CH198836A - Verfahren zur Darstellung von D4,5-Pregnendion-3.20. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von D4,5-Pregnendion-3.20.

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CH198836A
CH198836A CH198836DA CH198836A CH 198836 A CH198836 A CH 198836A CH 198836D A CH198836D A CH 198836DA CH 198836 A CH198836 A CH 198836A
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Schering-Kahlbaum A G
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Schering Kahlbaum Ag
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  Verfahren zur Darstellung von     d4        5-Pr        egnendion-3.20.       Die vorliegende Erfindung betrifft ein  Verfahren zur     Darstellung    von     J,        ,-Pregnen-          dion-3,2@0,        d        ae    dadurch     gekennzeichnet    ist,       dass    man     d-.,6-Pregnendio-1-3,20    mit einem       Oxydationsmittel    behandelt.  



  Die Oxydation wird :dabei     unter    Schutz  der Doppelbindung, z. B. mit Halogen oder       Halogenwasserstoff,    durchgeführt, da sonst  nur mangelhafte     Ausbeuten        :erhalten    werden  und das     Entstehen        unerwünschter    Neben  produkte     begünstigt        wird.    Als     Oxydations-          mittel    kann mit Vorteil     Chromtrioxyd    ver  wendet werden.  



  <I>Beispiel:</I>  Zu     einer    Lösung     von.    3,1.0<B>9</B>     4,,s-Preg-          nendiol-3,20    in 10     cm@    Eisessig gibt man  nacheinander eine Lösung von 1,6     .g    Brom  in 20 cm'     Eisessig    und eine solche von 2;6 g       Chromtrioxyd    in 20     em3        9@0,%        iger    Essig  säure.

   Nach     48stündigem    Stehen bei Zim  mertemperatur fügt man 5 cm'     Methanol       und 20 g     Zinkstaub        hinzu    und rührt 9     bis     10 Stunden bei     +    15 bis 20'. Man     saugt     vom     überschüssigen:        Zinkstaub    ab, .giesst     das     Filtrat in 1     Liter    Wasser,     Ithiert    wiederholt  aus und     entsäuert    und trocknet die erhal  tene Ätherlösung.

   Nach Verdampfen des  Äthers wird der     Rückstand    aus 90 %     igem     Methanol     umkrisstallis:iert.     



  Das in einer     Ausbeute    von 1,5 g er  haltene     d4",-Pregnen(dion-3,20        zeigt    einen  Schmelzpunkt von     1218     . Es entspricht dem       Corpus-luteum-Hormon.     



  Nach :den angegebenen Bedingungen     ist     es am     zweckmässigsten,        Idas    Oxydations  mittel in einer solchen Menge     anzuwenden,     .dass für     :die        Oxydation    4     :Sauerstoffatome     zur Verfügung stehen.

   Jedoch     ist    die Menge  des     Oxydationsmittels    von der Art und     Kon-          zentration    der     verwendeten        Verbindung,    von  der Reaktionstemperatur, dem     Lösungsmittel     und     :

  dergl.        abhängig.    Wird das     Oxydations-          mittel        in    zu geringer Menge angewandt, so           sinken    die     Ausheuten    und ein Teil des Aus  gangsmaterials wird zurückerhalten, wäh  rend im     entbegeilgesetzten    Fall die Oxy  dation zu weit geht und     Nebenprodukte,          wie    z.

   B.     Säuren    und     dergl.,    unter     Abspal-          tun-    der     Seitenketten        bezw.        liing.:pren;#ung     oder andere     Oxyverl)indungeii    erhalten wer  den.  



       11an    kann auch von Derivaten des ge  nannten     Pregnendiols    ausgehen, in denen die       Uxy        gruppen    ganz oder     teilweisse    durch  solche Gruppen ersetzt sind, die durch  Hydrolyse oder     Vei:#eifung        wieder    in die       Uxygruppe        übergeführt    werden können.  Zum     1kispiel    kann man die     Ester    oder  Äther des     Pregnendiols    als Ausgangsmate  rialen     verwenden,    die dann vor der Oxy  dation     hydrolysiert    werden.  



  Die     Halogenierung        des        Ausgangsmate-          rials    lässt. sieh nicht nur mit     Broin    in     Eis-          essiglösung        durchfiihren,    man kann viel  mehr auch andere Lösungsmittel, die durch  Halogene nicht angegriffen werden, verwen  den, wie z. B.     Cliloi-oform,        Kohlenstofftetra-          ehlorid    und     der-l.     



  Die Abspaltung von     Halogenwasserstoff          zwecks        Wiederherstellung    der Doppelbin  dung im     Ringsystem    kann z. 13. mit     Pyridin-          hasen.        Alkaliacetaten    in Alkohollösung oder  andern     alkalisch        wirkenden    Mitteln, wie sie  zum Beispiel in     Houben    "Die     3tethoden    der  organischen     Chemie".        ?.    Auflage, Band 2,       Seite        7161,

  747.1   <B>192922</B>     beschrieben    sind, durch  geführt werden.  



       Die        Abapaltung    von Halogen aus den       Dihalogenverbindungen    erfolgt nicht nur,  wie im     Beispiel        beschriebfen,    mit Zinkstaub,  sondern     man    kann auch andere     geeignete          Methoden        verwenden,    zum Beispiel Behand  lung mit     Natriumjodid    in     Aoeton    entspre  chend dem Verfahren von     Finkelstein,

          vor-          siclitige    Behandlung mit     Wasserstoff    in  Gegenwart     vors,        Katalysatoren,    wie Platin  oder     Niekel,    und von     basischeir    Mitteln, wo  bei dafür Sorge zu     traä"en    ist,     -dass    Hydrie  rung der Doppelbindung nicht eintritt, oder  sie auf andere Art und Weise, wie zum Bei  spiel in     Houbeii    .,Die     Methoden    der organi-         ,sehen    Chemie\, 2.

   Auflage,     Band    2,     Seite          301-;3t1-1    (19:32)     beschrieben.    bewirken.  



  Die     Oxydation        wird    zwar     vorzugsweise     mit     Chromsäureanhydrid    durchgeführt; doch  kann man auch andere     sechswertige    Chrom  verbindungen,

   wie     Chromxychlorid.        Bichro-          mate    in     saurer        Lösung    und     dergl.        benutzen.          Man    kann sich auch der Alkali- und     Erd-          alhalipermanganate    und anderer     bekannter          Mittel.    die eine     Oxygruppe    in eine     Keto-          gruppe    überzuführen     vermögen,

      ohne dass  sie     dabei        eine    wesentliche Aufspaltung des       Ringsystems        und;'oder        Abspaltung    der Sei  tenkette     bewirken,    bedienen.  



  Die     Abscheidung        und    Reinigung des     ge-          bildeten        Dikelons    kann auch auf andere Art  und     Weise        durchgeführt    werden, als     im          Beispiel    beschrieben. So kann man sich der       fraktionierten    Destillation oder Sublimation  im Hochvakuum bedienen. Man kann aber       das        Diketon    auch durch     Umsetzung    mit       Ketonreagenzien    abtrennen, wie z.

   B. mit       Semiearbazid,        Thiosemiearbazid,        Phenyl-          hydrazin    oder andern Stoffen, die sich mit  der     Ketongruppe    unter     Wasseraustritt        kon-          densieren.    Solche Stoffe     sind    ausser den     ge-          nannten    auch noch     Hydrozylamin,    die     Sub-          ätitutionsprodukte    von     Phenylhydrazin,    wie       p-Nitrophenylhydrazin,

          p-Bromphenylhydr-          aZin,        Diphenylhydrazin        und        dergl..        Ben-          zylhydrazide,        quaternäre        Ammoniumaoeto-          hy        drazide,        wie        Trimethylacetohydrazid-Am-          moniumchlorid,

          Acetohydrazid-Pyridinium-          chlorid    und     dergl.    Die     Aufspaltung    der  durch     Reaktion        mit        KetonTeagenzien        erhal-          tenen        Verbindungen,    z. B. die     Aufspaltung     der     Semicarbazone    und     dergl.,    kann in üb  licher Weise erfolgen, z.

   B. durch     Behand-          lung    mit     sauren    Mitteln,     gegebenenfalls    in       Gegenwarft        von        geeigneten        Lösungsmitteln.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von Ji,:,-Preg- ncndion-3,2C, dadurch gekennzeichnet, dass man d.;""-Pragnendiol-3, 2U unter intermediä rem Schutz der Ringdoppelbindung mit einem Oxydationsmittel behandelt. UNTERANSPRVGHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, @dadurch g.ehennzeichnet, daB die Doppelbindung durch Halogenanlagerung geschützt wird. \?. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Doppelbindung durch Brom anlagerung geschützt wird. <B>3</B> .
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Doppelbindung durch Halogen- wa.sserstoffanla:gerung geschützt wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Enbhalogenierung des Dihalogen- produktes mit Zinkstaub erfolgt. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch, .dadurch gekennzeichnet, dass als Oxydationsmittel Chromtrioxyd verwendet wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, ,dass das Oxydationsmittel in einer Menge angewandt wird, dass für die Oxydation 4 Sauerstoffatome zur Verfügung stehen.
CH198836D 1935-12-30 1936-12-24 Verfahren zur Darstellung von D4,5-Pregnendion-3.20. CH198836A (de)

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