CH198973A - Verfahren und Vorrichtung zum Behandeln von starrem Gut mit einem flüchtigen organischen Lösemittel. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Behandeln von starrem Gut mit einem flüchtigen organischen Lösemittel.

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CH198973A
CH198973A CH198973DA CH198973A CH 198973 A CH198973 A CH 198973A CH 198973D A CH198973D A CH 198973DA CH 198973 A CH198973 A CH 198973A
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Wacker Gesellschaft Alexander
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Wacker Chemie Gmbh
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  Verfahren und Vorrichtung zum     Behandeln    von starrem Gut mit einem     flüchtigen     organischen Lösemittel.    Es ist bekannt, mit     Fett        behaftete    Metall  gegenstände oder     sonstiges    starres Gut durch  Behandeln mit organischen flüchtigen Löse  mitteln wie     Trichloräthylen,        Perchloräthylen,          Tetrach;lo:

  rkühlenstoff,    Benzin, Benzol und       dergl.    zu reinigen und sich zu diesem     Zwecke     eines mit     kaltem,    erhitztem oder dampf  förmigem Lösemittel gefüllten Reinigungs  gefässes zu bedienen, das erforderlichenfalls  behufs Erzielung     einer    Vor- und Nach  reinigung in     mehrere    Kammern     unterteilt    ist,  in die     nacheinander        ,das        Behandlungsgut    ein  getaucht wird.

   Es     ist    auch bekannt, hierbei       Tauchkammern    zu benützen, die mit     Ldse-          mittel    von verschiedener Temperatur oder       \erschiedenem        Aggregatzustande    gefüllt     sind,     so     da.ss        beispielsweise    die     Vorreinigung    in       Lösemittel    von     unterhalb        seines        Siedepunktes     gelegener Temperatur,

   die     Nachreinigung       aber in     Lösemitteldampf        erfolgt,    wobei es       unvermeidlich        ist,        @dass!    bei der     Überführung          des        Gutes    von     einer    Tauchkammer in die an  dere     eine        Verdunstung    des Lösemittels und  damit eine völlige oder     teilweise        Trocknung          ,des        Gutes    stattfindet.  



  Es hat sich     nun        ,gezeigt,        dass    es für die       Behandlung        gewisser    Arten von     Waschgut     günstiger ist, eine wenn auch nur     teilweise,     Trocknung des     Gutes        zwischen    der Vor- und       Nachreinigung    zu verhindern.

   Erfindungsge  mäss wird dies     idadurch    erreicht, dass man das  Gut in das     flüssige        Lösemittel    von einer     unter-          halb    des.

       Siedepunktes    liegenden     Temperatur          einführt    und in einen von     dem    flüssigen Löse  mittel unten     abgeschlossenen    Raum     -weiter-          führt,    wo es     zuerst        eine    mit heissem     Löse-          mitteldampf    .gespeiste     und    dann eine ge  kühlte,     hauptsäohlich    Luft enthaltende Zone      durchläuft.

   Da bei     diesem    Verfahren der       Lösemitteldampf    in     unmittelbarer        Berührung     mit dem flüssigen Lösemittel     steht,    kann sich       dieses    allmählich bis auf     Siedetemperatur    er  hitzen, was     ungünstig    sein würde. Man wird  daher zweckmässig danach trachten,     @die     Flüssigkeit auf     niedriger        Temperatur    zu  halten, zum     Beispiel    durch Anordnung einer  Kühlvorrichtung, wie Kühlschlangen oder       dergl.     



  Eine     beispielsweise    Ausführungsform  einer Vorrichtung zur Ausübung     des    Ver  fahrens ist in der     beigefügten        Zeichnung          schematisch    dargestellt.

   Sie zeigt einen     Rei-          nigungsbehälter    1. der bis auf eine     seitliche          Beschickungsöffnung    2     vollständig    geschlos  sen und in seinem untern Teile 3 mit flüssi  gem     Lösemittel    gefüllt     ist.    Innerhalb des       Gefässes    wird durch     eine    vertikale Trenn  wand 4 ein     schachtartiger,        unten        durch    die       Flüssigkeit        abgeschlossener    Raum 5 gebildet,

    indessen     unterem    Teil durch ein     über    dem  Flüssigkeitsspiegel     einmündendes    Rohr 6       Lösemitteldampf    einströmt, der in einem     ge-          heizten,        teilweise    mit     flüssigem        Lösemittel     gefüllten Verdampfer 7 erzeugt     wird.    Die  Höhe der dadurch in dem     schachtartigen     Raum gebildeten Dampfzone     wird    durch an  den Wandungen dieses Raumes angeordnete  Kühlrohre 8 begrenzt,

   da sich der im     Über-          sehuss        eingeleitete        Lösemitteldampf    an den       untern    Kühlrohren     niederschlägt,    während  die obern Rohre     dazu    dienen, die über der  Dampfzone lagernde Luft zu kühlen.  



  Zwei endlose, über Führungsrollen lau  fende Förderketten 9, an denen mit Behand  lungsgut gefüllte Körbe 10 hängen, können       in.    der angegebenen Pfeilrichtung bewegt  werden und führen dabei die jeweils an der  Beschickungsöffnung 2 mit dem Gut gefüllten  Körbe in das flüssige Lösemittel ein, unter  der Trennwand 4 hindurch und in dem  Schacht 5 empor.

   Hierbei durchwandern die  Körbe, sobald sie aus der     vorreinigenden     Flüssigkeit     austauchen,    zunächst die von       Lösemitteldampf    erfüllte Zone, wo eine Nach  reinigung des Gutes durch den sieh auf ihm  niederschlagenden Dampf erfolgt, und als-  
EMI0002.0056     
  
    dann <SEP> die <SEP> daräberliegende <SEP> gekühlte <SEP> Luftzone,
<tb>  in <SEP> der <SEP> sich <SEP> das <SEP> erhitzte <SEP> Gut <SEP> abkühlt <SEP> und
<tb>  trocknet, <SEP> wonach <SEP> es <SEP> über <SEP> die <SEP> Oberkante <SEP> der
<tb>  Trennwand <SEP> hinweg <SEP> wieder <SEP> zur <SEP> Beschickungs  öffnung <SEP> 2 <SEP> geleitet <SEP> wird, <SEP> um <SEP> dort <SEP> jeweils.

   <SEP> in
<tb>  gereinigtem <SEP> und <SEP> getrocknetem <SEP> Zustande <SEP> den
<tb>  Förderkörben <SEP> entnommen <SEP> und <SEP> durch <SEP> un  gereinigtes <SEP> Gut <SEP> ersetzt <SEP> zu <SEP> werden.
<tb>  Der <SEP> mit <SEP> Flüssigkeit <SEP> gefüllte <SEP> untere <SEP> Raum
<tb>  des <SEP> Reinigungsgefässes <SEP> steht <SEP> durch <SEP> ein <SEP> Über  laufrohr <SEP> 11 <SEP> mit <SEP> dem <SEP> Flüssigkeitsraum <SEP> des
<tb>  Verdampfers <SEP> 7 <SEP> in <SEP> Verbindung, <SEP> so <SEP> dass <SEP> die
<tb>  Flüssigkeitsspiegel <SEP> im <SEP> Reinigungsgefäss <SEP> und
<tb>  im <SEP> Verdampfer <SEP> stets <SEP> auf <SEP> gleicher <SEP> Höhe <SEP> ge  halten <SEP> werden.

   <SEP> Das <SEP> Lösemittel,vollführt <SEP> also,
<tb>  indem <SEP> es <SEP> in <SEP> Dampfform <SEP> dem <SEP> Reinigungs  gefäss <SEP> zugeführt <SEP> wird, <SEP> und <SEP> von <SEP> dort <SEP> als <SEP> Kon  densat <SEP> wieder <SEP> in <SEP> den <SEP> Verdampfer <SEP> zurück  fliesst, <SEP> einen <SEP> dauernden <SEP> Kreislauf.
<tb>  Uni <SEP> bei <SEP> der <SEP> Nachreinigung <SEP> ein <SEP> möglichst
<tb>  kräftiges <SEP> Niederschlagen <SEP> von <SEP> Lösemittel  dampf <SEP> auf <SEP> dem. <SEP> Gut <SEP> zu <SEP> erreichen, <SEP> ist <SEP> es
<tb>  vorteilhaft, <SEP> dass <SEP> letzteres <SEP> mit <SEP> möglichst <SEP> ge  ringer <SEP> Temperatur <SEP> in <SEP> die <SEP> Dampfzone <SEP> eintritt,
<tb>  also <SEP> in <SEP> der <SEP> vorher <SEP> durchwanderten <SEP> Flüssig  keit <SEP> keine <SEP> Erwärmung <SEP> erfährt.

   <SEP> Da <SEP> aber <SEP> an  derseits <SEP> in <SEP> die <SEP> Flüssigkeit <SEP> dauernd <SEP> warmes
<tb>  Kondensat <SEP> aus <SEP> der <SEP> Dampfzone <SEP> gelangt, <SEP> so
<tb>  muss <SEP> man <SEP> ihr <SEP> die <SEP> dadurch <SEP> zugeführte <SEP> Wärme
<tb>  wieder <SEP> entziehen, <SEP> was <SEP> durch <SEP> die <SEP> in <SEP> der <SEP> Nähe
<tb>  der <SEP> Einführungsstelle <SEP> an <SEP> der <SEP> Gefässwandung
<tb>  angeordneten <SEP> Kühlrohre <SEP> 12 <SEP> geschieht, <SEP> die
<tb>  nach <SEP> Bedarf <SEP> noch <SEP> vermehrt,

   <SEP> oder <SEP> an <SEP> einer
<tb>  andern <SEP> Stelle <SEP> des <SEP> mit <SEP> Flüssigkeit <SEP> gefüllten
<tb>  Raumes <SEP> untergebracht <SEP> werden <SEP> können.
<tb>  Trotz <SEP> der <SEP> Wirkung <SEP> der <SEP> in <SEP> dem <SEP> Schacht  raum <SEP> befindlichen <SEP> Kühlrohre <SEP> 8 <SEP> ist <SEP> es <SEP> unver  meidlich, <SEP> dass <SEP> eine <SEP> geringe <SEP> Menge <SEP> von <SEP> Löse  mitteldampf <SEP> durch <SEP> Diffusion <SEP> allmählich <SEP> in
<tb>  den <SEP> obern <SEP> mit <SEP> Luft <SEP> gefüllten <SEP> Teil <SEP> des <SEP> Reini  gungsgefässes <SEP> eintritt, <SEP> oder <SEP> von <SEP> den <SEP> bewegten,
<tb>  mit <SEP> dem <SEP> Gut <SEP> gefüllten <SEP> Körben <SEP> mitgeschleppt
<tb>  wird.

   <SEP> Damit <SEP> dies <SEP> nicht <SEP> zu <SEP> einem <SEP> Austreten
<tb>  von <SEP> löse-mittelhaltiger <SEP> Luft <SEP> aus <SEP> der <SEP> Be  schickungsöffnung <SEP> führt, <SEP> sind <SEP> oberhalb <SEP> und
<tb>  unterhalb <SEP> dieser <SEP> Öffnung <SEP> Rohrstutzen <SEP> 1,3
<tb>  und <SEP> 14 <SEP> angeordnet, <SEP> die <SEP> mit <SEP> einer <SEP> auf <SEP> der
<tb>  Abbildung <SEP> nicht <SEP> dargestellten <SEP> Absauge-              vorrichtung    verbunden werden können, wel  che die     abgesaub,-te    Luft ins Freie befördert  und     einen    ständigen schwachen Eintritt von  Frischluft durch die Beschickungsöffnung in  das     Reinigungsgefäss    bewirkt.

   Der Absauge  stutzen 14 ist zu einer trichterförmigen  Tasche 15 erweitert, deren obere Öffnung  unmittelbar unter dem jeweils an der Be  schickungsstelle befindlichen Korb liegt, so  dass sie etwaige, aus letzterem nach unten aus  tretende     Lösemitteldämpfe    restlos aufnimmt.  



  Die     Förderketten    können dadurch bewegt  werden,     dass    ein Paar der angeordneten Füh  rungsrollen entweder von Hand durch eine  Kurbel, oder mittels eines Elektromotors in  Umdrehung versetzt wird. Beim motorischen  Antriebe ist dafür zu sorgen, dass der An  trieb jeweils für kurze Zeit ausgeschaltet  wird, wenn     einer    der Förderkörbe an der Be  dienungsstelle angelangt ist, um dort entleert  und von neuem gefüllt, zu werden.  



  Die durch die Abbildung dargestellte  Ausführung kann     selbstverständlich    noch  mancherlei Abänderungen und Ergänzungen  erfahren. Beispielsweise kann die Be  schickung von der Seite des Gefässes durch  eine solche von oben her ersetzt werden; auch  ist es möglich, den     untern        Teil    des Reini  gungsgefässes so auszubilden, dass er mehrere  mit flüssigem Lösemittel gefüllte Tauch  kammern besitzt, die nacheinander benützt  werden, ehe das Behandlungsgut in die  Dampfzone eingeführt wird.  



  Schliesslich lässt sich auch eine Vorrich  tung anordnen, durch welche die mit dem  Behandlungsgute gefüllten Körbe in der  Behandlungsflüssigkeit sowie     innerhalb    der  Dampf- und     Trocknungszone    um eine hori  zontale Achse gedreht werden, wodurch einer  seits die Spülwirkung verstärkt und ander  seits die rasche und restlose Trocknung  etwaiger Hohlkörper erreicht wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zum Behandeln von starrem Gut, im besonderen von Metallgegenständen, mit einem flüchtigen organischen Lösemittel, dadurch gekennzeichnet, dass das Gut in das flüssige Lösemittel von einer unterhalb des Siedepunktes liegenden Temperatur ein geführt und in einen von dem flüssigen Löse mittel unten abgeschlossenen Raum weiter geführt wird, wo es zuerst eine mit heissem Lösemitteldampf gespeiste und dann eine ge kühlte, hauptsächlich Luft enthaltende Zone durchläuft. UNTERANSPRUCH: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das flüssige Lösemittel gekühlt wird. PATENTANSPRUCH II: Vorrichtung zur Ausübung des Verfah rens nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass in einem für die Behand lung des Gutes dienenden, im untern Teile mit flüssigem Lösemittel gefüllten Gefäss (1) durch eine in die Flüssigkeit eintauchende Trennwand (4) ein schachtartiger Raum (5) gebildet ist, in den über dem Flüssigkeits spiegel ein von einem Verdampfer (7) aus gehendes Einleitungsrohr (6) für Lösemittel- dämpfe einmündet,
    während eine Strecke da rüber längs der Wandung Kühlmittel an geordnet sind, an denen sich der Überschuss der eingeleiteten Dämpfe niederschlagen kann. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 2. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der untere, mit Flüssigkeit gefüllte Teil (3) des Behand lungsgefässes (1) mit dem Verdampfer (7) durch ein Überlaufrohr (11) verbunden ist.
    3. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 2, gekennzeichnet durch endlose Fördermittel (9), die das Hin durchführen des Gutes durch das Behand lungsgefäss besorgen. 4.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, @dass,das Behandlungsgefäss (1) bis auf eine seitliche Beschickungs öffnung (2) geschlossen ist, wobei ober halb und unterhalb dieser Öffnung An- Schlüsse (13, 14) für eine Absaugvorrich- tung angebracht sind. 5.
    Vorrichtung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 2 und 3, gekennzeichnet durch Antriebsorgane, die dem Gute beim Durchlaufen des Behandlungsgefässes eine Drehbewegung um eine horizontal ge richtete Achse erteilen.
CH198973D 1937-02-28 1937-05-22 Verfahren und Vorrichtung zum Behandeln von starrem Gut mit einem flüchtigen organischen Lösemittel. CH198973A (de)

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