CH198455A - Verfahren zum Aufzeichnen von Schwingungen. - Google Patents
Verfahren zum Aufzeichnen von Schwingungen.Info
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Description
Verfahren -um Aufzeichnen von Schwingungen.- Die photographischen Schallaufzeichnungs- verfahren haben den Nachteil der umstand liehen und zeitraubenden -Entwicklung und ergeben wegen der Körnung' der Silbernieder schlage einen hohen Störspiegel.
Die mechanischen Verfahren der Auf zeichnung, bei denen ein Schriftträger zer- spannt wird, haben den Nachteil der geringen Lebensdauer des abzutastenden Trägers und der Betriebsunsicherheit des spanabhebenden Werkzeuges (Saphir) und ergeben infolge der verhältnismässig grossen Masse dieses Werk- zeuges Schwierigkeiten beim Aufzeichnen der höchsten Frequenzen.
Nach dem erfindungsgemässen Verfahren können diese Nachteile vermieden werden, in dem ein Träger an einem im Rhythmus der aufzuzeichnenden Schwingungen gesteuerten Glied vorbeibewegt wird und während dieses Transportes ein Farbstoff auf ihn zunächst aufgetragen und -darauf mittels des Gliedes entsprechend den aufzuzeichnenden Schwin gungen verteilt wird.
Die Erfindung bezieht sich auch auf eine Vorrichtung zur Durchführung des erfin dungsgemässen Verfahrens, von der in der Zeichnung einige Ausführungsbeispiele sche matisch veranschaulicht sind, und zwar zeigt: Fig. 1 eine Vorrichtung mit vertikal schwingendem Verteilungsglied, Fig. 2 den Teil der Vorrichtung zur Auf- bringung des Farbstoffes auf den Träger;
Fig. 3 eine Vorrichtung, die sich für Am plitudenschrift eignet, Fig. 4 eine Vorrichtung für Gegentakt- aufzeichnung, Fig. 5 einen Schreiber, Fig. 6 einen Einzelteil dieses Schreibers, und Fig. 7 eine besondere Ausführungsform des Schreibers.
In der Fig. 1 wird der Träger 1 in Rich tung des Pfeils bewegt. (In der Zeichnung sind bandförmige Träger dargestellt. Man kann statt dessen auch andere Träger be nützen und zum Beispiel auf Platten oder Zylindern in Spiral- bezw. Schraubengängen aufzeichnen). Durch eine nicht dargestellte Pumpe wird aus einer Düse 2 eine zähe Farb- masse in Form eines Farbmassenstranges 3 auf den Träger 1 aufgetragen.
Die Pumpe soll ganz gleichmässige Mengen fördern und soll daher bei Verstopfungen einen hohen Druck entwickeln können. Ein Messer 4, das entsprechend den Schallschwingungen in Richtung der Pfeile 5 schwingt, streicht den Farbstrang zu einem breiteren Streifen aus, dessen Schichtdicke den Schwingungen ent sprechend mehr oder weniger gross ist. Vor dem Messer 4 bildet sich eine tropfen- oder wulstförmige Farbmassenanhäufung 6, die gewissermassen einen kleinen Farbvorrat bil det. Hinter dem Messer 4 liegt die Farbmasse in wechselnder Schichtdicke.
Infolge der hohen Zähigkeit der Farbmasse erstarren die Wellenzüge 7, die das Schwingmesser 4 in die Farbmasse hineingearbeitet hat. Ausser dem tritt durch das Verdunsten des Farb- massenlösungsmittels nach kurzer Zeit ein endgültiges Festwerden der Wellenzüge 7 ein, wobei dann die Farbe so hart und unver letzlich wird, wie man es zum Beispiel mit hart trocknenden Lacken erreichen kann. Das schnelle Trocknen kann ausser durch geeig nete Zusätze zur Farbe auch durch entspre chende Trocknungsvorrichtungen unterstützt werden.
Der Farbstrang 3 zwischen Düse 2 und Messer 4 kann beliebig kurz sein; man kann aber auch zwischen der Düse 2 und dem Schwingmesser 4 noch ein oder mehrere nicht schwingende, feststehende, federnde oder ge wichtsbelastete Verteilermesser anordnen, die dem Schwingmesser 4 die Arbeit des Breit- schmierens der Farbmasse ganz oder teil weise abnehmen.
Das Schwingmesser 4 braucht nicht senk recht auf dem Träger 1 zu stehen, man kann es auch ähnlich wie eine Grammophonnadel schräg anordnen. Um die richtige Mittellage des Messers 4 zu gewährleisten, kann man zum Beispiel den Schreiber (d. h. Messer mit Antriebssystem) durch mechanische Begren zungen, wie Anschläge oder Rollen, in einer bestimmten Höhe, oder auch in einer regel bar einstellbaren Höhe über dem Träger fest legen oder ihn leicht beweglich in der Ver tikalrichtung anordnen, wobei durch einen leichten, vorzugsweise regelbaren Druck der Schreiber und somit das Messer gegen den Träger gedrückt wird. Bei stärkerem Druck schmiert das Messer die Farbmasse zu einem breiteren, dafür im Mittel weniger dicken Streifen auseinander, während bei verminder tem Andruck ein schmälerer, aber dickerer Farbstreifen erzeugt wird.
Um ein Eintrocknen des Farbstoffes in der Düse beim Nichtgebrauch der Vorrich tung zu verhindern, wird zweckmässig in der Ruhestellung Düse und Schreiber zum Bei spiel mittels einer Verschlussklappe luftdicht verschlossen. Zweckmässig ist es ferner, wenn der abgeschlossene Raum kommuniziert mit einem Gefäss, in dem sich ein Lösungsmittel des Farbstoffes befindet. In der Fig. 2 ist ein solcher Verschluss für einen bandförmigen Träger dargestellt. Hierbei ist 8a und 8b der Ober- bezw. Unterteil eines Verschlusskastens, in den die Düse 2 hineinragt und in dem sich der Schreiber 9 mit dem Schwingmesser 4 be findet.
Ober- und Unterteil werden bei Nicht gebrauch luftdicht (z. B. mit Hilfe von Gummidichtungen) miteinander verbunden. Dieser Verschluss kann mechanisch zwangs läufig mit irgendwelchen Bedienungsgriffen, die zum Ausserbetriebsetzen des Apparates dienen, verbunden sein, damit ein versehent liches Nichtschliessen vermieden wird. Ein angehängtes Gefäss 10 enthält ein Lösungs mittel 11. Ein Docht 12 saugt das Lösungs mittel 11 auf und bringt so in dem abge schlossenen Raum einen hinreichend hohen Dampfdruck zustande, so dass ein Eintrock nen an der Düse 2 oder dem Messer 4 ver mieden wird. Das Gefäss 10 besteht zweck mässig aus Glas.
Bei flüchtigen Lösungsmit teln ist es nicht notwendig, einen Docht an zuordnen, es ist dann nur nötig, den Raum, der das Lösungsmittel enthält, durch eine feine Bohrring mit dem Verschlussraum zu verbinden.
Die fertige Tonschrift kann mit Licht in der üblichen Weise abgetastet werden. Die Absorption der aufgetragenen Farbschichten ist nicht der Dicke der Schicht proportional, sondern erfolgt nach einer Exponentialfunk- tion; innerhalb kleinerer Bereiche jedoch kann der Zusammenhang als genügend gerad linig angesehen werden. Um, auch grössere Be reiche ausnützen zu können, können verschie dene Methoden der Entzerrungen zur An Wendung kommen, die einzeln oder in Kom bination angewandt werden können. So kann man zum Beispiel ein Gegentaktverfahren anwenden.
Man kann ferner die krummlini- gen Kennlinien von Verstärkerröhren oder von Kupferzellen-Gleichrichtern oder auch die gekrümmten magnetischen Kennlinien (bei magnetisch bewegtem Schreiber) an wenden, um eine entsprechende gegenläufige Verzerrung beim Schreiben herbeizuführen, die bei der Wiedergabe durch den nicht linearen Zusammenhang zwischen Absorp tion und Schichtdicke wieder kompensiert wird. Man kann auch den Schreiber ganz oder teilweise ohne Verzerrungen betreiben, und dafür bei der Wiedergabe in entsprechender Weise die Entzerrung herstellen.
Das Schwingmesser braucht mit seiner untern Kante nicht unbedingt parallel zur Trägerebene zu stehen. Es kann auch mit der untern gante schräg zur Trägerebene ange ordnet Weden, so dass auf diese Weise an ver schiedenen Stellen der Breite des Messers verschieden dicke Farbaufstriche entstehen, wie dies in Fig. 3 gezeichnet ist. Hier liegt ein sehr dünnes, biegsames Messer, schräg liegend, mit der Ecke 4a auf - dem Träger 1 auf. Die Ecke 4b ist angehoben. Da das Messer in Richtung der Pfeile 5 schwingt, so verschiebt sich beim Schwingen der Punkt 13, d. h. der Punkt, an dem das Messer von 4b ausgehend erstmalig den Träger berührt.
Die auf diese Weise entstehende Tonschrift 7 in Fig. 3 stellt dann angenähert eine Amplitu- denschrift dar, falls man eine derart stark deckende, d. h. stark undurchsichtige Farbe verwendet, dass schon bei sehr dünnen Schich ten ein völliges Abdunkeln des Lichtes er zielt wird.
In .der Fig. 4 ist ein Gegentaktverfahren schematisch dargestellt. Das Messer ist hier bei an der Achse 14 befestigt und führt Os zillationen um diese Achse herum aus, wo durch die beiden Tonspuren 7a und 7b gegen läufig gesteuert werden.
Das Verfahren kann auch zur Aufzeich nung anderer Schwingungen, z. B. für die Bildübertragung, angewendet werden.
Falls die Aufzeichnung nur für sofortige Abtastung benutzt werden soll, kann sehr langsam trocknende Farbe über die Breite der beabsichtigten Aufzeichnung verteilt werden, dort von dem Messer beeinflusst und nach der Abtastung wieder gleichmässig ver teilt werden, damit die Aufzeichnung wieder holt werden kann.
Das Messer des Schreibers (Fig. 5 und 6) besteht aus einer kleinen Zunge 14, die einen Teil einer dünnen Platte 15 bildet. Der Teil 14 hat beispielsweise die Ausmasse von 2 mm X 2 mm X 0,03 mm. Die dünne Platte 15 ist auf einer Platte 16 mittels Schrauben 17 befestigt, die seinerseits mittels derselben Schrauben an die Weicheisenmasse 18 befe stigt ist. Der Teil 18 trägt ein Polstück 19, auf dem eine Spule 20 sitzt. Der Pol ist der art angeordnet, dass, die Zunge 14 sich in seinem Feld befindet.
Werden der Spule 20 Ströme im Rhythmus der aufzuzeichnenden Schwingungen zugeführt, so wird die Zunge durch das. Magnetfeld des Pols 19 im gleichen Rhythmus bewegt, so dass sie die auf den Träger 1 aufgebrachte Farbmasse 3 entspre chend diesem Rhythmus mehr oder weniger eindrückt.
. Der genannte Schreiber 14-20 besitzt ein Schutzgehäuse 21, das an einem doppel- armigen Hebel 22 befestigt ist, der sich um einen Drehpunkt 23 drehen kann und ein ver stellbares Gegengewicht 24 trägt. Das Gegen gewicht 24 wird vorzugsweise so eingestellt, dass der Schreiber mit nur sehr geringem Druck auf. der Farbmasse 3 aufliegt, so dass die Zunge 14 auf dieser Farbmasse schwimmt. Statt eines Gegengewichtes kann auch eine Feder benutzt werden, die unmittelbar auf den Schreiber wirkt.
In einem solchen Fall bildet die sich un ter dem Schreibmesser ansammelnde Farb- masse eine Dämpfung für die Schwingungen der Zunge. Durch Wahl verschiedener Farb- massen, oder bei Benutzung gleicher Farb- masse, durch Änderung des Winkels zwi schen Zunge 14 und Träger 1 kann die Dämpfung eingestellt werden.
Die Dämpfung kann auch durch eine be sondere Dämpfungsplatte bewirkt werden. Eine derartige Einrichtung zeigt Fig. 7. Die Farbmasse 3 wird in diesem Fall zwischen der Platte 15 und einer besonderen gegen über der Platte 15 verstellbaren Dämpfungs- platte 25 zugeführt. Die Zunge 14 ragt über die gante der Dämpfungsplatte 15 hinaus, so da,ss auch hier die Farbmasse auf den Träger zunächst aufgetragen und dann moduliert wird.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRÜCHE:</B> I. Verfahren zum Aufzeichnen von Schwin gungen, dadurch gekennzeichnet, dass ein Träger an einem im Rhythmus der auf zuzeichnenden Schwingungen gesteuer ten Glied vorbeibewegt wird und wäh rend dieses Transportes ein Farbstoff auf ihn zunächst aufgetragen und darauf mit tels des Gliedes entsprechend den Schwin gungen verteilt wird. II. Vorrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, Bekenn zeichnet durch ein entsprechend den Schwingungen bewegtes Glied, welches den auf einem Träger aufgebrachten Farbstrang entsprechend den Schwin gungen verteilt. UNTERANSPRÜCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der Farbstoff mittels einer Pumpe in Form eines gleichmässigen Stranges aufgetragen wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass durch entspre chende Wahl des Farbstoffes ein schnel- les Trocknen des Farbstoffes bewirkt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass zum schnellen Trocknen des Farbstoffes eine Trocken vorrichtung benutzt wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet; dass die Vorrich tung zum Auftragen des Farbstoffes bei Nichtbenutzung in ein Gehäuse einge schlossen wird, welches Dämpfe eines Lösungsmittels des Farbstoffes enthält. 5.Verfahren nach Patentanspruch I. da durch gekennzeichnet, dass der in Form eines Stranges aufgetragene Farbstoff, bevor er durch das Glied beeinflusst wird, mittels einer Verteilervorrichtung breit geschmiert wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die dem Glied zugeführten Schwingungen durch Mittel derart verzerrt werden, dass die bei der Wiedergabe auftretenden Verzerrungen, die durch die nach einer Exponential- funktion erfolgenden Abhängigkeit der Absorption des abtastenden Lichtstrahls von der Dicke der Farbschicht verursacht werden, wieder kompensiert sind. 7.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Arbeits kante des Gliedes in einem kleinen Win kel zur Oberfläche des Trägers steht. B. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass zwei Farb- stränge aufgetragen und die Schwingun gen auf ihnen im Gegentakt aufgezeich net werden. 9. Vorrichtung nach Patentanspruch<B>11,</B> dadurch gekennzeichnet, dass das Glied als eine einseitig eingespannte Zunge aus ferromagnetischem Stoff ausgebildet ist, die im Felde eines Elektromagnetes liegt, dem die elektrischen Ströme zugeführt werden. 1.0. Vorrichtung nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass die Zunge einen spitzen Winkel mit dem Träger bildet.Vorrichtung nach Patentanspruch 11, da durch gekennzeichnet, dass der Winkel, den das Glied mit dem Träger bildet, ein stellbar ist. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der das schwingende Glied enthaltende Schreiber auf den Träger aufgedrückt ist. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der das schwingende Glied enthaltende Schreiber zwangsläufig in bestimmten mittlerem Abstand von der Trägeroberfläche ge führt ist.14. Vorrichtung nach Patentanspruch 11, da durch gekennzeichnet, dass zur Dämp fung der Bewegung des Gliedes eine Dämpfungsplatte (25) vorgesehen ist, die zwischen dem schwingenden Glied und dem Träger angeordnet ist, wobei die Farbmasse zwischen Glied und Dämp- fungsplatte dem Träger zugeführt, auf ihn zunächst aufgetragen und dann von dem schwingenden Glied verteilt wird.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
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| CH (1) | CH198455A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2691830A1 (fr) * | 1992-05-29 | 1993-12-03 | Parienti Raoul | Procédé d'enregistrement et de lecture d'un signal sonore et son dispositif associé. |
-
1936
- 1936-08-31 CH CH198455D patent/CH198455A/de unknown
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