CH198412A - Verfahren zum Metallisieren von Unterlagen durch Metallbedampfung, wobei bestimmte Stellen der zu metallisierenden Unterlagen von Metall freigelassen werden. - Google Patents

Verfahren zum Metallisieren von Unterlagen durch Metallbedampfung, wobei bestimmte Stellen der zu metallisierenden Unterlagen von Metall freigelassen werden.

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CH198412A
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Aktiengesellschaft Rober Bosch
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Bosch Robert Ag
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  Verfahren zum     Metallisieren    von Unterlagen durch     1Vletallbedampfnng,    wobei bestimmte  Stellen der zu metallisierenden Unterlagen von Metall freigelassen werden.    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum  Metallisieren von Unterlagen durch     rein    ther  mische Metallverdampfung im Vakuum. Bei  einer solchen Verdampfung wird beispiels  weise das aufzudampfende Metall in einem       evakuierten        4efäss    erhitzt, bis es verdampft,  und der Dampf wird ebenfalls     im    Vakuum       unmittelbar    auf der zu metallisierenden Un  terlage niedergeschlagen.

   Um bei einer sol  chen Arbeitsweise     bestimmte    Stellen der Un  terlagen von dem Metallniederschlag freizu  halten,     wurden    bisher Schablonen verwendet,  die die Unterlagen an den betreffenden Stel  len abdeckten. Derartige     Schablonen    hatten  den Nachteil, dass sie sich ebenfalls mit dem  Metall beschlagen, so dass die von den Scha  blonen freigelassenen Stellen -mit der Zeit  zuwachsen.

   Es ist deshalb erforderlich, die       Schablonen    sehr häufig     auszuwechseln.    Bei  kontinuierlichen     Bedampfungsverfahren,    bei  denen auf     einem    vorbeilaufenden Band     ab-          v@echselnd    metallfreie und metallisierte Stel-         len    aufeinanderfolgen sollen, haben die Scha  blonen ferner noch den Nachteil, dass sie mit  der zu bedampfenden Unterlage mitlaufend  angeordnet     werden    müssen.  



  Gemäss der     Erfindung    werden die metall  freien Stellen     in    wesentlich einfacherer  Weise dadurch hergestellt, dass auf die frei  zulassenden Stellen vor der     Metallisierung     ein im flüssigen oder halbflüssigen Zustand       befindlicher,    bei Erhitzung im Vakuum  Dämpfe hergebender Stoff aufgebracht wird.  Es hat sich gezeigt, dass sieh an solchen Stel  len kein     Metallniederschlag    bildet.

   Es ist dies  darauf zurückzuführen, dass die bei der     Be-          dampfung    im Vakuum sehr- heissen Metall  dampfmoleküle an den metallfrei zu lassen  den Stellen aus dem aufgebrachten Stoff  Dämpfe auslösen,     die    ein Polster gegen das       Eindringen    der     Metalldampfmoleküle    bilden.  



  Als Stoffe, die den     Metallniederschlag          verhindern,        kommen    -vor allem     grossmolekü-          lige        organische    Stoffe     in    Frage. Unter die-      sen eignen sich in erster Linie     grossmolekü-          lige    reine     Kohlenwasserstoffe    für den beab  sichtigten Zweck oder solche     grossmolekülige     organische     Stoffe,    welche ausser entsprechend  vielen Kohlenstoff- und Wasserstoffatomen  andere Elemente enthalten. Sehr gut haben  sich auch bewährt Fette und Öle.

   Es eignen  sich aber auch die Halogenabkömmlinge der       gohlenwasserstoffe,    ferner Alkohole, wie  z. B. Glyzerin, sowie Harze, Wachse, Pa  raffine und andere organische Stoffe.  



  Da zum Beispiel bei Fett bereits die ge  ringsten Fettspuren genügen, um einen Nie  derschlag des     Metalles    zu verhindern,     bann     man bereits mit hauchdünnen Fettschichten  das gewünschte Ziel erreichen. Die Verwen  dung sehr dünner Schichten ist deshalb be  sonders vorteilhaft, weil hierdurch vermieden  wird, dass die Ränder der Schicht verlaufen,  wodurch sich unscharfe Metallränder auf der  Unterlage ergeben würden.  



  Beispielsweise bringt man für die tech  nische Herstellung des Metallniederschlages  unter Freilassung bestimmter Stellen die       niederschlaghindernde    Schicht durch Auf  drucken auf die zu metallisierende Unterlage  auf. Man kann hierdurch in einfachster       .Weise    jedes     gewünschte    Muster in der Me  tallschicht erhalten, indem man entweder das  Muster selbst aufdruckt, wobei dann der  Musterabdruck metallfrei bleibt, oder indem  man ein Negativ des Musters aufdruckt, wo  durch dann das Muster selbst als Metall  niederschlag entsteht.  



  Zum Bedrucken kommen nicht nur die  in der Druckerei üblichen Öle in Frage, son  dern auch jedes andere Öl. Wo es auf Er  zielung sehr scharfer Ränder ankommt,  nimmt man zweckmässig solche Stoffe, deren       Kapillarkraft    bei den in Anwendung kom  menden Temperaturen noch klein bleibt, so  dass die Ränder nicht verwaschen werden.  Ausser Ölen können Stoffe von butterartiger  Konsistenz, wie z. B. Vaseline, aber auch  Harze und Wachse oder andere organische  Stoffe in dünnsten Schichten zum     Bedruk-          ken    verwendet werden.    Handelt es sich um zu metallisierende  Bänder, z.

   B. um Papierbänder, so kann  man zum Beispiel bei Verwendung einer  sehr dünnen Fettschicht zunächst das Papier  einer ganzen Rolle mit dem Fettmuster be  drucken und wieder aufspulen, ohne dass  hierbei die nicht bedruckten Teile fettig wer  den. Hierauf wird die Rolle in die     Bedamp-          fungseinrichtung    eingesetzt, das Band von  der Rolle abgespult, an der     Bedampfungs-          düse    vorbeigeführt und wieder aufgespult.  



  In solchen Fällen, in denen es auf scharfe  Metallränder ankommt, ist es jedoch besser,  das Bedrucken erst in dem unter Vakuum  stehenden     Bedampfungsgefäss    unmittelbar  vor der     Bedampfung    vorzunehmen, damit das  Fett keine Zeit hat, seine Ränder zu ver  wischen.  



  Das Verfahren ist anwendbar für Auf  drucke aller Art, also zum Beispiel auch zu  Reklamezwecken auf Einwickelpapier oder  zu ähnlichen Zwecken. Hierbei kann zum  Beispiel der Aufdruck oder der übrige Teil  des Papiers durch Aufbringen des nieder  schlaghindernden Stoffes von Metall frei  gehalten werden.  



  Ferner eignet es sich sehr gut zur Her  stellung von metallisiertem Papier, wie es  für den Zusammenbau von elektrostatischen  Kondensatoren Verwendung finden kann.  Durch Markierungen nach bestimmten Pa  pierlängen, z. B. mit Fett, kann man bei der  Herstellung des metallisierten Papiers me  tallfreie Marken anbringen, die später beim  Zusammenbau eines     Kondensators    einen Hin  weis geben für die aufgewickelte wirksame  Länge des Papiers. Da bei diesen Konden  satoren das metallisierte Papier meist einen  metallfreien Rand besitzen muss, kann dieser  Rand ebenfalls durch Einfetten oder durch  Aufbringen eines andern     niederschlaghin-          dernden    Stoffes vor der     Bedampfung    herge  stellt werden.  



  Man kann das angegebene Verfahren auch  zur Herstellung solcher Kondensatoren ver  wenden, bei denen der Metallniederschlag  auf     Glimmerplatten    oder auf     Platten,    aus  keramischem Material aufgebracht wird.      Hierbei werden vor der     Metallisierung    die  metallfrei zu lassenden Stellen der Platten  mit den     genannten    Stoffen bedeckt.  



  Auch zur Herstellung von Widerständen  eignet sich das Verfahren. Bringt man näm  lich durch     Metallaufdampfung    dünne Metall  schichten     auf        Isolierstoffbänder    auf, so stellt  der Metallbelag des Bandes     einen        Ohmschen     Widerstand dar. Dieser Widerstand kann  dadurch noch vergrössert werden, dass die  Metallschicht     mäanderartig    auf dem Band  verläuft. Zu diesem Zweck braucht man nur  das Band vor der     Bedampfung        mäanderartig          mit    einem     niederschlaghindemden    Stoff, z. B.

         mit    Fett, zu bedrucken, der     diejenigen    Stel  len bedeckt, die bei der     Bedampfung    von Me  tall frei bleiben sollen. In dieser Weise       mäanderartig    metallisierte Papierbänder  kann man zu Wickeln aufrollen     und    erhält  so sehr brauchbare     Ohmsche    Widerstände für  elektrotechnische Zwecke, die sich beispiels  weise sehr gut für Kombinationen von Wi  derständen und, Kapazitäten eignen.  



  Auch elektrische Scheibenspulen lassen  sich     in        entsprechender    Weise herstellen. Man  braucht nur auf     einem        Isolierstoffband     Längsstreifen beispielsweise mit Fett aufzu  bringen. Beim darauffolgenden Bedampfen  ergeben sich zwischen den Fettstreifen Me  tallstreifen, die nach dem Aufwickeln des  Papiers     Scheibenspulenwicklungen    darstellen,  die parallel oder, beispielsweise zur Erzeu  gung     sehr    hoher     Spannungen,    in Serie mit  einander     verbunden    werden     können.     



  Auch zur Herstellung von Kinofilmen  eignet sich das angegebene Verfahren,     wenn     man das zu projizierende Bild auf einem  durchsichtigen     Filmband    in Form eines  Metallrasters aufbringt. Die zwischen den       Rasterpunkten    freibleibenden Stellen werden       zunächst    mit einem     niederschlaghindernden     Stoff, z. B. mit Fett, aufgedruckt.     Dann     wird der Film mit Metall bedampft.

   In die  ser Weise hergestellte Bilder haben den Vor  teil, dass die metallisierten, lichtundurchläs  sigen Punkte das Licht stark reflektieren  und nicht absorbieren, wie es die schwarzen  Stellen bei den bisherigen Filmen tun.     Wenn       aber     eine    geringere Absorption stattfindet,  wird der Film während der     Vorführung     weniger stark erhitzt.  



  Man kann das angegebene Verfahren auch  für Tonfilmaufnahmen verwenden, indem  man beispielsweise einen ölführenden Kör  per, vorzugsweise aus nachgiebigem Werk  stoff, entsprechend den     aufgezeichneten    Ton  schwingungen mit leichter Reibung auf dem  Filmband     schwingen    lässt, wobei er auf dem  vorbeilaufenden     Filmband        einen    Ölhauch  aufzeichnet, dessen Grenze sich entsprechend  den     Tonschwingungen    verändert. Nach dieser  Aufzeichnung wird das Band durch Metall  bedampfung entwickelt und     kann    dann in  bekannter Weise für die Tonwiedergabe mit  auffallendem oder durchfallendem Licht ver  wendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Metallisieren von Unter lagen durch rein thermische Metallbedamp- fung im Vakuum, wobei bestimmte Stellen der zu metallisierenden Unterlagen von Me tall freigelassen werden, dadurch gekenn zeichnet, dass auf die freizulassenden Stel len vor der Metallisierung ein bei Erhitzung im Vakuum Dämpfe hergebender Stoff in flüssigem oder halbflüssigem Zustand auf gebracht wird. UNTERANSPRMHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als niederschlaghin- dernder Stoff ein grossmoleküliger orga nischer Stoff verwendet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als niederschlaghin- dernder Stoff ein grossmoleküliger Koh lenwasserstoff verwendet wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als nieder schlaghindernder- Stoff ein Fett verwen det wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als niederschlag hindernder Stoff ein Öl verwendet wird. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der niederschlaghindernde Stoff fett ähnliche Konsistenz besitzt. ss. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der niederschlaghindernde Stoff öl- ähnliche Konsistenz besitzt. 7. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der nieder schlaghindernde Stoff auf die freizulas senden Stellen hauchdünn aufgebracht wird. B.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als niederschlaghin- dernder Stoff ein Stoff verwendet wird, dessen Kapillarkraft bei der Behand lungstemperatur klein ist. 9. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die freizulassenden Stellen mit dem niederschlaghindernden Stoff bedruckt werden. 10.
    Verfahren nach Patentanspruch zur Me- tallisierung von Bändern, dadurch ge kennzeichnet, dass die zu bedampfenden Bänder in dem Bedampfungsgefäss un mittelbar vor der Bedampfung mit dem niederschlaghindernden Stoff bedruckt und dann bedampft werden. 11. Verfahren nach Patentanspruch zur Her stellung von metallisierten Papieren, die mit Reklameaufdrucken versehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Re klameaufdruck oder der übrige Teil des Papiers durch Aufbringen eines nieder- schlaghindernden Stoffes gemäss Patent anspruch von Metall freigehalten wird. 12.
    Verfahren nach Patentanspruch zur Her stellung von metallbedampftem Isolier stoffband für Wickelkondensatoren, da durch gekennzeichnet, dass zur Markie rung der Länge des metallisierten Ban des in gewissen Abständen metallfreie Stellen in der im Patentanspruch be schriebenen Weise hergestellt werden. 13. Verfahren nach Patentanspruch zur Her stellung von metallbedampftem Papier band für Wickelkondensatoren, dadurch gekennzeichnet, dass zur Markierung der Länge des metallisierten Bandes in ge wissen Abständen metallfreie Stellen in der im Patentanspruch beschriebenen Weise hergestellt werden. 14.
    Verfahren nach Patentanspruch zur Her stellung von metallbedampftem Dielek- trikum für Kondensatoren, dadurch ge kennzeichnet, dass der metallfreie Rand auf die im Patentanspruch beschriebene Weise hergestellt wird. 15. Verfahren nach Patentanspruch zur Her stellung dünner metallischer Wider standsschichten auf Isolierstoff durch Metallbedampfen, dadurch gekennzeich net, dass mäanderförmige Metallschich ten durch Aufbringen eines niederschlag hindernden Stoffes auf die nicht zu me tallisierenden Stellen gemäss Patentan spruch hergestellt werden.
CH198412D 1936-03-30 1937-03-22 Verfahren zum Metallisieren von Unterlagen durch Metallbedampfung, wobei bestimmte Stellen der zu metallisierenden Unterlagen von Metall freigelassen werden. CH198412A (de)

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