seiten  ansicht.     Fig.    6 zeigt die zweite     Au8führungs-          form    schematisch.  



  Von dem Fahrrad sind bloss die Hinter  radnabe 1, deren Achse 2, ferner die Tret  kurbelwelle 3 reit den Pedalen 4 und das       Tretkurbellager    5 veranschaulicht.  



  Auf der Hinterradnabe 1 und auf der  Tretkurbelwelle 3 sitzt je ein     Freilaufzahn-          kranz    6     bezw.    6'. Der     Freilaufzahnkranz    6  wirkt auf die Hinterradnabe 1 treibend ein,  wogegen der     Freilaufzahnkranz    6' von der  Tretkurbelwelle 3 angetrieben wird.  



  Ein in der Hinterradnabe eingesetzter  durchbohrter Bolzen 7 bildet eine Verlänge-         rung    der Nabe 1 und trägt an seinem ab  gesetzten Teil 8 lose drehbar einen Zahn  kranz 9 sowie den ein- und     ausrückbaren     Teil     1O    einer     Klauenkupplung,    deren     achsial     nicht     verschiebbarer    Teil der Zahnkranz 9  bildet, indem er seitlich mit Klauen ver  sehen ist. Der Kupplungsteil 10 sitzt     achsial     verschiebbar auf der     Nabenverlängerung    8,  mit welcher er zusammen verdreht wird, und  er steht unter der Einwirkung einer Druck  feder 11, die ihn einzurücken bestrebt ist.

    Der grosse Antriebszahnkranz 12 sitzt lose  drehbar auf der Tretkurbelwelle 3 und kann  mit dieser durch eine     Klauenkupplung    auf  Drehung verbunden werden. Die     Klauenkupp-          lung    besitzt den auf der Tretkurbelwelle 3       achsial    verschiebbaren Kupplungsteil 13, den  eine Druckfeder 14 in den     achsial    nicht ver  schiebbaren Kupplungsteil, das ist der Zahn  kranz 12, einzurücken sucht.  



  Alle vier Zahnkränze 6, 9, 12, 6' sind  durch eine endlose Kette 15 miteinander ver  bunden. Hiebei läuft die Kette 15, wie aus       Fig.    2 deutlich ersichtlich ist, vom Antriebs  zahnkranz 12 über den Zahnkranz 9 zu dem       Freilaufzahnkranz    6' zurück und von diesem  über den     Freilaufzahnkranz    6 zu     dem    Zahn  kranz 12 zurück, so     dass    alle Zahnkränze in  der gleichen Richtung umlaufen.  



  Bei dem Getriebe können bei der gege  benen Grösse der     Zahnkränze    drei verschie  dene     Cbersetzungen    sowie eine     Untersetzung     erreicht werden.  



  Um die grösste Übersetzung zu erhalten,  wird der Antriebszahnkranz 12 mit der Tret  kurbelwelle 3 und der Zahnkranz 9 mit der  Hinterradnabe 1 durch Einrücken der in be  kannter Weise durch nicht dargestellte Draht  züge oder dergleichen von der Lenkstange  aus     steuerbaren    Kupplungsteile 13, 10 ge  kuppelt     (Fig.    1). Bei Betätigung der Tret  kurbel wird daher der Zahnkranz 12 bezie  hungsweise mittels der Kette 15 durch den       Zahrrkranz    9 die Hinterradnabe angetrieben,  wobei die beiden Zahnkränze 6, 6' freilaufen,  und zwar der Zahnkranz 6 mit kleinerer  Drehzahl als die Hinterradnabe und derZahrr-           kranz    6' mit grösserer Drehzahl als die Tret  kurbelwelle 3.  



  Um die nächst kleinere Übersetzung zu  erhalten wird der Kupplungsteil 10 ausge  rückt, während der Kupplungsteil 13 einge  rückt bleibt. Es wird dann durch die Tret  kurbelwelle 3 der Zahnkranz 12 und über  die Kette 15 durch den     Freilaufzahnkranz    6  die Hinterradnabe 1 angetrieben, während  Zahnkranz 9 und     Freilaufzahnkranz    6' Leer  laufen.  



  Um die Übersetzung 1 : 1 einzuschalten,  wird der Kupplungsteil 12 aus- und der  Kupplungsteil 10 eingerückt. In diesem Falle  <I>wird</I> dann durch die Tretkurbel der Freilauf  zahnkranz 6' angetrieben, welcher seine Dreh  bewegung mittels der Kette 15 und dem  Zahnkranz 9 der Hinterradnabe 1 übermittelt,  wobei der     Freilaufkranz    6 und der Zahn  kranz 12 Leerlaufen.  



  Eine Untersetzung wird erzielt, wenn  beide Kupplungsteile 10,13 ausgeschaltet sind.  Es wird dann der von der Tretkurbel ange  triebene     Freilaufzahnkranz    6'     (Fig.    5) durch  den     Freilaufzahnkranz    6 die Hinterradnabe  antreiben, wobei die entkuppelten Zahnkränze  9, 12 leer mitlaufen.  



  In der     Fig.    6 ist gezeigt, dass mit Hilfe  der Anordnung von drei     Kettenräderpaaren,     die auf drei Wellen verteilt sind, zwölf  Übersetzungen erzielt werden können. Auf  der Welle 41 sitzen die Räder 35, 39, auf  der Welle 42 die Räder 37, 40 und auf der  Welle 43 die Räder 36, 38. Sämtliche Räder  sitzen lose auf den Wellen und sind durch  die endlose Kette 15 umschlungen. Es wer  den nun immer nur zwei Kettenräder, die    auf zwei verschiedenen Wellen sitzen, mit  den letzteren gekuppelt, während man die  vier andern Räder leer mitlaufen lässt.

   Somit  können zwölf verschiedene Übersetzungsver  hältnisse erreicht werden, je nachdem folgende  zwei Räder mit ihren Wellen festgekuppelt  werden: 35 und 36, 35 und 37, 35 und 38,  35 und 40, 39 und 40, 39 und 36, 39 und  37, 39 und 38, 37 und 38, 37 und 36, 40  und 36, 40 und 38.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Wechselgetriebe, insbesondere für den Fahrzeugantrieb, bei welchem Getriebe die Übersetzungsräder auf zwei oder mehr Dreh körpern angeordnet sind und auf jedem Dreh körper mindestens ein Übersetzungsrad vor gesehen ist, das als lose auf dem Drehkörper sitzendes Rad ausgebildet ist, welches mit seinem Drehkörper durch eine auf dem letz teren sitzende willkürlich betätigbare Kupp lung verbunden werden kann, dadurch ge kennzeichnet, dass die Übersetzungsräder neben- und hintereinander auf den Dreh körpern in der Weise verteilt sind und mit einander so in Antriebsverbindung stehen, dass die Drehrichtung aller Übersetzungsräder bei allen Übersetzungen die gleiche ist.
    UNTERANSPRUCH: Wechselgetriebe nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Über setzungsräder von einer einzigen endlosen Kette umschlungen werden. -
CH197666D 1936-06-19 1937-05-10 Wechselgetriebe. CH197666A (de)

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