Papiergefäss zur Aufnahme von Öl sowie Verfahren und Einrichtung zum Herstellen desselben. Die Erfindung bezieht sich auf ein Pa piergefäss zur Aufnahme von Öl und betrifft ferner ein Verfahren und eine Einrichtung, die zum Herstellen derartiger Gefässe dienen.
Es sind bereits papierene Gefässe zur Aüf- nahme von Öl bekannt, deren Innenwand mit einem öldichten Überzug versehen ist. Bei den bekannten Gefässen dieser Art ist jedoch der öldichte Überzug sehr spröde und daher gegenüber einer mechanischen Beanspruchung, also beispielsweise gegenüber Stössen, sehr empfindlich.
Die Erfindung bezieht sich auf die Anwendung eines öldichten Überzuges für die Innenwand der Papiergefässe, der zu gleich sehr elastisch ist und daher auch bei einer Beanspruchung des Gefässes durch Stösse und dergl. nicht abspringt. Zweck- mässigerweise kann auch die Aussenwandung der Papiergefässe gegenüber <B>Öl-</B> und Wasser tropfen und dergl. widerstandsfähig gemacht und mit einem öldichten, festen Verschluss versehen werden.
Die Einrichtung zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens soll eine wirt schaftliche Massenherstellung der Papier gefässe ermöglichen.
Im Nachstehenden werden zur Veran schaulichung der Erfindung einige Ausfüh rungsbeispiele von Papiergefässen sowie das zur Herstellung dieser Papiergefässe dienende Verfahren und -die Einrichtung beschrieben.
Die Erfindung ist jedoch nicht auf die nachstehend behandelten Ausführungsfor- men beschränkt.
Fig. 1 und 2 zeigen ein Ansicht und eine Draufsicht auf die rohrförmige Hülse, äus der der Gefässmantel hergestellt wird; Fig. 3 zeigt einen senkrechten Schnitt einer durch Anbringen von Rillinien vorbe reiteten Hülse; Fig. 4 zeigt in grösserem Mässstabe einen Teil eines Schnittes gemäss der Linie IV IV der Fig. 3;
Fig. 5 zeigt einen senkrechten Schnitt durch eine Hülse, deren oberes, durch Rillen vorbereitetes Ende vorgebrochen ist; Fig. 6 und 7 zeigen in grösserem Mass- stabe je einen Teil eines Schnittes gemäss den Linien VI-VI bezw. VII-VII der Fig. 5; Fig. 8 zeigt einen senkrechten Schnitt durch eine Hülse, bei welcher die Faltung am obern Rand zusammengepresst ist;
Fig. 9 und 10 zeigen in grösserem Mass- stabe je einen Teil eines Schnittes gemäss den Linien IX-IX bezw. X-X der Fig. 8; Fig. 11 zeigt die fertig verformte Hülse; Fig. 12 zeigt in grösserem Massstabe einen Teil eines Schnittes gemäss. der Linie XII-XII der Fig. 11;
Fig. 13 zeigt einen Schnitt durch einen auf seiner Innenseite mit einem Auftrag ver- sehenen Gefässmantel; Fig. 14 zeigt einen Schnitt durch einen mit einem innern Auftrag und einem zur Befestigung des Bodens dienenden Klebstoff streifen versehenen Gefässmantel; Fig. 15 zeigt einen Schnitt durch den zum Gefässboden umzuformenden Zuschnitt; Fig. 16 zeigt einen Schnitt durch den vorbereiteten Gefässboden; Fig. 17 zeigt einen Schnitt durch das Pa piergefäss nach dem Einsetzen des Bodens in den Gefässmantel;
Fig. 18 zeigt einen Schnitt durch das fer tige Papiergefäss; Fig. 19 zeigt einen senkrechten Schnitt durch den Hals eines Papiergefässes und den aufzusetzenden Verschlussdeckel; Fig. 20 zeigt einen senkrechten Schnitt durch den Hals eines Papiergefässes und den mit diesem verbundenen Deckel; Fig. 21 zeigt einen senkrechten Schnitt durch den Hals eines Papiergefässes durch den aufzusetzenden Deckel und durch das zwischen der Gefässmündung und den Deckel einzuschaltende, mit einem ringförmigen Auf trag von dichtendem Stoff versehene Blatt Papier;
Fig. 22 zeigt einen Schnitt durch den Hals eines mit den in Fig. 21 dargestellten Teilen verschlossenen Papiergefässes; Fig. 23 zeigt einen vorbereiteten Papier streifen, von dem die zwischen Gefässmün dung und Deckel einzuschaltenden Blätter zu entnehmen sind; Fig. 24 zeigt einen senkrechten Schnitt durch einen mit einer nach aussen vorsprin genden Wulst versehenen Hals eines Papier gefässes und durch den Deckel und die Ver- schlusskappe; Fig. 25 zeigt einen Schnitt durch den Hals eines Papiergefässes, mit aufgesetztem Deckel und aufgeschrumpfter Verschluss kappe;
Fig. 26 zeigt einen Schnitt durch den Hals eines andern Papiergefässes und durch den Verschlussdeckel und die Dichtungs scheibe; Fig. 27 zeigt einen senkrechten Schnitt durch den Hals eines Papiergefässes mit auf gesetzter Dichtungsscheibe und eingedrück tem Deckel: Fig. 28 zeigt einen Schnitt durch die dicht verschlossene Mündung eines Papier gefässes mit aufgesetzter Dichtungsscheibe und mit einem durch Bördeln befestigten Deckel; Fig. 29 und 30 zeigen einen senkrechten und einen waagrechten Schnitt durch ein zum vorbereitenden Rillen des obern Hülsenendes dienendes Werkzeug;
Fig. 31 und 32 veranschaulichen in glei cher Weise ein anderes dem gleichen Zweck dienendes Werkzeug; Fig. 33 und 34 zeigen einen senkrechten und einen waagrechten Schnitt durch ein zum Vorfalten des obern Hülsenendes dienen des Faltwerkzeug;
Fig. 35 und 36 zeigen einen senkrechten und einen waagrechten Schnitt durch ein zum Zusammenpressen der Falten am obern vor gefalteten Hülsenrand dienendes Presswerk- zeug; Fig. 37 und 38 zeigen einen senkrechten und waagrechten Schnitt durch ein Press- werkzeug, durch die dem Hals des Gefässes die endgültige Form gegeben wird;
Fig. 39a und 39b zeigen einen Längs schnitt durch eine Vorrichtung zum Auftra- gen einer imprägnierenden Schicht auf die Innenseite der Gefässmäntel; Fig. 40 zeigt einen senkrechten Schnitt gemässi der Linie XXXX-XXXX der Fig.39; Fig. 41 zeigt eine Vorrichtung zum Be festigen der den Fig. 19 und 21 entsprechen den Deckel auf der Mündung von Papier gefässen;
Fig. 42 bis 44 zeigen einen senkrechten Schnitt durch das in "verschiedenen Stellun gen befindliche Werkzeug, das zum Zu sammenpressen des Flaschenhalses und zum Anstauchen einer nach aussen vorspringen den ringföTmigen Wulst dient.
Bei der Herstellung des Papiergefässes wird zunächst in bekannter Weise eine durch Fig. 1 und 2 veranschaulichte rohrförmige Hülse gewickelt, die aus mehreren überein ander gewickelten und miteinander verkleb ten Lagen von Papier besteht. Die äusserste Lage besteht vorzugsweise aus metallisier tem Papier; die metallisierte Seite ist nach aussen gekehrt und schützt das Papiergefäss vor einer Beschädigung durch Öl- und Was sertropfen, die leicht auf die Aussenfläche des Gefässes gelangen können.
Die metallisierte Oberfläche kann jederzeit leicht von darauf gelangenden Öl- und Wassertropfen, Staub und Schmutz gereinigt werden.
Es ist bekannt, flaschenförmige, papierene Gefässe dadurch aus einer rohrförmigen Hülse herzustellen, dass, durch Falten und darauf folgendes Pressen ein sich verengender Hals gebildet wird. Das der Erfindung entspre chende Verfahren zur Herstellung papierener Gefässe soll insbesondere bei grosser Leistung eine regelmässige saubere Faltenbildung und daher auch die Erzielung eines gleichmässi gen, besonders widerstandsfähigen Flaschen halses ermöglichen.
Das Verfahren zum Im prägnieren soll sowohl eine sparsame Ver wendung des Imprägnierungsmittels ermög lichen, als auch vermeiden, dass die Imprä gnierung durch andere Schritte des Herstel lungsverfahrens beschädigt wird.
Der Hals des Papiergefässes ist vorteil haft so gestaltet, dass mittels eines geeigneten Deckels ein schnelles, sicheres, öldichtes Ver schliessen der mit Öl gefüllten Papiergefässe möglich ist. Es soll insbesondere vermieden werden,- dass beim Verschliessen die Mündung des Papiergefässes überbeansprucht wird oder aber Verunreinigungen, beispielsweise zum Abdichten des Verschlusses dienendes Mate rial, in das in dem Papiergefäss befindliche <B>01</B> gelangen.
Das eine Ende der rohrförmigen, durch Fig. 1; und 2 veranschaulichten Hülse wird, wie bereits bekannt ist, durch die Bildung sich überdeckender Falten und durch das Verpressen dieser Falten zu einem Flaschen hals umgestaltet.
Als Vorbereitung zur Fal tenbildung werden in dem Hülsenende, wie Fig. 3 und 4 zeigen, Faltlinien<I>a</I> und<I>i</I> vorge- rillt, bevor das Hülsenende wesentlich ver engt oder gefaltet wird, also bevor eine we sentliche Umgestaltung des zu verformenden Hülsenteils erfolgt. Hierdurch wird eine genaue Lage der die Faltung vorbereiteten Faltlinien gewährleistet und daher eine regel mässige Faltenbildung erreicht.
Bei den bis her bekannten Verfahren hingegen, bei denen das Hülsenende ohne jede Vorbereitung in eine stark kegelige Form gebracht wird, kann leicht eine unregelmässige Faltenbil dung entstehen. Beim Vorbereiten einer im Querschnitt mäanderartigen Faltung, in wel cher, wie Fig. 12 veranschaulicht, die an der äussern Seite des Flaschenhalses liegenden Streifen der Faltung die Ränder der benach barten, an der Innenseite des Flaschenhalses liegenden Streifen überdecken,
werden ge mäss! weiterer Ausbildung abwechselnd je zwei Rillinien <I>a, a</I> bezw. <I>i, i</I> an der äussern und der innern Seite der Hülse erzeugt.
Zur Durchführung des erwähnten Ar beitsvorganges dienen ein in das Hülsenende eingreifender, mit Rillinealen besetzter Dorn, dessen Aussendurchmesser sich nur wenig von dem Innendurchmesser der Hülse unterschei det, und weitere gegen die Aussenflüche der Hülse wirkende Rillineale, die zwischen den Wirkungslinien der an dem Dorn angebrach ten Rillinale angreifen. Ein senkrechter Schaft 1 (vergl. Fig. 29 und 30) trägt den Dorn 2, der an seinem Um fang mit vorstehenden Rillinealen 3 versehen ist.
Der Dorn. 2 ist von radial verschiebbaren Rillinealen 4 umgeben, die sich mittels Vor sprüngen 5 auf der obern Stirnseite des Dor- nes 2 abstützen und in den Schlitzen einer ebenfalls auf dem Schaft 1 befestigten Muffe 6 geführt sind. Über die nach aussen gekehr ten schrägen Rücken der äussern Rillineale 4 greift ein hohlkegelig ausgesparter Füh rungsmantel 7, der an einem hohlen Schaft 8 befestigt ist.
Die nach aussen gekehrten Flä chen der Rillineale 3 und die nach innen ge kehrten Flächen der äussern Rillineale 4 sind hohl gestaltet, so dass jedes Rillineal 3 und 4 hinreichend scharfe Rillkanten aufweist. Die äussern Rillineale 4 sind, wie Fig. 30 erken nen lässt, versetzt zu den innern Rillinealen 3 angeordnet. Bei Beginn des Arbeitsvorganges befinden sich die Werkzeuge in der durch Fig. 29 und 30 veranschaulichten Stellung.
Das obere Ende der Hülse wird sodann über das mit den Rillinealen 3 versehene Werk zeug 2 gestreift bezw. das Werkzeug 2 wird durch Senken des Schaftes 1 in die Hülse eingeschoben. Sodann wird der hohle Schaft 8 mit dem daran befindlichen hohlkegelför migen Mantelteil 7 nach abwärts geschoben, wodurch die äussern Faltlineale 4 nach ein wärts gedrückt werden und gegen die Aussen flächen des obern Hülsenendes wirken. Durch diese Einwirkung der äussern Faltlineale 4 legen sich die in Betracht kommenden Stel len der Innenfläche des obern Hülsenendes fest gegen die innern Faltlineale 3, welche hierdurch in die Innenseite des obern Hülsen endes Faltlinien einpressen.
Wenn nach be endigtem Wirken der Faltlineale der hohle Schaft 8 und der Mantelteil 7 wieder auf wärts bewegt werden, so werden die äussern Faltlineale durch eine gegen ihre Nasen 5 wirkende, spiralförmige Feder 9 wieder nach auswärts gedrückt. Diese Werkzeuge sind be sonders dann zu verwenden, wenn die Hülse aus einem empfindlichen Werkstoff besteht.
Wenn die Hülsen aus einem unempfind lichen Werkstoff hergestellt sind, so können die durch Fig. 31 und 32 veranschaulichten Werkzeuge benutzt werden. Diese Werk zeuge stimmen hinsichtlich des Stempels 1 und des mit Faltlinealen 3 versehenen Dor- nes 2 mit der vorstehend beschriebenen Vor richtung überein. Ein hohler, über die Stange 1 hinwegggreifender Schaft 10 trägt das hohlzylindrische Werkzeug 11, das mit Rill- linealen 12 versehen ist.
Diese äussern Rill- lineale 12 ragen in radialer Richtung in die Lücken hinein, die zwischen den innern Rill- linealen 3 sind.
Bei der Anwendung dieser Vorrichtung zum Vorbereiten der umzuformenden Hülsen wird das obere Hülsenende über das Werk zeug 2 gestreift bezw. das Werkzeug 2 durch Senken des Schaftes 1 in die Hülse hinein geschoben; sodann wird der Schaft 10 mit dem hohlzylindrischen Werkzeug 11 nach ab wärts geschoben. Hierbei erzeugen die Kan ten der Rillineale 12 Rillinien in der Aussen fläche des obern Hülsenendes, das gleichzei tig derart gegen die innern Faltlineale 3 ge drückt wird, so dass diese Faltlineale 3 in die Innenfläche des obern Hülsenendes ebenfalls Rillinien einprägen.
Die durch Fig. 31 und 32 veranschau lichte Vorrichtung kann bei besonders un empfindlichen Werkstoffen auch so benutzt werden, dass das Werkzeug 11 von vornherein sich in seiner untersten Stellung befindet und das Werkzeug 2, umschliesst; das zu be arbeitende Werkstück wird dann in den zwi schen beiden Werkzeugen 2 und 11 verblei benden Spalt eingeschoben; dieses Einschie ben des Werkstückes wird durch die am un tern Teil der beiden Werkzeuge 2 und 11 vorgesehenen Abschrägungen erleichtert.
Nach der vorbeschriebenen Vorbereitung wird das obere Hülsenende vorgebrochen, so dass die durch Faltung zu bildenden Flächen streifen bis zu einem rechten Winkel gegen einander verlagert werden. Diese Verfor mung wird durch die Fig. 5 bis 7 veran schaulicht. Am obern Rand der Hülse stehen, wie Fig. 6 zeigt, die einzelnen Teile der Fal tung in einem rechten Winkel zueinander, so dass sich für die obere Randlinie eine etwa mauerkronenartige Gestaltung ergibt.
Die Verformung ist in. den untern Abschnitten geringer, da ein allmählicher Übergang in den zylindrisch bleibenden Hülsenteil vorge sehen werden muss.
Zur Durchführung dieses Arbeitsvorgan ges wird das in den Fig. 33 und 34 darge stellte Werkzeug benutzt. Ein Formdorn 13, über den die vorzubrechende Hülse gestreift wird, trägt im Bereich des obern Hülsen endes ein Faltwerkzeug 14, das mit Ein schnitten versehen ist. Dieses Faltwerkzeug 14, welches die Innenfläche des zu falten-, den Teils während des Vorbrechens der Fal tungen abstützt, ist steiler als die endgültige Form des zu bildenden Flaschenhalses ausge führt.
Oberhalb des Werkzeuges 14 ist ein auf- und abbeweglicher Schaft 15 angeordnet, der eine Muffe 16 trägt. In den Führungsschlit- zen dieser Muffe 16 sind gegenüber den Nu ten in dem Faltwerkzeug 14 Faltlineale 17 angeordnet, die sich auf einem Ring 18 stüt zen, der an der erwähnten Muffe 16 befestigt ist.
Das vordere Ende des Schaftes 15 ist kegelig gestaltet und greift in eine entspre chende Aussparung des untern Faltwerkzeu- ges 14 ein; hierdurch wird die Muffe 16 mit den in ihr angeordneten Faltwerkzeugen 17 gegenüber dem untern Faltwerkzeug 14 zen triert. Der Schaft 15 wird von einem eben falls auf- und abbewegbaren hohlen Schaft 19 umschlossen, der einen hohlkegeligen Füh rungsmantel 20 trägt.
Der obere schräge Teil des Rückens der Faltlineale 17 wird gegen die hohlkegelige Führungsfläche des Füh rungsmantels 20 gedrückt durch die Wir kung einer Ringfeder 21, die den untern Teil des aus den Faltlinealen 17 gebildeten Kä figs umschliesst.
Bei Beginn der Wirksamkeit der be schriebenen Vorrichtung befinden sich die obern Werkzeuge 15-21 weit oberhalb des Formdornes 13 und des Faltkopfes 14. Der Formdorn 13 trägt die vorgerillte Hülse. Die vorgerillten Linien befinden sich in der rich tigen Stellung gegenüber den Nuten des Faltkopfes 14 und gegenüber den Falt- linealen 17. Diese richtige Lage des Werk stückes ist gewährleistet, indem das Vorrillen erfolgt, während sich die Hülse bereits auf dem Formdorn 18, der den Faltkopf 14 trägt, befindet.
Aus Fig. 29 und 31 ist zu ersehen, dass die Werkzeuge 2 ausgespart sind und der Faltkopf 14 während des Vorrillens in die Aussparung der Nutenwerkzeuge 2 eintreten kann.
Der Schaft 15 und der Schaft 19 werden nach abwärts bewegt. Zunächst befinden sich diese beiden Teile und die darin angeschlosse nen Werkzeuge 17 und 20 in der durch Fig. 33 veranschaulichten Lage. Sobald diese Lage erreicht ist, bleibt der Schaft 15 stehen. Der Schaft 19 wird jedoch noch weiter nach abwärts gedrückt. Der obere Teil der Falt- lineale wird durch den gegen ihren Rücken wirkenden Mantel 20 entgegen der Kraft der Feder 21 nach einwärts geschwenkt. Hierbei dient der Ring 18 als Drehachse für die ein schwenkenden Faltlineale 17.
Die Faltlineale 17 treten in die Nuten des Faltkopfes 14 ein und erzeugen die Vorfaltung. Die Bildung genauer Falten wird dadurch begünstigt, dass die Faltlineale 17 und die Rippen des Falt- kopfes 14 scharfe Kanten haben. Aus diesem Grunde weisen- die Rippen des Faltkopfes 14 aussen hohle Flächen auf. Nach dem be schriebenen Wirken der Werkzeuge 15=21 wird zunächst der Schaft 19 mit dem daran befestigten Führungsmantel 20 nach auf wärts bewegt. Der Schaft 15 und die an ihm angeordneten Teile 16, 17, 18, 21 eilen nach.
Die in der beschriebenen Weise vorge- brochenen Falten werden in Fortsetzung des Arbeitsverfahrens zunächst nur am obern Rande flach zusammengepresst, was in den Fig. 8 bis 10 veranschaulicht ist.
Da der obere-Rand, der als spätere Flaschenmün dung den kleinsten Durchmesser erhält, durch das Vorbrechen am meisten vorbereitet ist, lässt sich am obern Rande leichter als an den andern Stellen beim Zusammenpressen der Falten eine regelmässige Überlappung erzie len, die bewirkt, dass bei dem folgenden Ver- pressen der weiteren Teile des Flaschenhalses die gebildete regelmässige Faltenlage auch nach unten hin weiter gleichmässig ausge strichen wird.
Zum Flachpressen des obern Randes dient das in Fig. 35 und 36 veranschaulichte Werkzeug, nämlich ein Pressstempel 22 und eine an einem Schaft 24 befestigte Press- muffe 23. Der obere Teil des Pressstempels \.32 ist schlanker als die Aussparung der Press- muffe 23.
Die vorgebrochene Hülse wird auf den Pressstempel 22 aufgeschoben; dann wer den der Pressstempel 22 und die Muffe 23 gegeneinander gedrückt, wodurch das durch die Fig. 8 bis 10 veranschaulichte Ergebnis erzielt wird.
Die regelmässige, am obern Rand des Papiergefässes erzielte Mäauderbildung bestimmt die endgültige, regelmässige For mung, die durch Pressen zwischen den genau einander entsprechenden, durch Fig. 37 und 38 veranschaulichten Presswerkzeugteilen 26, 27 erfolgt, welche die endgültige Form des Gefässes, vergl. Fig. 11 und 12, festlegen und an allen Stellen ein Flachpressen der Faltungen bewirken.
Die Innenseite der gemäss Fig. 11 und 1 2 fertig geformten Hülse wird mit einem Schutzauftrag versehen, bevor der Boden ein gesetzt wird. Das Auf tragen der Schutz schicht auf die Innenseite des Gefässmantels vor dem Einsetzen des Bodens ist deshalb günstig, weil der Gefässmantel in diesem Zu stand zwei Öffnungen aufweist und sein Inneres deshalb leicht zugänglich ist. Daher können die in dem aufgetragenen Stoff ent haltenen flüchtigen Bestandteile leicht ver dunsten; beim Auftragen erwärmter Stoffe kann der Auftrag schnell abgekühlt werden.
Es ist ferner vorteilhaft, dass das Auftragen der Schutzschicht nach dem Formen des Ge fässmantels erfolgt, weil andernfalls die Schutzschicht bei den Arbeitsvorgängen des Faltens und Pressens verletzt werden könnte.
Beim Auftragen der Schutzschicht wird der Gefäfnantel vorzugsweise so gehalten, dass die verengte Mündung nach unten weist, was in Fig. 13 veranschaulicht ist. Auf die Innenseite des Gefässmantels wird sodann der zur Bildung der Schutzschicht dienende Stoff aufgespritzt. Die überschüssige Menge des aufgespritzten Stoffes läuft durch den Fla schenhals nach unten ab.
Bei papierenen Ge fässen, die zur Aufnahme von<B>0</B>1 oder dergl. dienen sollen, wird erfindungsgemäss für die Schutzschicht ein Polymerisat eines Derivates von ungesättigten aliphatischen Kohlenwas- serstoffen, insbesondere vom Typus der Acrylsäureester oder Vinylester, also bei spielsweise Vinylessigsäureester, verwendet.
Derartige Polymerisate ergeben einen Auf trag, der nicht nur öldicht, sondern auch sehr elastisch ist und daher auch gegen eine me chanische Beanspruchung des Papiergefässes, also beispielsweise gegen Stösse, sehr wider standsfähig ist.
Derartige Imprägnierungsmittel können als Lösungen aufgetragen werden. Die Lö sungsmittel sind teuer; es empfiehlt sich daher, eine Anlage zur Rückgewinnung der verdunsteten Lösungsmittel vorzusehen. Es ist jedoch zu bevorzugen, die erwähnten, als Imprägnierungsmittel dienenden Polymeri- sate mit Wasser zu emulgieren. Bei der Ver wendung wässeriger Emulsionen werden die teueren Lösungsmittel, sowie auch die um ständlichen Rückgewinnungsanlagen erspart.
Die Bedingungen für die Bildung und Ver wendung der Emulsion werden begünstigt, wenn geringe Mengen eines Lösungsmittels, beispielsweise das nicht leicht flüchtige Bu- tanol, zugesetzt werden.
Zur Entfernung des Lösungsmittels und der freien, aus der Essigsäureesterbildung noch herrührenden Anteile von Essigsäure, sowie des wässerigen Bestandteils der Emul sion wird durch den Papiermantel ein Luft strom .hindurch geblasen, wodurch eine schnelle Verdunstung der zu entfernenden Stoffe bewirkt wird.
Wenn eine wässerige Emulsion von hoch polymerisierten Derivaten ungesättigter ali- phatischer Kohlenwasserstoffe zum Imprä gnieren der Innenwand der Papiergefässe be nutzt wird, so kann es eintreten, dass nach dem Verdunsten des wässerigen Bestandteils der Emulsion die auf der Innenseite des Pa piergefässes zurückbleibenden Polymerisate die Innenseite zwar überall bedecken, jedoch viele, nicht vollständig miteinander verbun dene Körperchen bilden. In solchen Fällen empfiehlt es sich,
die Innenseite des imprä gnierten Gefässmantels nach dem Verdunsten des wässerigen Bestandteils der Emulsion mit Alkohol oder einem andern leicht flüch tigen Lösungsmittel zu befeuchten, also bei spielsweise den Gefässmantel mit Alkohol auszuspülen. Durch den Alkohol werden die einzelnen Körperchen der Polymerisate an der Oberfläche ein wenig gelöst, so dass sie beim darauffolgenden Verdunsten des Al kohols gleichsam miteinander verschweissen.
Zum Auftragen der Schutzschicht auf die Innenseite des Gefässmantels dient die durch Fig. 39a und 39b und 40 veranschaulichte Vorrichtung. In diesen Vorrichtung werden über zwei Paare von Kettenrädern Förder- ketten 31geführt, die durch quer zu ihrer Be wegungsrichtung angeordnete Stege 32 mit einander verbunden sind. An den Stegen 32 sind Rohrabschnitte 33 als Träger für die mit einer innern Schutzschicht zu versehen- den Gefässmäntel g angebracht.
Die Ketten 31 mit den daran befestigten Stegen 32 und den Trägern 33 für die Gefässmäntel g laufen in der Richtung des Pfeils P ständig mit ge ringer Geschwindigkeit um.
Die zu behandelnden Gefässmäntel g wer den auf einem mit Aufnahmemulden versehe- nen Förderband 34 herangebracht und durch Einschubfinger 35 in die Träger 33 einge schoben.
Die Einschubfinger werden nach der in Richtung des Pfeils R erfolgenden Ein schubbewegung angehoben und laufen in an gehobener Stellung zurück, so dass sie wäh rend ihres Rücklaufes das Heranbringen weiterer Gefässmäntel nicht behindern. Nach dem Rücklauf werden die Einschubfinger 35 wieder in die aus der Fig. 39a ersichtliche Stellung gesenkt und können von dieser Stel lung aus die nächste Gruppe von Gefässmän teln in die Träger 33 einschieben.
Damit die Gefässmäntel g nicht aus diesen Trägern 33 herausrutschen, sobald. sie von der waagrechten Lage in eine senkrechte Stellung !gebracht werden, sind längs der Bahn eines jeden Trägers 33 zwei Führungs- schienen 86 angeordnet, auf denen sich, wie Fig. 40 zeigt, der Hals der Werkstücke ab stützt.
Ein auf- und abbewegter, in einer senk rechten Führung befindlicher Schieber 37 ist mit einem in horizontaler' Richtung beweg lichen Schlitten 38 ausgerüstet. Jedem an einem Steg 32 angeordneten Träger 33 ist an diesem waagrecht beweglichen Schlitten 38 eine Spritzdüse 39 und eine Blasluftdüse 40 zugeordnet.
Der Schieber 37 und der Schlit ten<B>88</B> werden derart gesteuert, dass die Spritz- bezw. Blasluftdüsen 39 bezw. 40 in die Gefässmäntel eintreten, sich in diesen nach abwärts bewegen und gleichzeitig mit diesen mitlaufen. Nachdem die erwähnten Düsen 39 und 40 nahezu die gesamte Länge des Gefässmantels durchlaufen haben, werden sie schnell nach oben zurückgezogen und dann, entgegengesetzt zur Vorbewegung der Gefässmäntel g, in die Ausgangsstellung zu rückgeführt.
Während die Spritzdüsen 39 die Papiergefässe begleiten und von oben nach unten durchlaufen, wird der als Schutz schicht aufzubringende Stoff' in der Form eines sehxo dünnen tellerförmigen Strahls ringsum gegen die innere Gefässmantelwand gespritzt, so dass, diese Wand vollständig be deckt wird. Die überschüssige Menge -läuft den Flaschenhals ab und tropft in die Sam- melbütte 41.
Aus den Blasluftdüsen 40 wird während der Ab- und Aufbeweguug ein kräf tiger Luftstrom senkrecht gegen die be spritzte Innenwand des Gefässmantels ge blasen, wodurch der aufgespritzte Auftrag vergleichmässigt wird. Den Blasdüsen 40 wird die Druckluft aus dem Hauptleitungs- rohr 41b durch das an seinen Enden gelenkig angeordnete Teleskoprohr 42 zugeführt.
Bei der weiteren Yorbewegung werden die mit einem innern Auftrag versehenen Gefäss mäntel unter den grossen, stillstehenden Blas- düsen 43, die ebenfalls an die Hauptluftlei- tung 41b angeschlossen sind, hindurchge führt, so dass beachtliche Luftmengen durch die Gefässmäntel hindurchgeleitet werden.
Wie der linke -Teil der Fig. 39b zeigt, enden die den Hals des Gefässmantels stützenden Schienen 36, bevor das obere Trumm der Ketten 32 das zweite Kettenrad- paar erreicht. An dieser Stelle ist eine Über- leitvorrichtung für Gefässmäntel angeordnet, die im wesentlichen aus einer Führung 44 und einem Blasrohr 45 besteht.
Sobald die Träger 33 den Bereich der Stützschienen 36 verlassen haben, treten sie unter das Blasrohr 45, dessen Luftstrahl die Gefässmäntel, die infolge der verengten Mündung ihres Halses dem Luftstrom einen Durchflusswidersta.nd bieten, aus den Trägern 33 hinaustreibt\ Die Gefässmäntel g gleiten durch die Führung 44 deren lichter Durchmesser etwas grösser ist als der äussere Durchmesser der Gefässmäntel, in die unterhalb der Führung 44 am untern Trumm der Ketten 31 befindlichen Träger 33. Den Trägern 33 des untern Trumms der Ketten 31 sind die Schienen 46 zugeordnet.
Oberhalb des Weges der am untern Trumm der Ketten befindlichen Träger 33 sind wei tere Blasvorrichtungen 47 angeordnet; unter halb dieses Weges befindet sich ein weiteres Sammelbecken 41a für die gegebenenfalls noch aus den Gefässmänteln abtropfende Flüssigkeit. Durch die erwähnte Anordnung werden das obere und das untere Trumm der mit den Trägern 33 ausgerüsteten Förder- ketten 31 dem Arbeitsvorgang des Auftra- gens und des Belüftens der Gefässmäntel dienstbar gemacht.
Es ist vorteilhaft, dass hierbei die Richtung der Gefässmantelachse nicht geändert wird. Falls also an einer Stelle einmal ein überreichlicher Auftrag erfolgt sein sollte, so fliesst die überschüssige Menge in einer Richtung ab; dieser Abflussi wird nicht etwa dadurch gestört, dass das Gefäss umgekehrt wird, wenn die Träger 33 um den Umfang des zweiten Kettenrades herum laufen. Nach dem Durchlaufen des untern Trumms verlassen die Träger 33 den Bereich der untern Stützschienen 46; die Gefässe wer den dann durch ein Blasrohr 48 aus den Trä gern 33 herausgetrieben und gelangen über eine Rutsche 49 auf ein Förderband 50.
Es empfiehlt sich ferner, jede einzelne Spritzdüse 39 durch einen besonderen Fühler derart zu steuern, dass bei der Abwärtsbewe- gung der Spritzdüse 39 das Ausspritzen des Auftragstoffes dann unterbleibt, wenn in dem der betreffenden Spritzdüse zugeordne ten Träger 33 sich kein Gefässmantel befin det. Die Mittel für die Ausführung derarti gere Fühler und Steuerungen sind bekannt, so da.ss an dieser Stelle von näheren Angaben über die Konstruktion abgesehen werden kann.
Das Abtropfen der überschüssigen Menge des zur Bildung der Schutzschicht dienenden Stoffes kann dadurch begünstigt werden, das besonders dem obern Trumm der Ketten 31 zusätzlich eine Rüttelbewegung erteilt wird, zu deren Erzeugung beispielsweise eine kleine Klopfvorrichtung oder je eine unregel mässig gestaltete, auf das obere Trumm der beiden Ketten wirkende, umlaufende Unrund- scheibe dienen kann.
In den Fällen, in denen mit der durch Fig. 39 und 40 dargestellten Vorrichtung auf die Innenwand der Gefässmäntel eine Emul sion von hochpolymerisierten Derivaten ali- phatischer Kohlenwasserstoffe aufgespritzt worden ist und nach dem Verdunsten des wässerigen Bestandteils der Emulsion die auf der Innenseite der Gefässmäntel niederge schlagenen Polymerisate nicht vollständig miteinander verbundene Körperchen bilden. durchlaufen die Gefässmäntel noch einmal die den Fig. 39 und 40 entsprechende Vorrich tung.
Mit den Spritzdüsen 39 wird dabei Al kohol auf die imprägnierte Innenwand auf gespritzt. Durch das Hindurchblasen der Luft mittels der Blasdüsen 40, 43, 47 wird der Alkohol wieder verdunstet, wobei die durch den Alkohol an ihrer Oberfläche ge lösten Polymerisat-Körperchen miteinander verschweissen. Die hierbei entstehenden Schwaden, die verdunsteten Alkohol enthal ten, werden aus der Vorrichtung abgesaugt und können einer bekannten Rückgewin nungsanlage zugeführt werden.
Nachdem der Gefässmantel g gemäss den vorstehenden Angaben und der Fig. 13 mit einer innern Schutzschicht h versehen ist, wird an dem zur Aufnahme des Bodens be- stimmten Ende ein Leimstreifen 1 ange bracht i(vergl. Fig. 14).
Zur Herstellung des in den Gefässmantel einzusetzenden Bodens wird aus der in Fig. 15 dargestellten Scheibe c aus zähem Papier oder Karton ein napfförmiges Werk stück gezogen, in das zur Versteifung der eigentlichen Bodenfläche eine steife Papp- scheibe d eingesetzt wird, wie Fig. 16 zeigt.
Es empfiehlt sich, die Scheibe d auf ihrer ganzen Fläche mit dem napfförmigen Teil c mittels eines öl- und wasserfesten Klebstof fes zu verbinden. Ferner wird der äussere Rand und die späterhin dem Gefässinnern zu gewandte Fläche des in der beschriebenen Weise vorbereiteten Bodens c mit einem Auf trag e aus dem gleichen Stoff, der auch als Schutzschicht in das Innere des Gefässman tels g eingebracht worden ist, versehen.
Nach dieser Vorbereitung wird der Bo den in den Gefässmantel so eingeschoben, wie es Fig. 17 zeigt. Beim Einschieben wird der reichlich aufgetragene Klebstoff 1 etwas nach innen gedrü.ekt, so dass sich an der Über gangsstelle zwischen dem Gefässinnern und dem Gefässboden eine ringförmige, den Win kel zwischen Gefässmantel und Bodenfläche ausfüllende glebstoffschicht 11 bildet,
durch welche die Abdichtung zwischen Boden und Gefässmantel gewährleistet wird. Nach dieser Vereinigung von Boden und Gefässmantel werden die untern Ränder des Gefässmantels und des Bodens umgebördelt, so dass. sie sich gegen die Scheibe d legen und diese stützen (vergl. Fig. 18; in der wegen der deutlicheren Darstellung die Schutz- und Leimschichten h, 1, 2 nicht eingezeichnet sind).
Die zur Ausführung dieser Arbeiten benötigten Vor richtungen sind bekannt; es kann daher an dieser Stelle von der Beschreibung dieser Vorrichtungen abgesehen werden.
Zum Verschliessen der Mündung der ge mäss den vorstehenden Angaben hergestell ten Papiergefässe können bekannte, vorzugs weise aus Blech hergestellte Deckel, in deren rinnenförmig ausgebildeten Rand das obere Ende des Gefässes eingreift, verwendet wer den. Es ist bekannt, zwischen die Gefässmün- dung und den rinnenförmigen Deckelrand, der mit dem obern Gefässende verpresst wird, einen Dichtungsstoff einzuschalten.
Die Ge fahr, dass etwas Dichtungsstoff in das Ge fäss hereinfällt, wird dadurch vermieden, dass ein nachgiebiger Stoff in den rinnenförmigen Rand des Deckels vor dem Vereinigen dessel ben mit dem obern Ende des Gefässes einge bracht wird. Es empfiehlt sich besonders, einen durch Erwärmung verflüssigten Dich tungsstoff, der- nach der Abkühlung einen nachgiebig festen Zustand annimmt, in den rinnenförmigen Rand des Deckels einzu giessen.
Für das öldichte Verschliessen der Papiergefässe kann tierischer Leim in die Rinne des Deckels eingegossen werden. Es ist vorteilhaft, diesen-tierischen Leim mit einem Weichmachungsmittel zu versetzen. Für den gleichen Zweck kommen auch die Polymeri- sate von Derivaten ungesättigter aliphati- scher Kohlenwasserstoffe in Betracht. Je nach dem Verwendungszweck der Papier gefässe können auch andere Stoffe, wie bei spielsweise Asphalt, Guttaperchä oder dergl. verwendet werden.
Fig. 19 und 20 veranschaulichen das er wähnte öldichte Verschliessen der Mündung eines flaschenförmigen, mit Öl gefüllten Papiergefässes. _ Der aus Blech bestehende @eckeI@-2 _ ist mit einem rinnenförmigen Rand r -versehen. In diesen rinnenförmigen Rand ist.tierischer Leim p in heissem Zustand derart eingegossen worden, dass die von dem Rand r gebildete Rinne etwa zu zwei Drittel ausgefüllt ist.
Dieser Leim ist mit einem Weichmachungs- mittel, beispielsweise Glyzerin, versetzt, so dass er nach dem Erkalten einen nachgiebig festen Zustand annimmt.
Das Vereinigen des Deckels 52 mit dem Papiergefäss 51 erfolgt zweckmässig erst nach dem Erstarren des in den rinnenf örmigen Rand<I>r</I> eingegossenen Leimes<I>p,</I> damit bei der Handhabung des Deckels 52 nicht die Gefahr besteht, dass der noch flüssige Leim p heraustropft.
Der Deckel wird auf den Hals des Papier gefässes aufgesetzt, während das Papiergefäss auf dem Drehtisch 54 der in Fig. 41 ver anschaulichten Vorrichtung steht. Der Dek- kel wird durch den auf- und abbewegbaren Stempel 55, dessen Kopf leicht drehbar am Schaft angebracht ist, fast auf die Flaschen mündung gedrückt. Der Drehtisch 54 und die auf ihm befindliche Flasche werden dann in eine langsame Umlaufbewegung gebracht; das an dem Schlitten 56 befindliche Bördel- rad 57 wird gegen den Rand des Deckels 52 gedrückt, wodurch der Rand umgebördelt wird.
Der nachgiebig feste Leim füllt den Raum, den der zu einer Krempe umgebildete Rand des Deckels umschliesst, vollkommen aus und bewirkt eine gute Abdichtung. Die innige Verbindung des Leimringes p mit der Flaschenmündung kann besonders in den Fällen, in denen der Leim keine oder nur wenig Weichmachungsmittel enthält, dadurch verbessert werden, dass der Deckelrand wäh rend der Verbindung mit dem Papiergefäss erwärmt wird, was beispielsweise durch einen beheizten Stempel 55 erfolgen kann.
In sol chem Falle ist der Kopf des Stempels 55 mit einer elektrischen Heizvorrichtung ausge- rüstet. In entsprechender Weise kann bei der Vereinigung des Bodenteils mit dem Gefäss mantel vorgegangen werden.
Bei einer andern Ausführungsform des Verschlusses ist zwischen die Gefässmündung und den mit einem rinnenförmigen Rand ver- sehenen Deckel ein Blatt aus Papier, Folie, Gewebe oder dergl. eingeschaltet, das mit einem Auftrag aus dem erwähnten elasti schen, dichtenden Stoffe versehen sind. Es wird .ein solcher elastischer Stoff bevorzugt, der, wie beispielsweise die wiederholt er wähnten. Polymerisate von Derivaten unge sättigter aliphatischer Kohlenwasserstoffe. Klebkraft hat.
Die Fig. 21 bis 23 veranschaulichen das den vorstehenden Angaben entsprechende @Terschliessen der Mündungen eines mit Öl ge füllten flaschenförmigen Papiergefässes. Zwi schen die Mündung des Gefässes 51 und den Deckel 52 wird beim Verschliessen des Ge fässes ein kreisförmiges Blatt 58 aus Papier, Gewebe, Glashaut, Folie oder dergl. einge- schaltet. Dieses Blatt 58 ist mit einem Auf trag m versehen, der vorzugsweise ringförmig ist. Der Auftrag kann sich auch über die ge samte untere Fläche oder auch über beide Flächen des Blattes 58 erstrecken. Die ein zelnen Blätter 58 können durch Ausstanzen aus einer durch Aufbringen eines entspre chenden Auftrages vorbereiteten Bahn her gestellt werden.
Es ist auch recht handlich, vorbereitete Streifen,welche der Fig. 23 ent sprechen, zu verwenden; von diesen Streifen kann ein Blatt 58 nach dem andern entnom men werden. Beim Anpressen des Randes des Deckels 52 an die Mündung des Gefässes 51 passt sich das aus sehr elastischem Werk stoff bestehende Blatt 58 der Gefässmündung an; sodann wird der äussere Rand des Deckels 52 umgebördelt. Hierbei werden die scharfen Kanten des Deckels gegen die Gefässwand ge drückt; durch diese scharfen, gegen die Ge fässwand gedrückten Kanten werden die her vorstehenden Teile des reichlich bemessenen Papierblattes 58 angeschnitten.
Wenn der Auftrag m aus solchen Stof fen besteht, die in der Wärme flüssig oder klebrig werden, so empfiehlt es sich, das Anpressen des Deckels bezw. das Bördeln des Randes mit erwärmten Werkzeugen vorzu nehmen. Derartige Werkzeuge sind bekannt, so dass eine Beschreibung derselben nicht er forderlich ist.
Es kann ferner der kegelige Hals des Pa piergefässes durch Erzeugung einer nach aussen vorspringenden Wulst verstärkt wer den; eine in dieser Weise durch eine Wulst ao verstärkte Mündung eines Papiergefässes wird durch Fig. 24 und 25 veranschaulicht.
Diese nach aussen vorspringende ringför mige Wulst am Hals des Papiergefässes wird beim Zusammenpressen des vorgefalteten obern Teils der rohrförmigen Hülse durch Zusammenstauchen in der Richtung der Ge fässachse erzeugt. Die Durchführung des Ver fahrens und die hierbei benötigten Werk zeuge sind in den Fig. 42 bis 44 veranschau licht. Zum Zusammenpressen des vorgefalte- ten Endes der Hülse g und zum Anstauchen einer Ringwulst w dienen eine Matrize 60 und ein Stempel 61. Das vordere Ende des Stempels ist mehrfach abgesetzt und läuft in einen Zapfen 62, der mit einem konischen Ende versehen ist.
Die Matrize ist aus den beiden Häupttei- leri 64 und 65 zusammengesetzt. Diese bei den Teile werden während des Pressvorgan- ges fest zusammengedrückt. Zwischen den beiden Teilen 64 und 65 ist ein gewellter Ring 66 angeordnet. Neben diesem Ring ist in dem Teil 65 eine Nut 67 eingedreht.
An der Austrittsöffnung der Matrize ist eine Schneidplatte 68 befestigt. Die vorgefaltete Hülse g wird auf den Stempel 61 aufgesetzt und dann durch diesen Stempel in die Ma trize 60 --eingeschoben, so dass der vordere Rand ein wenig über die Schneidkante der Schneidplatte 68 herausragt. Bei dem Ein dringen des Stempels (vergl. Fig. 43 und 44) werden die Falten zusammengepresst.
Gleich zeitig wird der vordere Rand der Hülse g in. der Achsenrichtung gestaucht, so dass das zusammengestauchte Material die Nute 67 ausfüllt und eine nach aussen vorspringende ringförmige Wulst w bildet. Beim Eintreten der gante 63 des Stempels 61 in die Boh rung der Schneidplatte 68 wird der obere Rand der zusammengepressten Hülse glatt ge schnitten. Das in dieser Weise mit einer nach aussen vorspringenden Verstärkungswulst <B>to</B> versehene Papiergefäss wird nach dem Zu sammenpressen der Falten des Halses, und nach dem Erzeugen der Verstärkungswulst in der vorstehend beschriebenen Weise im prägniert.
Die im vorhergehenden Abschnitt be schriebene, nach aussen vorspringende Wulst kann gemäss weiterer Ausbildung des Arbeits verfahrens zum Festhalten einer Verschluss kappe benutzt werden, die über die erwähnte Ringwulst hinweggreift. In den Fig. 24 und 25 ist eine solche Verschlusskappe s darge stellt. Es wird die Anwendung solcher be kannter Verschlusskappen, die aufgeschrumpft werden " können, bevorzugt.
Oberhalb der Wulst to kann unter der Verschlusskappe s noch ein Deckel t angebracht werden. Eine Verstärkung der Mündung des Pa piergefässes kann auch dadurch erzielt wer den, dä,ss gemäss Fig. 26 am Gefäss ein nach innen vorspringender Rand y gebildet wird.
Es kann zum Verschluss eines solchen Papier gefässes .ein napfförmiger Deckel u aus Kar ton, Blech, Zelluloid oder dergl. und eine ringförmige Dichtungsscheibe x aus ölfestem Gummi und dergl. verwendet werden. Die untere Fläche des napfförmigen Deckels u ist mit einer eirigepressten Rille v versehen. Der innere Durchmesser der ringförmigen Dich tungsscheibe x ist kleiner als der Durchmes ser der Gefässmündung.
Die Dichtungsscheibe x wird auf die Ge fässmündung gelegt; dann wird, wie Fig. 27 zeigt, der Deckel u hereingedrückt. Hierbei wird der innere Rand der Dichtungsscheibe x mit in die Gefässmündung hereingezogen. Der untere Rand des Deckels wird durch- Bördeln aufgeweitet und somit gegen die untere Flä che des eingezogen Randes y der Gefässmün dung gepresst, was in Fig. 28 veranschaulicht ist. Durch diese Massnahme wird auch die Dichtungsscheibe fest gegen den obern Rand der Gefässmündung gepresst und ein dichter Verschluss erzielt.
Das Aufweiten des untern Randes des Deckels wird durch die Rille v begünstigt. Beim Bördeln fliesst gleichsam der diese Rille bildende Weikstoff in radialer Richtung nach aussen; die Rille verflacht sich bezw. schwindet - ganz. Durch das Nach fliessen des Materials aus der Rille nach dem äussern Rande zu wird also eine übermässige Materialbeanspruchung beim Aufweiten des untern Randes des Deckels u vermieden.