CH199247A - Verfahren zur Herstellung von Schleudergusskörpern mit einer Zusätze enthaltenden Aussenschicht. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Schleudergusskörpern mit einer Zusätze enthaltenden Aussenschicht.

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CH199247A
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  Verfahren zur Herstellung von     Schleudergusskörpern    mit einer Zusätze  enthaltenden Aussenschicht.    Es ist mehrfach vorgeschlagen worden,  beim Herstellen von     Schleudergusskörpern          Auskleidungsstoffe    auf die     Kokilleninnenwand     zu bringen, um - insbesondere bei gekühlten  Kokillen - die abschreckende Wirkung der  Kokille zu verringern, oder aber um auf dem  Körper eine korrosionsbeständige Aussenhaut  zu bilden. Eine gewisse Schwierigkeit besteht       hiebei    darin, die     Auskleidungsstoffe    in die  Kokillen einzubringen.

   Werden die Stoffe wie  bisher allgemein üblich in Pulverform durch  Zerstäuben oder in anderer Weise auf die       Kokilleninnenwand    gebracht, so lässt sich nur  schwer eine gleichmässige Verteilung erreichen.  Häufig enthalten die     Auskleidungsstoffe    auch  Gase, die erst frei werden, wenn das     Guss-          metall    mit dem Stoff in Berührung kommt,  wodurch Blasen im     Gusskörper    entstehen  können.

   Deshalb ist auch schon vorgeschlagen  worden, die.     Auskleidungsstoffe    in flüssiger  Form in die Kokille einzubringen oder aber    eine besondere Schmelze des     Grundmetalles     mit einem so hohen Zusatz an Veredelungs  stoffen herzustellen und zuerst beim Giessen  zum Ausfliessen zu bringen, dass die so ge  bildete Aussenschicht auf den     Schleuderguss-          körper        graphitierend    wirkt und die Ausbildung  einer     Weisseisenschicht    verhindert.

   Es soll  nach diesem Vorschlag die Metallschicht, die  mit dem Veredelungsstoff angereichert ist, in  so dünner Schicht in die Kokille eingebracht  werden, dass sie ohne Zonenbildung in den       Schleudergusskörper    übergeht und dessen  Aussenhaut bildet. Die praktische Durchfüh  rung dieses Vorschlages -hat jedoch den Nach  teil, dass diese Legierung gesondert geschmol  zen und vergossen -werden muss.  



  Man hat daher auch schon vorgeschlagen,  dem aus dem Giessgefäss in die Form- frei  ausfliessenden Metallstrom bei Beginn des  Giessvorganges     Zusatzstoffe,    wie gepulverte  härtende Metalle, zuzusetzen, um dadurch in:      der     Schleudergussform    eine harte Aussenschicht  des     Schleudergusskörpera    zu erzeugen. Nach  dem so der ganze Aussenraum der Form in  gewünschter Stärke gefüllt ist, werden dem  aus dem Giessgefäss weiter ausfliessenden  Metallstrom keine Zusatzstoffe mehr beige  geben, wodurch der Kern des     Schleuderguss-          körpers    mit weichem Metall gefüllt wird.

    Dieses Verfahren eignet sich jedoch nur zur  Herstellung von in     achsialer    Richtung ver  hältnismässig kurzen     Schleudergusskörpern     und ist nicht anwendbar beim Schleudern  von langen Körpern, wie beispielsweise Roh  ren oder dergleichen, unter Benutzung einer  mit     Briederinne    ausgerüsteten     Schleuderguss-          vorrichtung,    bei der während des Giessvor  ganges     Schleudergusskokille    und Giessrinne in       achsialer    Richtung zueinander bewegt werden.  



  Um hier nun den eingangs angeführten  Verfahren anhaftenden Mängel zu beseitigen  und um die Zusatzstoffe dem     Schleuderguss-          werkatoff    auf seinem Wege vom Giesstiegel  zur Form zusetzen zu können, werden ge  mäss der Erfindung die     Zusatzstoffe    in der  Giessrinne einem abgezweigten Teilstrom des  zu vergiessenden     Metalles    zugesetzt.

   Dieser  Teilstrom kann dann eher zum Ausfliessen in  die     Schleudergussform    gebracht werden, als  der     Hauptmetallstrom.    Der Zusatz erfolgt  dabei zweckmässig in feinverteilter Form,  so dass sich die zum Beispiel den Wärme  abfluss hindernden oder die Korrosionsbestän  digkeit des     Schleudergusskörpers    erhöhenden       Stoffe    in dem flüssigen Teilstrom des     Guss-          metalles    beim Verlassen der Rinne in diesem  gleichmässig verteilt haben.

   Es bestehen kei  nerlei Schwierigkeiten, den     Stoff    unmittelbar  in Pulverform zuzusetzen, wenn er die Dünn  flüssigkeit der ursprünglichen Schmelze nicht  verringert, wie es zum Beispiel bei Phosphor  und hochprozentigen Phosphorlegierungen der  Fall ist. Diese Art des Zusatzes ist erheblich  günstiger, als wenn der Stoff in Pulverform  auf den     Rohrinnenwandungen    verteilt und  erst hier von dem Metall aufgenommen wer  den soll. Vor allem ist auch ein vollständiges  Abgasen der zugesetzten Masse beim Auf  lösen in dem     Gussmetall    in der Rinne möglich.

      Bei     Verwendung    von Zusatzstoffen mit  höherem Schmelzpunkt empfiehlt es sich,  diese dem Teilstrom des     Metalles    in erwärm  tem Zustand zuzuführen, um ein     ZähflüaBig-          werden    des     Metallea    zu vermeiden. Diese Er  wärmung kann beispielsweise zweckmässig in  der Weise erfolgen, dass der Zusatzstoff in  sehr feiner Form in dünnem Strahl durch  die Bernbohrung einer Induktionsspule fällt  und auf dem Wege zu dem Zweigstrom des       Gussmetalles    durch Induktionswirkung stark  erwärmt oder verflüssigt wird.

   Eine andere  Möglichkeit besteht darin, oberhalb     des    ab  gezweigten     Metallstrome,    der den     Vered=          lungsatoff    aufnehmen soll, eine Art Bogen  lampenelektrode anzubringen, die eine Boh  rung enthält, durch welche der     Zusatzstoff     in     Pulverform    zugeführt wird, so dass die  Elektrode den einen Pol, das abgezweigte       flüssige    Metall den andern Pol bildet und  der Stromkreis durch den     herabrieaelnden     Pulverstrahl geschlossen wird.

   Auf diese  Weise lässt sich sogar bei     .Anwendung    genü  gend hoher elektrischer Energiemengen eine  Überhitzung des abgezweigten Metallstromes       berbeiführen.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Schleuder gusskörpern mit einer Zusätze enthaltenden Aussenschicht, wobei die Zusatzstoffe dem Giessmetall nach Verlassen des Gusstiegels zugesetzt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzstoffe in der Giessrinne einem abgezweigten Teilstrom des zu vergiessenden Metallea zugesetzt und mit diesem innig ver mischt auf die Innenwand der Kokille der art geleitet werden,
    <B>dass</B> sie mindestens einen Teil der Aussenschicht des Schleuderguss- körpera bilden. UNTERANSPROCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzstoffe in erwärmtem Zustand dem Metall zugeleitet <B>werden.</B> 2. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzstoffe in Form eines Strahls durch den gern einer Induktionsspule hin durch zugeleitet werden. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die Zusatzstoffe beim Fallen durch den gern der Induktionsspule bis zur Verflüssigung erhitzt werden. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Iln- teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzstoffe durch die Bohrung einer Lichtbogenelektrode geleitet werden, die sich oberhalb des mit dem Zusatzstoff zu versehenden Teilstromes des Metalles befindet, so dass der Stromkreis durch den herabrieselnden Pulverstrahl geschlos sen wird.
CH199247D 1937-01-28 1937-11-09 Verfahren zur Herstellung von Schleudergusskörpern mit einer Zusätze enthaltenden Aussenschicht. CH199247A (de)

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