Selbstladepistole mit Hahnschloss und Spannabzug. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ei < a Selbstladepistole mit Hahnschloss und Spannabzug, bei welcher gemäss der Erfindung zwecks leichteren Ein- und Aus baues sowohl als auch zur Einsparung von Pistolenteilen mindestens einer der mit der Abzugsstange zusammenarbeitenden Pistolen teile derart ausgebildet und angeordnet ist, dass er mindestens zwei Tätigkeiten, darunter eine zur Sicherung der Pistole dienende Tätig keit ausüben kann.
Der Erfindungsgegenstand ist in der bei liegenden Zeichnung in mehreren Ausfüh rungsformen beispielsweise dargestellt und zwar zeigt: Fig. 1 eine erste Ausführungsform in einem Längsschnitt durch den Griffkasten der Pistole, Fig. 2 einen Querschnitt nach der Linie < 4-B der Fig. 1, Fig. 3 eine Seitenansicht, und Fig. 4 die Draufsicht einer Einzelheit,
Fig. 5 einen.Längssahnitt.durch den Griff- kasten einer weitern Ausführungsform der Pistole mit den Einzelteilen nach den Fig. 3 und 4 in grösserem Massstab, Fig. 6 den Schnitt nach Fig. 5 bei einer andern Lage der Teile der Pistole, Fig. 7 in einem Längsschnitt einen Teil einer weitern Ausführungsform einer Pistole.
Fig. 8 den Schnitt nach Fig. 7 bei einer andern Lage der Pistolenteile, Fig. 9 den Schnitt nach den Fig. 7 und $ bei einer weitem Lage der Pistolenteile, Fig. 10 und 11 Einzelheiten der Ausfüh rungsform nach den Fig. 7 bis 9, Fig. 11a in grösserem Massstab einen Längsschnitt durch den Griffkasten einer Pistole mit den, zum Teil etwas abgeänderten Einzelteilen der Ausführungsform nach den Fig. 7 bis 11,
Fig. 12 einen Längsschnitt durch einen Teil einer weitern Ausführungsform der Pistole, , Fig. 13 ebenfalls. einen Längsschnitt durch einen Teil einer weitern Ausführungsform der Pistole, Fig. 14 einen Querschnitt nach der Linie JI-N der Fig. 13, Fig. 15 den Schnitt nach der Fig. 13 und 14 bei anderer Lage der Pistolenteile, Fig. 16 einen Längsschnitt.
durch einen Teil einer weitem Ausführungsform der Pis tole, Fig. 17 den Schnitt nach Fig. 16 bei anderer Lage der Teile, Fig. 18 in Ansicht Druckstück, Schlag feder und Magazinhalter einer Pistole vor dem Zusammenbau, Fig. 19 einen Querschnitt nach der Linie A-B der Fig. 18, Fig. 20 einen Schnitt nach der Linie C-D der Fig. 19, Fig. 21 eine Ansicht der Teile nach Fig. <B>1,8</B> zusammengebaut,
Fig. 22 den Magazinhalter einer Pistole angeordnet im untern Ende des im Schnitt gezeigten Griffstückes.
Der Griffkasten 1 der Pistole nach den Fig. 1 und 2 enthält in einer schachtförmigen Ausnehmung 2. die nach Abnahme des Laufes 3 von oben zugänglich ist, ein Kästchen 4. Seitliche Stützwangen 5 dieses Kästchens 4, die durch den Steg 6 miteinander verbunden sind, liegen bei 7 an den Schachtwandungen an und sichern dasselbe gegen seitliche Ver schiebung. Die Flächen 8 und 9 von untern Fortsätzen 17 des Kästchens liegen an den Gegenflächen 10 und 11 des Griffkastens an, so dass dasselbe auch gegen eine Verschiebung in der Achsrichtung des Laufes gesichert ist.
Da das Kästchen senkrecht von oben bei abgenommenem Lauf in die Waffe eingesetzt wird, kann der Lauf der Sicherung des Kästchens 4 gegen eine Verschiebung nach oben übernehmen, indem eine Wange des Käst- chens hochgezogen ist und mit der Fläche 13 an der Unterseite des Laufes anliegt. Statt des Laufes könnte aber auch das Verschluss- stück oder ein anderer bereits an der Pistole vorhandener, lösbarer Teil zu diesem Zweck herangezogen werden.
Das Kästchen 4 ist am einen Ende offen. Bei Zusammensetzen der Waffe wird der A bzugshebel 14 mit der Feder 15 zwischen die Wangen 5 eingeschoben und dann der Lager bolzen 16 durch die Bohrungen in den Fort sätzen 17 des Kästchens und im Abzugshebel 14 sowie durch die Feder 15 durchgestreckt. Der Bolzen 16 schliesst bündig mit den Aus senflächen der Wangen 5 des Kästchens ab und liegt nach dem Einbau des Kästchens in den Schacht 2 satt den Flächen 7 desselben an (Fig. 2), so dass er gegen seitliches Ver schieben gesichert ist.
Durch die Verwendung des Kästchens 4 wird ein einfacher Ein- und Ausbau der mit demselben verbundenen Teile in der Pistole erreicht und überdies werden diese Teile ver einfacht.
Der mit der Abzugsstange 22 der Pistole zusammenarbeitende Abzugshebel 14 ist derart ausgebildet, dass er in jeder Stellung das Waffengehäuse nach unten dicht ab schliesst. In der Stellung nach Fig. 1 liegt die an die Griffkehle anschliessende Fläche am Griffkasten an, während auf der Rückseite des Abzugshebels die Nase 18 unmittelbar einer entsprechenden Gegenfläche am Griff kasten gegenübersteht.
Auf diese Weise erfüllt der Abzugshebel die Funktion eines Abschlussorganes und verhindert Beschädi gungen, der Waffe durch an dieser Stelle eintretenden Staub. Damit auch in allen übrigen Stellungen des Abzugshebels ein dichter Abschluss erzielt wird, sind an dem selben konzentrisch zur Aae des Bolzens 16 verlaufende Flächen 19 und 20 vorgesehen,
welche sich stets dicht an entsprechenden Gegenflächen des Griffkastens vorbeibe- wegen.
Am obern Ende des Abzugshebels 14 ist mittels des Zapfens 21 die Abzugsstange 22 angelenkt. Abzugshebel und Abzugsstange sind dabei so miteinander gekuppelt, dass sie leicht voneinander getrennt werden können, wobei unter Einsparung einer besondern Feder für die Abzugsstange 22, dieselbe Feder 15 auf beide Teile 14 und 22 einwirkt.
Die Anordnung könnte dabei auch so ge troffen sein, da$ das Kästchen mit dem Ab- zugshebel und der Abzugsstange als Ganzes ein- und ausgebaut werden können.
Bei dem in den Fig. 3 bis 6 veranschau lichten Ausführungsbeispiel ist die Abzugs stange doppelarmig ausgebildet und weist zwei von einem Zwischensteg 26 ausgehende Armpaare 22' und 32 auf. Das eine längere Armpaar 227 der Abzugsstange schliesst das Griffstück der Waffe ein, ragt auf der einen Seite des Griffkastens bis über den Abzug 14 hinaus und ist wie erwähnt bei 21 an diesen angelenkt. Vor dieser Lagerstelle wirkt die Abzugsfeder 29 (Fig. 5) über ein Zwischen glied 30 auf den dem Abzug 14 vorstehenden Teil der Abzugsstange 22.
Die Berührungs fläche 31 der Stange 22 ist gegenüber der Stirnfläche des Gliedes 30 (Fig. 5) so abge schrägt, dass der Druck der Abzugsfeder durch das Zwischenglied 30 unterhalb der Age des Zapfens 21 zur Wirkung kommt. Mit dem durch diese Abschrägung erzielten Hebelarm der Abzugsstange veranlasst der Druck der Abzugsfeder 29 die Anlenkung des mit kurzen Armen 32 versehenen Endes der Abzugs stange an den Hahn 37.
Zum Festhalten des Hahns 37 in der Spannstellung ist eine Hahnsperrklinke 35 vorgesehen, die zwecks Auslösung des Hahns von der Sperrklinke, über eine Nase von der Steuerfläche 26 der Abzugsstange 22 verschwenkt werden kann. Die Haken 33 der Arme 32 werden dabei an die Schulter 34 des zwischen die kürzen Arme 32 ragenden Hahns herangeführt bezw. der Zwischensteg 26 an die untere Nase der Hahusperrklinke'3:5 (Fig. 6).
Im ersteren Falle umgreifen die Arme 32. den Hahn 37 symmetrisch, während im letzteren Falle die Hahnsperrklinke 35 zwischen die Arme 22' der Abzugsstange hineinragt; in beiden Fällen erfolgt aber ein symmetrischer, bezw. zentraler Kraftangriff, so dass eine Kipp wirkung auf die bewegten Teile, insbesondere die Abzugsstange und damit ein erhöhter Reibungswiderstand nicht hervorgerufen wird.
An der Abzugsstange sind Steuerflächen 36 vorgesehen, an denen die ihnen gegenüber liegenden Schultern 34 des Hahns 37 beim Spannen von Hand durch Zurückziehen des selben, zur Anlage kommen und die Abzugs stange soweit nach vorne schieben, dass bei eingerastetem Hahn der Zwischensteg 26 dicht vor der untern Nase der Hahnsperr- klinke 35 steht und, da der Abzug dabei ebenfalls der Auslöselage genähert wurde, nur noch ein kurzer Abzugweg übrig bleibt (Fig. 6).
Das Verschlussstück 40 wirkt über den Höcker 38 der Abzugsstange derart auf diese, dass nur beim Eingreifen des Höckers 38 in die Ausnehmung 39 des Verschluss- stückes 40 die Abzugsstange mit der Sperr klinke<B>315</B> zwangsläufig verbunden ist.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 3 bis 6 ist der mit der Abzugsstange zu sammenarbeitende Pistolenteil, der mindestens zwei Tätigkeiten, darunter eine zur Sicherung der Pistole dienende Tätigkeit ausübt, nicht besonders dargestellt entspricht aber in Aus bildung, Anordnung und Wirkungsweise dem Sperrhebel 101, wie derselbe später in bezug auf die Ausführungsform nach den Fig. 13 bis 15 beschrieben ist.
Bei der in den Fig. 7 bis 11 und lla dar gestellten weiteren Ausführungsform der Pistole ist der mit der Abzugsstange zu sammenarbeitende Pistolenteil, der mindestens zwei Tätigkeiten ausübt, von denen die eine zur Sicherung der Pistole dient, ein Schieber 50.
Dieser Schieber 50, der einerseits die Ab zugsstange zum Spannen vom Abzug aus steuert, übt andererseits sogar zwei Siche rungstätigkeiten aus, indem er ein Schiessen bei nicht völlig geschlossener Waffe ver hindert und ferner die Abgabe von soge nannten Doppelschüssen (Reihenfeuer) ver hütet, wenn der Abzug nach dem Schuss in der Feuerstellung gehalten wird.
Der .Schieber 50 (Fig. 11) ist zwischen die Unterkante 62 des Verschlussstückes 40 und die Oberkante der Abzugsstange 22 einge schaltet und seitlich von der Abzugsstange im Griffstück 1 in senkrechter Richtung ver schiebbar gelagert. Dieser Schieber arbeitet mit seitlich vorstehenden Steuerflächen 51 und 53 einerseits mit der Unterkante 62 des Verschlussstückes 40 und andererseits zeit der Abzugsstange 22 zusammen.
Am untern Ende des Schiebers 50 befindet sich eine Warze 64, die ein Herausfallen des Schiebers nach oben bei abgehobenem Verschlussstück, durch Anschlag an die Unterkante der Ab zugsstange, verhindert. Die Warze 64 hat ausserdem den Zweck, die Seitenflächen 51 und 53 mit der Abzugsstange in einer Ebene zu halten.
Als Steuerfläche für den Schieber 50 dient eine Ausnehmung 52 an der Unterkante 62 des Verschlussstückes. Zum Festhalten des Hahnes 37 in der Spannstellung ist eine Sperrklinke 59 vorgesehen, die mittels der Nase 60 von der Steuerfläche 68 der Abzugs stange 22, zwecks Auslösung der Hahnrast 66 von der Rast 67 der Sperrklinke 59, um die Achse 69 bewegt wird.
Unter Einsparung besonderer Teile erfüllt der Schieber 50 die nachstehenden drei Funktionen: 1. Steuerung der Abzugsstange beim Spannen vom Abzug aus.
In der in Fig. 7 und der entsprechenden, nur in grösserem Massstab und mit etwas abgeänderten Teilen gezeichneten Fig. lla gezeigten Stellung greift die Abzugsstange 22 mit ihrer seitlich vorspringenden Nase 5 7 hinter die Rast 58 des Hahnes 37, so dass beim Zurückziehen des Abzuges bezw. Vor bewegen der Stange 22 der Hahn ver- schwenkt wird. Hahn und Stange bleiben dank der schrägen Anstellung der zusammen arbeitenden Teile in sicherem Eingriff.
Wird der Abzug weiter zurückbewegt, so läuft der Schieber 50 mit der untern Steuerfläche 53 auf der Kurve 55 der Abzugsstange 22 auf und verschwenkt dieselbe derart nach unten, dass kurz vor der Einraststellung der Raste 66 des Hahns in die Raste 67 der Hahnsperr- klinke 59 der Hahn von der Stange frei wird (Fig. B. in der die Stellung der Teile in diesem Augenblick dargestellt ist) und auf den Schlagbolzen aufschlagen kann.
2. Sicherung gegen Doppelschüsse.
Da der Schütze nach der Abgabe des Schusses den Abzug nicht so schnell freigeben kann, als das Versehlussstück zurückgeht, die leere Patronenhülse auswirft und von neuem ladet, sind Vorkehrungen getroffen, welche verhindern, dass beim Wiedervoreilen des Verschlussstückes nicht auch der Hahn - da der Abzug ja durchgedrückt ist - wieder vorgehen kann und die Pistole nach Art einer Maschinenwaffe Reihenfeuer gibt.
Bei durchgedrücktem Abzug drückt die Abzugsstange 22 mit ihrer Nase 61 auf die Nase 60 der Hahnsperrklinke 59 und hält damit letztere ausser Bereich der Hahnrast 66 (Fig. 8). Damit der Hahn zur Vermeidung von Doppelschüssen (Reihenfeuer) von der Hahnsperrklinke 59 vor dem nächsten Schuss niedergehalten wird, ist es notwendig, die Abzugsstange 2'2 von der Klinke 59 zu trennen.
Zu diesem Zwecke greift bei ge schlossener Waffe der Schieber 50 mit seiner Steuerfläche 51 in die halbmondförmige Aus- nehmung 52 der Verschlussstückunterkante. Gleitet nun das Verschlussstück 40 nach dem Schuss zurück, so wird der Schieber 50 aus der Ausnehmung 52 nach unten gedrückt und es arbeitet nun seine Steuerfläche 51 mit der geraden Unterkante des Verschlussstückes zusammen;
durch diese Bewegung des Schiebers wird die Abzugsstange um ihren Drehpunkt am Abzugshebel nach unten ver- schwenkt und so kommt ihre Nase 61 ausser Eingriff mit der Nase 60 der Sperrklinke 59 (Fig. 9), die unter der Wirkung einer Feder in ihre Fangstellung gedrückt wird und den Hahn beim Wiedervorgehen des Verschluss- stückes in der Spannlage zurÜckhält. Unter Einsparung eines besondern Teiles für diesen Zweck,
erfüllt somit der mit der Abzugs stange verbundene Schieber 50 zugleich eine Sicherungsfunktion gegen Reihenfeuer bezw. Doppelschüsse.
3. Sicherung gegen Schiessen bei nicht völlig geschlossener Waffe: Der Schieber 50 hat aber überdies und unter Einsparung weiterer besonderer Teile für diese Aufgabe, noch die Funktion einer selbsttätigen Sicherung der Waffe zu über nehmen:, wenn deren Verschluss nicht voll ständig geschlossen ist. Hiezu dient zu nächst wieder die Ausnehmung 52 an der untern Verschlussstückkante. So lange das Verschlussstück nicht in der Schliessstellung steht,
kann der Schieber 50 sich nicht in die Ausnehmung 52 einlegen und drückt mit der Steuerfläche 53 die Abzugsstange nach unten. Diese wird dadurch ausser Eingriff mit Hahn und Sperrklinke gehalten, so dass beim Zurückziehen des Abzuges die Stange sich leer bewegt.
Um bei nicht ganz eingeschobenem Magazin den Gebrauch der Waffe zu verun- möglichen, ist beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 12 eine Sperre vorgesehen, die bei einem solchen nicht ordnungsgemässen Zu stand selbsttätig die Abzugsorgane sichert. Der Schütze wird dadurch beim Versuch, die Waffe abzuziehen, sofort zwangsläufig ge warnt.
Gemäss Fig. 12 wird zu diesem Zweck die Abzugsbewegung des Abzuges 14 durch die Abzugsstange 22 auf den Hahn 37 bezw. die (nicht gezeichneten) Auslöseorgane für diesen übertragen. Über der Abzugsstange ist der gestreckt-doppelarmige Sperrhebel 78 um eine feststehende Achse, den Bolzen 79 am Griffkasten 1 schwenkbar angeordnet. Der Sperrhebel 78 hat mit der nicht dargestellten Abzugsklinke die Drehase 79 gemeinsam. Er lässt sich daher durch geringes Zurück schieben des Bolzens 79 leicht entfernen.
In folge der Ausbildung des Sperrhebels 78 als Versehlussstücksperre wird auch der Lade vorgang vereinfacht, da beim Einführen eines gefüllten Magazins 85 das vom Sperr hebel 78 zurückgehaltene Verschlussstück 40 ausgelöst wird und dieses dann beim Vor- wärtsgang die erste Patrone in den Lauf einführt. Es wird dadurch ein besonderer Ver- schlussstücksperrhebel überflüssig.
Der Arm 81 des Sperrhebels 78 trägt einen Ansatz 83, des in den Magazinschacht hineinragt und mit einer Lippe 84 des Magazins 85 derart zusammenwirkt, daZ bei voll eingeschobenem Magazin der Arm 81 des Hebels 78 hochge drückt wird. Das Ende des Armes 81 trägt eine Nase 87, die mit einer entsprechenden Rast 88 an der Abzugsstange zusammen arbeitet . und den Abzug 14 unverrückbar sperrt, wenn die blase 87 in der Rast 88 liegt.
Dies ist der Fall bei nicht voll eingedrücktem Magazin bezw. beim Herausziehen: derselben, indem der Sperrhebel 78 unter der Wirkung einer an seinem rückwärtigen Ende 82 an greifenden Feder 86 mit seinem Vorderariu gegen die Abzugsstange nach unten ge schwenkt wird.
Der Ansatz 83 ist dabei, soweit als das Magazin dies zulässt, zum Drehpunkt des Sperrhebels 78 hin verlegt, während der Arm 81 ziemlich lang gewählt ist. Der Zweck dieser Anordnung ist der, dass, um die Sperre in selbsttätige Wirkung zu bringen, ein ganz geringes etwa 1-2 mm betragendes Zurück stehen des Magazins, zufolge des kurzen Hebelarmes für den Angriff -des Magazins bezw. des langen Hebelarmes für die Nase 87 genügt.
Die besondere Lage des Ansatzes<B>83</B> am Magazin bringt noch den Vorteil mit sich, dass dieser Ansatz 83 nun noch als Auswerfer arbeiten kann, wodurch ein besonderer Aus werfer überflüssig wird. Beim Zurückeilen des Verschlussstückes stösst die von der nicht dargestellten Patronenauszieherkralle ein seitig erfasste Hülse gegen den Ansatz 83, wird dadurch um die von der Auszieherkralle erfasste Kante gekippt und durch die Öffnung im Verschlussstück ausgeworfen.
Zur Sperrung des Verschlussstückes in seiner Totpunktlage, bei herausgenommenem oder nicht voll eingeschobenem Magazin, trägt der rückwärtige Arm 82 des Doppel hebels 78 eine Anschlagfläche 91, die sich in die Bahn des Verschlussstückes, zum Beispiel durch Zusammenwirkung mit der Fläche 94 an der Ausnehmung 95, bei nicht voll einge schobenem Magazin hebt und .dadurch das zurückgezogene Verschlussstück am Voreilen hindert.
Diese Sicherung ist unter Einsparung besonderer Teile durch den. mit der Ab zugsstange in Verbindung stehenden Sperr hebel 78 erzielt.
Neben dieser Sicherung ist nach Fig. 12 noch die an sich bekannte Einrichtung zum Festhalten des Verschlussstückes 40 in der Offenlage bei leergeschossenem Magazin, mittels des vor den Stossboden 96 tretenden, nicht dargestellten Geschosszubringers vor gesehen.
Die am Hebelende 82 angeordnete Druck feder 86 dient einmal zum Verschwenken des Sperrhebels 78, sodann aber noch dem weiteren Zweck, das Magazin nach Lösung seines (in den Fig. 18 bis 22 dargestellten) Magazin halters etwas nach unten aus dem Pistolen schaft herauszudrücken, damit das Magazin dann mit den Fingern erfasst und vollends herausgezogen werden kann.
Aus vorstehendem ergibt sich, dass, um die Waffe in ordnungsgemässen Zustand zu versetzen und schussfertig zu machen, ledig lich das Magazin 85 voll in den Schaft ein gestossen werden muss. Dadurch wird der Vor derarm 81 des Sperrhebels 78 angehoben und die Verbindung 87, 88 mit der Abzugsstange 22 gelöst. Zugleich aber wird der rückwärtige Arm 82 des Sperrhebels gesenkt und das Verschlussstück freigegeben, das nun nach vorne eilen und eine Patrone in den Lauf einschieben kann.
Die Ausführung mehrerer Sicherungs funktionen unter Einsparung besonderer Teile für jede derselben und die Übertragung dieser Funktionen auf bereits vorhandene, mit der Abzugsstange zusammenarbeitende Pistolenteile werden bei der Ausführungs form nach den Fig. 13 bis 15 einem Sperr Nebel 101 zugewiesen, der nach dem Abschluss der letzten Patrone das Verschlussstück sperrt. Ausserdem drückt dieser Sperrhebel 101 die Abzugsstange 22 bei nicht voll ein geschobenem Magazin 85 herunter.
Bei geschlossener Waffe halten die Lippen des im Griffkasten 1 befindlichen Magazins den Sperrhebel 101 in der Normal stellung, wobei der Druck der Flachfeder 102 ausser Wirkung gesetzt ist. In dieser Stellung des Sperrhebels befindet sich die Abzugs stange 22 im Eingriff mit dem Hahn 37 und über letzteren mit der Sperrklinke 35, das heisst die Waffe ist schussbereit.
Ist das Magazin aber aus der Pistole ent fernt, kommt die Flachfeder 102 zur Wirkung und drückt den Sperrhebel 101 nach unten. Diese Bewegung wird durch die Nase 106 des Sperrhebels auf den Arm der Abzugsstange 22 übertragen, wodurch dieselbe mit dem Hahn 37 und der Sperrklinke 35 ausser Ein griff gehalten wird.
Ein Ablassen des Hahns ist somit bei entferntem Magazin verunmög- licht, das heisst trotz Einsparung eines besondern vom Magazin beeinflussten Siche rungshebels ist die Pistole doch gesichert. Das Ein- und Ausbauen der Pistolenteile gestaltet sich dadurch einfacher, dass die Drehachse des Sperrhebels<B>101</B> mit diesem aus einem Stück gearbeitet ist und der Sperrhebel nur lose von der Seite her in das Griffstück ein geschoben ist.
Um zu verhindern, dass ein Schlag auf den entspannten Hahn oder ein ungewolltes Ab lassen desselben ohne Betätigung des Abzuges 14 zur Zündung des Schusses führt, ist als Sicherung bei der Ausführungsform nach den Fig. 16 und 17 der gespannte Hahn 37 durch die mit Vorspannung eingebaute Schlag feder 126 in einer Mittelstellung (Fig. 16) gehalten, in welcher er um den Abstand c vom Schlagbolzenende 128 zurücksteht.
Der Hahn arbeitet in an sich bekannter Weise mit der Abzugsklinke 35 zusammen die, wie gleichfalls bekannt, vom Abzug 14 aus über die Abzugsstange 22 gesteuert wird. Die Abzugsstange 22 trägt eine Nase 68 die mit einem seitlichen Ansatz 60 an der Ab zugsklinke 35 in der Weise zusammenarbeitet, dass bei zurückgezogenem Abzug 14 die Stange 22 durch Anlage ihrer Nase 68 am Ansatz 60 für die Abzugsklinke 35 ausser Eingriff mit dem Hahn hält.
Für die weitere Sicherungstätigkeit der Klinke 35 und um den Hahn in seiner ent spannten Stellung zu sichern, das heisst zu verhindern, dass ein Schlag auf den Hahn diesen in Berührung mit dem Schlagbolzen bringen kann, ist folgende Einrichtung getroffen.
Die Klinke 35 ist mit einer Nase 129a versehen, die in einer seitlichen Ausnehmung 127 im Hahn liegt und mit ihrem Ende einer Prellfläche '134 am Hahn gegenübersteht, wenn der Abzug 14 freigegeben und demzu folge die Klinke 35 durch. die Klinkenfeder 135 in die Fanglage gedrückt ist.
Offenbar würde ein Schlag auf den entspannten Hahn, bei nicht zurückgezogenem Abzug wie in Fig. 16 dargestellt, nur dazu führen können, dass die Prellfläche 134 am Hahn auf die Nase 129a auftrifft und dadurch der Hahn sofort an einer Weiterbewegung und am Erreichen des Schlagbolzenhinterendes gehindert würde. Der Schlag bleibt daher ungefährlich. Die mit der Abzugsstange 22 zusammenarbeitende Klinke 35 erfüllt also ebenfalls eine zu sätzliche Funktion, indem sie verhindert, dass bei unbeetigtem Abzug ein Schlag atü den Hahn diesen in Berührung mit dem Schlag bolzen bringt.
Die besondere Ausbildung der Abzugsklinke macht daher die Anordnung eines besondern Teiles zur selbsttätigen Siche rung des Hahnes überflüssig.
Diese Sicherung wirkt aber nicht nur bei einem Schlag auf den entspannten Hahn, sondern hindert überhaupt jedes Auftreffen desselben auf den Schlagbolzen, solange der Abzug nicht zurückgezogen und der Schuss demnach nicht gewollt ist, in welcher Stel lung sich auch immer der Hahn befinde.
Der Hahn schlägt nun wohl los wenn, zum Bei spiel durch einen Fall der Pistole, der ge spannte Hahn zum: Ausrasten aus der Ab zugsklinke 35 gebracht wird, die Abzugs klinke ist aber sofort, nachdem sie durch den Stoss beim Fallen gewaltsam ausser Eingriff mit dem Hahn gebracht worden ist, durch die Klinkenfeder 135 wieder in Fangstellung geschwenkt worden und fängt so mit ihrer Nase 129a den Hahn 37 ab, bevor er den Schlagbolzen erreicht hat. Die ungewollte Auslösung des Hahns bleibt also wiederum ungefährlich.
Entsichert ist der Hahn nur dann, wenn der Abzug zurückgezogen, das heisst der Schuss gewollt ist. Dann ist nach Fig. 17 durch Anlage ,der Nase 68 der Abzugsstange 2,2 am Ansatz 60 der Klinke 35 diese letztere soweit verschwenkt, dass die Prellflävhe 134 am Hahn über die Nase 129a der Klinke hinweg gehen, das heisst der Hahn unbehindert bis in die äusserste Stellung vorschlagen und .den Schlagbolzen in- den Patronenboden vortreiben kann.
Die Klinke 35 wird dann n bekanntet Weise solange von der Abzugsstange 22 ausser Eingriff mit dem Hahn und damit ausser Bereich der Prellfläche 134 gehalten, bis der ,Schuss, gezündet hat und das daraufhin zurückeilende Verschlussstück, Abzugsstange 22 und Klinke 35 voneinander trennt.
Der im Schaft 156 der Pistole schwenk bar gelagerte Magazinhalter 151, der das Magazin 85 teilweise untergreift, ist mit der die Schlagfeder 126 führenden Stange 158 des Druckstückes 15.9 durch Bajonettverbindung gekuppelt (Fig. 18 bis 22). Das Unterende der Stange 158 ist mit seitlichen Vorsprüngen 150 versehen, die sich durch entsprechende Schlitze 152 in dem Widerlagerteil und im Magazinhalter 151 einführen lassen, wenn die Teile zusammengekuppelt werden.
Diese Teile [sind in .der Gebrauchsstellung (also in der montierten Pistole) nicht durch die Vor sprünge. gegen Verdrehen gesichert, sondern durch die Sclineidenlagerung des Magazin halters am Schaft 1,56. Eist in. herausge nommenem Zustand sichern die Nasen 150 gegen Verdrehen, indem sie sich; gegen die durch die Schlitze 154 gebildeten Wider lager 155 legen und verhindern somit ein Abspritzen:
des Wiederlagerteils bezw. des Magazinhalters.
Zum Ausbau der Schlagfeder 126 wird zunächst die Griffschale der Pistole abge nommen, daraufhin der Magazinhalter 151 aus seiner Schneidenlagerung am Schaft 156 ausgehängt und das Drüekstück 159, Schlag feder 126 und Magazinhalter 151 als Ganzes aus dem Schaft herausgenommen.
Zwecks Lösung des Bajonettverschlusses zwischen Magazinhalter 151 und Druckstück wird die Stange 158 mit ihrem Ende gegen die Wir- kung der Schlagfeder 126 in die Querbohrung 158 des Magazinhalters eingestossen, bis die seitlichen Vorsprünge 150 der Stange die in den schrägliegenden Wandungen des Magazin halters angebrachten Schlitze 152 unten ver lassen.
Nun wird die Stange um<B>90'</B> um ihre Age verdreht und unter Entspannung der Schlagfeder nach oben-durclh die Führung 152 des .Magazinhalters 15.1. herausgenommen. Durch entsprechend ungleichseitige Aus bildung der Bajonettkupplung kann erreicht werden, dass sich die Teile nur in einer ganz bestimmten gegenseitigen Lage zusammen bauen lassen.
Da die Teile ausserdem in ge- kuppeltem Zustand unverdrehbar gegenein ander sind, ist ihr Einbau in stets richtiger Lage ohne Schwierigkeiten sichergestellt.
Das Druckstück und die Druckstange mit den Vorsprüngen können vorzugsweise als flaches Stanzstück ausgebildet sein, wodurch die Herstellung des Kupplungsteiles mit dein ':Magazinhalter verbilligt wird.
Damit die Vorrichtung zur Festlegung des Magazins sich in ihrer äusseren Form glatt an die Pistole anpasst und bei der Betätigung wie auch in der Ruhelage keinerlei Öff nungen freigibt. und trotzdem einfach, sicher und bequem zu bedienen ist, ist nach Fig. 22 der Magazinhalter 151 so ausgebildet, dass er bündig mit den Aussenflächen des Pistolen griffes abschliesst. Zugleich wirkt er derart mit den Überdeckflächen am Pistolengriff zusammen oder ist selbst mit Überdeckflächen ausgestattet, dass er in jeder Stellung den ihn aufnehmenden Schacht im Pistolengriff nach aussen völlig abschliesst.
Der Magazin halter 151 stützt sich mit der Kerbe 176 (Fig. 22) auf einer Schneide<B>177</B> am Griff kasten 156 ab. Auf das Oberteil 179 des Magazinhalters drückt die mit Vorspannung eingebaute Schlagfeder 126 und schwenkt den Magazinhalter mit seiner Nase 181 in eine Rast 182 in der Wandung des Magazins 85 ein. Die kräftig bemessene Schlagfeder wirkt an einem verhältnismässig grossen Hebel arm. verglichen mit dem Hebelarm. mit dem das Magazin 85 an der Nase 181 des Magazinhalters 151 angreift. Dadurch wird das 'Magazin fest in den Griffkasten ein gedrückt und in dieser Lage festgehalten.
Zum Entfernen des Magazins aus der Pistole wird auf die Unterseite 184 des Magazinhalters, die an dem auf der Wir- kungslinie der Schlagfederkraft liegenden Teil mit einer Riffelung versehen ist, ein Druck schräg einwärts ausgeübt. Sobald die Nase 181 aus der Rast 182 austritt, schiebt sich das Magazin unter der Wirkung der Feder der Verschlussstücksperre (die beiden letzteren Teile sind nicht gezeichnet) etwas nach unten aus dem Schaft heraus und kann nun von Hand vollends herausgezogen werden.
Zur Begrenzung der Kippbewegung des Magazinhalters ist an der Griffschale eine Anschlagfläche 187 vorgesehen, so dass der Magazinhalter bei der gewöhnlichen Betäti gung nicht aus der Schneidenlagerung springen kann. Soll der Magazinhalter aus gebaut werden, so wird zunächst die Griff schale abgenommen und der Magazinhalter dann mit seiner Kerbe 17 6 aus .der Schneide 177 ausgehängt. Bei herausgenommenem Magazin wird der Magazinhalter durch die Kraft der Schlagfeder soweit nach links geschwenkt, bis er mit seiner Fläche 188 an die Gegenfläche 189 am Griffkasten zum Anschlag kommt.
Ein Hauptvorteil des beschriebenen Magazinhalters ist der, dass er in seiner Sicherungslage bei eingesetztem Magazin wie auch bei herausgezogenem Magazin stets den, den Magazinhalter selbst sowie auch das Druckstück und die Schlagfeder aufnehmen den Schacht nach unten vollständig abdeckt, so dass hier kein Schmutz eindringen kann.
Der Magazinhalter greift zu diesem Zweck auf der einen Seite mit seiner Nase 181 in den Rand des Magazinbodens, während er mit seiner gegenüberliegenden Kante 109 mit einer Merdeckfläche 191 an der Griffschale zusammenwirkt. unter die bei der Betätigung die Kante 190 tritt. Der Magazinhalter schliesst an seiner Unterseite bündig mit dem Magazinboden und der Griffschale ab und stört somit die Handlichkeit der Waffe nicht wie dies bei bekannten Waffen der Fall ist.