CH197910A - Verfahren und Vorrichtung zur Beseitigung von Verzerrungen bei der Wiedergabe von Tonfilmen. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Beseitigung von Verzerrungen bei der Wiedergabe von Tonfilmen.

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CH197910A
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Klangfilm Gmbh
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  Verfahren und     Vorrichtnug    zur Beseitigung von Verzerrungen bei der       1'fiedergabe    von     Tonfilmen.       Bei der Wiedergabe von Tonfilmen treten  häufig     Verzerrungen    auf,     insbesondere        in     dem Gebiet der hohen Frequenzen, die mit       verhältnismässig    grosser Lautstärke aufge  zeichnet.     sind.    Diese     Verzerrungen    sind im  wesentlichen auf Mängel im photographi  schen Prozess zurückzuführen,     indem    die  Übergangsstellen     zwischen    belichteten und  unbelichteten Teilen der Emulsion verwischt  werden.

   Dies ergibt     eine        Verschleierung    der  Täler der     Aufzeichnung    und eine Beschnei  dung der     Spitzen    der     Aufzeichnung.    Das  kann sowohl bei     Amplitudenschrift,    als .auch  bei Intensitätsschrift der Fall sein.

   Bei     -Ana-          plitadenfilmen        scheinen    sich die Verzerrun  gen. jedoch     verhältnismässig    stärker     auszu.-          wirken    als bei     Intensitätsfilmen,    und zwar  erzeugt die Verschleierung der Täler ein Ge  räusch, das einem Donner ähnlich ist. Diesen  Effekt bezeichnet man wegen der Ähnlich  keit     mit    dem     bekannten    Geräusch des Don-         nerns    mit "Donnereffekt".

   Das Geräusch ist  darauf     zurückzuführen,    dass in der Aufzeich  nung über mehrere Perioden der Tonschwin  gung eine Gleichrichtung     auftritt.    Die     Zu-          schleierung    der Täler erzeugt     einen    Gleich  strom,- der sich zu dem Ruhegleichstrom ad  diert, während das     Abschneiden    der Spitzen  einen     Gleichstrom    erzeugt, der sich von dem  Ruhegleichstrom subtrahiert.

       In    beiden Fäl  len entsteht jedoch eine gleichgerichtete  Komponente, die von den     Schallschwingun-          gen    hoher Frequenzen überlagert ist, wobei       eine        Schwingung    erzeugt wird, die noch im  Hörbereich des     menschlichen    Ohres liegt, in  dem sie als     eine    Verzerrung des Tones in Er  scheinung tritt.  



  Zur Beseitigung dieser Verzerrungen wird  nach der Erfindung vorgeschlagen, die eine  Verzerrung erzeugende     Spannung    im elektri  schen Teil der     Wiedergabeeinrichtung    mit  tels -einer Spannung . zu kompensieren, die      durch Gleichrichtung eines Teils des die Ver  zerrung begleitenden Schallfrequenzen ent  haltenden Wechselstromes erhalten wird. Zur  Durchführung dieses Verfahrens wird ferner  gemäss der Erfindung eine Vorrichtung für  die Wiedergabe von Tonfilmen vorgeschla  gen, die eine     Verstärkerröhre    besitzt, deren  Gitter eine gleichgerichtete Spannung zuge  führt wird, welche der die Verzerrung erzeu  genden Spannung entgegenwirkt.  



  Da die gleichgerichtete Komponente mit  höheren Frequenzen zunimmt, kann das Ver  fahren derart durchgeführt werden, dass die  zur Kompensation von Verzerrungen, z. B.  des Donnereffektes, dienende     gleicbgerichtete     Spannung ebenfalls mit höher werdender  Frequenz zunimmt.  



  In der Abbildung ist das Schaltschema  eines Ausführungsbeispiels einer Vorrichtung  zur Beseitigung von Verzerrungen bei der  Wiedergabe von Tonfilmen, z. B. zur Kom  pensation des Donnereffektes, dargestellt.  An -die Klemme 1 des Eingangskreises der  Röhre 2 werden die von der Photozelle her  rührenden Stromschwankungen entweder di  rekt oder über einen oder mehrere Verstär  ker geleitet. Die Stromschwankungen werden  in der Röhre 2 in     bekannter    Art verstärkt  und im Lautsprecher 3 wiedergegeben. Selbst  verständlich braucht die Röhre 2 nicht die  letzte Röhre des Wiedergabeverstärkers     zür     sein; es können noch mehrere     Verstärkerröh-          ren    hintergeschaltet werden.  



  Zur Beseitigung von Verzerrungen bei  der Wiedergabe von Tonfilmen, z. B. zur  Kompensation des Donnereffektes, sind die  im folgenden beschriebenen Mittel vorge  sehen. Im Anodenkreis der Röhre 2 ist an  der Stelle 4 ein veränderlicher Kondensator 5  eingeschaltet, der über einen Transformator  6 an Erde gelegt ist. Die Sekundärseite des  Transformators ist in der Mitte angezapft  und liegt über die     Gittervorspannungsbatte-          rie    7 ebenfalls an Erde. Die beiden Aussen  enden der Sekundärwicklung des Transfor  mators 6 sind über Gleichrichter 8, 9 mit  dem Widerstand des     Potentiometers    10 ver  bunden, dessen Schieber 11 zum Abgriff ver-         schiedener    Spannungen verschoben werden  kann.

   Die Gleichrichter 8, 9 sind so geschal  tet, dass durch den Widerstand des     Potentio-          meters    10 nur ein Strom in einer Richtung  fliessen kann, und zwar nach der gezeichne  ten Anordnung von Gleichrichter 8 nach  Gleichrichter 9. Von dem Schieber 11 des       Potentibmeters    10 führt eine     Verbindung     über den Widerstand 12 und den Widerstand  13 an das Gitter der Röhre 2. Die Konden  satoren 14, 1.5, die beide einerseits an Erde  und anderseits an je einer Seite des Wider  standes 12 liegen, dienen lediglich zur     Glät-          tung    des durch Gleichrichter 8 und 9 gleich  gerichteten Stromes.  



  Wenn an der Klemme 1 ein hohe Ton  schwingungen enthaltender Wechselstrom an  kommt, der einem gleichgerichteten Anteil,  der den Donnereffekt erzeugt, überlagert ist,  so wird ein Teil des verstärkten Anteils des  die hohe Tonfrequenz     enthaltenden    Wechsel  stromes über den Kondensator 5 und Trans  formator 6 gehen und durch Gleichrichtung  am Widerstand des     Potentiometers    10 einen  Spannungsabfall erzeugen. Je nach Stellung  des Schiebers 11 kann nun diese gleichgerich  tete Komponente als kleinere oder grössere       Vorspannung    der Röhre 2 zugeführt werden.

    Der Schieber 11 muss nun so eingestellt wer  den, dass der gleichgerichtete Strom genau  so gross ist wie der den Donnereffekt erzeu  gende Gleichstromanteil der Schwingung,  aber ein diesem entgegengesetztes Vorzeichen  besitzt.  



  Durch Veränderung des Kondensators 5  kann man die Frequenz einstellen, von der ab  eine Gleichrichtung an 8 und 9 erfolgen soll.  Da der     Wechselstromwiderstand    des     Konden-          sators    5 mit höheren Frequenzen abnimmt,  tritt automatisch an 11 mit höheren Frequen  zen eine höhere Gleichspannung auf. Da aber  der Donnereffekt mit höheren Frequenzen  ebenfalls zunimmt, lässt sich auf diese ein  fache Art eine automatische Kompensation  vornehmen.

   Es ist nur nötig, für einen Film  den Kondensator 5 und den     Schieber    11 so zu  stellen, dass bei der niedrigsten Tonfrequenz,  bei der schon ein Donnereffekt auftritt, eine      Kompensation des Donnereffektes     eintritt.    Bei  zunehmender Frequenz (zunehmendem     Dou--          nereffekt)    regelt dann die beschriebene Vor  richtung die -Kompensation automatisch.  



       Wenn    eine Gleichrichtung dadurch auf  tritt, dass die     Spitzen    der hohen Frequenzen  nicht mehr stark genug belichtet werden kön  nen, also     in.    der Kopie     abgeschnitten    sind, so  muss zur Kompensation dieses Gleichstromes  der     Schieber    11 in der entgegengesetzten       Richtung    verschoben werden, wie bei der  Kompensation des Donnereffektes. Soll ein  Film wiedergegeben werden, bei dem kein  Donnereffekt auftritt, so muss der Schieber  11 in der Mitte des     Widerstandes    des     Poten-          tiometers    10 stehen.

   In diesem Falle ist die  am Widerstand des     Potentiometers    10 durch  Gleichrichtung der Schallfrequenzen hervor  gerufene Spannung gleich Null.  



  Es soll noch vermerkt werden, dass die  Beseitigung von     Verzerrungen    bei der Wie  dergabe von Tonfilmen statt wie beschrieben  durch     Rückwärtsregelung    der     Gittervorspan-          nung    auch durch Vorwärtsregelung     bewirkt     werden kann.

       In.    diesem Fall muss die     Vor-          richtung    zur     Beseitigung    von Verzerrungen  bei der     Wiedergabe    von Tonfilmen     statt    wie  dargestellt mit     Mitteln    zur     Rückwärtsrege-          lung    der     Gittervorspannung    mit solchen zur  Vorwärtsregelung     ausgestattet    -sein.

   Unter       Vorwärtsregelung    versteht man die Einwir  kung     eines    Steuerstromes von der vorliegen  den Röhre auf     \eine    in der Schaltungsanord  nung später liegende Röhre.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Beseitigung von Verzer rungen bei der Wiedergabe von Tonfil men, dadurch gekennzeichnet, dass die eine Verzerrung erzeugende Spannung im elektrischen Teil der Wiedergabeeinrich tung mittels einer Spannung kompen siert wird,
    die durch Gleichrichtung eines Teils des die Verzerrung begleitenden Schallfrequenzen enthaltenden Wechsel- stromes erhalten wird. 1I. Vorrichtung zur Durchführung des Ver fahrens gemäss Patentanspruch I zur Be seitigung von Verzerrungen bei der Wie dergabe von Tonfilmen, gekennzeichnet durch eine Vexstärkerröhre, deren Gitter eine gleichgerichtete Spannung zugeführt wird,
    welche der die Verzerrung erzeu genden Spannung entgegenwirkt. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I zur Be seitigung des Donnereffektes, dadurch gekennzeichnet, dass die Kompensation für die tiefste, einen Donnereffekt verur sachende Frequenz ausgeführt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I zur Be seitigung des Donnereffektes, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Kompensa tion des Donnereffektes dienende gleich gerichtete Spannung mit höher werden der Frequenz entsprechend der Zunahme des Donnereffektes zunimmt. 3.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, ge kennzeichnet durch ein Potentiometer, durch das die Grösse und Richtung der erzeugten Gleichspannung einstellbar ist. 4Vorrichtung nach Patentanspruch II, ge kennzeichnet durch einen Kondensator im Anodenkreis der Verstärkerröhre.
CH197910D 1935-10-30 1936-09-23 Verfahren und Vorrichtung zur Beseitigung von Verzerrungen bei der Wiedergabe von Tonfilmen. CH197910A (de)

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