CH198191A - Prüfgerät für Polarisationseinrichtungen, insbesondere von Verkehrsfahrzeugen. - Google Patents
Prüfgerät für Polarisationseinrichtungen, insbesondere von Verkehrsfahrzeugen.Info
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Description
Prüfgerät für Polarisationseinrichtungen, insbesondere von Verkehrsfahrzeugen. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Prüfgerät für Polarisationseinrich- tungen, insbesondere von Verkehrsfahr zeugen.
Es ist bekannt, zur Vermeidung von Blen dung bei sich begegnenden Fahrzeugen, un mittelbar vor den Lichtquellen des Fahrzeu ges und vor dem Auge des Fahrers Polarisa- toren bezw. Analysatoren einzuschalten. Der für das Auge des Fahrers bestimmte Analy- sator ist bei den bekannten Anordnungen an der Windschutzscheibe des Fahrzeuges ange bracht oder in einer Brille untergebracht.
Die für die Lichtquellen bestimmten Polarisato- ren werden im Strahlengang des Scheinwer fers des Fahrzeuges angebracht, und zwar vorzugsweise derart, dass. die Schwingungs- richtung des hindurchgehenden Lichtes bei beiden Polarisatoren parallel liegt und einen Winkel von<B>135</B> mit der Horizontalebene bildet.
Da der Analysator vor dem Auge des Fahrers unter einem Winkel von 45 zur Horizontalebene angeordnet wird, wird er- reicht., dass dieser sich gerade in der Aus- löschungsstellung für dasjenige Licht befin det; das von dem Scheinwerfer des entgegen kommenden Fahrzeuges ausgestrahlt wird.
Mit der Einführung von Polarisationsfil tern zum Blendschutz im Strassenverkehr er gibt sich die NotssJendigkeit einer Kontrolle der Polarisationseinrichtungen, nämlich der Prüfung der Analysatoren und Polarisatoren an der Windschutzscheibe und an den Schein werfern auf die richtige Lage der Durchlass- bezw. Auslöschungsrichtung.
Das Prüfgerät nach der Erfindung kenn zeichnet sich durch mindestens ein Polarisa tionsfilter und durch ein Mittel, durch wel ches die Einstellung der Durchlassrichtung des Polarisationsfilters in die für die Prü fung notwendige, definierte Lage erfolgt.
In der beiliegenden Zeichnung sind Ausfüh- rungsbeispiele des erfindungsgemässen Prüf gerätes dargestellt: Die Fig. 1 und 2 zeigen ein Prüfgerät, bei dem eine Polarisationsfolie 1 zwischen zwei Deckgläsern 2 und 3 angebracht ist. Die Deckgläser 2 und 3 bilden, wenn sie aufein ander gelegt werden, eine halbkreisförmige Rinne 4. In dieser Rinne ist eine Substanz, zum Beispiel ein Metallkügelchen oder Queck silbertröpfchen 5 beweglich angeordnet. Statt eines solchen Kügelchens kann die Rinne auch mit einer Flüssigkeit gefüllt sein, in der ein Luftbläschen enthalten ist.
Auf dem einen Deckglas ist eine Skala 6 angebracht, an der die jeweilige Lage des als Zeiger die nenden Metallkügelchens oder Luftbläschens abgelesen werden kann. Die Polarisationsfolie ist derart zwischen den beiden Deckgläsern eingekittet, dass die Auslöschungsrichtung der Folie einen Winkel von 45 mit der Hori zontalebene bildet, wenn das Metallkügelchen bezw. Luftbläschen auf einen bestimmten Teilstrich der Skala, z. B. den Nullpunkt, zeigt. Die halbkreis- oder auch kreisförmige Rinne 4 wird zweckmässig koaxial um die Mitte der Polarisationsfolie 1 angebracht.
Soll jedoch die Ablesegenauigkeit gesteigert m erden, um geringe Abweichungen von der richtigen Lage der Auslöschrichtung, z. B. bei Scheinwerferpolarisatoren, zu bestimmen, so wird der Krümmungsradius der Rinne zweckmässig so gross gewählt, dass er ein Viel faches des Durchmessers des ganzen Filters beträgt. Ein Ausführungsbeispiel für eine derartige Anordnung zeigt Fig. 3. In diesem Falle kann natürlich nur ein kleiner Bogen 7 des Rinnenkreises auf dem Filter unterge bracht werden.
Will man mit dem gleichen Prüfgerät, wie es beschrieben wurde, auch die richtige Lage des Beobachtungsfilters, z. B. an der Windschutzscheibe des Kraftwagens prüfen, so kann es zweckmässig sein, neben der ersten Rinne noch eine zweite Rinne vorzusehen, die so angeordnet ist, dass man mit ihr Aus löschungsrichtungen bestimmen kann, die senkrecht zu denjenigen liegen, die mit der ersten Rinne bestimmt werden können. Ein Ausführungsbeispiel für eine derartige Vor richtung zeigt die Fig. 4, bei der auf dem Filter zwei Rinnen 8 und 9 angebracht sind, mit denen,
zueinander senkrechte Auslösehungsrichtungen gemessen werden können.
Die Skala zur Ablesung der Stellung des Metallkügelchens bezw. des Luftbläschens wird bei den Ausführungsformen 1 bis 4 zweckmässig als Gradskala ausgebildet. Es ist aber auch möglich, an Stelle einer vollstän digen Gradskala nur wenige Striche anzu geben, von denen etwa ein mittlerer Strich die genau richtige Lage des kontrollierten Analysators bezw. Polarisators und zwei zu beiden Seiten des Mittelstriches angeordnete Striche die maximal zulässigen Grenzstellun- gen angeben.
Schliesslich kann man auch die Rinnen einfach so weit abdecken, dass das Metallkügelchen bezw. Luftbläschen nur dann sichtbar wird, wenn sich die Abweichungen der kontrollierten Polarisationseinrichtung von der richtigen Lage innerhalb der zulässi gen Grenzen bewegen.
Es kann auch gegebenenfalls zweckmässig sein, das Prüfgerät mit einer Beleuchtungs einrichtung für die Skalen auszurüsten, die zum Beispiel im Augenblick der Ablesung eingeschaltet werden würde.
Die Fig. 5 und 6 zeigen ein Ausfüh rungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes. bei dem die Polarisationsfolie 10 zwischen zwei geeignet geformten Glasscheiben 11 und 12 in einer Flüssigkeit 13 schwimmend an geordnet ist. Die Polarisationsfolie 10 ist in einem Rahmen 14 befestigt, an dem einklei ner Senkkörper 15 angebracht ist, wenn das Verhältnis des mittleren spezifischen Gewich tes von Polarisationsfolie und Polienträger zu dem der Flüssigkeit einen solchen Senkkörper notwendig macht.
Ist das mittlere spezifische Gewicht der Folie plus Folienträ.ger grösser als das der Flüssigkeit, so ist an Stelle des Senkkörpers an der diametral gegenüberlie genden Stelle ein kleiner Schwimmkörper am Folietiträger anzubringen.
Statt der in Fig. 5 und 6 dargestellten Ausführungsform kann auch eine solche ge wählt werden, bei der der Träger der Polari- @ationsfolie in einem Gehäuse auf einem Ku gellager beweglich gebettet ist, wobei die Einhaltung der Lage der Durchlassrichtung der Folie durch ein kleines, mit dem Folien träger verbundenes Gewicht gewährleistet wird.
Es kann auch zweckmässig sein, den Trä ger der Polarisationsfolie mit Dämpfungsein- richtungen zu versehen, so dass dieser bei einer Drehung oder irgendwie andern Orts veränderungen des Gerätes innerhalb kurzer Zeit wieder zur Ruhe kommt. Die Dämpfung der Schwingung des Folienträgers kann zum Beispiel der Senkkörper 15 (Fig. 5 und 6) be wirken, wenn dieser zum Beispiel als die Wände der Glasscheibe 11 und 12 fast be rührender, siebartiger Flügel ausgebildet wird.
Weitere geeignete Ausführungsformen zeigen die Fig. 7, 8, 9. Die Fig. 7 und 8 zei gen ein Prüfgerät, das aus einem flachzylin drischen Gehäuse mit durchsichtigen Deck flächen 16. und 17 besteht und an einem Griff 20 gehalten werden kann. Das Polari sationsfilter (z.
B. in Form einer Folie) ist auf einer der beiden durchsichtigen Deck flächen oder auf beiden, vorzugsweise auf der Innenseite angeordnet. Es kann aber auch eine Polarisationsfolie selbst, wenn sie steif genug gemacht wird, als Deckscheibe verwen det werden.
In dem Innenraum des Gehäuses ist ein Pendel 18 angebracht, das innerhalb einer Skala 19 spielt und im Ruhestand arre tiert werden kann. Die Skala 19 ist auf einer der beiden Deckflächen 16 und 17 oder auf beiden angebracht. Der Ansatz 21 dient zum Aufschrauben des Prüfgerätes zum Beispiel auf ein Stativ. Das Polarisationsfilter ist vorzugsweise unter 45 bezw. 135 zur Rich tung des Pendels in der Nullstellung ange bracht.
Ist die Polarisationseinrichtung des Verkehrsfahrzeuges, dessen Scheinwerfer auf die richtige Lage des Polarisationsfilters hin geprüft werden, in Ordnung, so muss beim Einspielen des Pendels auf den Nullstrich der Skala völlige Auslöschung beim Durch blick durch das Filter des Prüfgerätes auf das von deri Scheinwerfern des Verkehrsfahr zeuges ausgesandte Licht gegeben sein.
Die Fig. 9 zeigt ein Prüfgerät, das dem selben Zweck dient. Das Prüfgerät unter- scheidet sich von dem nach Fig. 7 und 8 nur dadurch, dass statt eines Pendels mit Skala eine oder beide Deckflächen (16, 17) mit einem Strich 22 versehen sind.
Beim Prüfen des von den Scheinwerfern des Verkehrsfahr zeuges ausgesandten Lichtes muss der Strich 22, der vorzugsweise mit der Durchlassrich- tung des Polarisationsfilters einen Winkel von 45 bezw. 135 bildet, parallel zum Bei spiel zur Stossstange des Fahrzeuges oder einem andern Teil des Fahrzeuges, der eine horizontale gante besitzt, gehalten werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Prüfgerät für Polarisationseinrichtungen, insbesondere von Verkehrsfahrzeugen, ge kennzeichnet durch mindestens ein Polarisa- tionsfilter und ein Mittel, durch welches die Einstellung der Durchlassrichtung des Polari sationsfilters in die für die Prüfung notwen dige, definierte Lage erfolgt. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.Prüfgerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass es als Mittel eine bei der Drehung des Filters sich mitbe wegende Skala, und einen von der Drehung unbeeinflussten, die jeweilige Filterstellung an der Skala markierenden Zeiger aufweist. 2.Prüfgerät nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Zeiger ein innerhalb der Deck gläser einer Polarisationsfolie in einer Führungsrinne bewegliches Teilchen dient. B. Prüfgerät nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die Skala auf einer Deck glasoberfläche angebracht ist. 4.Prüfgerät nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass die Führungsrinne in Form eines Teilbogens ausgebildet ist, dessen Durchmesser ein Vielfaches des Durch messers des Filters beträgt. 5. Prüfgerät nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass dasselbe zur Prüfung zweier zueinander senkrechter Aus löschungsrichtungen mit zwei um<B>90'</B> zueinander versetzten Führungsrinnen und Skalen versehen ist. 6. Prüfgerät nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass dasselbe mit einer Beleuch tungseinrichtung für die Skala ausge rüstet ist. 7.Prüfgerät nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, da.ss die Durchlassrichtung der Polarisationsfolie mit der Horizontalen einen Winkel von 45 bezw. 135 bildet. wenn sich der von der Drehung des Fil ters unbeeinflusste Zeiger in der Null stellung der sich mitbewegenden Skala befindet. B. Prüfgerät nach Patentanspruch und LTn- teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Zeiger eine innerhalb der Deck gläser einer Polarisationsfolie als Flüs sigkeitslibelle ausgebildete Führungs rinne dient. 9.Prüfgerät nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 8, dadurch gekenn zeichnet, dass die Skala auf einer Deck glasoberfläche angebracht ist. 10. Prüfgerät nach Patentanspruch und LTn- teransprüchen 1, 8 und 9, dadurch ge kennzeichnet, dass die Führungsrinne in Form eines Teilbogens ausgebildet ist, dessen Durchmesser ein Vielfaches des Durchmessers des Filters beträgt. 11. Prüfgerät nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1, 8 und 9, dadurch ge kennzeichnet, dass dasselbe zur Prüfung zweier zueinander senkrechter Aus löschungsrichtungen mit zwei um<B>90'</B> zu einander versetzten Führungsrinnen und Skalen versehen ist. 12.Prüfgerät nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1, 8 und 9, dadurch ge kennzeichnet, da.ss dasselbe mit einer Be leuchtungseinrichtung für die Skala aus gerüstet ist. 13. Prüfgerät nach Patentanspruch und Un teransprüchen l., 8 und 9,, dadurch ge- kennzeichnet, da.ss die Durchlassrichtung der Polarisationsfolie mit der Horizon talen einen Winkel von 45 bezw. 135 bildet, wenn sich der von der Drehung des Filters unbeeinflusste Zeiger in der Nullstellung der sich mitbewegenden Skala befindet. 14.Prüfgerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss eine Polarisations folie in einem durchsichtigen Körper der art beweglich angeordnet ist, dass die Durchlassrichtung der Polarisationsfolie, unabhängig von der Drehung des Gerätes unter dem Einfluss der Erdschwere stets denselben ihr einmal zugeordneten Win kel mit der Horizontalebene bildet. 15. Prüfgerät nach Patentanspruch und Un teranspruch 14, dadurch gekennzeichnet, da.ss die Polarisationsfolie innerhalb eines durchsichtigen Körpers in einer Flüssig keit schwimmend angeordnet ist. 16.Prüfgerät nach Patentanspruch und Un teranspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Polarisationsfolie an einem Trä ger befestigt ist und dieser innerhalb eines durchsichtigen Körpers mittels eines Kugellagers beweglich gelagert ist. 17. Prüfgerät nach Patentanspruch und Un teranspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die in dem durchsichtigen Körper beweglich angeordnete Polarisationsfolie mit Vorrichtungen zur Dämpfung der Einstellschwingungen der Folie ausge rüstet ist. 18. Prüfgerät nach Patentanspruch und Un teransprüchen 14, 15 und 17, dadurch ge kennzeichnet, dass die Dämpfungsvorrich- tung aus einem gleichzeitig als Senkkör per dienenden, siebartigen Flügel besteht. 19.Prüfgerät nach Patentanspruch und Un teranspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der durchsichtige Körper aus zwei miteinander verkitteten. einen Hohlraum bildenden Glasscheiben besteht. 20. Prüfgerät nach Patentanspruch und Un teranspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchlassrichtung der Polarisa- tionsfolie mit der $orizontalebene einen Winkel von 45 bezw. 185 bildet. 21.Prüfgerät nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch ein Gehäuse mit durch sichtigen Deckflächen (16 und 17), von denen wenigstens eine mit einer Polari sationsfolie bedeckt ist, durch ein Pendel (18), das innerhalb einer Skala (19) spielt und im Ruhestand arretierbar ist, und durch Mittel zum Halten des Ge rätes. 22. Prüfgerät nach Patentanspruch und Un teranspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchlassrichtung der Polarisa tionsfolie mit der Richtung des Pendels in der Nullstellung einen Winkel von 45 bezw. 185 bildet. 23.Prüfgerät nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch ein Gehäuse mit durch sichtigen Deckflächen (16 und 17), von denen wenigstens eine als Polarisations filter ausgebildet ist, und durch einen Strich (22), der auf wenigstens einer Deckfläche angebracht ist. 24. Prüfgerät nach Patentanspruch und Un teranspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchlassrichtung des Polarisa tionsfilters mit der Richtung des Striches einen Winkel von 45 bezw. 135 bildet.
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