CH199050A - Als Löschmittel für Leichtmetallbrände, sowie als Bohr- oder Schneidflüssigkeit für Leichtmetall verwendbare Flüssigkeit. - Google Patents

Als Löschmittel für Leichtmetallbrände, sowie als Bohr- oder Schneidflüssigkeit für Leichtmetall verwendbare Flüssigkeit.

Info

Publication number
CH199050A
CH199050A CH199050DA CH199050A CH 199050 A CH199050 A CH 199050A CH 199050D A CH199050D A CH 199050DA CH 199050 A CH199050 A CH 199050A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
light metal
fires
drilling
cutting fluid
well
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Akti Flugzeug-Und-Motorenwerke
Original Assignee
Messerschmitt Boelkow Blohm
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Messerschmitt Boelkow Blohm filed Critical Messerschmitt Boelkow Blohm
Publication of CH199050A publication Critical patent/CH199050A/de

Links

Landscapes

  • Fire-Extinguishing Compositions (AREA)

Description


  Als     Löschmittel    für     Leichtmetallbrände,    sowie als Bohr- oder     Schneidfiüssigkeit    für  Leichtmetall     verwendbare    Flüssigkeit.    Gegenstand der vorliegenden     Erfindung     ist eine als Löschmittel für Leichtmetall  brände, sowie als Bohr- oder     Schneidflüssig-          keit    für Leichtmetall verwendbare Flüssig  keit.  



  Die bei der Bearbeitung von Leicht  metallegierungen häufig auftretenden Brände  werden bisher durch Aufschütten von Luft  abschliessenden     Mitteln,    wie     Sand,    Metall  späne und     dergl.,    bekämpft. Auf diese Weise  konnte jedoch die Feuerbekämpfung nie be  friedigend durchgeführt werden, da bren  nende     Legierungsspäne    auch unter einer       Sand-        bezw.        Spänedecke        weiterbrennen.    Ins  besondere erfolgte, wenn Sauerstoff der Luft  von neuem hinzukam, ein     erneutes    Auf  flackern des Brandes.

   Bei     Zutritt    von Feuch  tigkeit sind diese Brände bekanntlich beson  ders gefährlich, da sich Knallgas     entwickelt     und insbesondere durch den Zutritt der  Feuchtigkeit die Ausdehnung des Feuer  herdes begünstigt     wird.       Nach vorliegender Erfindung erfolgt die       Ablöschung    derartiger Leichtmetallbrände  durch     ein        Mittel,    das aus einer Emulsion  von Öl und Wasser besteht. Es ist ausser  ordentlich überraschend, dass Öl, welches ein  brennbarer Stoff ist, und weiterhin auch  Wasser, welches die Entstehung von Leicht  metallbränden geradezu     begünstigt    in dieser  Form zum Löschen verwendet werden kön  nen.

   Das Öl besitzt als solches eine Lösch  wirkung für Leichtmetalle und durch Zusatz  von Wasser     wird    seine Brennbarkeit als sol  che wiederum     beseitigt.     



  Der Emulsion von Öl     und    Wasser können  weiterhin noch wasserlösliche     Silikate,    wie  Wasserglas zur Stabilisierung der Emulsion  zugesetzt werden. Gegebenenfalls können  auch noch lösliche Stoffe verwendet werden,  die für sich allein gegebenenfalls eine feuer  verhütende Eigenschaft aufweisen, wie Am  moniumkarbonat.  



  Zur Herstellung einer solchen Emulsion      verwendet man ein 01 von möglichst hohem  Flammpunkt, das heisst von geringer Brenn  barkeit. Zweckmässig wird man auch ein sol  ches 01 wählen, das einen     verhältnismässig     hohen Gehalt an     verseifbaren    Bestandteilen  aufweist. da hierdurch leichter eine haltbare  Emulsion erzielt wird.  



  Das Mengenverhältnis von 01 und Wasser  richtet sich nach den verschiedenen Verwen  dungszwecken. Beispielsweise verwendet  man als Schutzflüssigkeit eine Emulsion, die  aus 75ö Wasser und     25%    01 besteht und  in einem Liter etwa 100 bis 150 g Wasser  glas und etwa 10 bis 20 g Ammonium  karbonat enthält. Gegebenenfalls setzt man  einen     Emulgator    oder auch ein Schutz  kolloid zu.  



  Zur Herstellung einer solchen Emulsion  geht man etwa in folgender Weise vor:  Um etwa. 2 Liter     Löschflüssigkeit    zu er  halten, werden     ? < ,    Liter     verseifbares    01 mit  z B.     10/'70        verseifbaren    Bestandteilen und       1/11    Liter Wasser gut verrührt. Zu dieser  Emulsion werden 30 g     Ammoniumkarbonat     in etwa 250 cm' Wasser zugegeben. Nach  einem Zusatz von 350g Wasserglas wird die  Lösung etwa 24 Stunden stehen gelassen.

    Ein etwa gebildeter     Olschleier    wird ab  genommen und die erhaltene Masse durch  gesiebt     bezw.    von gebildeten     Abscheidungen     oder Rückständen gereinigt. Die Reste wer  den nochmals mit 3/4 Liter Wasser und 100 g  Wasserglas behandelt und ebenfalls nach  mehrstündigem Stehen durchgesiebt und  schliesslich der Gesamtflüssigkeit zugegeben.  



  Die so erhaltene Flüssigkeit ist schon ge  brauchsfähig. Zweckmässig wird man sie  jedoch nochmals durchsieben, um etwa auf  getretene Ausscheidungen abzusondern.  



  Die     vorbesehriebene    Herstellungsweise  kann natürlich in geeigneter Weise noch  abgeändert werden. Zum Beispiel kann man  von vornherein das     Ammoniumkarbonat    und  das Wasserglas in einer Menge Wasser lösen  und zugleich die Gesamtmenge des 01s und  des Wassers zugeben.  



  Die so erhaltene Flüssigkeit zeigt eine  für     Feuerlöschzwecke,    insbesondere für eine    Daueraufbewahrung ausreichende Haltbar  keit und Stabilität. Bei der Anwendung auf  Leichtmetallbrände wird ein schlagartiges  Ablöschen erzielt, während es mit den bis  jetzt üblichen Mitteln nicht möglich war, der  artige Brände zu löschen.  



  Eine weitere wesentliche Eigenschaft des  Löschmittels besteht darin, dass es Metallteile  nicht angreift; insbesondere wird auch ein  Verschmutzen von Maschinen usw. ver  mieden. Bei der bekannten Verwendung von  Sand zum Ablöschen solcher Leichtmetall  brände war es nicht möglich, empfindliche  Werkzeugmaschinen ohne kostspielige Reini  gung weiter zu     benutzen.    Im     Gegensatz     dazu kann man ein Mittel nach vorliegender  Erfindung sogar vorbeugend zur Feuerver  hütung benutzen, da die mit der     Löschflüs-          sigkeit    getränkten Späne     bezw.        benetzten     Späne. nicht brennen, wenn sie feucht sind.

    Man kann daher die     Spänebleche    der Ma  schinen mit der     Löschflüssigkeit    anfüllen,  um die abfallenden Späne feucht zu halten  und dadurch am Werkzeug entstehendes  Feuer überhaupt nicht zur Ausbreitung kom  men zu lassen.  



  Auf diese Weise ist es auch möglich, die  Leistungen der Maschinen zu erhöhen. Be  kanntlich ist es     verboten,    wegen der     grossen          Ausbreitung    eines entstehenden Brandes bei  der     Leichtmetallbearbeitung    Wasser als       Kühlmittel    zu benutzen; man war daher ge  zwungen, trocken zu arbeiten, wodurch eine  geringere Leistung     bezw.    ein höherer Ver  schleiss der Werkzeuge bedingt ist.

   Bei Ver  wendung der Löschflüssigkeit nach vorlie  gender Erfindung als     Verhütungsmittel    in  dem     Spänesammelbehälter    usw. ist es mög  lich, ohne Rücksicht auf eine etwaige Ent  zündung der Späne zu arbeiten, da jeder  zeit ein sofortiges Ablöschen erfolgt. Auch  eine Verwendung der nach vorliegender Er  findung hergestellten     Flüssigkeit    als Kühl  mittel ist ohne weiteres möglich.  



  Weiterhin kann man aber auch diese       Flüssigkeit    als Bohr- oder     Schneidflüssigkeit          verwenden.         Zu     erwähnen    ist noch, dass bei Verwen  dung des     beschriebenen    Mittels eine     Bildun--          von    schädlichen Dämpfen     usw.    nicht     auf-          tritt.    Auch werden     keinerlei    korrodierende  Einflüsse ausgeübt. Leichtmetallspäne oder  Teile werden lediglich an der Oberfläche,  ohne dass die geringste     Tiefenwirkung    er  folgt, dunkel gefärbt.

   Späne mit einer der  artigen Oberflächenschicht sind auch schwe  rer entzündbar.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Als Löschmittel für Leichtmetallbrände, sowie als Bohr- oder Schneidflüssigkeit für Leichtmetall verwendbare Flüssigkeit, be stehend aus einer Emulsion von Öl und Wasser. UNTERANSPRÜCHE: 1. Flüssigkeit nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch ein<B>01</B> von hohem Flamm punkt. 2. Flüssigkeit nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch ein verseifbares <B>01.</B> 3. Flüssigkeit nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch einen Gehalt von die Emulsion stabilisierenden Stoffen. 4. Flüssigkeit nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch einen Gehalt von brand verhütenden Stoffen.
CH199050D 1936-04-06 1937-04-06 Als Löschmittel für Leichtmetallbrände, sowie als Bohr- oder Schneidflüssigkeit für Leichtmetall verwendbare Flüssigkeit. CH199050A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE199050X 1936-04-06

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH199050A true CH199050A (de) 1938-07-31

Family

ID=5757341

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH199050D CH199050A (de) 1936-04-06 1937-04-06 Als Löschmittel für Leichtmetallbrände, sowie als Bohr- oder Schneidflüssigkeit für Leichtmetall verwendbare Flüssigkeit.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH199050A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69400758T2 (de) Wässriges Filme-bildendes Schaum-Konzentrat für hydrophile brennbare Flüssigkeiten und Verfahren zur Modifikation ihrer Viskosität
DE1444315C3 (de) Bekämpfung von Feuern und Beseitigung von in der Atmosphäre von Räumen befindlichen radioaktiven Teilchen
DE390840C (de) Verfahren zur Verhinderung der Entzuendung leicht brennbarer Gegenstaende und zur Erstickung von Braenden
CH199050A (de) Als Löschmittel für Leichtmetallbrände, sowie als Bohr- oder Schneidflüssigkeit für Leichtmetall verwendbare Flüssigkeit.
AT159340B (de) Mittel zum Löschen und Verhüten von Leichtmetallbränden.
DE653401C (de) Loeschmittel fuer Leichtmetallbraende
DE3853073T2 (de) Feuerlöschmittel.
DE1117395B (de) Trockenloeschpulver
DE2104061A1 (de) Verfahren zur Feuerbekämpfung und Zusammensetzung für die Verwendung bei der Feuerbekämpfung
DE4208753C2 (de) Verwendung einer wäßrigen Zubereitung in flüssiger oder pastöser Form zum Entfernen von Farben und Klebern
AT158307B (de) Verfahren zum Behandeln von Glasfasern und danach hergestellte Glasfasern.
CH648780A5 (de) Fluessiges medium fuer elektroerosionsbehandlungen.
DE725852C (de) Mittel zum Loeschen und Verhueten von Leichtmetallbraenden, die bei der spangebenden Verarbeitung von Leichtmetallen und bei der Lagerhaltung von Leichtmetallabfaellen entstehen Koennen
DE906896C (de) Verfahren zum Loeschen von Braenden von Magnesiumspaenen, Magnesium-Aluminium-Legierungs-Spaenen od. dgl.
CH216064A (de) Verfahren zum Verhüten und Löschen von Leichtmetallbränden.
DE3735707C2 (de)
DE69011662T2 (de) Ungiftiges Feuerlöschmittel.
DE670337C (de) Feuerloeschmittel
DE622219C (de) Loeschen von mit gefuellten Brandbomben
DE548242C (de) Loeschwasser
DE679862C (de) Verfahren zur Unkrautvertilgung mit Hilfe von Chloraten
DE910027C (de) Verfahren zum Loeschen von Braenden von Magnesiumlegierungsspaenen, Magnesium-Aluminiumlegierungsspaenen u. dgl.
DE895130C (de) Verfahren zum Aufschliessen von Staerke durch Behandlung mit Harnstoff
DE750806C (de) Schwefelgussmasse mit verringerter Brennbarkeit
DE4308688A1 (de) Verfahren zum Löschen von Feuer