CH197788A - Schaltungsanordnung zur Regelung des Übertragungsmasses elektrischer Übertragungsanlagen. - Google Patents

Schaltungsanordnung zur Regelung des Übertragungsmasses elektrischer Übertragungsanlagen.

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CH197788A
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Aktiengesellschaft Siem Halske
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Siemens Ag
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  Schaltungsanordnung zur Regelung des Übertragungsmasses elektrischer  Übertragungsanlagen.    Der     Patentanspruch    des     Hauptpatentes          kennzeichnet    eine Schaltungsanordnung zur  Regelung des     Übertragungsmasses    von elek  trischen     Übertragungsanlagen,    bei der mit  Hilfe     mindestens    ,eines Regelwiderstandes,  dessen spezifischer Widerstand     beeinflusst     wird, das     Übertragungsmass    geregelt wird.

         Dio        Regelwiderstände    weisen dabei eine so  grosse Trägheit auf, dass sie für die zu über  tragenden Nutzströme     Nutzströme    als     lieneare    Wider  stände wirken. Auf diese Weise werden beim       Reg.elvorgau.g    nicht lineare Verzerrungen der  Nutzströme vermieden. Die     .Steuerung    der       Regelwiderstände    erfolgte bis dahin mit  Hilfe einer Steuerspannung, die durch  Gleichrichten der Nutzströme oder einer be  sonderen     Steuerfrequenz    gewonnen wurde.

   Es  war infolgedessen ausser .dem eigentlichen  Regelglied ein besonderer     Gleichrichter    zur       Erzeugung    der     Steuerspannung    erforderlich.  Oft war es :sogar     notwendig,    zur Erzeugung    ausreichend     ,grosser        .Steuerspannungen    die       Steuerfrequenz    vor der Gleichrichtung in  einem besonderen     Verstärker    zu verstärken.  



  Dieser     zusätzliche    Aufwand     eines        Gleich-          riohters    wird .gemäss der Erfindung dadurch       vermieden,        @dassi    die Steuerung der, Regel  widerstände unmittelbar durch Wechselstrom,  ohne     vorherige        Gleichrichtung    desselben, er  folgt. Als     Regelwiderstände    kommen     ebenso     wie bei     edel        .Schaltung    nach dem Haupt  patent in erster Linie .die sogenannten Heiss  leiter in Frage.

   Diese Heissleiter können be  kanntlich mit     einer.Stro-mspannungskennlinie     entsprechend     Fig.    1 hergestellt werden. Die  Kurve zeigt die Abhängigkeit der Spannung  U von dem     Strom    I. Der Widerstand der  artiger Heissleiter ist von dem Effektivwert  I des Stromes abhängig. In der     Abbildung     ist     .der    Widerstand     R=,    durch den     Taugens     des     Winkels    a begeben.

   Infolge der Ab  hängigkeit des Widerstandes. vom E,ffektiv-      wert     des        Stromes    ist     es    möglich, die     Steue-          rung    des Übertragungsmasses durch die zu  übertragenden Nutzfrequenzen vorzunehmen.  Der Widerstand des Heissleiters     ändert    sich  dann im Takte der langsamen Schwankungen  der Nutzamplituden, die infolge von     Dämp-          fungsänderungen    innerhalb der     Übertragungo-          leitung    auftreten können.

   Es  erden     bei    die  sem Verfahren auch die     natürlichen        Laut-          stärkeschwankungen,    die durch verschiedene       Lautstärke        des    Sprechenden hervorgerufen  werden, zum Teil     mitausgeglichen.    Dies kann  in vielen Fällen vorteilhaft     sein,    da     Über-          steuerungen    des     Systems    dadurch vermieden  werden.  



  Soll eine     Beeinflussung        des        Übertra-          gungsmasses    durch die Amplituden der Nutz  frequenzen nicht stattfinden, so ist     es    zweck  mässig, eine     Steuerfrequenz    zur     Beeinflussung     des     Regelgliedes    zu     benutzen.        Wird    die Am  plitude     dieser        Steuerfrequenz    so gross     ge-          wählt,

      dass der Effektivwert des Stromes im  Regelglied im wesentlichen durch die Steuer  frequenz bestimmt und der Beitrag der Nutz  ströme zum Effektivwert     vernachlässigbar     wird, so ist die     Steuerung        praktisch    unab  hängig von den Amplituden der Nutzströme.  Als     Steuerfrequenz    kann in bekannter     Weise     in einem     Trägerstromsy        stein    die     Träger-          frequenz    benutzt werden.  



  Wird die     Steuerfrequenz    oder die Träger  fiequenz zur Vermeidung von Übersteuerun  gen des     Systems    mit kleiner Amplitude     über-          tragen,    so kann eine von den Amplituden der  Nutzströme unabhängige     Steuerung        dadurch     herbeigeführt werden,     dass    die     Steuerfrequenz     vor ihrem Eintritt in das     Regelglied    in ihrer  Amplitude im Verhältnis zu den     Amplituden     der Nutzfrequenzen erhöht wird.

   Hinter dem  Regelglied kann     das    natürliche Amplituden  verhältnis wieder hergestellt werden, um  Nerzerrungen durch einen zu     grossen    Pegel  der     Steuerfrequenz    zu vermeiden. Das Er  höhen     bezw.    Erniedrigen der     Steuerfre-          quenzamplitude    erfolgt zweckmässig durch  Schwingungskreise, Bandfilter, entsprechend  selektiv ausgebildete     Verstärker    oder durch  andere     selektive    Mittel.

      Die     unmittelbare        Steuerung    der Regel  glieder     mit    Hilfe von Wechselstrom hat wei  terhin den     Vorteil,    dass eine Vorwärts  regelung ohne     .Schwierigkeiten    möglich wird.

         Bekanntlich    haben die bisher     verwendeten     Schaltungen, zur     Vorwärtsregelung,    die ge  genüber der     Rückwärtsregelung    den Vorteil       vollkommener        Ausregelung    jeglicher     Pegel-          schwankungen    aufweist, den     Nachteil,

      dass  die     Regelung    im hohen Masse von der Kon  stanz     der        Schaltelemente    im     Regelkreise    ab  hängig     ist.    Werden nun in     bisher    bekannter  Weise     Gleichrichter    im     Regelkreis    einer       Schaltungsanordnung    zur     Vorwärtsregelung     benutzt, so ergibt sich erfahrungsgemäss eine  beträchtliche Inkonstanz, die auf Schwan  kungen der     Gleichrichtereigenschaften    zu  rückzuführen ist.

       Durch    die Anwendung von       Wechselstrom        zur        Steuerung    der     Regel-          widerstände        werden        diese        Gleichrichter    ent  behrlich und     es    kommen die Nachteile der  Vorwärtsregelung in Fortfall, die     ihrer    An  wendung bisher in vielen Fällen entgegen  standen.  



  In     Fig.        @2    ist ein     Ausführungsbeispiel     einer Regelschaltung gemäss der Erfindung       dargestellt.        Es    ist angenommen, dass die Re  gelung mit Hilfe     einer        Steuerfrequenz    vor  genommen     wird,    die     während    der Dauer der       Übertragung    am Sendeort mit konstanter       Amplitude        gegeben    wird.

   Der Pegel der       Steuerfrequenz    sei     kleiner    gewählt als der  jenige der     Nutzfrequenzen,    damit eine un  nötige     zusätzliche        Belaatung        des    Übertra  gungssysteme     möglichst    vermieden wird. Es  wird deshalb zunächst mit Hilfe des Filters       F1    dafür gesorgt, dass die Amplituden der  Nutzfrequenzen gegenüber der der     Stei!er-          frequenz        herabgesetzt    werden.

   In     Fig.    3     ist     der Pegelverlauf der Nutzfrequenzen 1 und  der Steuerfrequenz St in     Neper    dargestellt.  Nachdem anfänglich ein Überwiegen des       Nutzpegels    gegenüber dem Steuerpegel um  2     Neper    vorhanden war, herrscht hinter     dem     Filterglied     Ft        das    umgekehrte     Verhältnis.     



  Nach     erfolgter    Verstärkung mit     Hilfedes          Verstärkers        V1    werden die     Steuerfrequenz     und die     Nutzfrequenzen.    dem eigentlichen      Regelglied     zugeführt,    das aus dem     Vorwider-          stand        R,    und dem     Regelwiderstand        R2    (Heiss,  leiter) aufgebaut ist.

   Der Widerstand     des          Heissleiteres        R2        ist,    wie schon erwähnt, von  dem     Effektivwert    der zugeführten Ströme  abhängig. Infolge des     Überwiegens    der       Steuerfrequenzamplitude-wird    er im wesent  lichen durch .diese bestimmt.

   Die     Regeleinl-          richtung    hat einen     Regelbereich    von etwa    1     Neper    und ist in der Lage, die üblichen  innerhalb eines     tibertragungssystems    vor  kommenden Pegelschwankungen     auszuglei-          chen.        Hinter    dem Regelglied     erfolgt    mit  Hilfe der     Filteranordnung        FZ    eine Herab  eetzung der     Steuerfrequenzamplitude,

      um  eine unnötige     Belastung    des     Endverstärkers          V=    zu vermeiden.  



  Das     dargestellte    Regelglied kann selbst  verständlich in mannigfacher Weise abgeän  dert werden. An     Stelle    des     Heissleiters,    der  einen negativen Temperaturkoeffizienten auf  weist, können Widerstände mit positiven Tem  peraturkoeffizienten eingeschaltet werden.  Diese wären dann, um denselben Regelsinn zu  erzielen, nicht als Quer-, sondern als     Längs-          @viderstände    in die     Schaltung    einzufügen.

    Ebenso     kann    der Regelbereich durch die       HintereinandexschaItung    mehrerer, aus     einem     festen und einem Regelglied gebildeter       Spannungsteiler    vergrössert werden.  



       F'i,g.    4     zeigt    als     Ausführungsbeispiel    der       Erfindung,die    Anwendung der     Regelung    auf       Übertragungssysteme,    bei denen mit Hilfe  von zwei     Steuerfrequenzen    eine     frequenz-          abhängige        Regelung    herbeigeführt werden  soll.

   Die beiden Steuerfrequenzen f, und f 2  sind so     gewählt,        dassi    sie kurz unterhalb     bezw.     oberhalb des: zu     übertragenden    Nutzfrequenz  bandes     liegen.    Durch das     Dandfilter    F, wird  zunächst .die     Steuerfrequenz    f, gegenüber der       Steuerfrequenz        f2    bevorzugt     (vergl.    den Am  plitudenverlauf gemäss     Fig.    5). In dem Ver  stärker V, erfolgt     eine    gemeinsame Erhöhung  des Pegels für beide Steuerfrequenzen.

   Die  erste     Regeleinrichtung        RE,    ist,     wie    bei     dem          Beispiel        .gemäss.        Fig.    21, aus einem Längs  widerstand R, und     aus    dem eigentlichen     Re-          gelwiderstand        BZ    als Querglied aufgebaut.    Die     Regelung    durch     .dieses    Glied wird wegen       des    Überwiegens; der     ,Steuerfrequenz    f,     in     erster Linie durch diese bestimmt.  



  In dem folgenden     Filter        FZ        wind    ,die Fre  quenz f, im Pegel derart gesenkt, dass nun  mehr die Frequenz f Z     wesentlich    überwiegt  und der Regelvorgang in dem folgenden Re  gelglied RE,     in.    der Hauptsache     durch    die  Frequenz f 2     bestimmt        wird.    Dieses Regel  glied enthält     ausser    dem     Längswiderstand    R',

    und     dem        Regelwiderstand        R'2        eine    zu dem       R@egelwd-erstand        p@arallelgescb:altete        Drossel     D.

       Durch    diese     Schaltung        wird    erreicht,     dass     ,das     Itssgelgli@ed    für die     tieferen    Frequenzen  als     konstanter        iSpannungsteiler        wiekt.    Die       Regelschaltung        beeinflusst    also in     erster     Linie nur die höheren Frequenzen, und zwar  in Abhängigkeit von der Steuerfrequenz<B>f,.,</B>  die     in        der    Nähe des obern     Frequenzgebietes     liegt.

   Durch das folgende     Filter        F3        wird    die  Amplitude der     Steuerfrequenz   <B>f!,</B> gleich .der  der     Steuerfrequenz        f,    gemacht. Nach er  folgter Verstärkung in dem Verstärker     VZ     wird die Nachricht dem Empfangsapparat       'zugeführt.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Schaltungsanordnung gemäss dem. Patent- anspruGb. des Hauptpatentes, dadurch ge kennzeichnet, dass' die Steuerung -der Regel- widerstände unmittelbar durch Wechselstrom, ohne vorherige Gleichrichtung desselben, 'erf olgt. UNTERANSPRÜCHE:
    1. Schaltungsanordnung nach Patentan- spruch, dadurch gekennzeichnet, dass, die Steuerung mit Hilfe einer.Steuerfrequenz erfolgt.
    2. Schaltungsanordnung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, -dass Mittel vorgesehen sind, die das Amplitudenver- hältnis zwischen Steuerfrequenz und Nutz frequenzen vor der Regeleinrichtung der art ändern, da3 der Effektivwert des Stromes im Regelglied im wesentlichen durch die Steuerfrequenz bestimmt ist.
    3. Schaltungsanordnung nach Unteranspruch 2,dadurch gekennzeichnet, dass die An- derung des Amplitudenverhältnisses durch Mittel hinter der Regeleinrichtung wieder rückgängig gemacht ist. 4. .Schaltungsanordnung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Mittel zur Änderung des Amplitudenverhä-lt- nisses Schwingungskreise dienen. 5.
    Schaltungsanordnung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Mittel zur Änderung des Amplitudenverhält- nisses selektiv ausgebildete Verstärker dienen. 6.
    Schaltungsanordnung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur fre- quenzabhängigen Regelung mit Hilfe von zwei Steuerfrequenzen zwei Regeleinrich tungen vorgesehen sind, von denen die eine in Abhängigkeit von der einen 'Steuer frequenz eine frequenzunabhängige Re gelung und die andere in Abhängigkeit von der zweiten Steuerfrequenz eine fre- quenzabhängige Regelung bewirkt.
    7. Schaltungsanordnung nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in der zweiten Regeleinrichtung zum Regel- widerstand eine derart bemessene Drossel parallelgeschaltet ist, dass die Regelein richtung für die tieferen Frequenzen des zu übertragenden Bereiches als amplit.u- denunabhängiger Spannungsteiler wirkt.
CH197788D 1935-07-08 1936-07-02 Schaltungsanordnung zur Regelung des Übertragungsmasses elektrischer Übertragungsanlagen. CH197788A (de)

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