CH199180A - Verfahren zur Herstellung eines ungesättigten Chlorketons. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines ungesättigten Chlorketons.

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CH199180A
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dehydroandrosterone
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Schering-Kahlbaum A G
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Schering Kahlbaum Ag
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  Verfahren zur Herstellung eines ungesättigten     Chlorketons.       Die vorliegende Erfindung betrifft die       Überführung    des     männliehen    Keimdrüsen  hormons     Dehydroandrosteron,    das eine ver  hältnismässig geringe physiologische Wirk  samkeit besitzt, in ein Zwischenprodukt, aus  dem sich hochwirksame Präparate gewinnen  lassen.  



  Das     erfindungsgemässe    Verfahren zur Her  stellung des Zwischenproduktes ist dadurch  gekennzeichnet, dass man     Dehydroandrosteron,     welches ein ungesättigtes     Oxyketon    der  Formel     C19H2802    ist, mit einem Mittel be  handelt, das die     Hydroxylgruppe    durch Chlor  ersetzt.  



  Das als Ausgangsmaterial für das vor  liegende Verfahren dienende     Dehydroandro-          steron    kann in beliebiger Weise erhalten  worden sein, zum Beispiel durch Isolierung  aus     ratürlich    vorkommenden Stoffen, wie  Männerharn und dergleichen, oder auch auf  synthetischem Wege, zum Beispiel durch     oxy-          dativen    Abbau von ungesättigten     Sterinen.     



  Der Ersatz der     Hydrogylgruppe    des un  gesättigten     Oxyketons        Dehydroandrosteron       durch Chlor kann in der für eine derartige  chemische Operation üblichen Weise durch  geführt werden; zweckmässig verwendet man       Thionylchlorid    als     Halogenierungsmittel,    doch  kann man die     Halogenierung    auch durch Be  handlung des     Oxyketons    mit Salzsäure oder  andern     Halogenierungamitteln    durchführen,  wie sie zum Beispiel in     "Houben-Weyl",     Leipzig,     "Methoden    der organischen Chemie",  3. Band, 3. Auflage, (l930), S.<B>1115</B> ff. ange  führt sind.

    



  Das gemäss dem vorliegenden Verfahren  erhältliche ungesättigte     Chlorketon    ist be  kannt. Es soll als Zwischenprodukt zur Her  stellung     hochwirksamerHormonprodukte,    zum  Beispiel des     Androsterons    und dessen Ester  Anwendung finden. Die Durchführung des  erfindungsgemässen Verfahrens sei durch die  nachstehenden Beispiele näher erläutert.    <I>Beispiel</I>  517 mg     Dehydroandrosteron    werden mit  936 mg trockenem gefälltem     Calciumcarbonat     und 30     cm3    absolutem Äther versetzt und in      einem     Dewargefäss    bei     -f-    14   C gehalten.

    Unter Rühren werden vorsichtig 10 cm'     Thio-          nylchlorid    langsam eingetropft und das Re  aktionsgemisch 4 Stunden bei 14' C sich  selbst überlassen. Bei gleicher Temperatur  werden Äther und restliches     Thionylchlorid          abgedunstet;        derRüekstandwird    anschliessend  mit Äther aufgenommen; die in Äther lös  lichen Anteile werden durch Hochvakuum  sublimation gereinigt. Bei 85-100 0 (0,01 mm       Hg)    geht ein halogenhaltiges Produkt, das  ungesättigte     Chlorketon    über, das nach mehr  facher Umkristallisation aus verdünntem Ace  ton einen Schmelzpunkt von 1540 C zeigt.

    <I>Beispiel 2:</I>  10 g     Dehydroandrosteron    werden mit  500 cm' kalt gesättigter     inethylalkoholischer     Salzsäure übergossen und zwei Stunden in  gelindem Sieden erhalten; eine zunächst auf  tretende rote Färbung verblasst im Verlauf  der Reaktion zu Hellgelb, während sich ein  schwer löslicher, teilweise kristalliner Nieder  schlag an der Kolbenwand abscheidet. Nach  beendeter Reaktion wird das Reaktionsge  misch auf -10 o C abgekühlt und dekantiert.  Die Mutterlauge wird mit Wasser verdünnt  und mit Äther aufgenommen. Rückstand und  Mutterlauge werden für sich in     90 %    Alkohol  gelöst und mit überschüssigem     Digitonin     (l Prozent. Lösung in 90 Prozent. Alkohol)  gefällt.

   Während die Lösung des     schwerlös-          lichen        Reaktionsproduktes    praktisch keine  Fällung mit     Digitonin    gibt, lässt sich aus der    alkoholischen Lösung, die einen Rückstand  des     ätherischen    Extraktes aus der Mutter  lauge enthält, ein     Digitonid    isolieren, aus  dem durch Zersetzen mit     Pyridin-Ather    un  verändertes     Dehy        droandrosteron    zurückge  wonnen werden kann. Die alkoholischen Lö  sungen, welche die mit     Digitonin    nicht fäll  baren Reaktionsprodukte enthalten, werden  vereinigt und zur Trockne gebracht.

   Der  Rückstand wird mit Äther extrahiert und  der ätherische Extrakt wiederum eingedampft.  Die im Rückstand befindlichen     balogenhal-          tigen    Reaktionsprodukte werden darauf im  Hochvakuum, bei 130-150o C und 100-40  mm     Hg,    sublimiert. Die     Sublimationsprodukte     werden wiederholt aus verdünntem Aceton  und verdünntem Alkohol umkristallisiert;  man erhält auf diese Weise reines     Chlorketon     der Formel     C19H870        Cl    vom F. 154   C.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines unge sättigten Chlorketons, dadurch gekennzeich net, dass man Dehydroandrosteron mit einem Mittel behandelt, das die Hydroxylgruppe durch Chlor ersetzt. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man zum Ersatz der Hydroxylgruppe durch Chlor Thionylchlorid verwendet.
CH199180D 1935-10-07 1936-10-06 Verfahren zur Herstellung eines ungesättigten Chlorketons. CH199180A (de)

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