CH198820A - Elektrischer Vakuumentladungsapparat mit Gas- oder Dampffüllung und metallenem Vakuumgefäss. - Google Patents
Elektrischer Vakuumentladungsapparat mit Gas- oder Dampffüllung und metallenem Vakuumgefäss.Info
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Description
Elektrischer Takunmentladungsapparat mit Gas- oder Dampffüllung und metallenem Vakuumgefäss. Die Erfindung bezieht sich auf elek trische Vakuumentladungsapparate mit Gas oder Dampffüllung .und metallenem Vakuum gefäss.
Sie betrifft eine neuartige und vor- teilhafte Ausbildung der Vakuumgefässe derartiger Apparate und ist anwendbar hei Stromrichtern aller Art, gleichgültig, ob sie mit einer Quecksilberkathode oder einer Glühkathode ausgerüstet sind.
Die neuere Entwicklung bei Vakuum- entl,adungsapparaten: geht dahin, den Gas- oder Dampfdruck im Innern des Gefässes auf immer höhere Werte einzustellen, um die Be- lastbarkeit des Apparates zu steigern;
in der Regel arbeitet man mit einem. Gasdruck, der zwischen einigen Hunderstels- und eini gen Zehntelsmillimetern HK-Säule liegt.
Die Folge dieser Steigerung des, Druckes ist, dass die Abstände der Elektroden immer kleiner .gemacht werden müssen, um die Ab stände zwischen den Elektroden, .gemessen in der freien: Weglänge :der Elektronen, un gefähr in gleicher Höhe zu halten, was. mit Rücksicht auf die Spannungsabfälle im Innern des Apparates erforderlich ist.
Diese Notwendigkeit einer räumlichen Zusammen- @drängung :der Elektroden hat bei den bisher üblichen Konstruktionen, bei denen,die Elek troden, zu mindest die Anoden, vom Gefäss deckel aus eingefizhrt werden, zu konstruk- tiven und betriebstechnischen Schwierigkeiten geführt.
Gegenstand der Erfindung bildet nun eine Ausführung, :durch welche diese Schwie- xi:gkeiten nicht nur beseitigt, sondern @darwber hinausgehend verschiedene wesentliche, voll kommen neue Vorteile erzielt werden.
Dies wird dadurch erreicht, dass sämtliche Haupt- elektroden des Apparates und gegebenenfalls auch .die Hilfselektroden vom Boden des Ge- fäss:es aus: eingeführt werden.
Vorteilhaft er folgt die Ausführung in :der Weise, dass, das Vakuumgefäss aus einem die Elektroden tra genden Boden und einer auf den Boden auf gesetzten kuppelförmigen Haube besteht.
Eine solche Ausführung hat den Vorteil, dass sämtliche Elektroden sehr bequem in dem Bodenteil montiert werden können;
ausserdem kann man die Anoden in der Nähe der Kathode anordnen, ohne dass lange Isolatoren und stromeinführende Leiter er forderlich sind, wie es bei der üblichen Ein führung der Elektroden vom Deckel her notwendig ist. Die Anordnung der Anoden in der Nähe der Kathode ist aus betrieblichen Gründen sehr wünschenswert, da dann der Hauptteil der Verlustwärme im Unterteil des Gefässes abgegeben wird, während der Ober teil verhältnismässig kühl bleibt, so dass hier eine ausreichende Kondensation des Que:ck- silberdampfstromes erfolgt.
Bildet man noch die Kühlung so aus, dass der obere Teil des Gefässes stärker als der untere gekühlt wird, so wird mit Sicher heit eine Kondensation von Quecksilber an den Anoden oder in der Nähe von ihnen vermieden.
Die erfindungsgemässe Ausführung des Gefässes kann mit besonderen Vorteilen bei Entladungsapparaten mit von der Vakuum pumpe nach Anwendung einer Entgasung bei hoher Temperatur getrenntem und mit einem chemisch inaktiven Gas gefüllten metallenen Vakuumgefäss angewendet wer den.
Bei Apparaten dieser Art wird in das Vakuumgefäss ein besonderer, an einer Stelle offener Hohlkörper eingesetzt, derden wäh rend des Betriebes von der Kathode auf- steigenden Gas- oder Dampfstrom an den gekühlten Wandungen und dem Deckel der Haube entlang führt und in dem sich das chemisch inaktive Gas allmählich mit zu nehmender Erwärmung .des Gefässes sammelt.
Zur Kühlung kann ein gasförmiges oder flüssiges Kühlmittel verwendet werden. Im letzteren Fall ist ein Kühlmittel zu benutzen, das wenig oder keine freien Wasserstoffionen enthält oder abgeben kann, z.
B. Perchlor- äthylen, oder die mit .der Kühlflüssigkeit in Berührung kommende Wandung des Va- kuumgefässes ist aus einem Material her zustellen, welches keine freien Wasserstoff- ionen aus der Kühlflüssigkeit aufnehmen kann.
Anhand der beiliegenden Zeichnungen soll die Erfindung näher erläutert werden. Fig. 1 zeigt als Ausführungsbeispiel einen Quecksilberdampfgleichrichter im Längs schnitt und Fig. 2 stellt einen Einzelteil, und zwar eine Anode im Schnitt dar.
1 ist die Quecksilberkathode des Gefässes. 2 sind die Anoden. 3 sind die Einführungs isolatoren für die Anoden und 4 ist ,der Iso lator der Kathode; zweckmässig werden Iso latoren aus keramischem Material, insbeson- dere aus Steatit benutzt.
Sämtliche Elektro den werden von dem metallenen Boden 5 aus eingeführt. Zweckmässig erfolgt :die vakuum dichte Verbindung zwischen den Einfüh rungsisolatoren 3 und 4 und dem Boden 5 durch einen Glas-- oder Emailleschmelzfluss oder durch einen Brenn- oder Sinterprozess. Auf den Boden 5 ist die das eigentliche Vakuumgefäss bildende Metallhaube 6 <RTI
ID="0002.0090"> auf- ,gesetzt, welche längs :der Naht 7 mit dem Boden oder Teller 5 verschweisst ist. Das ganze Gefäss ruht mittels Stützen 8, die in der Nähe .der Schweissnaht 7 befestigt sind, auf einer Grundplatte 9, die ihrerseits auf der Ende aufliegen, kann.
Da die Kühlung bei dieser Ausführungs form durch Luft erfolgen soll, ist über die Haube 6 eine weitere Haube 10 heriiber- gestülpt, an deren obern Ende ein Schleuder lüfter mit dem Schleuderrad 11 angeordnet ist. Dieses Schleuderrad 11 wird durch einen Motor 12 angetrieben und ist auf der Motor welle fliegend angeordnet.
Die Luftführung ist in der Weise ausgebildet, dassdas Schleu derrad 11 Luft ansaugt. Diese strömt dann am Deckel der Haube 6 und an den Wandun gen in dem Ringraum zwischen .dem eigent lichen Vakuumgefäss und der Führungshaube 10 abwärts und tritt durch die .Offnungen 13 am Unterteil der Haube 1.0 wieder aus.
Falle Wert :darauf ,gelegt wird, eine stärkere Küh lung des Bodens 5 und der .dort befindlichen Apparatteile zu erhalten, können noch be sondere Prall- oder Leitflächen 23 vorgesehen werden.
Wie ohne weiteres verständlich ist, wird durch -diese Art der Luftführung so wie :durch die Ausbildung des Gefässes er reicht, @dass der obere Teil des Gefässes ziem lich kühl bleibt, so dass die Kondensation des Quecksilberdampfes einwandfrei vonstatten geht, während der untere Teil des' Gefässes, in dem sich die Anoden befinden, relativ heiss wird.
Der Motor 1.2, .das Schleuderrad 11 und die Kühlhaube 10 können, von dem Gefäss ,6 durch .Stützisolatoren 14 isoliert werden. Erdet man nun :die Haube 1.0, so bildet diese einen vollkommenen Berwhrun.gsschutz ge genüber dem Gehäuse 6 und -den durch den Boden 5 eingeführten. Elektroden.
Die Stromanschlüsse können in dem Raum zwischen ,dem Boden 5 und der Grund platte 9 vorgenommen werden. Vorteilhaft verwendet man irgend einen Kabelendver- schluss bekannter Ausführung, von welchem aus die Stromansahlüsse zu .den einzelnen Elektroden mit Hilfe biegsamer Verbindungs leitungen erfolgen.
Falls das Vakuumgefäss, von der Vakuum pumps getrennt und gefüllt mit chemisch inaktivem Gas, insbesondere Eidel.gas mit hohem Atomgewieht, betrieben werden soll, wird in. idas Vakuumgefäss; 6 ein hohler Einsatzkörper 1,6 eingesetzt. Dieser besteht aus einem zylindrischen Mittelteil, einem nach unten: konischen Boden 17 und einem der Rundung des Gefässes 6 angepassten Deckel 18.
Die Befestigung des Einsatz körpers in dem Gefäss 6 erfolgt mit Hilfe von Trägern 19, die sich gegen die Innen wanddes Gefässes 6 abstützen.
Am, obern .Ende des im übrigen allseitig geschlossenen, Hohlkörpers 16 ist eine Öff nung 20 vorgesehen, die durch einen .Schirm <B>2 2 1</B> gegen heruntertropfendes Quecksilber ab- gedeckt ist.
Solange das Gefäss- kalt ist, er füllt das eingefüllte Edelgas, dessen Druck bei kaltem Gefäss etwa 0,01 bis 0,15 mm Hg-Säule betragen soll, .das ganze Gefäss'. Während des Betriebes streicht nun der von der Kathode 1 aufsteigende Quecksilber- dampfstrom, welcher mit Edelgas .gemischt ist, infolge der Führung durch den Einsatz körper 16 an den zylindrischen Wandungen und dem Oberteil der Haube 6 entlang.
Da bei dieser Ausführung nicht nur die Wan dungen, isondern auch der Deckel des Va kuumgefässes, der bei den bekannten Aus führungen die Elektroden trägt, ,gekühlt wird, ist der Weg, den die Quecksilberdämpfe längs :
gekühlter Wandungen zurücklegen, sehr lang, so,dass ,das Quecksilber kondensiert. Es fliesst dann im wesentlichen an den Wan dungen des Gefässes 6 entlang zurück zur Kathode, während das nichtkondensierbare Edelgas durch die vor dem Eindringen von Quecksilber geschützte Öffnung 20 in das Innere des Einsatzkörpers gedrängt wird, so dass nach einer gewissen Betriebsdauer die Entladung in reinem Quecksilberdampf vor sich geht.
Dies hat den Vorteil, dass infolge der Anwesenheit von Edelgas auch bei kaltem Gefäss der gewünschte Druck in dem Gefäss -vorhanden ist, aber trotzdem bei heissem Ge fäss, wo der Quecksilberdampf den nötigen Druck liefert, von den im Verhältnis zu Edel gasen günstigeren Betriebseigenschaften des Quecksilbers voll Gebrauch gemacht werden kann.
Um eine Fortleitung der Elektrodenwärme nach dem obern Teil der Haube 6 nach Mög lichkeit zu verhindern und die Aussenwan dung des ringförmigen Spaltes 22, der durch die Wandungen des Einsatzkörpers 16 und des Vakuumgefässes 6 gebildet wird, mög lichst ausschliesslich für die Kondensation des Quecksilbers auszunutzen, wird zweckmässig der Boden 17 des Einsatzkörpers doppelt oder dreifach ausgeführt, so dass die Übertragung von Wärme durch Strahlung verhindert wird.
An Stelle einer mehrfachen Ausführung des Bodens kann selbstverständlich auch eine andere geeignete Wärmeisolierung benutzt werden.
Falls der Apparat mit höheren Spannun gen, etwa über 200 Volt, betrieben werden soll, ist es zweckmässig, die Anoden mit Schutzhülsen zu umgeben. Dies kann in der in der Fig. 2 dargestellten Weise geschehen.
24 ist der Elektrodenkörper, der an dem stromeinführenden Leiter 25 befestigt ist. Vorteilhaft wird eine Graphitelektrode be nutzt, in welche der aus einem hochschmel zenden Metall, z. B. Wolfram oder Molybdän bestehende Leiter 25 fest eingesetzt wird. Der Leiter 25 ist von einem Isolierrohr 26 aus keramischem Material, insbesondere Steatit, umgeben. mit welchem er unter Zwi schenfügung einer Kappe 27 durch einen Glas- oder Emailleschmelzfluss vakuumdicht verbunden ist.
Die Verbindung zwischen dem Boden 5 und dem Isolator 26 erfolgt mit Hilfe eines Ringflansches 29, der bei 28 ebenfalls durch einen Emaille- oder Glas schmelzfluss mit dem Isolator verschmolzen und bei 30 mit dem Boden 5 verschweisst ist. An dem in das Gefäss hereinragenden Teil des Isolators ist eine ringförmige Rille 31 vorgesehen. In diese ist der Boden 32 einer Anodenhülse 33 passend eingesetzt. Diese Anodenhülse enthält ein Gitter 34 und ist über dieses hinaus um den Teil 35 verlängert. Dieser Teil 35 ist an seinem vordern Ende durch einen Deckel 36 abgeschlossen, der die Anoden gegen das Hereinfallen von Queck silbertropfen schützt.
An den Seitenwandun gen des Teils 35 sind eine oder mehrere Offnungen 37 vorgesehen, um den Eintritt des Lichtbogens zu gestatten. Diese Öffnun gen befinden sich vorteilhaft an den Stellen des Umfanges, welche den kleinsten Abstand zu benachbarten Anodenhülsen aufweisen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Elektrischer Vakuumentladungsapparat mit Gas- oder Dampffüllung und metallenem Vakuumgefäss, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Hauptelektroden vom Boden des Gefässes aus eingeführt sind. UN TERANSPRMHE 1. Elektrischer Vakuumentladungsapparat nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass das Vakuumgefäss aus dem die Elektroden tragenden Boden und einer auf den Boden aufgesetzten Haube besteht. 2.Elektrischer Vakuumentladungsapparat nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass das Gefäss mittels Stützen auf einer Grundplatte ruht, und dass die Leitungsanschlüsse in dem Raum zwi schen dem Boden und der Grundplatte untergebracht sind. 3. Elektrischer Vakuumentladungsapparat nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass das Gefäss mit einem Kühl mantel umgeben ist, durch den ein Kühl mittel von oben nach unten geleitet wird und der gegenüber dem Gefäss isoliert, sowie geerdet ist, so dass er einen Be rührungsschutz bildet. 4.Elektrischer Vakuumentladungsapparat nach Unteranspruch 3, dadurch gekenn zeichnet, dass bei Verwendung von Luft als Kühlmittel in dem Oberteil des Kühl mantels ein Gebläse angeordnet ist, das einen sich längs dem Deckel und den Wandungen des Vakuumgefässes abwärts bewegenden Luftstrom erzeugt. 5. Elektrischer Vakuumentladungsapparat nach Patentanspruch, bei dem die Anoden mit Schutzhülsen umgeben sind, dadurch gekennzeichnet, d dass die Anodenhülserx an ihren Enden geschlossen, aber mit einer oder mehreren seitlichen Eintritts öffnungen für den Lichtbogen versehen sind. 6.Elektrischer Vakuumentladungsapparat nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Anodenhülsen an den Einführungsisolatoren der Anoden be- festigt sind. 7.Elektrischer Vakuumentladungsapparat nach Patentanspruch, bei welchem das Vakuumgefäss von der Vakuumpumpe getrennt und mit chemisch inaktivem Gas gefüllt ist, dadurch gekennzeichnet, dass in das Vakuumgefäss ein an einer Seite offener, sonst aber geschlossener Hohlkörper eingesetzt ist, welcher den während des Betriebes von der Kathode aufsteigenden Gas- oder Dampfstrom an den gekühlten Wandungen und dem Deckel des Vakuumgefässes entlang führt und in dem sich allmählich alles ein gefüllte chemisch inaktive Gas sammelt. B.Elektrischer Vakuumentladungsapparat nach Unteranspruch 7, dadurch gekenn zeichnet, dass an der höchsten Stelle des Hohlkörpers oder in der Nähe dar höchsten Stelle eine durch einen Schirm gegen herabfallendes Quecksilber gesicherte Öffnung zum Einströmen des chemisch inaktiven Gases vorgesehen ist. 9. Elektrischer Vakuumentladungsapparat nach Unteranspruch 7, dadurch gekenn- zeichnet, dass @d-er den Elektroden zu gekehrte Boden des Hohlkörpers mit einer Wärmeisolierung versehen ist. 10.Elektrischer Vakuumentladungsapparat nach Unteranspruch 9, dadurch gekenn zeichnet, dass der Boden des Hohlkörpers als mehrfacher Boden ausgebildet ist. 11. Elektrischer Vakuumentladungsapparat nach Patentanspruch, dadurch gekenn- zeichnet, dass ausser den Hauptelektroden auch die Hilfselektroden vom Boden des Gefässes aus eingeführt sind.
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