CH198704A - Verfahren zur Darstellung ungesättigter Verbindungen der Cyclopentanopolyhydrophenanthren-Reihe. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung ungesättigter Verbindungen der Cyclopentanopolyhydrophenanthren-Reihe.

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CH198704A
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Schering-Kahlbaum A G
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Schering Kahlbaum Ag
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  Verfahren zur Darstellung ungesättigter Verbindungen  der     Cyclopentanopolybydrophenanthren-Iteihe.       Die Darstellung     ungesättigter    Verbindun  gen der     Cyclopentanopolyhydrophenanthren-          reihe    durch Abspaltung von Wasser aus Ver  bindungen der     Cyclopentanopolyhydrophen-          anthrenreihe,    die am     Kohlenstoffatom    17 eine  tertiäre     Hydroxylgruppe    und einen     alipha-          tischen        Kohlenwasserstoffrest    besitzen,

       sowie     in einer Nachbarstellung zu der am Kohlen  stoffatom 17 befindlichen tertiären     Hydro-          xylgruppe    ein freies Wasserstoffatom auf  weisen, ist bekannt.  



  Die bekannten Verfahren haben nun den  Nachteil, dass gleichzeitig mit der Wasser  abspaltung beim     grössten-    Teil des Ausgangs  materials stets auch eine Verlagerung eines       Substituenten    im Molekül erfolgt.  



  Es wurde nun gefunden, dass man die  Wasserabspaltung so durchführen kann, dass  diese Umlagerung nicht eintritt.  



  Die Umlagerung kann zum Beispiel ver  mieden werden, wenn man den Ausgangs  stoff zum Zwecke der     Wasserabspaltung    un  ter gelindem Erwärmen mit geringen Mengen    von Katalysatoren in Lösungsmitteln behan  delt oder im Hochvakuum erwärmt oder mit  Eisessig kocht oder mit Metallsalzen,     wie     Kupfersulfat,     Zinnchlorür    und     dergl.    er  wärmt, gegebenenfalls im Vakuum. Derartige  Methoden sind unter anderem beschrieben in       Houben-Weyl,    Methoden der     organisehen     Chemie, z. Band, 2.     Aufl.    1922,     S.    746 ff.  



  Die für das vorliegende Verfahren als Aus  gangsstoffe in Betracht kommenden     Cyclo-          pentanopolyhydrophenanthrenverbindungen     der allgemeinen Formel  
EMI0001.0027     
    in welcher der Übersichtlichkeit halber ledig  lich die am     Kohlenstoffatom    17 befindlichen  Atome     bezw.    Atomgruppierungen     eingezeieh-          net    sind, wobei R einen     aliphatischen    Koh  lenwasserstoffrest     bedeutet,    können zum Bei-      spiel durch Umsatz geeigneter     Ketone    der       Cyclopentanopolyhydrophenanthrenreihe    mit  metallorganischen Verbindungen gewonnen  werden,

   wie dies unter anderem in den       schweiz.    Patenten Nr.<B>189749,</B> 193541,  193542, 193543,     194979-84    und l94280 be  schrieben ist.  



       Bezüglich    der     Numerierung    der Kohlen  stoffatome wird verwiesen auf Fieser,     "The          Chemistry    of     Natural        Products        related        to          Phenanthrene",        New    York, 1936,S. 111.  



  Die im     Reaktionsprodukt    infolge der  Wasserabspaltung erfindungsgemäss ausge  bildete     Kohlenstoff    - Kohlenstoff - Doppelbin  dung kann zwischen den     Kohlenstoffatomen       17 und 16 liegen, wie nachstehend beispiels  weise in dem von     17-Methyl-Dihydrofollikel-          hormon    (Formel I)     abgeleiteten        Dehydrati-          sierungsprodukt    (Formel     1I)    angegeben ist;

    die Doppelbindung kann sich aber auch zwi  schen den     Kohlenstoffatomen    17 und 20 be  finden, wenn der im Ausgangsmaterial am       Kohlenstoffatom    17 befindliche Kohlenwas  serstoffrest eine     Wasserabspaltung    in     dieser     Richtung zulässt, wie dies im folgenden zum  Beispiel für die aus     17-Äthyl-androstendiol-          3,17    (Formel     III)        bezw.        17-Isopropyl-andro-          standiol-3,17    (Formel V)

   darstellbaren     Dehy-          dratisierungsprodukte    (Formel IV     bezw.        VI)     angegeben ist:  
EMI0002.0038     
    Sind im Ausgangsmaterial neben der am       Kohlenstoffatom    17 befindlichen     Hydroxyl-          gruppe    noch ein oder mehrere weitere     Hydro-          xy        lgruppen        vorhanden,    so kann man letztere         gewünschtenfalls    vor Durchführung des er  findungsgemässen Verfahrens durch     Vereste-          rung,

          Verätherung    oder     dergl.in    die entspre  chenden Derivate überführen; man erhält auf      diese Weise Derivate, aus denen sich die  freien ungesättigten Verbindungen durch  Hydrolyse gewinnen lassen.  



  Die gemäss dem vorliegenden Verfahren  erhältlichen ungesättigten Verbindungen der       Cyclopentanopoly        hydrophenanthrenreihe    stel  len wertvolle Stoffe dar, die zum Beispiel als  Zwischenprodukt für die     Darstellung    thera  peutisch verwendbarer Substanzen dienen  können.  



  <I>Beispiel 1:</I>  160 mg     Follikelhormon-17-methylcarbinol     vom F. 185 bis 187   wurden mit 40 cm' Eis  essig 5     Stunden    am     Rückfluss    zum Sieden  erhitzt. Darauf wurde der Eisessig im  Vakuum     abdestilliert    und der Rückstand im  Hochvakuum sublimiert. Die bei 115   über  gehende Fraktion schmolz nach dem     Umkri-          stallisieren    aus.     wässrigem    Methanol bei 157  bis 159   und lieferte bei der     Kohlenstoff-          Wasserstoff    - Bestimmung auf die Formel       C"H.40    stimmende Werte.  



  <I>Beispiel 2:</I>  100 mg     17-Atliyl-androstenol-(17)-on-(3),     wie es z. B. aus     17-Äthyl-androsten.diol-          (3,17)-dibromid    durch Oxydation mittels       Chromsäureanhydrid    und     Enthalogenierung     mittels Zink in schwach mineralsaurem Alko  hol erhalten wird, werden im Hochvakuum  bei 80 bis 90   destilliert.

   Aus dem nach 24       ,Stunden    in der Vorlage befindlichen 01 ge  winnt man durch     Umlösen    aus Aceton ein       ketogruppenhaltiges        Wasserabspaltungspro-          dukt    der Formel     C;aA"o0    in Form gut aus  gebildeter langer Nadeln vom Schmelzpunkt  135  .

   Durch Umsetzung mit     Semikarbazid-          acetat    in alkoholischer Lösung     lässt    sich dar  aus .ein     Semikarbazondarstellen,        das    nach  weiterem     Umkristallisieren    aus Alkohol einen  Schmelzpunkt von     etwa    225   unter Zer  setzung aufweist.  



  <I>Beispiel 3:</I>  100 mg     17-Methyl    -     androstendiol-(3,17)     wurden in 3     cm'    Alkohol gelöst, 1,5     cni3    10  norm.     H2SO4    hinzugefügt und die Lösung 10  Minuten auf dem Wasserbad gekocht. Da  nach wird in Wasser gegossen,     ausgeätliert       und mit verdünnter Natronlauge und Wasser  gewaschen. Nach dem Trocknen und     Abde-          stillieren    des Äthers wird aus Aceton     bezw.     verdünntem Aceton umkristallisiert.

   Man er  hält so das     Wasserabspaltungsprodukt    des       17-Methylandrostendiols    in     Blättchen    vom       Sclimp.    135  . Die     Ausbeute        beträgt        etwa    70  bis 80 %.  



  <I>Beispiel</I>  3-00 mg frisch geschmolzenes Zinkchlorid  werden in 15     cm3    Eisessig in der Siedehitze  gelöst, mit 3,00 mg     17-Äthyl-androstendiol-          (3,17)    versetzt und darauf auf dem Wasser  bad 5 bis 10 Minuten erwärmt. Die Reak  tionslösung wird in Wasser gegossen und       ausgeäthert    und die ätherische Lösung nach  Waschen mit Wasser und Kalilauge abge  dampft. Der Rückstand kristallisiert in lan  gen Nadeln, der aus     Aceton/Wasser    umkri  stallisiert einen Soli     melzpunkt    von 136    zeigt. Die     Ausbeute    beträgt hier annähernd  50%.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung ungesättigter Verbindungen der Cyclopentanopolyhydro- phenanthrenreihe durch Abspaltung von Wasser aus Verbindungen der Cyelopen- tanopolyliydrophenanthrenreihe, die am Koh- lenstoffatom 17 eine tertiäre Hydroxylgruppe und einen aliphatischen Kohlenwasserstoff- rest besitzen, sowie in einer Nachbarstellung zu der am Kohlenstoffatom 17 befindlichen tertiären Hydroxylgruppe ein freies Wasser stoffatom aufweisen,
    dadurch --ekenn7eich- net, dass man die Wasserabspaltung unter solchen Bedingungen vornimmt, dass keine Umlagerung von Substituenten erfolgt. UNTERANSPRÜLHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man in Anwesenheit von Lösungsmitteln und geringen Kata- lysatormengen gelinde erwärmt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man im Hochvakuum erwärmt.
CH198704D 1935-12-24 1936-12-18 Verfahren zur Darstellung ungesättigter Verbindungen der Cyclopentanopolyhydrophenanthren-Reihe. CH198704A (de)

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