Antomatengatterstichmaschine. Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verbesserung der durch das Hauptpatent Nr.<B>176612</B> geschützten Automatengatter- stickmaschine.
Während bei dem im Hauptpatent be schriebenen ersten Beispiel bei der Einstel lung des Gliedes 57 (welches zur Summie- rung der von den Platinen hervorgerufenen Bewegungen dient) zwischen den Platinen- nadeln und dem Glied 57 .eine grosse Anzahl von Zwischengliedern zur mustergemässen Einstellung des Summiergliedes erforderlich sind, ist die Zahl dieser Zwischenglieder bei der Maschine nach vorliegender Erfindung kleiner.
Dies wird erfindungsgemäss dadurch er reicht, dass die von der Jaequardkarte ein- g.estellten Platinen an einem als dem iSehlep- per ausgebildeten Steuerorgan selbst ver schiebbar gelagert und mit Anschlägen aus gerüstet sind, die je nach der Platineneinstel- lung mit festgelagerten Hebeln bei der Schlepperbewegung in der einen Richtung zum Eingriff kommen und durch die dabei erfolgende Hebelbewegung,das ,Summierglied steuern.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Aus führungsbeispiel des Erfindungsgegenstan des Abb. 1 zeigt in Ansicht den Aufbau Einer a utomattengatterstiokmaschine; Abb. 2 ist ein teilweiser Grundriss hierzu: Abb. $ zeigt eine Variante des Antriebes des Schleppers; Abb. 4 und 5 zeigen die in Abb. 1 und 3 hintereinander liegenden T-förmigen Hebel; Abb. 6 und 7 zeigen die in Abb. 1 und 3 hintereinander liegenden Platinen;
Abb. 8 zeigt das in Abb. 1 und 3 teil weise verdeckte Summierglied; Abb. 9 zeigt den .Schlepper; Abb. 10 zeigt in schematischer Darstel lung eine Einstellung des @Summiergliedes, bei der der nach unten weisende T-förmige Hebel seine Mittelstellung beibehalten hat und der nach oben ragende T-förmige Hebel nach rechts ausgeschwenkt ist;
Abb. 11 zeigt in schematischer Parstel- lung eine Einstellung des Summiergliedes, bei der der nach oben weisende Hebel seine Mittelstellung behalten hat und der nach un ten weisende Hebel nach links verschwenkt ist; in Abb. 12 wird eine Einstellung des Sum- miergliedes gezeigt, bei der der obere Hebel nach rechts und der untere Hebel nach links verschwenkt ist;
Abb. 13 zeigt eine Einstellung des Suin- miergliedes. bei der beide Hebel nach links verschwenkt sind.
In dem Rahmen 1 der :Maschine sind die Hebel 2 und 3 bei 4 und 5 drehbar gelagert. Beide Hebel greifen bei 6 und 7 in den Schlepper (Abb. 9) mit Zapfen derart ein. dass der Schlepper zur Koppel eines Gelenk- viereckes wird.
Das Hin- und Herschwingen die#er Koppel wird mit Hilfe der Kurven scheibe 8 bewirkt. die fest auf der Antriebs welle 9 sitzt und entsprechend ihrer Bahn einen in sie hineinragenden Zapfen 10, der auf dem Hebel 3 sitzt, auf- und abbewegt.
Der Schlepper 11 (Abb. 9) wird also ent sprechend den Aussch-#vingungen des Hebels 3 auf- und abgeschwenkt und nimmt bei seiner Bewegung die in ihm gelagerten Teile mit. Es sind dies die Platinen 1 2 .und 13 (Abb. 6 und 7). Sie werden in Gleitbahnen 14, 14a, 14b und 1-1c des Schleppers geführt und können in der Richtung dieser Gleitbah nen, durch die Platinennadeln 15 und 16 mit Hilfe der Jacduardkarten 17 verstellt und in diesen Gleitbahnen parallel verschoben wer den.
Diese Platinen haben besondere An schläge 12. 12a, 13 und 13b und Ausneh- mungen. die mit entsprechenden Anschlägen der T-förmigen Hebel 18 und 19 zusammen arbeiten.
Wenn beispielsweise, wie es in Abb. 1 gezeigt ist, die Platine 12 nach rechts im Sinne der Abb. 1 verschoben ist, dann kommt ihr Anschlag 12a über den Anschlag 18a des T-förmigen Hebels 18 zu stehen. Die auf- und abgehende Bewegung des .Schlep- perl ist mit Hilfe der Kurvenscheibe 8 so ge steuert, dass im Moment der Verstellung der Platinen der Schlepper in Ruhe verharrt.
Wenn nun nach erfolgter Verschiebung der Platinen 12 in eine Stellung, bei der sich die Anschläge 12a und 18a gegenüberstehen, der Schlepper und damit die mit ihm verbundene Platine 12 nach unten bewegt wird. so drückt der Anschlag 12a auf den gegenüber liegenden Teil 18a des Hebels 1.8. Dieser ist um den im Gestell festgelagerten Drehzap fen 20 drehbar. Bei einem Abwärtsgang des Schleppers wird daher ein Ausschwenken des Hebels 18 nach rechts erfolgen, so wie es in Abb. 10 schematisch dargestellt ist.
An der Lage des T-förmigen Hebels 19 ist bei einem Zusammenwirken der Teile, wie es der Abb. 10 entspricht, nichts geändert worden.
Der Hebel <B>18</B> weist an seinem obern Ende einen Zipfen 21 auf, der in eine Aus- nehmung 22a des Suinmiergliedes 22 ein greift. Das Summierglied 22 ist mit seiner Bohrung 23 in einem Zapfen 21 des Hebels 19 drehbar gelagert.
Die jeweilige Stellung des Summiergliedes ist somit abhängig von der Lage der Zapfen 21, 24 der T-förmigen Hebel 18, 19, so wie es auch in der Abb. 7.0 bis 13 schematisch dargestellt ist. In dieser schematischen Darstellung ist gezeigt, wie das .Summierglied mit seinem Drehzapfen 25 aus der Nullab in vier verschiedene Stellun gen gebracht erden kann, die auf der einen Seite der Nullage liegen.
Es sind aber auch noch die symmetrischen Stellungen zu den Abb. 10 bis 13 möglich und dementsprechend noch vier weitere Stellungen des Drehzapfens 25 des,Summiergliedes.
Das .Summierglied 22 muss, um die ver schiedenen Stellungen einnehmen zu können, eine Ausnehmung 60 aufweisen, in der der Drehzapfen 20 liegt, um den sich die beiden Hebel 18 und 19 drehen.
Die Ausbildung .der Platinen ist so zu wählen, dass bei ihrer Verschiebung jeweils nur der Anschlag 18a oder 18b des Hebels 18 in Eingriff mit einem entsprechenden An schlag einer Platine kommt. Mit andern Worten, die eine Platine, in der Abb. 1 ist es die vordere, dient nur dazu, den Hebel 1$ im 'Sinne des Uhrzeigers zu verschwenken und die andere, die hintere, im entgegen gesetzten Sinne. Es muss jedoch durch eine Sicherung dafür Sorge getragen werden, dass nicht beide Platinen gleichzeitig verschoben werden, da die Verschwenkungen .der Hebel 18 und 19 nur jeweils in einer Richtung er folgen können.
Zur Verstellung eines Hebels sind somit zwei Platinen erforderlich. Da die Einstel lung des ,Summiergliedes zwei Hebel not wendig macht, müssen insgesamt für die zwei Hebel zwei Platinenpaare vorhanden sein, so wie es auch in Abb. 2 dargestellt ist.
Zur Erzielung genauer Stickarbeit ist eine präzise Einstellung des Summiergliedes erforderlich. Die T-förmigen Hebel 18 und 19 werden daher in ihrer Normalstellung verankert. Dazu dienen Sperrklinken 26, 27. Die Sperrklinke 26 greift von unten unter den vorspringenden Teil des Anschlages 18a und die .Sperrklinke 27 legt sich von oben ebenfalls gegen diesen Teil 18a. Beide Sperr klinken sind im Gestell auf einer Achse 29 drehbar gelagert.
Sie werden durch die Pla- tinenbewegung gesteuert und greifen zu die- ,sein Zwecke mit Zapfen 30, 30' in Ausneh- mungen 3,1, 31', die sich in den Platinen be finden. Diese Ausnehmungen sind so ausge bildet, da.ss beim Abwärtsgange des Schlep pers und dem dadurch hervorgerufenen Ak wärtsgange der Platinen der Zapfen 30 innerhalb der Ausnehmung 31 gleiten kann, ohne eine Verstellung der Sperrklinke 2-6 vorzunehmen.
Wenn dagegen die Platinen im Schlepper horizontal verschoben werden, dann wird eine Steuerung der Sperrklinken 26, 27 be wirkt, und zwar derart, .dass .die Platine, die den Hebel 18 im Sinne des Uhrzeigers ver dreht, auch die Sperrklinke 26 ausklinkt, die im eingeklinkten Zustand eine Verdrehung des Hebels in diesem Sinne hindert. In glei cher Weise klinkt die andere Platine, die eine Drehung des Hebels entgegengesetzt dem Uhrzeigersinne hervorruft, die @Sperr- klinke 27 aus, die eine Drehung des Hebels 1.8 in diesem Sinne hindert.
Genau so wie bei :dem Hebel 18 liegen die Verhältnisse bei dem Hebel 19. Die Pla- tinen und Sperrklinken sind in gleicher Weise ausgebildet und kommen in gleicher Weise zur Wirkung. Da sie hintereinander liegen, sind sie in Abb. 1 nicht sichtbar.
Im vorstehenden wurde ausgeführt, wie die Drehbewegungen .der Hebel 18, 19 mit Hilfe der Platinen .gesteuert werden. Die Platinen setzen sich mit ihren Anschlägen auf die entsprechenden Gegenanschläge der Hebel 18 und 19 und beim einsetzenden Ab wärtsgange .des Schleppers liegen .dann die Platinen mit ihren Anschlägen an diesen Gegenausohlägen der Hebel und verdrehen diese. Auf diese Weise lässt sich die Verstel lung der Hebel bewirken.
Um jedoch die mit dem Schlepper hin- und hersehwingenden Teile geringzuhalten, sind die Platinen leicht ausgeführt. .Sie lei ten im vorliegenden Ausführungsbeispiel .die Bewegung der Hebel 18 und 19 nur .ein. Bei dieser einleitenden Bewegung werden die He bel mit entsprechend ausgebildeten Ansätzen oder Nasen 32, 32', 33, 33' in Anschläge 34, 35 des Schleppers eingeklinkt. Sowie die Einklinkung erfolgt ist, übernimmt der Schlepper die Verdrehung der Hebel.
Wie schon weiter oben ausgeführt, wird durch ,die Verstellung der Hebel das Sum- mierglied mit seinem Zapfen 25 jeweils in eine bestimmte Lage gebracht (Abb. 13). Wenn der Schlepper dann wieder seine Rückbewegung antritt, dann wird auch das Summierglied wieder in die Normalstellung zurückgeführt. Je nachdem, ob es nun in die Stellung I, 1I, In oder IV (Abb. 13) ge führt wurde, ist auch .der Rückweg in die Normalstellung verschieden.
Diese verschie den grosse Rückbewegung in die Normalstel lung wird auf die Zugstange 36 übertragen und diese wieder überträgt sie auf den zwei armigen Hebel 37, der um die Achse 38 schwingt und an seinem freien Ende ein Zahnsegment 39 trägt.
Je nach dem Mass des Ausschwingens des Zapfens ? 5 des iSummiergliedes wird daher leim Zurückbringen des Summiergliedes in ,seine Normallage auch wieder das Zahnseg- inent 39 eine verschieden Grosse Drehbewe- gizng um den Zapfen 38 ausführen.
Wenn das Summierglied aus der Normal stellung herausbe-,vegt wird. dann ist dieses Zahnsegment 39 ausser Eingriff mit dem Zahnrad 41). Bei der Rückbewegung des Summiergliedes in seine Normalstellung ist es dagegen iin Eingriff mit dem Zahnrad 40. Zu diesem Zwecke ist der Drehpunkt 38 des Zahnsegmentes an einem Winkelhebel 41 an gelenkt, der sich um die im Gestell feste Achse 42 drehen kann.
Er trägt einen Zap fen 43, der in eine Kurvenbahn 44 eingreift, die in der Kurvenscheibe 45 angebracht ist. Die Kurvenscheibe 45 sitzt fest auf der Achse 46. die im Gestell gelagert ist und irgend wie in bekannter Weise angetrieben wird.
Die Kurvenbahn 44 ist so ausgebildet, dass sie eine hin- und bergehende Verschwen- kimg des Zapfens 43 um seinen Drehpunkt 4? vornimmt, die sich an der Achse 38 als auf- und abgehende Bewegung auswirkt. Da durch kommt das Zahnsegment 39 abwech selnd mit dem Zahnrad 40 in und ausser Ein griff.
Von dem Zahnrad 40 wird die Zahn stange. die die Ver:-tellung des Stickrahmens bewirkt, verstellt. Es leuchtet daher ein, dass zur genauen Verstellung des Stickrahmens unnötiges Spiel des Zahnrades 40 vermieden werden muss. Daher ist Vorsorge getroffen, dass dann, wenn das Zahnsegment 39 ausge klinkt ist. eine Sperrung des Zahnrades 40 eintritt. Zu diesem Zwecke ist die Sperr klinke 47 vorgesehen, die mit einem @Sperr- zahne -17a in das Zahnrad 40 eingreifen kann. Diese Sperrklinke 47 kann sich um die fest im Gestell angeordnete Achse 48 drehen.
Sie ist ebenfalls als Winkelhebel ausgebildet, der an seinem kurzen Ende einen Zapfen 49 trägt. Dieser Zapfen 49 greift in eine Kur venbahn 50, die ebenfalls auf der Kurven scheibe 45 vorgesehen ist. Die beiden Kur- venbahnen 44 und 50 sind so zueinander ab gestimmt, d ass der Sperrzahn 47a in dem Mo inent das Zahnrad 40 sperrt, wenn das Zahn segment 39 ausgeklinkt wird. In dem Augen blick jedoch, in dem das Zahnsegment 39 wieder in Eingriff mit dem Zahnrad 40 kommt, gibt auch die Sperrklinke 47a das Zahnrad 40 wieder frei.
Da die Einstellung des Snmmiergliedes mit Hilfe von Hebeln vorgenommen wird, so können verhältnismässig geringe Ausschwin- gungen der Hebel eine immerhin grosse Ver- stellbewegung des Summiergliedes herbeifüh ren. Die Drehbewegung der Hebel wird durch die auf- und abgehende Bewegung des Schleppers hervorgerufen, die entspreehend der geringen Drehbewegung, die den Hebeln erteilt wird, sich ebenfalls in mässigen Gren zen hält.
Als Vorteil des kleinen Hubes des Schleppers ergeben sich geringe Massenbe wegungen und daher kann die Vorrichtung mit grosser Geschwindigkeit laufen. Ander- seits erfordert jedoch die geringe Hubbewe gung .des Schleppers, die sich bei der Ver stellung des Stickrahmens ins Grosse über setzt, eine präzise Hubbewegung des Schlep pers.
Unnötiges Spiel im Schlepper ist auf je den Fall zu vermeiden und es ist auch dafür ,Sorge zu tragen, dass solches unerwünschtes Spiel nicht auftritt, wenn die Vorrichtung Schon längere Zeit im Betrieb ist.
In erster Linie können Ungenauigkeiten dadurch eintreten, dass sich die Kurvenbah nen, die das Heben und Senken des Hebels 3 (Abb. 1) bewirken, abnützen. In Abb. 3 ist nun eine Ausführung gezeigt, bei der vor dem Hebel 3 ein Kniehebel 51, 52 einge schaltet ist. Er wird mit Hilfe der Zugstange 53 und des um die im Gestell feste Achse 54 drehbaren Winkelhebels 55 betätigt.
Der Winkelhebel 55 trägt an seinem freien Ende einen Zapfen 56, der in eine Kurvenbahn 5 7 der Kurvenscheibe 58 eingreift, die. mit der im Gestell drehbar gelagerten Achse 59 fest verbunden ist. Die Achse 59 wird angetrie ben. Die Teile 56-59 treten an Stelle der Teile 10, 8, 9 des Beispiels nach Abb. 1.
-Wenn die Xurvenscheibe 58 umläuft, dann wird dem Winkelhebel 55 eine hin- und her gehende Drehbewegung um seinen Dreh punkt 54 erteilt und dadurch wird auch die Zugstange 53 mitgenommen und von ihr .der Kniehebel 51, 52. Die gestrichelten Linien in Abb. 3 geben die Stellung des Winkel hebels in der Knicklage und die ausgezogene Linie in der Strecklage an.
Wenn nun in folge Abnützung der Teile die den Knie hebel verstellen, die Kniehebel 51, 52 über ihre Totpunktlage hinausgeschwenkt oder nicht ganz bis zur Totpunktlage geführt wer den, so werden sich Abweichungen in dieser Lage an der Kurbelschwinge 3 kaum be merkbar machen.
Die Anordnung des Knie hebels vor der Kurbelschwinge, und zwar so, dass die gestreckte Lage des Kniehebels par allel zu der hin- und hergehenden Bewe- gun-sriclitunz des ,Schleppers liegt, .dient also dazu, die Genauigkeit der Schlepperbe wegung zu erhöhen und Abnützungen, die bei längerem Betrieb eintreten, unschädlich zu machen.
. Das Kniehebelgelenk entlastet auch den Kurvenantrieb und verhütet somit einen vor zeitigen Verschleiss. Dieses Mittel kann aber auch für die Steuerung von andern Antriebs mitteln, z. B. Koppeltrieben, sinngemäss ver wendet werden.