CH198988A - Verfahren zur Herstellung grundgeräuschfreier photographischer Tonaufzeichnungen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung grundgeräuschfreier photographischer Tonaufzeichnungen.

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  Verfahren zur Herstellung     grundgeräuschfreier    photographischer Tonaufzeichnungen.    Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfah  ren zur Herstellung     grundgeräuschfreier    photo  graphischer Tonaufzeichnungen. Diese Ton  aufzeichnungen sollen, wie das bekannt ist,  Vorführfilme liefern, deren mittlere Schwär  zung an den Stellen kleiner Amplituden grösser  ist, als an den Stellen grösserer Amplituden.  



  Solche Tonaufzeichnungen,     bezw.    solche  Tonfilme hat man bislang dadurch hergestellt,  dass man die Töne in elektrische Ströme, bei  spielsweise durch ein Mikrophon umwandelte,  diese gleichrichtete und den gleichgerichteten  Strom zu einer den jeweiligen Aufzeichnungs  amplituden proportionalen Steuerung einer zu  sätzlichen Klartonblende, oder zur Verlage  rung der Mittellage eines Schwingspiegels be  nutzte. Für diese bekannten Verfahren waren  somit Gleichrichter und Verstärker nötig. Von  besonderem Nachteil war diese bekannte An  ordnung bei derartigen Aufnahmeeinrichtun  gen, bei denen die Töne direkt über einen  Schallempfänger aufgezeichnet wurden.

   Bei    diesen Schallempfängern, beispielsweise dem  Autophon, werden die Druckamplituden der  Schallwellen über eine Membran auf ein  Spiegelehen oder ein anderes     Lichtateuerorgan     übertragen. Da man in diesem Fall gar keine  elektrischen Einrichtungen benutzt, ist es  natürlich besonders nachteilig, Wenn man zur  Steuerung der     Klartoneinrichtung.noch    einen  elektrischen Strom im Rhythmus der     Ampli-          tudenumhüllenden    der Tonströme erzeugen  muss.  



  Bei dem Verfahren nach der Erfindung  werden Gleichrichter und Verstärker, wie auch  alle sonstigen elektrischen Einrichtungen des       Klartonkreises    vermieden. Der Tonkreis selbst  kann dabei elektrisch oder durch die Schall  amplituden direkt gesteuert werden.  



  Das Verfahren nach der Erfindung be  steht darin, dass ein im Rhythmus der Töne  schwingendes Element ein zweites Element  mechanisch so anregt, dass dieses sich im  Rhythmus der     Amplitudenumhüllenden    der      Töne bewegt. Für das Verfahren nach der  Erfindung ist es gleichgültig, ob das im Rhyth  mus der     Tör)e    schwingende Element ein Band,  Spiegel oder eine Saite ist. Ebenfalls ist es  gleichgültig, ob dieses Element von den Tönen,  das heisst den Druckamplituden, selbst an  getrieben wird, oder ob es vor) Strömen be  wegt wird, die den Tönen entsprechen.

   Er  forderlich ist nur, dass dieses erste Element  ein zweites Element mechanisch so anregt,  beispielsweise durch Anstossen in jeder Peri  ode, dass dieses zweite Element sich im Rhyth  mus der     Amplitudenumhüllenden    der Töne  bewegt. Dieses zweite Element, das sich im  Rhythmus der     Amplitudenumhüllenden    der  Töne bewegt, ist vorzugsweise ein Element  mit ziemlich grosser Dämpfung.  



  Anhand der Zeichnung sollen mehrere Aus  führungsbeispiele des Verfahrens nach der  Erfindung beschrieben werden.  



  In der     Fig.    1 ist mit 1 der Aufnahme  spalt bezeichnet; 2 stellt eine im Rhythmus  der Töne schwingende, als Band ausgebildete  Blende für     Einfachzackenschrift    dar. Dieses  Band kann sich beispielsweise in einem star  ken Magnetfeld befinden und dadurch bewegt  werden, dass der Tonstrom durch dieses Band  geschickt wird. Es schwingt dann in Rich  tung des Doppelpfeils I. Gegenüber dem Band  2 ist ein zweites Band 3 angeordnet, das  in Richtung des Pfeils     II    im Rhythmus  der     Amplitudenumhüllenden    der Tonströme  schwingt. Dieses Element ist beispielsweise  ein sehr dünnes Häutchen aus Polystyrol oder       Stabol,    das schwarz lackiert ist, oder an sich  schon eine schwarze Färbung besitzt.

   Das  Häutchen wird in jeder Periode einmal von  dem im Rhythmus der Töne schwingenden  Band 2 angestossen. Da die     Dämpfungskon-          stante    dieses Materials, z. B.     Stabol,    sehr gross  ist, geht das Häutchen 3 in Gegenrichtung  des Pfeils     II    nur sehr langsam zurück und  folgt somit der     Amplitudenumhüllenden    der  Tonaufzeichnung. Das Bändchen 3 bewirkt  also eine Abdeckung der von der     Tonfilm-          aufzeichr)ung    jeweils nicht in Anspruch ge  nommenen Tonspurbreite. Das Bändchen 3  kann dabei an den Seiten eingespannt sein.

      Es ist aber auch möglich, das Bändchen 3       aus    einer sehr dünnen Folie von einigen     ,u     Stärke zu machen und es auf einer Flüssig  keit, beispielsweise öl, schwimmen zu lassen.  Dadurch, dass das Bändchen 3 von dem Bänd  chen 2 angestossen wird; wird es Wellenform  annehmen, wodurch sich die Kante 4 des  Bändchens 3 in Richtung des Pfeils     II    be  wegt. Die nötige Dämpfung wird dadurch  erzielt, dass sich das Bändchen auf der Flüssig  keit nur langsam wieder glatt ausdehnt. Es  lassen sich zweifellos auch noch viele andere  Anordnungen     treffen,    um dem Erfindungs  gedanken zu genügen.  



  Durch das beispielsweise Verfahren nach  der     Fig.    1 wird, wie das ohne weiteres er  sichtlich ist, eine     Einfachzackenschrift    mit  Abdeckung nach der     Amplitudenumhüllenden     entstehen. Auf dem Positivfilm entsprechen  kleinen Amplituden schmale, grossen Ampli  tuden breite, glasklare Partien, das heisst, die  Stellen kleiner Amplituden besitzen eine grö  ssere mittlere     Schwärzung    als die Stellen  grosser Amplituden, womit der Geräusch  spiegel proportional der Aussteuerung erfolgt.  



  Mit derselben Anordnung kann man auch  eine Sprossenschrift aufzeichnen, wenn man  die Bändchen nach der     Fig.    2 senkrecht zur       Filmlaufrichtung    anordnet. Der Spalt 1 wird  dabei durch den Abstand der Kanten 4 und  5 der Bändchen 3 und 2 gebildet. Auf diese  Art und Weise entsteht ein Film in Intensi  tätsschrift, dessen Positivfilm bei kleinen  Amplituden eine grössere mittlere     Schwärzung     besitzt als bei grösseren Amplituden.  



  In     Fig.    3 ist gezeigt, dass die zur Steue  rung einer     grundgeräuschfreien    Aufzeichnung  nötigen Elemente nicht nur Bändchen, son  dern auch Spiegel bekannter Art sein können.  Es soll beispielsweise in Richtung des Pfeils  L das Licht von der Tonlampe herkommen  und durch die     Mehrzackenblende    6 auf der)  Spiegel 7 und auf den Spiegel 8, die beide  als Drehspiegel ausgebildet sind, geworfen  werden.

   Der Spiegel 7 schwingt dabei im  Rhythmus der Töne und der Spiegel 8 soll,  wie das später in der     Fig.    4 erläutert wird,  durch mechanisches Anstossen von dem Spie-           gel   <B>7</B> aus im     Rhythmus    der     Amplitudenum-          hüllenden    der Töne bewegt werden. Der  Spiegel 7 wirft das Spaltbild 6 an die Stelle  6' auf den Spalt 1. Durch den Spiegel 8  wird das Spaltbild unter nochmaliger Spiege  lung an dem Spiegel 9 an die Stelle 6" ab  gebildet. Dabei sind die Spiegel als     Hohl-          oder    Linsenspiegel ausgeführt zu denken. Bei  Planspiegeln sind anderweitige abbildende  Mittel zwischen 1 und 6 angeordnet.

   Diese  beiden     Blendenhilder    arbeiten jetzt auf dem  Spalt 1 so zusammen, dass ein Negativ mit       Mehrfachdoppelzackenschrift    entsteht, das so  fort wiedergabefertig ist, das heisst, dass dieses  Negativ an den Stellen kleiner Amplitude  eine grössere mittlere     Schwärzung    besitzt als  an den Stellen grosser Amplituden. Von dem  Spalt 1 fällt das Licht in Richtung des Pfeils  F auf den Film. In der     Fig.    3 sind die in  der Technik bekannten Mittel zur Abbildung  nicht     miteingezeichriet.    Es bildet jedoch für  den Fachmann keine Schwierigkeit, Objektive,       Kondensoren    und andere     Lichtleitmittel    an  den entsprechenden Stellen anzuordnen.  



  Die     Fig.    4 soll zeigen, wie beispielsweise  die beiden Spiegel 7 und 8 nach der     Fig.    3  zusammenarbeiten. Der Spiegel 7 befindet  sich auf einem magnetischen Plättchen 10,  das um einen Draht oder ein Band 11 in  Richtung des Doppelpfeils     III    unter dem  Einfluss der Tonströme schwingt. Diese Ton  ströme werden dabei beispielsweise durch  Spulen 12 des Magnetpols 13 geschickt.  Der Spiegel 8 befindet sich auf einem zwei  ten, möglichst leichten und dünnen Plättchen  14, das ebenfalls um ein dünnes Band oder  um einen dünnen Draht 15 schwingen kann.  Dieses Plättchen 14 steht in seiner Ruhelage  um ein kleines Stück über das Plättchen 10  über.

   Es wird also in jeder Periode der  Schwingung des Elementes 10 einmal in  Richtung des Pfeils     IV    angetrieben. Dadurch  bewegt sich das Bild 6" in     Fig.    3 in Rich  tung des eingezeichneten Pfeils. Je grösser  die Amplituden des Schwingelementes 10  werden, desto weiter entfernt sich das Bild  6"     (Fig.    3) in Richtung des Pfeils. Es muss  nun dafür gesorgt werden, dass das Schwing-         element    14 möglichst stark gedämpft ist, so  dass es nur sehr langsam in Gegenrichtung  des Pfeils<I>IV</I> zurückschwingt.

   Das kann  auf irgend eine bekannte Art und Weise  gemacht werden, beispielsweise so, wie das  bereits anhand der     Fig.    1 und 2 beschrieben  wurde, oder wie es später noch in     Fig.    6  erläutert wird. Es gibt auch noch viele an  dere Möglichkeiten, um diese Dämpfung zu  erzielen. In der Ruhelage ist das Plättchen  14 gegenüber dem Plättchen 10 um einen  gewissen kleinen Winkel geneigt. Diese Nei  gung des Winkels muss so gross sein, dass das  Bild 6 der Blende über den Spiegel 8 an die  Stelle 6" geworfen wird.  



  In der     Fig.    5 ist ein weiteres Ausführungs  beispiel nach der Erfindung gezeichnet, durch  welches wiederum ein sofort wiedergabeferti  ger Negativfilm mit     Klartorreffekt    erhalten  wird. In dem Fall der     Fig.    5 wird eine Ein  fachzackenschrift, die     entsprechend    der     Ampli-          tudenumhüllenden    abgedeckt ist, erhalten. Die  beiden Lichtflecke 16 und 17 werden über  die Drehspiegel 18 und 19 an die Stellen 16'  und 17' über den Spalt 1 abgebildet. In Rich  tung des Pfeils L fällt das Licht auf die       Blendenöffnungen    16 und 17 und in Richtung  des Pfeils F durch den Spalt 1 auf den Film.

    Die beiden Spiegel 18, 19 sind um einen  kleinen Winkel gegeneinander gedreht, da  mit die beiden Öffnungen 16 und 17 richtig  zueinander auf dem Spalt 1 gelegen sind. Das  Schwingelement 18 schwingt im     Rhythmus     der Töne und nimmt mechanisch das     SchWing-          elernent    19 in jeder Periode einmal mit, so  dass dieses sich im Rhythmus der Amplituden  umhüllenden der Töne bewegt.  



  Die     Fig.    6 veranschaulicht eine beispiels  weise Ausführungsform der Schwingspiegel  anordnung 18, 19 der     Fig.    5. Der Schwing  spiegel 18 ist beispielsweise mit einer vor  stehenden Kante 20 versehen, die bei jeder  Periode einmal auf den Spiegel 19 schlägt,  so dass der Spiegel sich gegen eine Rück  stellkraft (Feder 21) in Richtung des Pfeils  bewegt. Diese     Rückstellkraft    versucht, den  Spiegel 19 wieder in seine ursprüngliche Lage  zurückzudrehen und wird durch irgendeine           Dämpfungseinrichtung    22 darin gehindert,  dieses sehr schnell zu tun. Der Spiegel 19  bewegt sich deswegen im Rhythmus der       Amplitudenumhüllenden    der Töne.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung grundgeräusch- freier, photographischer Tonaufzeichnungen, deren Vorführfilme an den Stellen kleiner Amplituden eine grössere mittlere Schwärzung besitzen als an den Stellen grösserer Ampli tuden, dadurch gekennzeichnet, dass ein im Rhythmus der Töne schwingendes Element ein zweites Element mechanisch so anregt, dass dieses sich im Rhythmus der Amplituden umhüllenden der Töne bewegt. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein im Rhythmus der Töne schwingender Spiegel einen zweiten Schwingspiegel einmal in jeder Periode an stösst.
CH198988D 1936-10-28 1937-10-16 Verfahren zur Herstellung grundgeräuschfreier photographischer Tonaufzeichnungen. CH198988A (de)

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