Vielfaehtr ägerstr omanlage. In d.en meisten Fällen werden Träger- strom-Nmhrichtenübertragungsanlagen, ins besondere Vielfachträgerstromanlagen, fern= leitungsseitig in Vierdrahtschaltung betrie ben, wobei entweder ,getrennte Fernleitungen oder verschiedene Frequenzbänder für Hin- und Rückleitung verwendet werden.
Dieses Verfahren wird angewendet, um .die von dem Tonfrequenzverkehr her bekannten Schwie rigkeiten langer Zweidrahtverbindungen zu vermeiden, die bei Verwendung höherer Fre quenzen und grösserer Kanalbreiten noch er heblicher werden. Nachteilig an dieser Be triebsweise ist, dass in den Endapparaturen ein verhältnismässig ;grosser Aufwand nötig wird, da alle Schaltelemente, wie Filter; Modulatoren usw. für Hin- und Rückleitung vorgesehen werden müssen.
Besonders bei Hochfrequenzträgerstromsystemen, bei denen mehrere Modulationsstufen zur Anwendung gelangen, wird dieser Aufwand sehr !gross.
Gemäss der Erfindung ist bei einer Viel- fachträgerstromanlage mit Mehrfachmodula tion in den Endschaltungen mindestens eine der nicht unmittelbar mit der Fern leitung verbundenen Modulationsstufen in Zweidrahtschaltung betrieben, wodurch eine Verringerung des Aufwandes erzielt wird. Die unmittelbar an der Leitung liegende Modulationsstufe wird jedoch auch bei dieser Anlage in Vierdrahts.chaltung ausgeführt.
Fig. I zeigt ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes. Als Beispiel ist eine Zweifachmoclulationsanlage ,gewählt, bei der in. bekannter Weise das vom Teilnehmer T1, (T2 usw.)
kommende Gespräch zunächst durch einen ersten Modulator M11 in einem Zwischenfrequenzbereich und dann durch einen zweiten Modulator M,_Z in das end gültige Frequenzband verlegt wird.
Der Zweidrahtteilnelimerendverstärker TEV, der erste Modulator 11211 bezw. Demodulator D12 und das zugehörige Filter F11 sind dem an kommenden und abgehenden Gespräch ge- meinsam. Die Gabelschaltung G, durch die der Übergang von der Zweidraht- zur Vier drahts ohaltung bewirkt wird,
befindet sich erst hinter dem Filter F11. Die Vierdraht schaltung enthält den zweiten Modulator M12 und das zugehörige Filter F12 in dem ab g o ebenden Stromweg und das Filter F13 und den ersten Demodulator D11 im ankommen den .Stromweg.
Eine besonders vorteilhafte Anordnung gewinnt man, wenn man für den im Zwei drahtkreis ,gelegenenModulatoreine riehtungs- unabhängige Modulationsvorriehtung verwen det, wodurch an dieser Stelle die sonst not wendige komplizierte Gabelschaltung vermie den wird.
Als solche richtungsunabhängige Modulationsvorriehtungen können Frequenz- wandler benutzt werden, die Trockengleich richter, Zweipolentladungsstrecken oder nicht lineare magnetische Elemente enthalten.
Zweckmässig wird, um die Anforderungen an die Gabelschaltung G niedrig zu halten, eine Restdämpfung der gesamten Verbin dung zwischen den am Ende des Zweidraht weges abgehenden und ankommenden Strom wegen aufrecht erhalten. Dies lässt sieh durch entsprechende Bemessung der zwischen Gabel und Leitung angeordneten Verstärker er reichen. Ist die Restdämpfung sehr gross, etwa .grösser als 4 Neper, so kann die Gabel schaltung überhaupt weggelassen werden.
Um beim Teilnehmer :den R,estdämpfungs- wert Null zu erhalten, wird zweckmässiger weise ein Teilnehmerverstärker<I>T</I> EV verwen det, der in der abgehenden Richtung einen niedrigeren Verstärkungsgrad als in der an kommenden Richtung aufweist.
Werden für Hin- und Rückleitung ge trennte Fernleitungen verwendet, so werden, wie Fig. 1 zeigt, die Ausgänge der Filter F12, F22.... bezw. F13, F23 .... unter sich parallel geschaltet und mit der zugehörigen Fernleitung L1 bezw. L2 verbunden.
Wird jedoch für Hin- und Rückleitung je ein eigener Frequenzkanal unter Benutzung einer einzigen Fernleitung verwendet, so arbeiten die Ausgänge sämtlicher Filter auf dieselbe Leitung. Es sind auch schon Vielfachträgerstrom- anlagen bekannt geworden,
bei denen -die niederfrequenten Gespräche .der einzelnen Teilnehmer mittels eigener erster Modulato- ren in einem Zwisehenfrequenzbereich trans poniert werden und von diesem aus gemein sam über eine zweite Modulationsstufe in den endgültigen Hochfrequenzbereich verlagert werden. Auf eine solche Anlage lässt sich die Erfindung ebenfalls anwenden. Eine bei spielsweise Ausführungsform ist in der Fig. 2 dargestellt. Jedem Teilnehmer T1 <I>. . .
T"</I> ist ein richtungsunabhängiger Teilnehmerend- verstärk er TEV und ein erster Modulator @'@Tll . . . ilTnl bezw. Demodulator D,2 <B>...</B> D", mit dazugehörigen Filtern F11... Fnl zu geordnet. Die Ausgänge dieser Filter sind parallel .geschaltet und an die Gabel G ge legt.
Die Zahl der Teilnehmer, die auf diese Weise zu einer Gruppe zusammen,gefasst wer den, richtet sich nach dem zur Verwendung gelangenden Frequenzbereich. Mittels einer zweiten Modulationsstufe, bestehend aus einem Modulator M2 und einem Filter F2, wird jede Gruppe von Frequenzbändern in den endgültigen Frequenzbereich der Fern leitung L1 verlegt.
Die über die Leitung L2 ankommenden Kanäle werden den einzelnen Filtern F3 jeder zweiten Modulationsstufe, von denen in Fig. 2 nur eine gezeichnet ist, zugeführt. Diese Filter lassen nur ein be stimmtes Frequenzband. :durch. Dieses wird im ersten Demodulator Dl auf den Zwischen frequenzbereich demoduliert und dann auf alle Filter F"<B><I>.</I>.<I>.</I></B> F"1 begeben.
Diese Filter spalten das Frequenzband in einzelne Teil bänder auf. Die Teilbänder werden in einer zweiten Demodulationsstufe D12 <B>....</B> Dn2 in den Niederfrequenzbereich verlagert und ge langen über die Teilnehmerendverstärker zu den einzelnen Teilnehmern.
Der Erfindungsgegenstand bezieht sich nicht nur auf die oben beschriebenen Bei spiele, vielmehr gestattet er bei allen Mehr fachmodulationsa.nlagen, mit einer Mindest zahl an Schaltelementen auskommen zu kön nen. Bei einem erfindungsgemässen Ausfüh rungsbeispiel einer beispielsweisen Dreifach- flnodulationseinrichtung ist nur die leitungs- seitige Modulationsstufe in Vierdrahtschal- tung ausgeführt,
während die beiden ersten Stufen in Zweidrahtschaltung betrieben wer den.