CH198471A - Verfahren und Vorrichtung zum Schleifpolieren drallartig verlaufender Längsnuten in Bohrungen. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Schleifpolieren drallartig verlaufender Längsnuten in Bohrungen.Info
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Description
Verfahren und Vorrichtung zum Schleifpolieren drallartig verlaufender Längsnuten in Bohrungen. Bei der Herstellung von drallartigen Nu ten in Bohrungen hinterlässt das Werkzeug infolge der Veränderungen der Schneide wäh rend des Schnittvorganges oftmals eine un saubere Schnittfläche. Die Nuten weisen feine Risse oder Riefen auf, die, wenn sie nicht noch nachträglich entfernt werden können, das Werkstück unbrauchbar machen. Dies ist ins besondere der Fall bei Läufen für Schusswaf fen, beispielsweise von Gewehren und Ma schinengewehren für die eine unbedingte Sauberkeit der Zugflächen gefordert wird. Man hat bereits versucht, die durch das Schneidwerkzeug sich ergebenden Uneben heiten der Oberfläche der Züge dadurch zu beseitigen, dass ein durch Bleiabguss vom Werkstück hergestellter Schleifstab unter Verwendung eines geeigneten Schleifmittels wie Carborundum oder Siliziumkarbid mehr mals in Drallrichtung durch das Werkstück geführt wird. Hierbei zeigt es sich, dass die Oberfläche der eingeschnittenen Nuten keines- Wegs eine bessere Beschaffenheit erhält, da sich das: Schleif mittel in den feinen kurzen Rissen und Riefen ansammelt und durch die Längsbewegung des Schleifstabes in der einen und andern Richtung zur Bildung von sich manchmal über die ganze Zuglänge er streckenden Riefen führt. Solche Riefen las sen sich meist auch nicht durch längeres Schleifpolieren entfernen, so dass trotz des er höhten Arbeitsaufwandes für die mehrmalige Bearbeitung der Werkstückausschuss nicht verhindert werden kann. Die vorliegende Erfindung' betrifft ein Verfahren und 'eine Vorrichtung zur Aus übung des Verfahrens, durch welche in ein facher Weise und ohne Mehraufwand an Arbeitszeit eine glatte gleichmässige Ober fläche von Höhlkörpernuten erreicht werden kann. Das Verfahren besteht darin, dass den dem Drall entsprechenden schraubenförmigen Relativbewegungen zwischen Werkzeug und Werkstück fortlaufend kleinwinklige, rich- tungswechselnde Relativdrehbewegungen zwi schen Werkzeug und Werkstück überlagert werden. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbei spiel einer Vorrichtung zur Ausführung des neuen Schleifverfahrens dargestellt. In dem Maschinengestell 1 sind zwei mit drallartigen Nuten 4 versehene Spindeln 3 gelagert. (Fig. l'). Die Spindeln werden in Büchsen 5, die mit. dem Spindeldrall entspre chenden Führungen versehen sind, geführt, so dass bei der Auf- und Abwärtsbewegung des Schlittens 6 den in die Spindelköpfe 8 eingespannten Schleifwerkzeugen eine dein Drall entsprechende Bewegung erteilt wird. Der Drall der Züge 7 des Werkstückes 10 entspricht dem Drall der Spindeln 3. Der Schleifkörper 11 des Werkzeuges wird also in der Drallrichtung des Werkstückes stän dig ab- und aufwärts bewegt. Das Schleifwerkzeug 11 ist in der aus den Fig. \? und 3 ersichtlichen Weise ausgebildet. Das Schleifwerkzeug kann nach einer Form hergestellt werden, bei der die Breite der Nuten etwa nur 1/3 der Breite der in das Werkstück eingeschnittenen Nuten 7 beträgt. Von dieser Form wird in üblicher Weise ein Bleiabguss auf einem Metallstab 9 genommen, der dann das Schleifwerkzeug 11 bildet. Han delt es sich um die Herstellung von Schuss waffenläufen, so wird für jede Laufgrösse eine besondere Form angefertigt. Der Metallstab 9 des Schleifwerkzeuges 11 wird in den Spindelkopf 8 der Schleif maschine eingespannt, und zwar derart, dass die Schleifrippen 12 des Schleifwerkzeuges 11 etwa auf Mitte der Züge 7 stehen (wie aus Fig. 3 ersichtlich ist). Um bei jeder Längs bewegung des Schleifwerkzeuges zahlreiche Pendelbewegungen erzeugen zu können, sind die Einspannfutter 14 für die Werkstücke 10 mit einem Reibrad-Kurbelantrieb 16 verbun den; der seinen Antrieb von dem Kurbelan trieb 13 zur Erzeugung der Längsbewegung erhält. Die Einspannfutter 14 sind in dem Konsol 17 drehbar gelagert, so dass sie ent sprechend der von dem Reibrad-Kurbelan trieb 16 ausgehenden Bewegung hin und her pendeln können. Dem Werkstück 10 wird in folgedessen eine Schwingbewegung entspre chend der Breite der eingeschnittenen Nuten 7 abzüglich der Breite der Schleifrippen 12 erteilt. Durch das Pendeln des Werkstückes wird verhindert, dass sich Schleifstaub in den feinen Rissen und Riefen der Schnittfläche sammelt und bei der Auf- und Abwärtsbewe gung des Schleifkörpers 11 zu noch ausge dehnteren Unebenheiten der Zugflächen führt. Die Erfindung ist für die Herstellung von Schusswaffenläufen von ausserordent licher Bedeutung, da die Entfernung der Un ebenheiten in äusserst kurzer Zeit und mit unbedingter Sicherheit bewerkstelligt werden kann. Die Bewegung des Werkstückes oder des Werkzeuges beim Schleifvorgang kann selbstverständlich auch in anderer Weise als dargestellt erzeugt werden. So könnte erfor derlichenfalls an Stelle des Schleifwerkzeu- ges Il dem Werkstück 10 eine Längsbewe gung in Drallrichtung und dem Schleifwerk zeug 11 eine ständige Pendelbewegung erteilt werden; ferner ist es auch möglich, beide Be wegungen lediglich dem Schleifwerkzeug 11 zu erteilen.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum Schleifpolieren drallartig verlaufender Längsnuten in Bohrungen, insbesondere von Schusswaffenzügen, un ter Verwendung eines Werkzeuges mit entsprechend dem Nutendrall gewunde nen Arbeitsbacken, bei dem das Werk zeug relativ zum Werkstück eine Längs bewegung ausführt, dadurch gekenn zeichnet, dass den dem Drall entsprechen den schraubenförmigen Relativbewegun gen zwischen Werkzeug und Werkstück fortlaufend kleinwinklige, richtungs wechselnde Relativdrehbewegungen zwi schen Werkzeug und Werkstück über lagert werden.II. Vorrichtung zur Ausübung des Verfah rens nach Patentanspruch I, gekennzeich net durch einen Reibrad-Kurbelantrieb (16) zur Erzeugung der Drebpendelbewe- gung des Werkstückes (10). UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass dem Werk zeug (11) eine Längsbewegung in Drall richtung und dem Werkstück (10) wäh rend dieser Bewegung eine ständige klein winklige Drehpendelbewegung erteilt wird. 2.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass dem Werk stück (10) die Längsbewegung in Drall- riehtung und dem Werkzeug (11) wäh rend der Bewegung des Werkstückes die ständige Drehpendelbewegung' erteilt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass dem Werk zeug (11) sowohl die Längsbewegung in Drallrichtung, als auch die zusätzliche Drehpendelbewegung erteilt wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass Relativdrehbewegungen zwi schen Werkzeug und Werkstück erzeugt werden, die doppelt so gross sind wie die Breite der Arbeitsbacken des Werkzeu- ges.
Applications Claiming Priority (3)
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Families Citing this family (3)
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1937
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Also Published As
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