CH198469A - Verfahren zum Vergüten von Metallstäben und -drähten durch Kaltverformung. - Google Patents

Verfahren zum Vergüten von Metallstäben und -drähten durch Kaltverformung.

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CH198469A
CH198469A CH198469DA CH198469A CH 198469 A CH198469 A CH 198469A CH 198469D A CH198469D A CH 198469DA CH 198469 A CH198469 A CH 198469A
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wire
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Franz Koehler
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Franz Koehler
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  Verfahren zum Vergüten von Metallstäben und     -drähten    durch Kaltverformung.    Zur Erhöhung der     Beanspruchbarkeit    ist  es bekannt, Werkstoffe durch Kaltverformung  zu vergüten.  



  Eingehende Versuche haben ergeben, dass  man das gesteckte Ziel in weitgehendem Aus  masse durch Kaltverwindung erreicht. Erfin  dungsgemäss werden die zu vergütenden Me  tallstäbe und     -drähte    gleichzeitig gestreckt  und in sich verwunden. Durch diese Kalt  verwindung wird eine fast durch den ganzen  Querschnitt gehende Verdichtung des Gefüges  und eine Steigerung der Güteeigenschaften, ins  besondere der     Schwingungsfestigkeit,    erreicht.  



  Die Erfindung betrifft auch einen     _    nach  dem Verfahren vergüteten Metallstab oder       -draht,    der einen Querschnitt besitzt, zufolge  welches er sich beim Verwinden nicht zu  verkürzen sucht.  



  Diese Metallstäbe und     -drähte    finden vor  teilhaft Verwendung für die Herstellung von  Schrauben, Nieten und sonstigen Verbindungs  elementen, insbesondere auch für     denF'lug-          zeugbau,    für     Freileitungsdräbte,gabel,getten,          Armierungseinlagen    für Eisenbetonbauten     etc.       Die ebenfalls Gegenstand der Erfindung  bildende Vorrichtung zur Ausübung des Ver  fahrens besitzt Teile zum Festhalten der En  den der Stäbe oder Drähte, welche verdreh  bar und in der Längsrichtung verschiebbar  angeordnet sind, und     Mtel    zum Strecken  des Stabes oder Drahtes.  



  Die Zugbelastung kann direkt am Stube  angreifen, so dass die Verdrehung des Ein  spannkopfes unabhängig von der Einwirkung  der Zugvorrichtung erfolgen kann.  



  Die Zeichnung zeigt schematisch in     Fig.    1  ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zur  Ausübung des erfindungsgemässen     Verfahrens.     Diese besitzt eine ortsfest gelagerte     Verdre-          bungsmaschine    1 und eine verschiebbar ge  lagerte     Einspannvorrichtung    2. Die Verdre  hungsmaschine 1 besitzt auf einem festen  Lagerbock 7 eine     Einspannvorrichtung    3, in  welcher der Stab 4 gegen Verdrehung und  gegen Zug gesichert festgehalten ist. Die Ver  drehung wird beispielsweise durch einen Mo  tor bewirkt; seine     Umdrebungszahl    kann ge-      regelt und dem zur Verarbeitung gelangenden  Kaliber angepasst werden.

   Jede Tourenän  derung erfolgt durch Verstellung eines Rie  mens auf den Riemenscheiben 5 verschiedenen  Durchmessers oder mittels     Zahnradvorgelegen.     



  Die verschiebbare     Einspannvorrichtung    2  weist     Einspannbacken    6 auf, zwischen wel  chen der Stab 4 gegen Zug und Verdrehung  gesichert festgehalten wird. An den Wagen 8  ist ein Zugorgan 9, wie Seil, Kette oder       dergl.,    angeschlossen, welches unter dauern  der, durch rein mechanische, hydraulische  oder sonstige Mittel bewirkter Belastung  steht, wodurch der Stab oder Draht     während     des Verdrehungsvorganges auch     gleichzeitigge-          streckt    wird. Der verschiebbare Kopf gestattet  auch die leichte Anpassung an verschiedene  Fabrikationslängen.  



  Die Einrichtung könnte auch so getroffen  werden, dass auch die verschiebbare Einspann  vorrichtung die Verdrehung des Stabes er  möglicht, oder dass das eine Ende des Stabes     un-          verdrehbar    und     unverschiebbar,    das andere       verdrehbar    und verschiebbar eingespannt ist.  



  Sollen     Betoneiseneinlagen    erzeugt werdet,  wird zweckmässig Rundeisen mit angesetzten  längslaufenden Rippen verwendet, so dass  durch die Verwindung Schraubengänge ge  bildet werden.     Durch    diese wird die Haft  festigkeit erhöht und durch die Kaltverwin  dung gleichzeitig die Fliessgrenze ganz wesent-    lieh gesteigert, ohne dass schädliche Neben  wirkungen auftreten und der     Elastizitätsmo-          dul    geändert wird. Der gleiche Effekt wird  auch durch die Kaltverwindung von Stäben  mit nahezu rundem Querschnitt und Rippen  erzielt. Zur Erzielung der beabsichtigten Ef  fekte genügt schon die     Anbringung    einer  Rippe.

   Sehr zweckmässig ist die Verwendung  eines runden Querschnittes mit zwei diame  tral gegenüberliegenden Rippen. Eine Er  höhung dieser Rippenzahl bringt praktisch  keine Vorteile. Die Rippen können entweder  durchlaufend oder unterbrochen sein, also  beispielsweise auch die Form von Warzen  oder     dergl.    zeigen. Die Kaltverwindung der  Stäbe erfolgt zweckmässig derart, dass die  Ganghöhe, möglichst gering wird und somit  flache Schraubengänge entstehen. Je flacher  diese Gänge, desto grösser ist die Haftfestig  keit und desto höher die Streckgrenze. Eine  Ganghöhe welche gleich ist dem     10-15-fachen     Durchmesser, vorteilhaft aber gleich dem       15-fachen    Durchmesser, hat sieh als sehr gün  stig erwiesen.

   Würden die Stäbe warm ver  wunden, was durch Betrachtung des Gefüges  einwandfrei festgestellt werden kann, so steigt  nur die Haftfestigkeit. Diese Steigerung der  Haftfestigkeit allein, bei keiner oder nur ge  ringfügiger Steigerung der Fliessgrenze, bietet  aber keine praktischen Vorteile.  



  Vorgenommene Versuche haben die folgen  den Daten ergeben:  
EMI0002.0020     
  
    Ganghöhe <SEP> <I>aF <SEP> a$</I> <SEP> Steigerung <SEP> in <SEP> o/o
<tb>  kg/mm2 <SEP> kg/mm= <SEP> aF <SEP> ÜB
<tb>  oo <SEP> (unverwunden) <SEP> 29 <SEP> 43 <SEP> - <SEP>   15-facher <SEP> Durchmesser <SEP> 42 <SEP> 50 <SEP> 45 <SEP> 16
<tb>  10 <SEP> " <SEP> <B>27</B> <SEP> 46 <SEP> 53 <SEP> 59 <SEP> 23
<tb>  5 <SEP> " <SEP> 27 <SEP> 55 <SEP> 61 <SEP> 89 <SEP> 42       Durch die Vergütung des     Armierungsma-          terials    nach dein erfindungsgemässen Verfahren  ist im Eisenbetonbau die Möglichkeit gegeben,  trotz Verwendung des billigsten     Armierungs-          materials,

      bei einer Konstruktion von gleicher  Tragfähigkeit eine bedeutende Gewichts- und  Kostenersparnis zu erzielen.    Nach dem beschriebenen Verfahren können  Metalle jeder Art, bei welchen eine Steigerung  der Streck- und     Stauchgrenze    unter gleichzei  tiger Steigerung der Haftfestigkeit erwünscht  ist, behandelt werden.  



  Als vorteilhaft hat sich auch erwiesen,  zwei oder mehrere in sich kalt verwundene           Üundstäbe    miteinander 'zu verdrillen     bezw.     zu verdrillen und zu Strecken, wobei sich eine  Steigerung der Fliessgrenze noch über das bis  her bekannte Ausmass verdrillter Stäbe ergibt.  



  Um bei Verwendung der beschriebenen,  mit nach der Verwindung spiralig verlaufen  den Erhebungen versehenen Stäbe als Ein  lagen zu verhindern, dass die als Bügel, Zug  eisen,     Umschnürungen        etc.    um sie gelegten  Drähte oder Stäbe sich insbesondere bei       Druckbeanspruchungverschieben,könnendiese     Erhebungen durch Rillen oder     dergl.    unter  brochen werden, in welchen Unterbrechungen  die Bügel, Zugeisen,     Umschnürungen        ete.    bei  ihrer Verlegung zu liegen kommen. Diese An  ordnung hat den Vorteil, dass trotz der Rille  bildung keine Schwächung des Materialquer  schnittes eintritt.

   Die Zeichnung zeigt in       Fig.    2 ein Ausführungsbeispiel eines so aus  gebildeten Stabes 1, der mit Längserhöhungen  2 versehen ist, die durch Rillen 3 unter  brochen sind, in welche die     Umschnürungen     4 sich     unverschieblich    einlegen.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRÜCHE:</B> I. Verfahren zum Vergüten von Metallstäben und -drähten durch Kaltverformung, da durch gekennzeichnet, dass die Stäbe oder Drähte gleichzeitig gestreckt und i,n sich verwunden werden. II.Nach dem Verfahren gemäss Patentan spruch I vergüteter Metallstab oder -draht, dadurch gekennzeichnet, dass er einen Querschnitt besitzt, zufolge welches er sich beim Verwinden nicht zu verkürzen sucht.
    III. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch Teile zum Festhalten der Enden der Stäbe oder Drähte, welche verdrehbar und in der Längsrichtung verschiebbar angeordnet sind und durch Mittel zum Strecken des Stabes oder Drahtes. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch -I, da durch gekennzeichnet, dass zwei dieser gestreckten und in sich verwundenen Stäbe miteinander verdrillt werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass mehrere dieser gestreckten und in sich verwundenen Stäbe miteinander verdrillt werden. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass zwei dieser gestreckten und in sich verwundenen Stäbe miteinander verdrillt und gestreckt werden.
    4. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass mehrere dieser gestreckten und in sich verwundenen Stäbe miteinander verdrillt und gestreckt werden. 5. Metallstab oder -dräbt nach Patentan spruch II für Armierungseinlagen, da durch gekennzeichnet, dass er runden Querschnitt mit Rippen besitzt, welche . Schraubengänge bilden. 6. Metallstab oder -draht nach Patentan spruch II für Armierungseinlagen, da durch gekennzeichnet, dass er nahezu run den Querschnitt mitRippen besitzt, welche Schraubengänge bilden. 7.
    Metallstab oder -draht nach Patentan spruch II, dadurch gekennzeichnet, dass er durchgehende Rippen besitzt. B. Metallstab oder -draht nach Patentan- Spruch II, dadurch gekennzeichnet, dass er unterbrochene Rippen besitzt. 9. Metallstab oder -drabt nach Unteran spruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass er nur eine Rippe besitzt. 10. Metallstab oder -draht nach Unteran spruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass er zwei Rippen besitzt. 11.
    Metallstab oder -draht nach Unteran spruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe der Schraubengänge das 15-fache des Durchmessers beträgt. 12. Metallstab oder -draht nach Unteran spruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe der Schraubengänge das 10 bis 15-fache des Durchmessers beträgt. 13. Vorrichtung nach Patentanspruch<B>111,</B> da durch gekennzeichnet, dass nur einer der beiden Teile zum Festhalten der Enden verdrehbar und in der Längsrichtung ver schiebbar angeordnet ist. 14. Vorrichtung nach Unteranspruch 13, da durch gekennzeichnet, dass als die Enden der Stäbe oder Drähte festhaltende Teile Einspannköpfe verwendet sind. 15.
    Vorrichtung nach Patentanspruch 111, da durch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Eizeugen der Zugbelastung für direktes Angreifen am Stab eingerichtet sind.
CH198469D 1935-10-26 1936-10-24 Verfahren zum Vergüten von Metallstäben und -drähten durch Kaltverformung. CH198469A (de)

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AT301035X 1935-10-30
AT270236X 1936-02-27

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CH198469D CH198469A (de) 1935-10-26 1936-10-24 Verfahren zum Vergüten von Metallstäben und -drähten durch Kaltverformung.

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CH (1) CH198469A (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE972002C (de) * 1948-12-28 1959-05-06 Eugen Kilgus Verfahren zum Herstellen von vorgespannten Beton-Hohlmasten
DE1226130B (de) * 1958-12-15 1966-10-06 Schoch Ag Ernst Verfahren zum maschinellen Verwinden von kaltverformten, kohlenstoffarmen Profilstaehlen, insbesondere Betonarmierungs-Runddraehten, und Maschine zur Durchfuehrung des Verfahrens

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE972002C (de) * 1948-12-28 1959-05-06 Eugen Kilgus Verfahren zum Herstellen von vorgespannten Beton-Hohlmasten
DE1226130B (de) * 1958-12-15 1966-10-06 Schoch Ag Ernst Verfahren zum maschinellen Verwinden von kaltverformten, kohlenstoffarmen Profilstaehlen, insbesondere Betonarmierungs-Runddraehten, und Maschine zur Durchfuehrung des Verfahrens

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