CH199090A - Verfahren zur Darstellung eines Phenylendiaminabkömmlings. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines Phenylendiaminabkömmlings.

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CH199090A
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Darstellung eines     Phenylendiaminabkömmlings.       Die schweizerische Patentschrift 195071  schützt ein Verfahren zur Darstellung eines  Abkömmlings des     Phenylendiamins.    Das Ver  fahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man       d-Ribose    auf     1-Amino-2-nitro-4.5-dimethyl-          benzol    einwirken lässt und das dabei erhält  liche Kondensationsprodukt zum     1-(d-Ribityl-          arnir)o)-2-amino-4.5-dimethylbenzol    reduziert.  



  Bei der weiteren Bearbeitung dieses Ver  fahrens hat sich nun gezeigt, dass gerade bei  Verwendung eines besonders reinen     1-Amino-          2-nitro-4.5-dimethylbenzols    für die Konden  sation mit der     d-Ribose    die Ausbeutern viel  fach unbefriedigend sind, dass aber schon  durch die Gegenwart von Spuren von Halogen  wasserstoffsalzen von Stickstoffbasen, wie       Ammoniumbalogenide    und     Aminhydrohalo-          genide,    die Kondensation katalytisch derart       beein$usst    wird, dass man nahezu die theore  tische Ausbeute erreicht.

   Ausser Ammonium  chlorid,     Ammoniumjodid    und Ammonium  bromid seien als Katalysatoren die halogen-         wasserstoffsauren    Salze der verschiedenen       Metbyl-,    Äthyl-,     Äthanolamine    usw. genannt.  Die Katalysatoren brauchen, wie Versuche  ergaben, nur in weniger als 10o in der  Mischung vorhanden zu sein. Die besseren Aus  beuten werden, wie sich zeigte, selbst bei  niederen     Temparaturen,    zum Beispiel beim  Kochen des Reaktionsgemisches in Alkohol  lösung, erzielt.  



  Es hat sich weiterhin als zweckmässig  erwiesen, die Reduktion des Kondensations  produktes zu dem     Polyogyalkylphenylendiamin     in Gegenwart von     Boratpuffern    von schwach  alkalischer Reaktion durchzuführen. Man  erreicht auf diese Weise, wie Versuche er  gaben, besonders glatt die bleichzeitige Re  duktion der Nitrogruppe und der     glukosi-          dischen    Bindung des Kondensationsproduktes.

    Die Verwendung der     Boratpuffer    bietet zum  Beispiel den weiteren Vorteil, dass das     Borat     bei der Weiterkondensation des     Polyo$y-          alkylphenylendiamins    mit     Allogan    zu den      entsprechenden     Isoallogazinen        (vergl.        schweiz.     Patent<B>188153)</B> ausgenutzt werden kann.  



  Das Verfahrensendprodukt soll als Aus  gangsstoff für chemische Synthesen Verwen  dung finden.  



  <I>Beispiel 1:</I>       1O    Gewichtsteile     4.5-Dimethyl-l-amino-          2-nitrobenzol    und 9 Teile     d-Ribose    werden  in 100 Teilen absolutem Alkohol unter Zu  satz von 0,6 Teilen     Methylamiii-hydrochlorid     oder     Ammoniumchlorid    2 Stunden unter       Rückfluss    zum Sieden erhitzt. Der Alkohol,  der sich im Kühler kondensiert, gelangt in  ein zweites Gefäss, wo er von dem gebildeten  Wasser durch     Kaliumkarbonat,    Magnesium  perchlorat,     Calciumchlorid    oder dergleichen  befreit wird. Aus diesem zweiten Gefäss  destilliert der absolute Alkohol in das Reak  tionsgefäss zurück.

   Nach 2 Stunden wird  gekühlt, wobei das Reaktionsgemisch zu einem  dichten Brei feiner orangegelber Nadeln von       d-Ribose-2-nitro-4.5-dimethyl-anilid    erstarrt,  Ein ähnliches Ergebnis erzielt man bei  Verwendung anderer     Aminsalze    wie     Di-    und       Trimethylamin-hydrochlorid,        -broinid    oder       -jodid    oder der entsprechenden Salze von  Äthyl-,     Propyl-,        Äthanolaminen        etc.     



  10 Teile     d-Ribose-2-nitro-4.5-dimethyl-          anilid        werden        in        2000        Teilen        75        %igem     Äthylalkohol unter Zusatz von 80 Teilen  0,4 n     NaH2B0a-Lösung    und 50 Teilen     Palla-          dium-bariumsulfat        (4        %ig)        bei        50--600     8 Stunden unter 40 atü mit Wasserstoff ge  rührt.

   Nach dem Erkalten wird vom     Kataly-          sator        abzentrifugiert,        mit        75%igem        Äthyl-          alkohol    gewaschen und unter vermindertem  Druck zur Trockne verdampft. Als Rückstand    erhält man das     1-d-Ribitylamino-2-amino-          4    .     5-dimethylbenzol.     



  <I>Beispiel 2:</I>  9 Teile     d-Ribose    und 22,5 Teile     4.5-          Dimethyl-l-amino-2-nitrobenzol    werden unter  Zusatz von 0,5 Teilen     Methylaminhydrochlorid     in 90 Teilen absolutem Alkohol, wie in Bei  spiel 1 beschrieben, 2 Stunden     unter        Rückfluss     gekocht.

   Die Aufarbeitung mittels     Chromato-          gramm        (vergl.    Beispiel 1 des Hauptpatentes)  liefert kristallisiertes     d-Ribose-2-nitro-4.5-          dimethylanilid    in mehr als 80%iger Aus  beute
EMI0002.0058  
   in 0,35     %iger        Pyridin-          lösung.    Die daraus mit     Pyridin    und Essig  säureanhydrid in quantitativer Ausbeute er  hältliche     Triacetylverbindung    kristallisiert  aus Alkohol in gelben abgeschrägten Prismen  vom Schmelzpunkt     163',

     
EMI0002.0065  
         in        0,18%iger        Methylacetatlösung.     



  Das     d-Ribose-2-nitro-4.5-dimethylanilid     wird in der in Beispiel 1 angegebenen Weise  zum     1-d-Ribitylamino-2-amino-4.        5-dimethyl-          benzol    reduziert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung eines Phenylen- diaminabkömmlings, durch Kondensation von d-Ribose mit 1-Amino-2-nitro-4.5-dimethyl- benzol und Reduktion des Kondensations produktes zum 1-(d-Ribitylamino)-2-amino- 4 . 5-dimethylbenzol, dadurch gekennzeichnet, dass die Kondensation in Anwesenheit von Halogenwasserstoffsalzen von Stickstoffbasen und die Reduktion in Gegenwart von schwach alkalisch reagierenden Borsten durchgeführt wird.
CH199090D 1936-07-16 1937-06-11 Verfahren zur Darstellung eines Phenylendiaminabkömmlings. CH199090A (de)

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