CH198265A - Orthopädische Schuheinlage. - Google Patents

Orthopädische Schuheinlage.

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CH198265A
CH198265A CH198265DA CH198265A CH 198265 A CH198265 A CH 198265A CH 198265D A CH198265D A CH 198265DA CH 198265 A CH198265 A CH 198265A
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Seligmann Dr Hans
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Seligmann Dr Hans
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Description


  Orthopädische Schuheinlage.    Die orthopädische Schuheinlage der vor  liegenden Erfindung besteht aus einem mit  Flüssigkeit gefüllten     Gummihohlkörper,    der  mit Leder überzogen ist, und der nur an min  destens der dem Fussgewölbe entsprechenden  Stelle der     Hohlkörperoberwand        eine    von  diesem Überzug freie, und damit dehnbare       und    sich nach oben vorwölbende     Wandungs-          fläche    besitzt, so dass durch Flüssigkeits  verdrängung aus den     undehnbaren,    unter der  Ferse, dem aussenseitlichen Fussrand und dem  Fussballen liegenden Hohlräumen in den  dehnbaren,

   unter der Fusswölbung liegenden  Hohlraum eine dem jeweiligen Belastungs  moment entsprechende Stützwirkung und  Entlastung des Fussgewölbes erreicht     wird     bei gleichzeitig richtiger Einstellung des  Fusses und Übung der Muskeln, die zur Er  zeugung dieser Haltung dienen.  



  Die     Hohlkörperoberwand    kann ferner  eine zweite freie und daher dehnbare, sich  vorwölbende     Gummiwandungsfläche    besitzen,  welche sich an der dem     Fussquergewölbe    ent  sprechenden Stelle     befindet.       Die Figuren der     anliegenden    Zeichnung  veranschaulichen an einer Ausführungs  form die Ausbildung und Wirkungsweise  der erfindungsgemässen     Schuheinlage    bei  spielsweise.  



       Fig.    1 zeigt einen     Längsschnitt    durch die  unbelastete Einlage. Der     Gummihohlkörper     A umschliesst den flüssigkeitsgefüllten Hohl  raum F. B bezeichnet den Lederüberzug am  Fersen, Fussballen und     aussenseitlichen    Fuss  rand, an welchen Stellen der Hohlkörper da  durch     ündehnbar    gemacht ist. Nur die     im.     unbelasteten Zustande schon vorgewölbte       Gummifläche        a-a    besitzt     keinen    Leder  überzug und ist daher     dehnbar.     



  In     Fig.    2 ist die     Schuheinlage    unter Be  lastung dargestellt. Zur     besseren    Darstellung  der     einwirkenden    Belastung ist über die Ein  lage ein- Fussskelett gezeichnet. Auf die     un-          dehnbaren,    mit Leder überzogenen Flächen  kommt bei c die Ferse I und bei d der Fuss  ballen     II    aufzusitzen. Die Fusswölbung     HI     kommt auf den dehnbaren Gummiteil     a-a     zu liegen.           Fig.    3 zeigt die Draufsicht auf die Ein  lage (Ansicht von oben).

   C bezeichnet die       urdehnbare,    mit Leder überzogene Gummi  fläche, während D den dehnbaren Gummiteil  bezeichnet. Auf dem druckbelasteten Teil C  der     Gummihohleinlage    kommen Fussballen.  Ferse     und    äusserer (seitlicher) Fussrand auf  zuliegen, während auf der mit D bezeichne  ten Fläche das Fussgewölbe ruht.  



       Fig.    4 zeigt ebenfalls eine Aufsicht auf  die Einlage wie     Fig.    3, nur erweitert für  Spreizfüsse. Hier ist dem     Quergewölbe    des  Fusses entsprechend eine weitere Fläche eben  falls elastisch gelassen. Diese Stelle ist in der  Zeichnung mit E bezeichnet.  



  Der Fuss tritt mit seinen Hauptstütz  punkten (Ferse, Fussballen und äusserem  Fussrand) auf die Unterlage und verdrängt  somit Flüssigkeit, welche nur (beim ersten  Beispiel) unter das Fussgewölbe ausweichen  kann. Dieses wird also entsprechend der Be  lastung gestützt, und zwar entspricht der  Stützdruck immer der Belastung, das heisst.  bei geringer Belastung wird er infolge gerin  ger Flüssigkeitsverdrängung auch gering  sein und umgekehrt.  



  In jedem Falle wird eine gute Entlastung  des Fussgewölbes erreicht. Dabei ist das Ge  wölbe     nicht    einfach statisch entlastet, son  dern der Stützdruck passt sich dynamisch der  Belastung an.  



  Die dargestellte Einlage stellt im Gegen  satz zu allen bekannten Einlagen ein wirk  liches Heilmittel dar.  



  Im     Mittelpunkt    der     Überlegung,    die zu  dieser Erfindung geführt hat, stand die Tat  sache, dass alle bisher gebräuchlichen ortho  pädischen Einlagen den Grundfehler in sich  tragen, dass sie das Leiden des Senkfusses und  Knickfusses, wie Geheimrat Prof. Dr. Erich  Leger besonders hervorhebt, verschlimmern,  so dass eine Person, die wegen Anlage zum  Senk- und Knickfuss einmal irgend eine Ein  lage getragen hat, dieselbe nie mehr ablegen  kann. Dieser Umstand ist darauf zurück  zuführen, dass alle gebräuchlichen Einlagen  lediglich die Aufgabe haben, die Fusswölbung  (Längs- und     Quergewölbe)    mit einem Gegen-    stand aus Metall, Holz, Kork, Gummi, Zellu  loid auszufüllen. Alle diese Ausführungs  formen wirken schädigend.

   Durch eine ein  fache Ausfüllung der Fusswölbung mit irgend  einem Material wird zwar erreicht, dass das  Gewölbe gestützt wird und sich nicht weiter  senken kann. Die Beschwerden werden da  durch für einige Zeit beseitigt, wobei aber  gleichzeitig der Keim für den Fortschritt  des Leidens gelegt wird. Denn durch die  einfache Ausfüllung und Entlastung des Ge  wölbes werden die Muskeln und Bänder,  welche die Fusswölbung halten, ebenfalls ent  lastet und weitgehend ausser Tätigkeit ge  setzt.  



  Es ist eine bekannte physiologische Tat  sache, dass Muskeln und Bänder, wenn sie  ausser Tätigkeit gesetzt werden, in kurzer  Zeit, schon in einigen Wochen, in ihrer Le  bensfunktion herabgesetzt werden und er  schlaffen, also     atrophisch    werden, wie auch  im Gipsverband nach Knochenbrüchen schon  nach 14 Tagen ein messbar festzustellender  Muskelschwund eintritt.  



  Die Aufgabe der Erfindung bestand nun  darin, eine Einlage zu schaffen, die einer  seits das Fussgewölbe hinreichend immer der  Belastung     entsprechend    stützt, also die     Be-          s        c        'hwerden        beseitigt        beseitigt        und        anderseits        dabei     gleichzeitig in     elektiver    Weise die Muskeln  und Bänder trainiert, welche das Gewölbe       halten.    Es     wird    durch die Erfindung eine  bessere, nämlich eine ausreichend starke und  dabei anschmiegende,

   jedem Belastungs  moment sich anpassende Stützung des Ge  wölbes geschaffen. Gegensätzlich zu den bis  herigen Einlagen wird aber durch die  Stützung keine Schädigung der Muskeln und  Bänder hervorgerufen, sondern im Gegenteil  mit und durch die Stützung eine stetige  Besserung und Heilung des Grundleidens  herbeigeführt. Denn die beschriebene Einlage  bringt für den Träger eine stetige Übung der  Muskeln und Bänder zwangsläufig mit sich.  



  Ausser der elastischen (dehnbaren) Fläche  unter dem     Hauptfussgewölbe    kann auch noch  eine weitere dehnbare Fläche vorgesehen  werden unter dem sogenannten Quergewölbe           (Fig.    4), wodurch die gleiche entlastende  Wirkung auch für Spreizfüsse erzielt wird.  



  Bei der angemeldeten     Erfindung    wird  also durch die elastische     Längwölbung    (bei       Spreizfüssen    auch durch die     elastische    Quer  wölbung) erreicht, dass die Einlage auch im       unbelasteten    Zustande der ganzen Fussunter  fläche anliegt und daher jede Flüssigkeits  verdrängung in Stützdruck verwandelt wer  den     kann.    Daraus ergibt sich, dass eine ge  ringe Flüssigkeitsmenge zur Erzeugung des  Stützdruckes erforderlich ist und die lichte  Weite des unter Ferse, Fussballen und seitli  chem Fussrand befindlichen Raumes eng ge  halten und die gesamte Einlage     dünn    und  fast in jeden Schuh passend ausgeführt wer  den kann.  



  Der Lederüberzug wirkt sich auch in der       Richtung    aus, dass die     Gummiwand    selbst  dünn gehalten werden     kann,    weil durch den  Überzug die Gefahr des     Platzens    weitgehend  ausgeschaltet wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Orthopädische Schuheinlage, dadurch ge kennzeichnet, dass sie aus einem mit Flüssig keit gefüllten Gummihohlkörper besteht, der mit Leder überzogen ist und der nur an min destens der dem Fussgewölbe entsprechenden Stelle der Hohlkörperoberwand eine von diesem Überzug freie - also dehnbare und sich nach oben vorwölbende Wandungs- fläche besitzt, so dass durch Flüssigkeits verdrängung aus den undehnbaren, unter Ferse,- aussenseitlichem Fussrand und Fuss ballen liegenden Hohlräumen in den dehn baren,
    unter der Fusswölbung liegenden Hohlraum eine dem jeweiligen Belastungs moment entsprechende Stützwirkung und Entlastung des Gewölbes erreicht wird bei gleichzeitig richtiger .Einstellung des Fusses (Supination) und Übung der Muskeln, die zur Erzeugung dieser Haltung dienen. UNTERANSPRUCH: Orthopädische Schuheinlage für Spreiz füsse, nach dem Patentanspruch, gekennzeich net durch eine zweite freie, und daher dehn bare, sich vorwölbende an der dem Fussquer gewölbe entsprechenden Stelle befindliche Gummiwändungsfläche.
CH198265D 1936-11-21 1937-06-25 Orthopädische Schuheinlage. CH198265A (de)

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