Konservendose: - Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Konservendose, die mit einem Kon- servenbehälter und mit Mitteln zur Erhit zung; des Inhaltes des Konservenbehälters auf chemischem Wege versehen ist und die einen den Konservenbehälter umgebenden Ringraum zur Aufnahme des wärmeabgeben den Stoffes und einen abgetrennten Raum für eine dem Stoff hinzufügende Flüssigkeit besitzt.
Bei bekannten derartigen Konserven- dosen besteht die Schwierigkeit, dass der äussere Mäntel des Ringraumes nicht in ein facher Weise so mit dem Konservenbe- bälter verbunden werden kann, dass der Kon servenbehälter innerhalb des Mantels unver rückbar festgehalten ist.- Ferner sind die be kannten derartigen Konservendosen in ihrem Aufbau und in ihrer Herstellung verwickelt und entsprechend teuer.
Diese Übelstände sollen gemäss der vor liegenden Erfindung dadurch behoben wer den, dass mindestens ein den äusseren Man- tel des Ringraumes mit dem Konservenbehäl ter verbindender Ring am Innenrand einen den vorspringenden Bördelrand des Konser- venbehä,Iters auf der Innenseite übergreifen den Flansch besitzt, so dass der Konserven behälter in seiner Lage zum Aussenmantel festgelegt ist.
Auf diese Weise wird eine sehr einfache -Verbindung zwischen dem Aussen mantel und den! Konservenbehälter erzielt, für deren Herstellung keine besonderen Ma schinen erforderlich sind, so dass eine Wirt schaftliche Herstellung einer Konservendose mit Heizeinrichtung möglich ist. Die Ver bindung zwischen Ring und Behälter ist auch ohne Lötung genügend dicht und fest.
Zweckmässigerweise ist der Aussenmantel durch zwei gleiche, die vorspringenden Bör- delränder des Konservenbehälters unten und oben auf der Innenseite übergreifende Ringe mit- dem Konservenbehälter verbunden, wo durch eine weitere Vereinfachung in der Her stellung der Konservendose erreicht wird.
Vorteilhaft ist ein dicht abgeschlossenes, als Teil für sich in den Ringraum oberhalb des wärmeabgebenden Stoffes eingesetztes, durch die Ausdehnungskraft des wärmeab gebenden Stoffes verformbares Flüssigkeits gefäss vorgesehen. Dadurch steht derjenige Raum, den das gefüllte Gefäss einnahm, bei der Entleerung als Ausdehnungsraum für den wärmeabgebenden Stoff zur Verfügung. Dies wäre nicht möglich, wenn das Flüssigkeits gefäss aus einem starren Werkstoff wie Blech bestehen würde.
Die Zeichnung zeigt zwei Ausführuii;,"5- beispiele des Erfindungsgegenstandes.
Fig. 1 ist ein Schnitt durch das erstere Beispiel, Fig. 2 eine teilweise Draufsicht auf das zugehörige Flüssigkeitsgefäss, Fig. 3 in grösserem Massstab ein Schnitt nach der Linie IH-HI der Fig. 2, Fig. 4 eine Ansicht mit teilweisem Schnitt des zweiten Beispiels.
Bei der Konservendose nach Fig. 1 bis 3 ist ein. Mantel 31 aus Blech oder einem an dern Werkstoff unten und oben durch Bör- delung 32 mit je einem kreisringförmigen Ring 33 fest verbunden. Jeder Verbindungs ring 33 weist eine schräge Seitenfläche und einen mittleren Kreisausschnitt auf, und ist am innern Rand mit einer Rille 33' ver sehen. Die Rille 33' entspricht in ihrer Form genau der äussern Form der vorspringenden Bördelränder 34' eines Konservenbehälters 35.
In den mit dem untern Ring 33 versehe- nen Mantel 31 ist der fertige Konservenbe hälter 35 hineingestellt, wobei der untere Bördelrand 34' des Bodens 34 des Konserven behälters in die Rille 33' eingreift, die einen den Bördelrand auf der Innenseite übergrei fenden Flansch aufweist. In den Ringraum zwischen dem Behälter 35 und dem Mantel 31 ist eine bestimmte Menge des wärmeab gebenden Stoffes 36 eingefüllt und darauf ein im gezeichneten Beispiel kreisringartiges, flüssigkeitsdichtes Gefäss 37 aufgesetzt.
Das Gefäss 37 kann hierbei unmittelbar auf dem Stoff 36 ruhen; es könnte jedoch auch auf einem im Mantel 31 angebrachten Tragorgan aufsitzen. Ein derartiges Tragorgan oder auch einzeln eingepresste Stellen würden sich an der in Fig. 1 mit a' bezeichneten Stelle be finden. Dadurch, da.ss hier das geschlossene Gefäss 37 als Teil für sich in den Ringraum einsetzbar ist, sind keine besonderen Arbeits gänge für die Befestigung und das Schliessen dieses Gefässes erforderlich.
Nach erfolgter Einbringung des Stoffes 36 und des Ge fässes 37 wird der Mantel 31 durch den obern Ring 33 mit dem Bördelrand des Deckels 38 des Konservenbehälters 35 verbunden. Der obere Ring 33 ist genau gleich wie der un tere. Aussen ist er mit dem Mantel 31 durch die bekannte Bördelung 32 verbunden. Der Bördelrand des Deckels 38 greift wiederum in die mit 33' bezeichnete Rille des Ringes 33 ein. Der Innenrand des Ringes 33 übergreift den Bördelrand des Deckels 38 innen mit einem Flansch 33".
Dadurch, dass die beiden Ringe 33 ein ander genau gleich sind, lassen sich die ver schiedenen Teile einfach und billig herstel len und die Verbindung des äussern Mantels mit dem Behälter kann einfach und zeit sparend ausgeführt werden. Ferner ist zur Herstellung dieser Ringe nur ein einziges Stanz- und Prägewerkzeug erforderlich und es kann für die Verbindung dieser Ringe mit dem Mantel diejenige Schliessmaschine ver wendet werden, die zum Verschliessen des Konservenbehälters sowieso angewendet wird, so dass keine besondere Schliessmaschine nötig ist.
Da das Gefäss 37 flüssigkeitsdicht ist, so ist es nicht erforderlich, Dichtungen zwi schen den Teilen 34, 38 und den beiden Rin gen 33 vorzusehen. Sollte es gewünscht wer den, können selbstverständlich in die Rillen 33' an sich bekannte Dichtungen eingelegt werden.
Um den Inhalt des Konservenbehälters zu wärmen, wird der obere Ring 33 und das Flüssigkeitsgefäss 37 durchstossen, so dass die Flüssigkeit aus dem Gefäss 37 in den Stoff 36 ablaufen kann.
Das Gefäss 37 besteht zweckmässig aus Zelluloid. Die zylindrischen Wandungen 39, 40 sind in diesem Fall Abschnitte von Zellu- loidrohren, welche unten und oben durch kreisringförmige Zelluloidscheiben 41, 42 flüssigkeitsdicht miteinander verbunden sind. In der Scheibe 42 vorgesehene Öffnungen 43 dienen zum Füllen und Entlüften des Ge fässes 37.
Nach erfolgter Füllring werden die Öffnrmgen 43 durch kleine Zelluloidblätt- chen 44 verschlossen, was mit Hilfe von Aceton leicht und schnell geschehen kann. Die Zelluloidwandungen sind derart dünn, dass sie nach erfolgter Entleerung der Flüs sigkeit von dem sich ausdehnenden Wärme abgebenden-Stoff 36 zusammendrückbar sind, so dass bei der Entleerung der Gefässraum als Ausdehnungsraum für diesen Stoff zur Ver fügung steht, was nicht möglich wäre,
wenn das Gefäss aus einem starren Werkstoff, zum Beispiel aus starrem Blech bestehen würde. Es sind somit keine zusätzlichen Gefässe und Ausdehnungsräume erforderlich, wodurch der Vorteil erreicht werden kann, dass der Ring raum verhältnismässig klein sein kann.
Zur Herstellung des Flüssigkeitsgefässes 37 eignet sich ausser Zelluloid auch jeder andere flüssigkeitsbeständige, leicht verform bare Werkstoff wie Gelatine, Zellulosefolien, imprägniertes Papier, Natur- oder Kunst darm, sowie Gummi, Gummiersatzstoffe, Me tallfolien, Kunstharzstoffe und dergl. Das Flüssigkeitsgefäss braucht nicht aus einem geschlossenen Ring zu bestehen, man könnte zum Beispiel an beiden Enden geschlossene Schlauchstücke vorsehen,
die kreisringartig in den Mantelraum eingefügt werden. Solche schlauchartige Gefässe könnten an ihren En den so verschlossen sein, wie es bei Tuben, z. B. für Zahnpaste bekannt ist; d. h. durch Umfalzung und einen aufgesetzten Blech klemmstreifen.
Ist eine Aufhängung des Flüssigkeits gefässes beabsichtigt, dann kann es, wie in Fig. 3 gestrichelt bei b' angegeben, mit vor springenden Rändern versehen sein.
Um dem Stoff 36 noch eine weitere Aus dehnungsmöglichkeit zu geben, ist eine ge wellte, leicht verformbare Zwischenwand 45 unten in den Mantelraum eingesetzt. Diese Zwischenwand kann aus Papier, Karton oder einer sonstigen Folie bestehen. Beim Einfül len des Stoffes 36 bleibt der mit c' bezeich nete Raum leer, der einen weiteren Ausdeh- nungsraum für den sich erwärmenden Stoff 36 bildet.
Besteht das Flüssigkeitsgefäss aus Zellu loid, so kann es zum Beispiel durch das in der Technik bekannte Verfahren des Blasens mit Heissluft oder Heisswasser hergestellt werden.
Das Beispiel nach Fig. 4 unterscheidet sich vom Beispiel nach Fig. 1 bis 3 dadurch, dass der Aussenmantel 31 nur unten durch einen Ring 33 mit dem Konservenbehälter 35 verbunden ist. Der obere Rand des Aussen mantels 31 steht über die Behälteroberseite vor und ist mit zwei verschieden tiefen Deckeln 46, 47 verbunden, zwischen welchen ein Flüssigkeitsraum 50 gebildet ist.
Hierbei liegt der den Boden dieses Flüssigkeitsrau mes bildende, tiefere Deckel 47 auf dem Kon servenbehälter 35 @ und ist mit einem Ring wulst 48 versehen, der den Konservenbehäl ter 35 übergreift und dadurch den Behälter in seiner Lage hält.
49 bezeichnet eine auf der Innenseite des Mantels 31 angeordnete gewellte Zwischenwand aus Papier, welche gleich wie im ersten Beispiel der Zwischen- wand 45 eine Ausdehnungsmöglichkeit für den Stoff 36 ermöglicht. Zum Beheizen des Inhaltes des Konservenbehälters werden die beiden Deckel 46, 47 mittels eines spitzen Werkzeuges nahe ihres Randes an verschie denen Stellen durchstossen, so dass die Flüs sigkeit aus dem Räum 48 zum chemischen Stoff 36 gelangen kann.
Durch die ent stehende Wärme wird der Inhalt des Konser venbehälters 35 erhitzt. Hierauf wird die ganze Konservendose umgekehrt, und der Deckel des Konservenbehälters in bekannter Weise geöffnet.