CH198823A - Stromübertragungs- und Bewegungsvorrichtung für Elektroden elektrischer Öfen. - Google Patents
Stromübertragungs- und Bewegungsvorrichtung für Elektroden elektrischer Öfen.Info
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Description
Stromübertragungs- und Bewegungsvorrichtung für Elektroden elektrischer Öfen. Die Elektroden elektrischer Ofen, die die elektrische Energie einem Lichtbogen oder einem Schmelzbad zuführen, werden an der Energieaustrittsstelle entweder vom Licht bogen durch Abbrand oder von der Schmelze durch chemischen Angriff verbraucht. Aus diesem Grunde ist ein stetiges, dem Ver brauch entsprechendes Absenken der Elek trode in Richtung zum Schmelzbad erforder lich.
Dieses Absenken ist jedoch vielfach mit Schwierigkeiten verbunden, ;denn die Elektro den übernehmen den Arbeitsstrom von Kon taktplatten oder Kontaktstücken, die gegen die Elektroden mit Schrauben, Federn oder durch pneumatischen oder hydraulischen Druck angepresst werden, und die gleich zeitig meist die Elektroden halten und tra gen müssen. Hierbei ergeben sich Schwierig keiten insofern, als bei dem Nachsenken der Elektrode eine ununterbrochen gleichmässige L Stromübertragung nur schwer möglich ist.
Es kommen für moderne Grossindustrie öfen Elektroden im Gewicht von 20000 kg und mehr mit einem Stromdurchgang von 200000 Ampere und darüber in Frage. Für die Befestigung derartig grosser D4leiktroden durch Kontaktplatten dienen meist Druck- oder Halteringe, die knapp über der Ofen beschickung verstellbar angeordnet sind; an die Konstruktion dieser Druck- oder Halte ringe werden demgemäss grosse Ansprüche gestellt.
Beschädigungen aller dieser Kon struktionsteile durch die Ofenwärme, durch mechanischen Verschleiss und Abrieb oder durch Stromübergang sind aber unvermeid lich und geben des öfteren zu Betriebs störungen Veranlassung.
Das Auswechseln der in gewissen Zeit abständen der Zerstörung aasheimfallenden Kontaktplatten und auch der Druckringe selbst ist aber ziemlich schwierig und erfor dert äusserst geschickte Arbeiter, die meist über der noch glühenden Ofenbeschickung ar beiten müssen. Diese Arbeit ist sehr an strengend.
Zu diesen Schwierigkeiten kommen noch die Nachteile beim Ausfall des Ofens selbst, wie Produktionsrückgang, unerwünschte Ab kühlung des Ofenherdes und seiner Zustel lung und dadurch auftretende weitere Be anspruchungen der Ofenteile.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Beweguügs- und St@romübertragu;ngs- vorrichtung für Elektroden elektrischer Ofen, die eine mittels Rollen in Richtung der Elek- trodenachse beweglich ,gelagerte Gliederkette mit Druckkontaktplatten besitzt, die während des Betriebes ausgewechselt werden können. Sie besitzt ferner Mittel zum Anpressen der Platten gegen die Elektrode und solche zum Ausüben eines Gegendruckes, so dass die Elektrode festgehalten werden kann.
Als Mittel, die einen Gegendruck ausüben, können ebenfalls Gliederketten mit Druck- kontaktplatten dienen. Es können auch aber als Mittel, die einen Gegendruck ausüben, feststehende Rollen dienen, von denen die Elektrode geführt wird. Diese letztere An ordnung kommt zum Beispiel in Frage, wenn nur eine einzige Gliederkette auf einer Seite der Elektrode vorhanden ist.
Bei Anordnung mehrerer Gliederketten werden diese zweek- mässigerweise so angeordnet, dass sie in gleich mässigen Abständen rings um die Elektrode verteilt sind.
Als besonders günstig hat sich heraus gestellt, sämtliche an die Elektrode an gepressten Druckkonta,ktplatten durch ein ge meinsames Druekübertragungsglied anzu drücken. Dies hat den Vorteil, dass die Druckverteilung über sämtliche Druck- kontaktplatten hinweg überall gleichmässig ist, so dass im Falle der Verwendung so genannter plastischer Elektroden keine Stö rung infolge Einschnürungen eintritt.
Als gemeinsames Druckübertragungsmittel kann zum Beispiel eine Schiene dienen. Es ist fer ner vorteilhaft, das gemeinsame Drucküber- tragungsmittel zur Stromzuführung zu den an den an die Elektrode anliegenden Druck- kontaktplatten zu verwenden, wobei nur die an die Elektrode angepressten Druckkontakt- platten mit der Stromzuführung verbunden sind,
während die übrigen nicht im Strom kreis liegen und auswechselbar sind.
In .der Zeichnung ist beispielsweise eine Stromübertragungs- und Bewegungsvorrich tung gemäss der Erfindung dargestellt, bei der eine Elektrode durch 4 endlose Raupen bänder mit Druckkontaktplatten geführt wird. F'ig. 1 zeigt eine Seitenansicht, Fig. 2 einen waagrechten Schnitt durch die Vor richtung.
Die Druckkontaktplatten 7 mit Lauf rollen 3 sind hierbei auf die endlose Glieder kette 1 aufgereiht, so dass ein endloses Raupenband gebildet wird. Dieses Band ver läuft über eine Anzahl Rollen 2, von denen eine oder mehrere den Antrieb übernehmen. Damit bei Anordnung mehrerer Raupen bänder diese synchron laufen, werden die Antriebsräder durch ein Getriebe für Gleich lauf gekuppelt oder sonstwie in bekannter Weise gleichschnell angetrieben.
Die Druck- kontaktplatten werden mittels der auf einer Führung laufenden Rollen 3 von der Glieder kette 1 auf die Schiene 5 gezogen und von den Druckfedern 4 mittels der Schiene 5 gegen die Elektrode 6 gepresst. Sie dienen gleichzeitig als Trag- und Stromzuführungs- organe. Die :Stromzuführung zu den Druck- kontaktplatten geschieht ebenfalls durch die Schiene 5.
Die Elektrode 6 wird durch den An- pressdruck der sämtlichen Platten 7 gehalten und bei Bewegung der Gliederkette 1 geho ben oder gesenkt. Zur Aufnahme des Gegen druckes sind die Ankerringe 10 angeordnet.
Die Höheneinstellung der Elektrode kann durch einen ofenstromabhängig gesteuerten Hubmotor reguliert werden, der mit einer oder mit meheren der Rollen 2 gekuppelt ist. Dies geschieht etwa in der Weise, dass, wenn .die Stärke des Ofenstromes über die zulässige Höchstgrenze hinaus steigt oder unter die niedrigste Grenze heruntergeht,
die Glieder kette so angetrieben wird, dass die Raupe die Elektrode aufwärts oder abwärts bewegt, bis .die Ofenstromstärke wieder ihren normalen Grad erreicht hat.
Die Kontaktplatten sind ohne Betriebs- störung auswechselbar, und zwar in ,dem der Druckseite entgegengesetzten Feld B. Das Auswechseln kann einfach durch Lösen der Kettenlagerdeekel 9 erfolgen.
Die :ganze Vorrichtung kann als Fuss- oder Hängekonstruktion gebaut sein. Selbstverständlich ist es: möglich, statt der vier in der Zeichnung angegebenen An- triebsraupen auch deren 2, 3 oder 5 in gleich mässigen Abständen rings um die Elektrode anzuordnen. Wird :
die Gliederkette 1 nicht als endloses Band ausgebildet, so müssen die freien Enden natürlich weitergeführt und in irgendwelcher Weise gesichert werden. Sie können beispielsweise auf Haspeln auf gewickelt oder durch Federn angespannt oder durch eine Hebelvorrichtung entsprechend ,der gewünschten Elektrodenbewegung an gezogen oder nachgelassen wenden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Stromüberttragungs- und Bew-egungsvor- richtung für Elektroden elektrischer Öfen, gekennzeichnet durch eine mittels Rollen in Richtung der Elektrodenachse beweglich ge- lagerte Gliederkette mit Druckkontaktplatten, die während des Betriebes ausgewechselt wer den können,durch Mittel zum Anpressen der Platten gegen die Elektrode und :durch solche zum Ausüben eines- Gegendruckes, so dass die Elektrode festgehalten werden kann. UNTERANSPRÜCHE:1.. Vorrichtung nach Patentansprach,da- durch gekennzeichnet, dass zum Ausüben eines Gegendruckes ebenfalls Glieder- ketten mit Druckkontaktplatten vor gesehen sind. 2.Vorrichtung nach Patentanspruch, und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gliederketten in gleichmässigen Abständen, rings um die Elektrode verteilt sind.3. Vorrichtung nach Patentanspruch, da- @durch gekennzeichnet, dass zum Ausüben. eines Gegendruckes feststehende Rollen vorgesehen sind.4. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass zum Andrücken der Druckkontaktplatten einer Gliederkette an ,die Elektrode ein gemeinsames Druck- übertragungsmittel vorgesehen ist.5. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1, 2 und 4, dadurch ge kennzeichnet, dass das gemeinsame Druck- übertragungs#mitteleine Schiene ist.6. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1, 2, 4 und 5, dadurch ,gekennzeichnet, dass die Schiene auch zur Stromzuführung zu den an die Elektrode anliegenden Druckkontaktplatten verwen- det ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH198823T | 1937-07-01 |
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|---|---|---|---|
| CH198823D CH198823A (de) | 1937-07-01 | 1937-07-01 | Stromübertragungs- und Bewegungsvorrichtung für Elektroden elektrischer Öfen. |
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1937
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