Elektrische Entladungsröhre. Es .ist bekannt, die in einer Hochdruck- quecksilberdampfentladüngsröhre befindliche Quecksilbermenge derart zu dimensionieren, ,dass beim normalen Betrieb,die ,ganze Queck silbermenge verdampft und der Quecksilber dampf überhitzt wird, so d@ass der Dampf ungesättigt ist. Es wird :dadurch erreicht, .dass,die Dichte ,des Quecksilberdampfes wäh rend des Betriebes konstant ist, so :
dass die Brennspannung der Entladung ,sich bei Ände rungen der 'Stromstärke oder der Wärme abfuhr nur wenig ändert.
Diese Dosierung der Quecksilbermenge wird in der Regel dadurch erhalten, dass eine genau abgewogene oder abgemessene Menge flüssigen Quecksilbers in die Entladuugs- röhre eingebracht wird.
Bei fabrikmässiger Herstellung grosser Mengen von Entladungs röhren macht sich der Übelstand geltend, dass der Metalldampf in den verschiedenen Ent- ladunbröhren beim Betrieb nicht stets die gleiche Dichte besitzt, was durch die Ver schiedenheit des Inhaltes des Entladungs- raumes der Röhren verursacht wird. Es ist einleuchtend,
dass beim Einbringen von Blei= chen Quecksilbermengen -die Entladungs röhre mit -dem grössten Inhalt des Ent- ladungsraumes die geringste Dampfdichte und bei gleioherStrombelastung die :geringste Brennspannung besitzt.
Zur Erhaltung eines gleichmässigen Produktes sind,daher nur sehr geringe Toleranzen in dem Inhalt der Ent ladungsräume zulässig, was die Herstellung erschwert, insbesondere wenn die Ent ladungsröhren aus einem hochschmelzenden Material, insbesondere aus Quarz, hergestellt werden.
Da- -dieses Material sich schwerer als .gewöhnliches Glas bearbeiten lässt, sind die bei fabrikmässiger Herstellung auftreten den Unterschiede in dem Inhalt der Ent ladungsräume in der Regel grösser, als wenn ,die Röhren aus, einem leichter bearbeitbaren Glas mit niedrigerem !Schmelzpunkt her gestellt werden.
Es ist gleichfalls bekannt,,die erwünschte Quecksilbermenge dadurch in die Fnt- ladun.gsröhre einzubringen, dass letztere mit einem Quecksilber enthaltenden Behälter ver bunden und Quecksilber aus ,diesem Behälter in die Entladungsröhre, in der gleichzeitig eine Entladung stattfindet, hinüberdestilliert wird.
Während. dieses Destillierungsvor- ganges nimmt die Brennspannung der Ent ladung beim Ansteigen des Quecksilber dampfdruckes zu. Das Hi.nüberdestillieren wird so lange fortgesetzt, bis die Brennepan- nung einen bestimmten Wert erreicht hat, worauf der Quecksilberbehälter abgeschmol zen wird.
Dieses Verfahren zum Einbringen der gewünschten Metallmenge ist jedoch um- ständliclh und zeitraubend.
Die Erfindung, die sich auf eine elek trische Entladungsröhre mit Metalldampf im Entladungsraum und insbesondere auf eine Hochdruckmetalldampfentladunge.röhre be zieht, hat den Zweck, eine Bauart zu schaf fen, bei der die mit dem ungesättigten Me talldampf verbundenen Vorteile erzielt wer den, ohne dass eine Dosierung der in den Entladungsraum eingeführten Metallmenge erforderlich ist.
Die Entladungsröhre gemäss der Erfin dung weist einen an .den Entladungsraum grenzenden Hilfsraum auf, in dem sich eine CTasfüllung und eine Flüssigkeit befinden, die einen die kälteste Stelle des Entladungs- raumes bildenden Teil der Wand :
dieses Rau- mes berührt, wobei der Hilfsraum derart aus gebildet ist, dass der Dampf der Flüssigkeit, wenn letztere infolge der durch die Ent ladung entwickelten Wärme zum Kochen gebracht wird, auf einem Wandteil konden siert, der nicht mit der Wand des Ent ladungsraumes zusammenfällt, wobei dafür Sorge getragen ist, dass das Kondensat zu der Flüssigkeit zurückfliessen kann.
Die durch die Entladung entwickelte Wärme erhitzt,die Trennwand zwischen dem Entladungsraum und dem Hilfsraum und daher die im letztgenannten Raum vorhan dene Flüssigkeit.
Diese Flüssigkeit nimmt jedoch keine höhere Temperatur als ihre Kochtemperatur an, da, wenn sie diese Tem- peratur erreieht hat, die weiter noch zu- geführte Wärme von dem entwickelten Dampf zu demjenigen Teil des Hilfsraumes ab geleitet wird, indem :der Dampf kondensiert.
Die Temperatur der Trennwand zwischen dem Entladungsraum und dem Hilfsraum wird auf diese Weise auf einem praktisch konstanten Wert gehalten.
Da dafür Sorge getragen ist, dass diese Trennwand die käl teste Stelle des Entladungsraumes ist, be stimmt die Temperatur dieser Trennwand den Dampfdruck des im Entladungsraum befindlichen Meta:lles, das im Übersehuss, das heisst beim Betrieb nicht ausschliesslich in Dampfform vorhanden ist. Da diese Tempe ratur praktisch konstant ist, wird ein gleich bleibender oder wenigstens sich nur wenig ändernder Dampfdruck im Entladungsraum erhalten.
Die Kochtemperatur der im Hilfsraum vorhandenen Flüssigkeit und daher der Druck des Metalldampfes im Entladungs raum sind von der Wahl der Flüssigkeit und des Druckes der Gasfüllung im Hilfsraum abhängig. Durch geeignete Wahl der Flüs sigkeit und des Gasdruekee hat man es also in der -Hand, den Metalldampfdruck im Ent- ladungeraum zu bestimmen.
Ein besonderer Vorteil der erfindungs gemässen Entladungsröhre besteht darin, dass durch Änderung des Druckes der Gas- füllung .im Hilfsraum oder durch Verwen dung einer andern Kochflüssigkeit oder durch beides der Betriebsdampfdruck im Entladungsraum geändert werden kann, ohne dass der Entladungsraum geöffnet zu werden braucht.
Ist es erwünscht, die Entladungsröhre in verschiedenen Lagen zu benutzen, so ist der Hilfsratten zweckmässig derart ausgebildet, dass die in diesem Hilfsraum befindliehe Flüssigkeit bei jeder in Frage kommenden Betriebslage der Entladungsröhre mit der Trennwand zwischen dem Entladungsraum und dem Hilfsraum in Berührung ist. Für manche Zwecke ist es
zum Beispiel er wünscht, ,die Entladungsröhre sowohl in waagrechter, als auch in senkrechter Lage des Entladungsraumos benutzen zu können, Der Hilfsraum wird in diesem Falle derart ausgebildet, dass in beiden Lagen ,die im Hilfsraum befindliche Flüssigkeit zur Trenn wand fliesst.
Bei Verwendung eines zylin drischen Entladungsraumes kann der Hilfs- rauen aus einem Behälter bestehen, der zum Beispiel zylindrisch oder kegelförmig aus gestaltet sein kann und an eine Endfläche des zylindrischen Entladungsraumes derart anschliesst, dass die Achse des Hilfsraumes und die Verlängerung der Achse des Ent ladungsraumes einen Spitzen Winkel (z. B. 25 bis 65') einschliessen.
Um die im Hilfsraum vorhandene Flüs- sigkeit leichter zum Kochen zu bringen, ist es vorteilhaft, in der Flüssigkeit mindestens einen Gegenstand anzubringen, welcher die Bildung von Dampfblasen erleichtert. Dies kann bekanntlich mit Hilfe von Gegenstän den erreicht erden, die scharfe Ränder oder Spitzen aufweisen. Der Hilfsraum kann zum Beispiel mit einem an der Wand dieses Rau mes befestigten Röhrchen versehen werden., dessen offenes Ende sich in der Flüssigkeit, vorzugsweise nahe an der Trennwand, be findet. Auch kann man sogenannte Koeh- steinchen verwenden.
Falls die Flüssigkeit aus Quecksilber besteht, kann man hierzu zum Beispiel kleine Wolframkörper benutzen.
Der von der Flüssigkeit im Hilfsraum entwickelte Dampf verdrängt die Gasfüllung nach dem von der Trennwand abgewandten Teil des Hilfsraumes. Bei verschiedenen Stellungen der Röhre und verschiedener Wärmezufuhr zu der kochenden Flüssigkeit kann das Mass dieser Zusammendrängung des Gases verschieden sein, wodurch der auf der Flüssigkeit stehende Druck und demzufolge die Kochtemperatur der Flüssigkeit sich in gewissen Grenzen ändern kann.
Vorzugsweise wird daher der Hilfsraum an der Aussenseite mit einem Kühlkörper ver sehen, der zweckmässig derart angeordnet wird, dass der sich zwischen der kochenden Flüssigkeit und der Befestigungsstelle des Kühlkörpers befindliche Teildes Hilfsraumes wesentlich kleiner ist als,der übrige Teildes Hil@sraumy. Da.s Verhältnis wird vorzugsweise höchstens I/4 gewählt.
Hierdurch wird be wirkt, dass der Dampf vornehmlich auf dem jenigen Teil der Wand des Hilfsraumes kon densiert, an dem der Kühlkörper befestigt ist, und dass nur einegeringe Gaszusammen- dränguDg stattfindet, deren Mass sich nicht oder nur .sehr wenig ändert.
Der Übersehuss .des im Entladungsraum vorhandenen Metalles setzt sieh auf der Trennwand zwischen dem Entladungsraum und dem Hilfsraum ab. Bei dazu geeigneten Lagen der Entladungsröhre würde dieses Me tall tropfenweise in die Entladungsbahn fallen können, zum Beispiel wenn die Röhre _geschüttelt wird, wodumch die Entladung unterbrochen werden könnte. Zur Vermei dung dieses Übelstandes kann zwischen der Trennwand und der Entladungsbahn ein Schirmangeordnet werden.
Dieser Schirm ist zweckmässig derart aus- gebildet, dass die Trennwand dem unmittel baren Einfluss der in dem Entladungsraum auftretenden Konvektionsströme entzogen ist. Der Einfluss dieser Konvektionsströme könnte sonst bei, verschiedenen Lagen der Ent ladungsröhre verschieden sein, wodurch bei einer Änderung der Lage der Entladungs röhre das Auftreten von Änderungen indem im Entladungsraum herrschenden Dampf druck erleichtert werden könnte.
Es ist selbstverständlich, dass der Raum zwischen der Trennwand und dem Schirm in offener Verbindung mit dem übrigen Teile des Entladungsraumes steht. Es ist vorteil haft, den Schirm derart auszubilden, dass flüssiges Metall, das sich zwischen dem Schirm und der Trennwand befindet, bei einer Änderung der Lage der Entladungs röhre nicht zu der Entladungsbahn fliessen kann.
Wird diese Verbindung durch eine im Schirm vorgesehene Öffnung gebildet, so kann diese Öffnung von einem Kragen um geben werden, der in den Raum zwischen dem Schirm und der Trennwand vorspringt.
Es ist empfehlenswert, im Raum zwischen der Trennwand und dem Schirm, der sich zwi schen dieser Trennwand und der Entladungs- i,@iLn befinden kann, Gegenstände anzuorc1- iien, welche die Bewegun(rsfreiheit des an der Trennwand kondensierten MetaIlea verrin- ""ern. Hierdurch wird die Entfernung dieses Hetalles von der Trennwand eraehwert, wo durch die Möglichkeit,
dass das Metall zu derart heissen Stellen fliessen kann, dass ein(> kurzdauernde Erhöhung des Dampfdruckes im Entladungsraum auftritt, verringert wird.
In dem Raum zwischen Trennwand und Schirm können zum Beispiel dünne Metall drähte, die in Form eines Knäuels gebracht. ,ein können, angeordnet werden, oder die Trennwand kann\ durch einen nach der Ent- l;idung.@bahn hin vorspringenden Rand um geben -werden, der das Wegfliessen des Me tallkondensates längs der Wand verringert.
Es wurde gefunden, dass der Temperatur abfall in der Trennwand einen gewissen Ein fluss auf den Dampfdruck haben kann, falls flie Röhre in verschiedenen Stellungen be nutzt wird. In verschiedenen Betriebsstellun- gen der Röhre ist derjenige Teil der von der Entladun,- erzeugten Wärme, der durch die Trennwand hindurch zu der Fliissigkeit ini Hilfsraum ,geführt wird, im allgemeinen ver schieden.
CTrenzt der Hilfsraum zum Beispiel an eine Stirnseite eines zylindrischen Ent ladungsraumes, so wird bei waagrechter An ordnung dieses Entladungsraumes zv@nigei Wärme durch die Trennwand fliessen, als bei einer senkrechten Stellen-- des Entladungs raumes. hei der der Hilfsraum sich oberhalb d es Entladungsraumes befindet, was verschie dene Temperaturdifferenzen zwischen den leiden Oberflächen der Trennwand zur Fol,--e hat.
Lein nun die möglichen Vnterschiede ini Temperaturabfall in der Trennwand zii ver ringern, wird letztere vorzugsweise minde stens teilweise aus Metall hergestellt.
Metall hat eine bessere Wärmeleitfähigkeit als Quarz und Glas. und demzufolge wird der Temperaturabfall in der Trennwand, fall diese ganz oder teilweise aus Metall besteht, verhältnismässig gering sein. so dass auch die bei verschiedenen Stellungen der Röhre auf- tretenden Änderungen dieses Temperatur- abfalles wesentlich kleiner sind als bei Be nutzung einer Trennwand aus Quarz oder Glas.
Die Trennwand kann zum Beispiel ganz oder teilweise aus einer an das Glas oder Quarz der Röhrenwand angesehmolzenen Me tallscheibe bestehen. Auch ist es möglich. in der aus Glas oder Quarz bestehenden Trennwand ein oder mehrere Metalldrähte einzuschmelzen, die mit ihren Enden in den Entladungsraum bezw. den Hilfsraum hin einragen.
Wird zwischen der mindestens teilweise aus Metall bestehenden Trennwand und der Entladungsbahn der obenbesehriebene Schirm angeordnet, so wird dieser Schirm vorzugs weise aus Metall hergestellt und mit dem metallenen Teil der Trennwand in gut wärmeleitende Verbindung gebracht.
Dieser Metallschirm fängt dann nicht nur das bei bestimmten Stellungen der Röhre möglicher weise von der Trennwand herunterfallende Metall ab und schützt nicht nur die Trenn wand vor unmittelbarer Berührung mit im Entladungsraum auftretenden Konvektions- strömen, sondern bewirkt überdies einen klei neren Temperaturunterschied zwischen der Trennwand und dem Schirm.
Ein grosser Temperaturunterschied kann nämlich zur Folge haben, .dass, wenn bei dazu geeigneien Stellungen der Röhre flüssiges Metall von der Trennwand auf den Schirm fällt. eine kurzdauernde Erhöhung des Dampfdrucke im Entladungsraum auftritt.
Zwischen. diesem Metallschirm und der Entladungshahn kann gegebenenfalls noch ein zweiter Schirm angeordnet werden, der dann nicht bezweckt, das Metall abzufangen, sondern die im Entladungsraum auftreten den thermischen 'Ströme vom Metallschirm abzuhalten.
Zweckmässig wird der metallene Teil der Trennwand und der metallene Schirm zu einem nach der Entladungsbahn hin offenen Hohlkörper vereinigt.
Es ist bekannt, Metalldampfentla.dungs- röhren mit einem Filter zu umgeben, der nur einen Teil der von der Entladung er zeugten Strahlen durchlässt. Wird die Ent ladungsröhre gemäss der Erfindung von einem solchen Filter umgeben, so wird er vorzugsweise derart um die Röhre herum an geordnet, dass er zwar den Entladungsraum umgibt, jedoch wenigstens denjenigen Teil des Hilfsraumes, in dem die Flüssigkeit kon- dexisiert, nicht umgibt.
Es wird .auf diese Weise verhütet, @dass die Wärmeabgabe des Hilfsraumes von dem die Röhre umgebenden Filter beeinflusst wird.
Der Gegenstand der Erfindung wird nachstehend anhand der ein Ausführungsbei- spiel mit Varianten darstellenden Zeichnung näher erläutert, in der Fig. 1 beispielsweise einen Schnitt einer Entladungsröhre gemäss -der Erfindung in s-rikrechter Lage darstellt; Fig. 2 zeigt ein Ende dieser Röhre in waagreehter Lage; Fig. 3 ist eine schematische Darstellung einer Vorrichtung mit einer Röhre gemäss Fig. 1;
Fig. 4, 6 und 7 stellen Teile von Detail varianten der Röhre nach Fig. 1 im Schnitt dar, während F ig. 5 ein Detail von Fig. 4 zeigt.
Die Entladungsröhre nach Fig. 1 weist eine aus Quarz bestehende zylindrische Wand 1 auf, an deren oberes Ende ein gleichfalls aus Quarz bestehender Behälter geschmolzen ist, der den oben erwähnten # -in, Ililfsraum bildet. Dieser Hilfsraum ist durch eine Trennwand 3 von dem Entladungs raum 4 getrennt; er enthält eine Queck silbermenge 5 und ist ferner mit Argon unter einem Druck (bei Zimmertemperatur) von \30 cm Quecksilbersäule gefüllt.
An die Innenseite des Behälters 2 ist ein Quarz röhrchen 6 angeschmolzen, dessen offenes Ende bis nahe an die Trennwand 3 reicht.
Im Entladungsraum 4 sind zwei Glüh- elektroden 7 und 8 angeordnet, .die zum Beispiel aus schraubenförmig gewickelten Wolframdrähten bestehen, auf denen sich ein Gemisch von Bariumoxyd und iStron- tiumoxyd oder ein anderer, stark Elektronen emittierender Stoff befindet. Die Strom zuführungsdrähte 9 und 10 der Glühelek trode 7 sind von Röhrchen 11 aus Isolier stoff umgeben und zusammen mit den Strom zuführungsdrähten der Glühelektrode 8 an einem Ende der Röhre durch die Wand hin durchgeführt.
Dieses Röhrenende ist mit einem aus Quarz bestehenden Ansatz 12 ver sehen, an dem der Sockel 1-3 befestigt ist, der vier Kontaktstifte 14 trägt (von denen nur .drei sichtbar sind), mit deren Hilfe den Elektroden 7 und 8 die Heizströme und der e Entladungsstrom zugeführt werden können. Es ist nicht immer notwendig, die Glühelek- troden durch besondere Heizströme zu er hitzen. Die Elektroden können auch derart ausgebildet sein, dass sie durch die Entladung erhitzt werden; in diesem Falle braucht jede Elektrode nur mit einem einzigen Strom zuführungsdraht versehen zu sein.
Im Entladungsraum befindet sich zwi schen der Trennwand 3 und der Glühelek trode 7 ein aus Quarz bestehender und an die Wand des Entladungsraumes angeschmol- zener Schirm 15. Dieser Schirm weist eine Offnung 16 auf, die von einem Kragen 17 umgeben ist. Die Glühelektrode 7, die nahe am Schirm 15 angeordnet ist, wird noch von zwei schraubenförmig gewiekelten Wolfram drähten 1,8 gehalten, die an einem Ende in die Röhrenwand eingeschmolzen sind.
Das obere Ende der zylindrischen Röhre ist auf der Aussenseite mit einer Platinsehicht 19 überzogen, welche die Wärmeabgabe dieses Wandteils herabsetzt.
Der Entladungsraum 4 ist mit Edelgas, z. B. Argon, unter einem Druck (bei Zimmer temperatur) von 5 mm Quecksilbersäule ge füllt; in diesen Raum ist ausserdem Queck silber .eingebracht, und zwar in solcher Menge, dass bei dem Betrieb der Entladungs röhre das Quecksilber nicht vollkommen ver dampft, so dass dann im Entladungsraum ausser Quecksilberdampf auch noch flüssiges Quecksilber vorhanden ist. Die Quecksilber menge ist also nicht derart dosiert, dass Quecksilberdampf beim Betrieb ungesättigt ist.
Sämtliche mit dieser Dosierung verbun denen Übelstände sind infolgedessen beseitigt.
Beim Betrieb werden die Elektroden 7 und 8 erhitzt und zu diesem Zweck zum Bei spiel an kleine Heizstromtransformatoren an geschlossen. Die Entladungsbahn zwischen den Elektroden 7 und 8 wird unter Zwischen- sehaltung einer Vorschaltimpedanz (meist eine Drosselspule) an eine Wechselstrom quelle angeschlossen, die zum Beispiel aus einem 220 Voltnetz bestehen kann.
Wird die Röhre aus einem Transformator .gespeist, so ist es vorteilhaft, die Vorschaltimpedanz mit dem Transformator zu vereinigen und einen Streutransformator zu verwenden. Die Zün dung der Röhre kann erforderlichenfalls mit Hilfe von bekannten Mitteln, wie Spannungs stössen oder Hilfselektroden, erleichtert wer den.
Das im Hilfsraum 2 vorhandene Queck silber 5 wird durch die von der Entladung entwickelte Wärme erhitzt. Hat dieses Queck silber seine Kochtemperatur erreicht, so fängt es unter Beibehaltung dieser Tempe ratur zu kochen an. Der entwickelte Queck silberdampf führt die dem Quecksilber zu geführte Wärme ab und kondensiert wieder auf dem übrigen Teil der Wand des Hilfs- iaumes, wobei die Verdampfungswärme wie der frei wird und an die Umgebung ab gegeben wird. Die Trennwand 3 wird auf diese Weise auf einer praktisch konstanten Temperatur gehalten.
Der Entladungsraum ist derart ausgebildet, dass die Trennwand 3 beim Betrieb die kälteste Stelle dieses Rau mes ist, so dass der Druck des Quecksilber dampfes im Entladungsraum durch die kon stante oder nahezu konstante Temperatur .der Trennwand bedingt ist. Auch dieser 4ueck- eilberdampfdruck wird infolgedessen auf einem praktisch konstanten Wert gehalten, mit dem eine sich nur wenig ändernde Brenn- spannung einhergeht.
Die Kochtemperatur des Quecksilbers 5 ist von dem Druck der Gasfüllung im Be hälter 2 abhängig. Bei niedrigerem Gas druck ist auch der Kochpunkt niedriger. Durch Änderung dieses Gasdruckes kann die Kochtemperatur und daher der Betriebs- quecksilberdampfdruck im Entladungsraum geändert werden. Der erforderliche Gasdruck kann in einfacher Weise experimentell be stimmt werden.
Es ist bemerkenswert, dass der Betriebs@quecksilberdampfdruck im Ent ladungsraum durch eine leicht durchzufüh rende Regulierung des Druckes des Gases im Hilfsraum eingestellt wird. Der Metall dampfdruck kann selbstverständlich auch durch Verwendung einer andern Kochflüssig keit im Behälter 2 geändert werden. Anstatt Quecksilber kann zum Beispiel auch Benzyl- benzoat oder Cethylalkohol verwendet wer den.
Das im Entladungsraum vorhandene Quecksilber setzt sieh auf der Trennwand 3 ab. Der .Schirm 15 verhindert, dass dieses Quecksilber bei nicht waagrechter Lage des Entladungsraumes tropfenweise in die Ent- ladungsbahn fällt: denn dies könnte eine Unterbrechung der zwischen den Elektroden i und 8 stattfindenden Hochdruckentladung zur Folge haben. her Schirm 15 verhindert ausserdem, dass die im Entladungsraum auf tretenden Konvektionsströme längs der Trenn wand 3 streichen.
Die durch diese Konvek- tionsströme herbeigeführte Erhitzung der Trennwand dürfte bei verschiedenen Lagen der Entladungsröhre verschieden sein können, wodurch das Entstehen von Unterschieden in dem Temperaturabfall in der Trennwand und somit in der Temperatur der dem Ent ladungsraum zugekehrten Seite der Trenn wand gefördert würde.
Der Kragen oder Ring 17 dient dazu, zu verhindern, dass das oberhalb des iSchirmes 115 befindliche flüssige Quecksilber bei einer Änderung der Lage der Entladungsröhre in die Entladungsbahn fliesst.
Das im Quecksilber 5 befindliche Röhr chen G fördert das Entstehen von Dampf blasen und erleichtert das Kochen des Queck- sÜbers. Es können zu diesem Zweck auch andere geeignete Gegenstände, z. B. kleine Stückchen Wolfram, in das Quecksilber ein gebracht werden.
Wie aus Pig. 1 ersichtlich ist, fällt die Achse des etwa konisch verlaufenden Behäl ters 2 nicht mit der Verlängerung der Achse des Entladungsraumes zusammen, sondern schliesst mit dieser einen spitzen Winkel ein. Im dargestellten ist dieser Winkel etwas kleiner als 45'. Diese Lage des Hilfsraumes in bezug auf die Ent ladungsbahn macht es möglich, die Ent ladungsröhre auch in andern Lagen zu be nutzen.
In Fig. ' ist ein Ende der Röhre bei waagrechter Lage des Entladungsraumes dar gestellt. Auch bei .dieser Lage ist das Queck silber 5 mit der Trennwand 3 in Berührung. ebenso wie .dies bei allen Winkellagen zwi schen der Lage nach Fig. 1 und der nach Fig. 2 der Fall ist.
Die Entladungsröhre wird zum Aus senden von Strahlen, insbesondere von von der Quarzwand durchgelassenen Ultraviolett strahlen benutzt. Ist es erwünscht, nur einen Teil der ausgesandten Strahlen zu be nutzen, was zum Beispiel bei Verwendung der Röhre für Körperbestrahlung häufig der Fall ist, so kann der Entladungsraum von einem (in Fig. 1 mit punktierten Linien an gegebenen) zylindrischen ;Schirm 20 umgehen erden. der lediglich die erwünschten Strah- ien, z.
B. die langwelligen Ultraviolettstra:h- len, durehlässt. Ist es erwünscht, die Ent ladungsröhre mit und ohne Filter benutzen zu können, so ist es vorteilhaft, den Behäl ter 2 wenigstens teilweise aus dem Filter vorspringen zu lassen, so dass letzterer die Wärmeabgabe des Behälters nicht stört.
Fig. 3 stellt schematisch eine Bestrah lungsvorrichtung dar, in der eine Ent ladungsröhre nach Fig. 1 angeordnet ist. Es ist aus dieser Figur ersichtlich, dass die Ent ladungsröhre im Reflektor derart angeordnet ist, dass bei nach unten gerichtetem Reflek tor und bei waagrechter Lage des E.nt- ladungsraumes .die Achse des Behälters 2 nicht in der senkrechten Ebene liegt,son- dern,
@dass die durch die Achse des Ent ladungsraumes und die Achse -des Behälters gelegte Ebene und die senkrechte Ebene einen spitzen Winkel, z. B. von 45 , ein schliessen. Dies macht es möglich, den Re flektor nebst der Entladungsröhre in der Pfeilrichtung über mehr als<B>90'</B> zu drehen, ohne dass .das Quecksilber 5 von der Trenn wand 3 abfliesst.
Da, wie bereits erwähnt wurde, der Entladungsraum auch eine senk rechte Lage einnehmen kann, .gibt die be schriebene Anordnung des Hilfsraumes in bezug auf den Entladungsraum eine .grosse Freiheit in der Anordnung der Entladungs röhre, so dass jede zu Bestrahlungszwecken erwünschte Richtung des ausgesandten Strahlenbündels erreichbar ist.
Die Entladungsröhre kann ;gegebenenfalls derart angeordnet werden, dass der Behälter 2 wenigstens teilweise aus dem Reflektor her ausragt, wodurch die Wärmeabgahe des Be- hälters erleichtert wird. Um zu verhindern, dass die von dem Entladungsraum aus gestrahlte Wärme den Kondensationsraum trifft, kann auch ausserhalb der Entladungs röhre zwischen diesem Raum und dem Ent ladungsraum ein ,Schirm angeordnet werden, der zum Beispiel senkrecht zur Achse des Entladungsraumes stehen kann.
Bei der aus Quarz bestehenden Röhre nach Fig. 4 ist in der Trennwand zwischen dem Hilfsraum 2 und -dem Entladungsraum 4 ein zylindrischer Hohlkörper 22 aus Wolf ram mittels Übergangsgläsern mit abgestuf- ten Ausdehnungskoeffizienten eingeschmol- zen. Dieser Hohlkörper steht mit dem Innern der Entladungsröhre durch die Öffnung 2,3 in Verbindung,
so dass der in dem Hilfsraum vorspringende Teil 24 des Hohlkörpers einen Teil der Trennwand zwischen Entladungs raum und ,Hilfsraum bildet, und das Kon densat des im Entladungsraum vorhandenen 1Vletalles sich an der dem Entladungsraum zugewendeten Seite,des Teils '2d der Trenn wand bildet. Die Wärmeleitfähigkeit des Wolframhohlkörpers ist ,gross, so @dass der Temperaturabfall in dem metallenen Teil der Trennwand .gering ist.
Der in der Richtung ;der Glühkathode 7 vorspringende Teil 25 des Wolframhohlkör- pers bildet einen (Schirm zwischen der Trenn-
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wand <SEP> und <SEP> der <SEP> Entladungsbahn, <SEP> der <SEP> das <SEP> von
<tb> dem <SEP> Wandteil <SEP> 24 <SEP> herunterfallende <SEP> Metall
<tb> abfängt. <SEP> Da <SEP> der <SEP> als <SEP> Schirm <SEP> wirkende <SEP> Teil
<tb> ?5 <SEP> mit <SEP> dem <SEP> metallenen <SEP> Teil <SEP> 24 <SEP> der <SEP> Trenn wand <SEP> ein <SEP> Ganzes <SEP> bildet.
<SEP> -erden <SEP> die <SEP> Tempe raturunterseliiede <SEP> zwischen <SEP> den <SEP> Teilen <SEP> 2=t <SEP> und
<tb> <B><U>25</U></B> <SEP> nur <SEP> gering <SEP> sein.
<tb>
An <SEP> der <SEP> Stelle <SEP> 2(3 <SEP> sind <SEP> nm <SEP> den <SEP> Hilfsraum
<tb> zwei <SEP> metallische <SEP> Bügel <SEP> 27 <SEP> @.;eklemmt, <SEP> die
<tb> mit <SEP> einer <SEP> Anzahl <SEP> Külilfhicben <SEP> 28 <SEP> versehen
<tb> sind. <SEP> (Diese <SEP> Bügel <SEP> mit <SEP> Kühlflächen <SEP> sind <SEP> ü1
<tb> Fig. <SEP> 5 <SEP> gesondert <SEP> dargestellt.) <SEP> Dies(, <SEP> Kühl flächen <SEP> können <SEP> in <SEP> bekannter <SEP> 'eise <SEP> mehr
<tb> oder <SEP> weniger <SEP> auseinandergebogen <SEP> -erden. <SEP> wo durch <SEP> das <SEP> Wärmeabgabevermngen <SEP> des <SEP> Kühl körpers <SEP> g,@indert <SEP> werden <SEP> kann. <SEP> Er <SEP> wird <SEP> cler a <SEP> rt <SEP> ausgestaltet.
<SEP> dass <SEP> der <SEP> Dampf <SEP> des <SEP> Qlueck silbers <SEP> 5 <SEP> vornehmlich <SEP> an <SEP> dein <SEP> von <SEP> dem <SEP> Ring
<tb> 2 <SEP> 7 <SEP> umgebenen <SEP> Teil <SEP> der <SEP> Wand <SEP> kondensiert.
<tb> Der <SEP> Hilfsraum <SEP> ? <SEP> ist <SEP> weiter <SEP> derart <SEP> ausgebil det, <SEP> dass <SEP> der <SEP> Inhalt <SEP> desjenigen <SEP> Teils <SEP> des
<tb> Hilfsraumes, <SEP> der <SEP> sich <SEP> zwischen <SEP> der <SEP> Befesti gungsstelle <SEP> dci# <SEP> Kühlvorrichtung <SEP> und <SEP> denn
<tb> @uechsilhe <SEP> r <SEP> 5 <SEP> befindet. <SEP> mehrinalq <SEP> kleiner <SEP> ist
<tb> a:, <SEP> der <SEP> Inhalt <SEP> de" <SEP> übrigen <SEP> Teils <SEP> des <SEP> Hilf<B>#.;</B> raurues.
<tb>
Fig. <SEP> C <SEP> zeit <SEP> ein <SEP> Ende <SEP> einer <SEP> Entladun@- röhre. <SEP> in <SEP> rlem^iusser <SEP> dem <SEP> aus <SEP> Quarz <SEP> bestehen den <SEP> Schirm <SEP> 15 <SEP> noch <SEP> ein <SEP> metallener <SEP> Sehirin <SEP> 2J
<tb> vorhanden <SEP> ist, <SEP> der <SEP> aus <SEP> Wolfram <SEP> bestellt <SEP> wid
<tb> mechanisch <SEP> mit <SEP> dem <SEP> Wolframstäbchen <SEP> ;3t1
<tb> verbunden <SEP> ist. <SEP> das <SEP> luftdicht <SEP> dureh <SEP> die <SEP> Trenn wand <SEP> -eführt <SEP> ist <SEP> und <SEP> in <SEP> das <SEP> ssuecksillier <SEP> :i
<tb> hineinragt. <SEP> Der <SEP> Schirm <SEP> 29 <SEP> ist <SEP> scbalenförinig
<tb> gestaltet <SEP> und <SEP> liegt <SEP> mit <SEP> :
seinem <SEP> Rande <SEP> nicht
<tb> gegen <SEP> die <SEP> Quarzwand <SEP> an. <SEP> so <SEP> dass <SEP> ein <SEP> rin < , fürmi=er <SEP> Spalt <SEP> z%t-ieheii <SEP> dein <SEP> Scliirin <SEP> und <SEP> der
<tb> Wand <SEP> @@el,ildet <SEP> ist. <SEP> durch <SEP> den <SEP> hindurch <SEP> der
<tb> E=juec@@sill@erdampf <SEP> des <SEP> Entladunssilaumes <SEP> riie
<tb> Trennwand <SEP> erreichen <SEP> kann.
<tb>
Die <SEP> Entladungsriilire, <SEP> deren <SEP> eines <SEP> Ende
<tb> in <SEP> Fig. <SEP> 7 <SEP> dargestellt <SEP> ist, <SEP> entspricht <SEP> iin <SEP> Weson
<tb> völlig <SEP> der <SEP> Röhre <SEP> nach <SEP> den <SEP> Fig. <SEP> 1. <SEP> und <SEP> 2. <SEP> Sie
<tb> zeigt <SEP> nur <SEP> einen <SEP> nach. <SEP> der <SEP> Entladungsbahn <SEP> hin
<tb> vorspringenden <SEP> Rand <SEP> :31, <SEP> .der <SEP> die <SEP> Trennwand
<tb> zwischen <SEP> dem <SEP> Entladungsraum <SEP> und <SEP> dem
<tb> Hilfsraum <SEP> umgibt <SEP> und <SEP> das <SEP> Herunterfliessen des an der Trennwand kondensierten Me- talles des Eiitladunäsraumes erschwert.