Vorrichtung zum Schutze von Mikrophonen vor Windstörungen. Bei der Benützung von Mikrophonen im Freien, wie zum Beispiel zur Standortsbestim mung von Geschützen nach dem bekannten Schallrichtungsmessverfahren, ist es oft not wendig, dieselben vor dem Einfuss des Win des zu schützen, damit durch den Wind keine störenden Nikrophonströme erzeugt werden. Namentlich die Glühdrahtmikrophone (Tuk- kermikrophone) sind auf Luftströmungen und auf deren Schwankungen sehr empfindlich.
Dies ist bedauerlich, da gerade diese Mikro phone wegen ihrer grossen Ansprechfähigkeit, namentlich bei tiefen Schallfrequenzen, für viele Zwecke besonders geeignet sind. Aber auch bei andern Mikrophonen ist ein wirk samer Windschlitz oft von grossem Vorteil.
Man hat schon früher versucht, diesen Übelstand dadurch zu beseitigen, dass man zwischen die -Schallquelle und den schall empfindlichen Teil des Mikrophons in der Nähe des letzteren eine Vorrichtung (schwin gende Membran, akustische Filter usw.) brachte, welche die ganz tiefen Frequenzen viel stärker dämpfte als die höheren Frequen zen. Man ging dabei von der Ansicht aus, dass die Schwankungen des Windes mit klei neren Frequenzen erfolgen, während im auf zunehmenden Schall höhere Frequenzen vor herrschen. Nun ist aber infolge der verhält nismässig grossen Dämpfung der akustischen Systeme eine scharfe Trennung der verschie denen Frequenzen nicht möglich: Dazu kommt noch, dass der Wind nicht eine rein laminare Strömung darstellt.
Namentlich an den' von der Luft umströmten Körpern bildet sich bei gesteigerter Windstärke eine turbulente Strö mung aus. Der zeitliche Verlauf des Luft druckes am ungeschützten Mikrophon wird ganz unregelmässig, wie er durch Überlage rung von vielen Schwingungen verschieden ster Frequenzen erhalten wird. Es treten also auch Störungen auf; deren Frequenzen in den aufzunehmenden Frequenzbereich fallen, wel che sich somit durch lediglich frequenzabhän- gige Mittel von dem aufzunehmenden Schall nicht trennen lassen.
Ein weiteres bekanntes Verfahren zum Schutze der Mikrophone vor den Windstörun gen besteht darin, dieselben mit Hüllen zu umgeben (Tuch) bezw. zwischen Schallquelle und schallempfindlichen Teil des Mikrophons in der Nähe des letzteren Medien anzubrin- gen, welche den Schall durchlassen, die tur bulenten Strömungen jedoch vom schallemp findlichen Teil des Mikrophons abhalten. Die bis jetzt verwendeten Anordnungen hatten den Nachteil, auch auf den aufzunehmenden Schall dämpfend einzuwirken, wodurch na türlich die Empfindlichkeit stark herabgesetzt wurde.
Die störenden Einflüsse des Windes kön nen dadurch dem Mikrophon ferngehalten werden, dass dessen schallempfindlichem Teil eine Vorrichtung nach der Erfindung, vorge setzt wird, welche mehrere parallele Luft kanäle aufweist. Eine solche Vorrichtung hat die Eigenschaft, den aufzunehmenden Schall nahezu dämpfungsfrei zum Mikrophon durch zulassen, währenddem turbulente Luftströ mungen von ihm ferngehalten werden. Eine Anwendung einer beispielsweisen Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist in Fig. 1 schematisch dargestellt. S ist die Schallquelle, M das Mikrophon, T der Schalltrichter, an dessen Eingang sich die parallele Kanäle .g aufweisende Windschutz vorrichtung W befindet.
In Fig. 2 ist diese Vorrichtung W zum bessern Verständnis per spektivisch und zum Teil aufgeschnitten dar gestellt.
Device for protecting microphones from wind disturbances. When using microphones outdoors, for example to determine the location of guns using the known sound direction measurement method, it is often necessary to protect them from the influence of the wind so that no disruptive nicrophon currents are generated by the wind. The filament microphones (toukker microphones) in particular are very sensitive to air currents and their fluctuations.
This is regrettable, since it is precisely these microphones that are particularly suitable for many purposes because of their great responsiveness, especially at low sound frequencies. But also with other microphones, an effective wind slit is often a great advantage.
Attempts have already been made to remedy this problem by placing a device (vibrating membrane, acoustic filter, etc.) between the sound source and the sound-sensitive part of the microphone near the latter, which absorbs the very low frequencies more attenuated than the higher frequencies. It was assumed that the wind fluctuates with smaller frequencies, while higher frequencies prevail in response to increasing sound. However, due to the relatively large attenuation of the acoustic systems, a sharp separation of the different frequencies is not possible: In addition, the wind does not represent a purely laminar flow.
In particular on the bodies around which the air flows, a turbulent flow develops when the wind strength increases. The time course of the air pressure on the unprotected microphone is quite irregular, as it is obtained by overlaying many vibrations of different frequencies. Disturbances also occur; the frequencies of which fall within the frequency range to be recorded, which thus cannot be separated from the sound to be recorded by means that are merely frequency-dependent.
Another known method for protecting the microphones from Windstörun conditions is to surround the same with covers (cloth) or. to be placed between the sound source and the sound-sensitive part of the microphone in the vicinity of the latter, media that allow the sound to pass through, but keep the turbulent flows away from the sound-sensitive part of the microphone. The arrangements used up to now had the disadvantage of having a dampening effect on the sound to be recorded, which of course greatly reduced the sensitivity.
The disruptive influences of the wind can be kept away from the microphone by the fact that its sound-sensitive part is provided with a device according to the invention, which has several parallel air ducts. Such a device has the property of allowing the sound to be recorded to the microphone with almost no attenuation, while turbulent air currents are kept away from him. An application of an exemplary embodiment of the subject matter of the invention is shown schematically in FIG. S is the sound source, M is the microphone, T is the horn, at the entrance of which the parallel channels .g wind protection device W is located.
In Fig. 2 this device W is provided for a better understanding by perspective and partially cut open represents.