CH199249A - Elektrische Punktschweisseinrichtung. - Google Patents

Elektrische Punktschweisseinrichtung.

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CH199249A
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Keller Knappich Gesell Haftung
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Keller & Knappich Gmbh
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  Elektrische     runktschweisseinrichtung.       Die bekannten, zur Ausführung der       Punktschweissung    zur Verfügung stehenden  Geräte sind ausserordentlich umfangreich,  schwer und massig und gestatten die Aus  führung der     Schweissung    im wesentlichen  nur in     einer    Lage des Schweissgerätes. Es ist  daher in vielen Fällen,     insbesondere    bei  Werkstücken grösserer Abmessungen, nicht  möglich mit diesen Geräten zu arbeiten, weil  man mit dem Werkstück     bezw.    der Schweiss  stelle nicht an das Schweissgerät, das heisst  an die Schweisselektroden desselben heran  kommt.  



  Es wurde deshalb bereits vorgeschlagen,  das Schweissgerät als Schweisszange auszu  bilden, deren Elektroden unter     Vermittlung     flexibler Kabel an den Schweisstransformator  angeschlossen sind. Diese zangenförmigen  Geräte haben aber den Nachteil, dass sie die  Erfüllung der im nachstehenden     genannten,     für die Erreichung einer guten     Schweissung       grundlegenden     Bedingung    nicht erreichen  lassen.  



  Der Schweissvorgang darf nämlich erst  in dem Augenblick beginnen, in dem die  Elektroden mit einem     bestimmten    mechani  schen Druck     (Schweissdruck)    gegen das  Werkstück gepresst sind. Die bisher bekann  ten, ortsfesten Schweissgeräte (Schweiss  maschinen) werden diesen     Bedingungen    ge  recht, indem das     Einschalten    des Schweiss  stromes in Abhängigkeit von einer den An  pressdruck     bestimmenden    Feder erfolgt.  



  Bei der Einrichtung gemäss der Erfin  dung ist diese Bedingung ebenfalls     erfüllt.     Die     Einrichtung    besitzt eine Schweisszange,  deren Schweisskontakte über flexible Kabel  an einen Transformator angeschlossen sind.  Erfindungsgemäss ist     zwischen    die Hebel  griffe und die die Schweisskontakte tragen  den Backen der Zange     eine        Druckfeder    ein  geschaltet, und es sind an der Zange wei  tere, im     Primärstromkreis    des Transforma-           tors    liegende Steuerkontakte     derart    angeord  net,     da.ss    sie erst nach dem Wirksamwerden  der Druckfeder den Primärstromkreis schlie  ssen.

    



  Die Zeichnung veranschaulicht Ausfüh  rungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes,  und zwar zeigen die     Fig.    1 und 2 je eine  Ausführung der     Schweisszange,        Fig.    3 eine  schematische Darstellung der gesamten Ein  richtung und     Fig.    4 eine Einzelheit.  



  Die     handbetätigbare        elektrische    Schweiss  zange gemäss     Fig.    1 besitzt die beiden     Bak-          ken    1 und 2, an denen die beispielsweise aus  Kupfer bestehenden Elektroden 3 und 4  durch Zwischenlagen 5 isoliert befestigt sind.  Die Backe 2 besteht mit dem Hebelgriff 6  aus einem Stück, das für das Auge des kur  zen Druckschenkels 7, der mit dem     Elektro-          denträger    1 aus einem Stück besteht, und für  das Auge des     angelenkten    Hebelgriffes 8  eine     Ausfräsung    besitzt. Alle drei Teile sind  durch den     Bolzen    10 gelenkig verbunden.  



  Zwischen das freie Ende des kurzen  Schenkels 7 und eine Mutter 14, die auf den  Bolzen 13 aufgeschraubt ist, ist eine Druck  feder 12 geschaltet. Der Bolzen 13 ist in  den     Hebelgriff    8 eingeschraubt. Durch Ver  stellen der Mutter 14 lässt sich die Druck  feder 12 auf einen bestimmten Schweissdruck  einstellen. Die Druckfeder liegt mit ihrem  innern Ende nicht unmittelbar auf den kur  zen Druckschenkel 7, sondern auf einer  Platte 15, an der einer der Steuerkontakte  17, des Primärstromkreises des Transforma  tors befestigt ist. Der andere     Steuerkontakt     18 dieses Primärstromkreises ist an einer  Platte 16 befestigt, die ausserhalb der Mutter  14 auf dem Bolzen 13 festsitzt.

   Bei Zusam  menpressen der Druckfeder werden die       Steuerkontakte    17 und 18 um ein bestimmtes       -Mass    geschlossen. Die Elektroden 3 und 4  erhalten infolgedessen erst dann Strom, wenn  sie mit einem bestimmten mechanischen  Druck     aufeinandergepresst    werden. Es lässt  sich hierdurch eine einwandfreie     Schwei-          ssung    vornehmen. Der Druck, mit dem die  Elektroden 3 und 4     aufeinandergepresst    wer  den sollen, lässt sich einstellen.

           Zwischen    den     Hebelgriffen    6 und 8 ist  eine Spreizfeder für die leichtere     Hand-          babung    der Zange     angebracht.    Die Hebel  griffe 6 und 8 können mit     Isolierstoff    über  zogen sein; es wird dies in der Regel nicht  erforderlich sein, da die in ihnen herrschende  Spannung 12 Volt nicht überschreiten wird.  



  Die Stromstärke     nimmt    während des  Schweissvorganges bis zu einem bestimmten  Höchstwert zu. Soll nun aber der Strom aus  geschaltet werden, sobald eine bestimmte       Güte    der     Schweissung    erreicht ist, kann an  einer Stelle des Stromkreises,     beispielsweise     in der     Sekundärleitung    21, ein Maximal  stromrelais eingebaut werden     (Fig.    3).  



  Bei Beendigung des Schweissvorganges  ist der Strom im Sekundärstromkreis des  Schweisstransformators in solchem Masse an  gewachsen, dass der als     Maximalstromrelais     wirkende Ringmagnet 36, der die Sekundär  stromleitung umgibt, das Gewicht des     Kon-          taktarmes    24 überwinden kann und diesen  anzieht. Das Anziehen erfolgt zufolge der       Gewichtsbelastung    des     Kontaktarmes    zeit  verzögert, wodurch ein zu frühes Abschalten  des Schweissstromes sicher     verhindert    ist.

    Durch das Anziehen des Kontaktarmes wird       mittels    eines Stiftes aus Isoliermasse eine  Kontaktfeder<B>27,</B>     betätigt,    welche die Kon  takte 27, 28 und dadurch den Stromkreis des  Relais 22, der über den Transformator 33  und die     Kontakte    17 und 18 an der Zange  verläuft, schliesst.

   Hierdurch wird der Kon  taktarm<B>32,</B> des Relais 22 angezogen und der       Kontakt.        zwischen    29 und 30     unterbrochen    und  damit ebenfalls die Zugspule des     Schützes        34          stromlos,        wodurch    der     Kontaktarm   <B>311</B>     unter     Federzug in seine ursprüngliche     Stellung    zu  rückkehren kann.

   Gleichfalls wird hierdurch  der     Kontakt    bei 31 geöffnet, welcher den  Hauptstromkreis bisher geschlossen hielt und  dadurch sind der     Transformator    23 und so  mit auch die Elektroden 3 und 4 der Schweiss  zange stromlos, und die     Schweissung    ist be  endet.  



  Die Kontakte 27 und 28 sind jedoch nur  ganz kurze Zeit in     Berührung,    und da der  Kontaktarm 24 sofort nach Ausschaltung      des Schweissstromes in seine     ursprüngliche     Lage zurückfällt, so würde das Relais 22  ebenfalls stromlos und der Kontakt bei 29  und 30 erneut geschlossen werden, wodurch  auch die Kontakte 31 durch Anziehen des  Armes<B>311</B> wieder geschlossen würden und  die     Schweissung    von neuem beginnen könnte.

    Um dieses aber zu verhindern, ist ein Hilfs  kontakt 32 vorgesehen, der nach Unterbre  chung der Kontakte 29 und 30 die Zugspule  des Relais 22 unter Strom hält, bis durch  Öffnung der Zange die Steuerkontakte 17  und 18 ebenfalls geöffnet werden und das  Gerät somit bereit ist, eine neue     Schweissung     vorzunehmen.  



       Aus        @Sicherheitsgründen    sind     ,die    Steuer  kontakte 17, 18, 29, 30 und 32 und die Zug  spulen von den Relais 22 und 34 nicht     mit     Starkstrom, sondern mit Schwachstrom be  trieben, und zwar durch Zwischenschaltung  eines     Kleintransformators    33, der die Be  triebsspannung zum Beispiel auf 12 Volt er  niedrigt. Nur der Kontakt 31     wird    mit  Netzspannung von zum Beispiel 220     Volt     durchflossen.  



  In der Sekundärleitung 25 und 26 beträgt  die Spannung nur 2 bis 8 Volt, so dass alle  Zangenteile gefahrlos berührt werden können.  



  Die leicht beweglichen und biegsamen       Stromzuführungskabel    25 und 26 vom Trans  formator 23 bis zur Schweisszange können  wassergekühlt werden, indem sie in ihrer  ganzen Länge mit einem Gummischlauch 35  umhüllt sind, wodurch in geeigneter Weise  ein Wasserstrom zwischen dem     Kabel    und  der     Gummischlauehwand    geleitet werden  kann (Fix. 4).  



  Es ist ferner zu bemerken, dass der Trans  formator und die elektrische Schaltanlage in  einem Behälter eingebaut sind, der auf Rol  len oder in einer hängenden Anordnung  leicht von einer Arbeitsstelle zur andern be  wegt werden kann und besonders durch die  leicht biegsamen und frei beweglichen Ka  bel 25 und 26 wird der Schweisszange auch  bei     Schweissungen    an sehr sperrigen Gegen  ständen eine vorteilhafte Bewegungsfreiheit  gewährleistet.    Die Steuerkontakte 17, 18 des Primär  stromkreises, müssen so ausgebildet     bezw.    an  geordnet sein, dass ihre Kontaktflächen beim  Betätigen der Zange     keinen    zu grossen me  chanischen Beanspruchungen unterworfen  sind.

   Zu diesem Zwecke werden die Kontakte  federnd angeordnet, indem dieselben an ihren  Trägern unter Zwischenschaltung von Fe  dern     (Blattfedern,        Schraubenfedern    oder der  gleichen) befestigt sind.  



  Die in der     Fig.    4 dargestellte Zange un  terscheidet sich nur     in    der     Anordnung    der  Steuerkontakte von der nach     Fig.    1; daher  ist in jener Figur     nicht    die ganze Zange dar  gestellt. Die     beiden    Kontaktbolzen 17' und  18' sind durch die Kontaktträger 15' und 16'  hindurchgeführt, die aus einem Stück mit  den Hebelgriffen 6 und 8 bestehen.

   Die Kon  taktbolzen 17' und 18' sind an ihren Enden  mit Gewinden versehen; auf ihre einander  zugekehrten Enden sind Muttern 34 und 35,  auf die beiden     andern    Enden die Muttern 36  und 37 aufgeschraubt.     Zwischen    die Muttern  34 und 35 und die     Kontaktträger    17' und  18' sind Federn 38 und 39 eingeschaltet, die  die     Muttern    36 und 37 gegen die Kontakt  träger 15' und 16' drücken und verhüten,  dass bei einem zu starken Druck auf die  Schweisskontakte die Kontaktbolzen 17', 18'       beschädigt    werden.

   Durch Verstellung der       Muttern    36 und 37 auf den Kontaktbolzen  17' und 18' wird die Entfernung der Steuer  kontakte voneinander und damit der Druck  der Feder 12 eingestellt, mit dem die  Schweisskontakte 3 und 4 beim Schliessen des  Schweissstromes gegeneinander gepresst wer  den.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrische Punktschweisseinrichtung, mit über flexible Kabel an einen dazugehörenden Transformator angeschlossener Schweiss zange, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen die Hebelgriffe und die die Schweisskontakte tragenden Backen der Zange eine Druckfeder eingeschaltet ist, und dass an der Zange wei tere, im Primärstromkreis des Transforma tors liegende Steuerkontakte derart angeord net sind, dass sie erst nach dem Wirksam- werden der Druckfeder den Pni@stromkreis schliessen. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein Hebelgriff und der dazugehörende, über das Schar niergelenk hinaus verlängerte Elektroden träger zwei unabhängig voneinander um das Scharniergelenk schwenkbare Teile Zeitverzögerung arbeitendes bilden, zwischen denen die Feder für die Regelung des Schweissdruckes eingespannt ist. 2. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass in die Sekun därleitung des Transformators ein mit eingeschaltet ist, das den Schweissstrom bei Erreichung eines ein stellbaren Höchstwertes unterbricht. 3. Einrichtung nach Unteranspruch 2, da.
    durch gekennzeichnet, dass an das Mazi- malstromrelais über die Schaltkontakte an der Schweisszange ein Hilfsschütz ange schlossen ist, das nach dem Unterbrechen des Schweissstromes trotz der Öffnung sei ner Einschaltkontakte über einen Hilfs kontakt so lange geschlossen bleibt, bis die Steuerkontakte an der Zange geöffnet werden.
CH199249D 1936-03-06 1937-02-25 Elektrische Punktschweisseinrichtung. CH199249A (de)

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