CH198833A - Verfahren zur Abformung von Kiefer- und Mundteilen zwecks Herstellung von Zahnersatzarbeiten. - Google Patents

Verfahren zur Abformung von Kiefer- und Mundteilen zwecks Herstellung von Zahnersatzarbeiten.

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CH198833A
CH198833A CH198833DA CH198833A CH 198833 A CH198833 A CH 198833A CH 198833D A CH198833D A CH 198833DA CH 198833 A CH198833 A CH 198833A
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Gerlach Dr Hans
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  Verfahren zur Abformung von Kiefer- und     Nundteilen    zwecks Herstellung  von     Zahnersatzarbeiten.       Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur  Abformung von Kiefer- und     Mundteilen     zwecks Herstellung von     Zahnersatzarbeiten.     



  Das Verfahren der Erfindung kann zum  Beispiel Anwendung finden bei dem     soge-          nannten    Angleichen alter, nicht mehr passen  der Ersatzstücke an     veränderte    Kiefer.  



  Bekanntlich werden     Zahnersatzarbeiten     aus Kautschuk nach einer gewissen, indivi  duell verschiedenen Tragzeit dem Kiefer  nicht mehr genügend anliegen, da sich der  knöcherne Teildes Ober-     bezw.    Unterkiefers  mit der Zeit verändert und die     Weichteil-          gebilde        (Schleimhautfalten)    dadurch zum  Rand der Prothese anders zu liegen kommen  als ursprünglich. Das ist ein Grund dafür,  dass solche     Ersatzstücke    nicht mehr     genübend     "Saugen", also dem Gaumen nicht mehr fest       adhärieren,    oder aber     dass    sie schaukeln und  dadurch leicht zu Bruch gehen.  



  Bisher war es üblich, ein solches Ersatz  stück der neuen     Kieferform    dadurch wieder    anzugleichen, dass man das alte Ersatzstück  mit gewöhnlicher, nicht     vulkanisierbarer          Guttapercha        beschickte    und die     nunmehrige     Lage der     Kieferteile    damit abformte, :dann  einen Gipsabguss dieser machte, die     Gutt-          apercha    wieder     entfernte    und die Gipshohl  form mit sogenanntem Zahnkautschuk aus  stopfte und der alten     Prothese        aasvulkani-          sierte.     



  Der Vorgang     ist    zeitraubend, umständlich  und durch die indirekte     Arbeitsweise    auch  ungenau.  



  Es wurde nun gefunden, dass man sehr  viel schneller, einfacher und genauer zum  Ziele kommt, wenn man zum Abformen     ein     Material benutzt, welches so plastisch     ist,        dass     es die feinsten Eindrücke wiedergibt und  sich dazu ohne weiteres durch nachfolgendes  Vulkanisieren mit dem alten     Zahnersatzstück     fest verbindet.  



  Hierzu eignet sich nicht der übliche Zahn  kautschuk, da er elastisch und zäh ist und zu      wenig Klebkraft     entfaltet,    als dass er sich  mit der alten Platte innig verbinden     könnte.     Nun lässt sich     aber    ein solcher Kautschuk  durch langes     Mastizieren    in einen plastisch  formbaren     Zustand    überführen und dadurch  für ,den bedachten Zweck gebrauchen.  



  Ebenso eignet sich eine gewöhnliche       Cxuttapercha    nicht, wohl     aber    eine     Guttaper-          cha,    die für dieses     besondere    Verfahren mit  einem     Vulkanisationsmittel,        gegebenenfalls     mit Farbe und Füllstoff, vermischt ist.  



  Auf diesem     Wehe        kiinnen    bei. geschwun  denem     Kieferkamm        Gaumenplatten    aus Hart  kautschuk, wie man fachlich sagt,     "unter-          füttert"    und     "Randkorrekturen"    an Prothe  sen     zwecks    Angleichung an die Schleimhaut  falten des Mundes vorgenommen werden.

    Ebenso lassen sich mit Hilfe des sogenannten       "Kauabdrnekes"    ganze Platten dem natür  lichen     Schleimha.utrelief    des Kiefers anglei  chen oder     "Fliigelfortsätze"    zur     Verbesserung     des     Haltes    an     Unterkieferersatzst.ücken    an  bringen oder bei     Kieferdefekten    ganze Hohl  räume ausformen.  



  Der     Arbeitsgang    besteht darin, dass das  alte     Ersatzstiiek        angerauht,    dann der präpa  rierte     Kautschuk        bezw.    die     vulkanisierbare          Guttapercha    aufgetragen und dein     Patienten     zum     "Einkauen"    für etwa 10     Minuten    in den  Mund gesetzt wird. Nach der Ausformung  wird das gesamte Stück direkt vulkanisiert.

      Ebenso lässt sich durch zweckentspre  chende     Präparation    von     Latexsaft    eine für  den     vorliegenden    Verwendungszweck     geeig-          nete    Masse     herstellen,    wenn man     Latexsaft     eindickt,     Vulkanisationsmittel    und     Farb-    und  Füllstoffe beimengt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Abformung von Kiefer- und Mundteilen zwecks Herstellung von Zahnersatzarbeiten, dadurch gekennzeichnet, dass solche plastische Massen zur Abformung verwendet werden, die durch Vulkanisation unmittelbar zu Prothesen verarbeitet werden können. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die plastischen Mas sen aus durch Mastifizieren plastisch ge- niacliteni Kautschuk bestehen. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die plastischen Mas- sen aus präpariertem Latexsaft bestehen. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die plastischen Mas sen aus mit Vulkanisationsmitteln versetz ter Guttapercha bestehen.
CH198833D 1935-10-03 1936-09-28 Verfahren zur Abformung von Kiefer- und Mundteilen zwecks Herstellung von Zahnersatzarbeiten. CH198833A (de)

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CH198833D CH198833A (de) 1935-10-03 1936-09-28 Verfahren zur Abformung von Kiefer- und Mundteilen zwecks Herstellung von Zahnersatzarbeiten.

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102013110367B3 (de) * 2013-09-19 2014-10-30 Sylvia Steinbrenner Mund- und Gebisseinlage aus Naturkautschuk, deren Verwendung und Herstellung

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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