CH199295A - Verfahren zur Kommutierung von Stromrichtern. - Google Patents

Verfahren zur Kommutierung von Stromrichtern.

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CH199295A
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  Verfahren zur     Kommutierunb    von Stromrichtern.    Es hat     sieh    als zweckmässig     heraus-          gestellt,    bei     Stromrichteranordnungen,        die     ein-     oder        mehrphasige        Wechselstromnetze     mit Gleichstromnetzen kuppeln, die Umfor  mung     mittels    einer Reihe parallel arbeitender       Teilstromrichter    durchzuführen.

   Dabei soll       unter    einem     Teilstromrichter,die    Gesamtheit  aller derjenigen Entladungsstrecken verstan  den werden, die sich in ununterbrochener  zyklischer Reihenfolge in ihrer Arbeitsdauer       bezw.    Brenndauer ablösen. Zum Teilstrom  richter selbst gehören noch die damit     un-          mittelbar    zusammenhängenden     Transforma-          torwicklungen,    Drosseln usw.

   Die Umfor  mung selbst wird nun so durchgeführt,     da.ss     entweder jede Phase des     sekundärseitigen     Netzes von einem oder mehreren     Teilstrom-          riehtern    gespeist, oder aber die Kupplung  der     Netze    so     ausgeführt    wird, dass jeder  Phase eines sekundären Netzes zwei     Teil-          stromrichter    so zugeordnet werden, dass :

  die  einzelnen     Teilstromriohter        ,gleichzeitig    zwei    oder mehreren Phasen     entsprechen.    (Es ent  steht beispielsweise die Phase R durch     das     Zusammenwirken ,der     Teilstromrichter    A und  B, die Phase S durch das     Zusammenwirken     von B und C     usw.)    Jeder     Teilstromriehter     liefert eine Teilspannung, die .erheblich von  der     Sinusform    abweichen kann.

   Erst das  Zusammenwirken mehrerer     Teilspannungen     ergibt die     erstrebte    - im allgemeinen     sinus-          förmige    - Ausgangsspannung. Sollen diese       Teilstromriehter    eine ihrer Phasenlage nach  stufenlos verschiebbare     Ausgangspannung     liefern, so ist es erforderlich, entweder Ent  ladungsstrecken zu verwenden, deren Steue  rung es     ,gestattet,    den     Stromfluss    beliebig zu       regeln,    oder aber die nur unvollkommen       steuerbaren    Entladungsstrecken, deren     Gitter     eine Entladung zwar zünden,

   aber nicht       löschen    können, mit einer besonderen     Kom-          mutierungeinrichtung    zu versehen.  



  Die bisher bekannt gewordenen Einrich  tungen     rüsten    jeden     Teilstromrichter    mit      einer getrennten     Kommutierungseinrichtung     für die     Spannungskommutierung    aus, die mit  den     Teilstromrichtern        fest    verbunden sind.  



  Gemäss dem Verfahren nach der vor  liegenden     Erfindung    soll jedoch den einzel  nen     Teilstromrichtern    eine     Kommutierungs-          einrichtung    immer nur während der     Kom-          mutierungszeit    zugeschaltet werden. Wäh  rend dieser     Zeit    bildet die     Kommutierunga-          einrichtung    für den Laststrom eine Not  brücke.

   Der Strom kann dann infolgedessen  unabhängig von dem, was während der     Kom-          mutierungszeit    im     Teilstromrichter    geschieht,  in seiner alten Richtung weiter     fliessen.     



  Bei geeigneter     Bemessung    ist die     Kom-          mutierungseinrichtung    in der Lage, während  der     Kommutierungszeit    den     gesamten    Last  strom zu übernehmen.  



  Auf diese Weise ergibt sich die Mög  lichkeit, bei mindestens aus zwei Teilstrom  richtern     zusammengesetzten,    mit gitter  gesteuerten Dampf-     oder        GasentJadungs-          strecken        arbeitenden        Stromrichteranordnun-          gen    sämtliche     Kommutierungen    mit Hilfe  einer einzigen     Kommutierungseinrichtung     vorzunehmen,     wobei    die     Kommutierungen    in  den einzelnen     Teilstromrichtern    in perio  discher Reihenfolge nacheinander erfolgen  können.  



  Es können folgende Mittel zur Ausfüh  rung des Verfahrens dienen, die wahlweise  entweder getrennt oder kombiniert angewen  det werden können:  1.     Unmittelbares    Umschalten der     Kommu-          tierungseinrichtung    mit Hilfe von     gitter-          gesteuerten    Entladungsstrecken.  



  2. Indirektes     Umschalten    der     Kommutie-          rungseinrichtung    über Zwischentrans  formatoren.  



  3.     Transformatorische        Aaskopplung    der       Kommutierungseinrichtung.     4. Gleichzeitiges Kommutieren verschie  dener Teilspannungen.  



       _Xls        Kommutierungseinrichtung    kann irgend  eines der     bekannten        Mittel,    z. B.     Kommutie-          rangskondensator,        Kommutierungsschwing-          kreis    oder eine an sich     bekannte        Kommutie-          rungsmaschine,        Verwendung    finden.

      Die Erfindung bezieht sich jedoch in  erster Linie auf ruhende     Kommutierungs-          mittel,    die aus einem     Kondensator    oder aus  einer Drossel und einem Kondensator     be-          stehen.     



  Die nachfolgend beschriebenen Beispiele  zeigen verschiedene Anordnungen zur Durch  führung des Verfahrens     nach    der Erfindung.  



       Fig.    1 stellt einen     zweiphasigen    Wechsel  richter, der das Gleichstromnetz 1     über    den       Seott-Transformator    2 mit dem Drehstrom  netz 8 verbindet, dar. Sind an     Stelle    des  gemeinsamen     Kommutierungskondensators    4  und der     zugehörigen        Umschaltungsentla-          dungsstrecken    5, 5', 6 und 6' die beiden ge  strichelt     gezeichneten        Kondensatoren    10 und  10' vorhanden,

   so     handelt    es     sich        um        zwei     vollkommen getrennte Wechselrichter, die  ins Drehstromnetz mit den Phasenleitungen  R,     S    und T beliebig Wirk- und Blindlast  liefern können.

       Die    beiden     Wechselrichter          enthalten    die die     Wirkleistung    liefernden       Entladungsstrecken        7w    und 8w     bezw.        9w'     und 8w' und die die     Blindleistung    liefernden       Entladungsstrecken    7b     und,8b        bezw.    7b' und  8b', ferner die     Drosseln    9     bezw.    9' und die       Kondensatoren    1,0     bezw.    10'.

   Erfindungs  gemäss wird nun an     Stelle    der beiden ge  trennten Kondensatoren 10 und 10', die je  für sich die     Kommutierung    des betreffenden       Wechselrichters    durchführen, ein ,gemein  samer Kondensator 4 verwendet, der über die       gittergesteuerten        Entladungsstrecken    5, 5'  und 6, 6'     abwechselnd    dem einen oder dem       andern        Teilstromrichter        (Wechselrichter)    zu  geschaltet     wird:

      Die     Arbeitsweise        dieses          Kondensators,    sowie die Brenndauer der     Um-          schaltungsentladungsstreoken    5, 5' und 6, 6'  gehen aus     Fig.    2 hervor. Die Kurven 11 und  11'     sind    die von den beiden     Wechselrichtern          erzeugten        Teilspannungen,    mit Hilfe derer  im     Scott-Transformator    2 die dreiphasige       Wechselspannung        erzeugt    wird.

   Die Kur  ven     12a    und 1'2b stellen die Spannung und  den     ,Strom    des     Kondeneators    4 dar. Über den  einzelnen Kurven sind die     Offnungszeiten    der  zugehörigen     Entladungsstrecken        angegeben,          ,d.    h. die     Zeiten,        während    der die     Gitter    die      betreffende     Entladungsstrecke        freigeben,    zum  Beispiel werden zur Zeit     t1    die     Gitter    .der       Entladungs:

  strecken   <I>7w</I> und<I>7b</I> gesperrt, die  der     Entladungsstrecken    8w     und    8b erhalten  eine positive     'Spannung.        Gleichzeitig    sind  die     Entladungsstrecken    7w' und 7b'     sowie    5       stromdurchlässig.    Wie man :den Kurven 12a  und     12'b    entnehmen kann, ist die Steuerung  der     Entladungsstrecken    5, 5' und 6, 6' so       eingerichtet,    dass sich der Kondensator im  Laufe der     aufeinanderfolgen:

  den        Kommutie-          rung        -dauernd    umlädt. Der Kondensator  liegt infolge der     Umschaltung    sozusagen an  einer Spannung :doppelter Frequenz. Durch  eine     derartige        Mehrfa@chausnutzunig,    die mit  einer     Frequenzvervielfachung    verbunden ist,  gelingt es, ein     und,denselben    Kondensator   allgemein gesprochen ein und dieselbe     Kom-          mutierungseinrichtung    - ohne wesentliche       Vergrösserung    :

  der     Typenleistung    für die       Kommutierung    mehrerer     Teilstromrichter     nutzbar zu machen.  



  Das     Beispiel    der     Fig.    1     zeig    t die un  mittelbare Zu-     und        Abschaltung    des Konden  sators 4 über die     Entlaclungsstreeken    5, 5'  und 6, 6'.

   Da .der     Kondensatarstrom    seine       Richtung        wechselt,    ist     es    erforderlich, .bei  Verwendung von     Entladungsstrecken    mit       eindeutiger        Stromdurchlassrichtung,        wie    dies  in     Fig.    1 angenommen ist, die     Entladungs-          strecken        gegensinnig    parallel zu     schalten,        :

  das     heisst Entladungsstrecken verschiedenen     Ka-          tho,denpotentials    zu     verwenden.    Will man  für die     Kondensatorumschaltung    ein     einziges          mehranodiges    Gefäss verwenden, so kann  man den Kondensator 4 an die     Sekun-          däxwioklung    eines     Hilfstransformators    13       (Fig.    3) legen,     :dessen        Primärwicklungen    nun  über die im Gefäss 14 vereinigten Anoden  5, 5' und     6,,6'    zu- und abgeschaltet werden.

         :Streuung        und        magnetische        'Sättigung    dieses  Transformators sind dabei möglichst gering  zu bemessen. Die Öffnungszeiten der ein  zelnen Entladungsstrecken     bezw.    der des  Gefässes 14 stimmen mit den in     Fig.2    an  gegebenen     Zeiten    überein.

   Ausser dem     Vor-          teil    der     Zusammenfassung    verschiedener       Entladungsstrecken    zu einem einzigen Ge-         fäss    14     bietet,der        Hilfstransformator    13 noch  die     Möglichkeit,    den Kondensator 4     ein-          seitig    zu     :erden    (Klemme 15 in     Eig.    3).

    Ausserdem     kann    man :durch     geeignete    Wahl  der Übersetzung des Transformators 13 die       wirtschaftlichste        Konden.satorspannung    wäh  len. Die     Zwischenschaltung        eines    Transfor  mators hat     allerdings    :den     Nachteil,        @dass     nun - sei es vom Netz aus,     sei    es vom  Kondensator 4 her - der     Magnetisierunb        -          strom    ,des Transformators 13 mitgeliefert  werden muss.

   Da jedoch,     wie        Fig.    2     zeigt,     die     Transformatorspannung    12 bei der     Mehr-          faehausnutzung    des     Kondensators    4 im     all-          gemeinen    nur Frequenzen     aufwellst,    die höher  sind als die Netzfrequenz, so ist der     Mag-          netisierungsstrom    klein und     beeinträchtigt     nicht     :d:aus        Arbeiten    :

  der     Kommutäerungsein-          richtung.     



  Die     Umschaltung        des        Kondensators    auf  die von     verschiedenen        Teilwechselrichtern        ge-          lieferten    Teilspannungen -     in    den     Beispielen          der        Fg.    1 bis 3 die zwei     Teilspannungen    11.  und 11' - wird derart vorgenommen, dass  am     Kondensator    eine ,Spannung höherer       Frequenz    liegt.

   Dieses     Ziel    kann auch ohne       Umschaltung    des     Kondensators    dadurch er  reicht werden, dass man     .den    Kondensator in  :geeigneter Weise an die Summe     bezw.    Diffe  renz mehrerer Teilspannungen     anschliesst,     wie     dies    im folgenden Beispiel :gezeigt ist.  



       Fg.    4 zeigt einen     Wechselrichter,    :der     das          Einphasen-Wechselstromnetz    16 vom Gleich  stromnetz 17 aus speist.     Beide    Netze sind  <B>ü</B>     -ber    den     :dreäschenklngen        Transformator    18  gekoppelt.

   Der     oberste    Schenkel des     Trans-          formators    trägt die     Wicklungen        eines        Teil-          wechselrichters    a, dessen     zugehörige    Teile       mit        :dem.        Index    a     bezeichnet    sind.

   Der       Mittelschenkel    trägt die     Wicklungen        :eines          Teilwechselrichters    b (Index     b).    Im     unter-          sten        Scheniked        tritt    .der     Differenzfluss    und in  der Wicklung 19 dementsprechend eine der  Differenzspannung der beiden     obern    Schen  kel     proportionale    Spannung -auf.

   Somit liegt  der Kondensator 20,     wirkungsmässig    gesehen,  an der     Differenzspannung        dem    beiden     T@eil-          wech-selrichter        a    und b. Die zur     Führung    der      Wirkleistung dienenden     Entladungsstrecken     der     Teilwech@selrichter    a und b     sind    zum       Beispiel    in einem gemeinsamen Gefäss 21 ver  einigt.

   Die der     Führung    der     Blindleietung     dienenden Entladungsstrecken des     Teil-          wechselrichters    a     befinden    sich in dem Ge  fäss 22a, die des     Teilwechselrichters    b im Ge  fäss 22b. Gleichstromseitig sind     Drosseln    26a  und     26b    vorgesehen.

   Die     Nullpunktsentla-          dungsstreeken    beider     Teilwech@selrichter    be  finden     sich    im Gefäss 27.     Fig.    5 zeigt     sche-          mati.sch    den Verlauf der Spannungen.

   Kurve       23a    möge die Teilspannung des     Wechsel-          richtens    a, Kurve 23b die dagegen     phasen-          verschobene        Teilspannung    des     Wechselrich-          ters    b und Kurve 24 die Summe der beiden  Teilspannungen, die im     Wechselstromnetz    16       auftritt,    darstellen. Kurve 25 ist die     Diffe-          renzspaunung,    die an der Wicklung 19     bezw.     am Kondensator herrscht. Die Kurven     sind     rechteckig gezeichnet.

   Durch die Wirkung  des     Kommutierungskondensators    20 und der       Clleichstromdrosseln        26a    und 26b     (Fig.    4)  sind -die Flanken der Kurven in Wirklich  keit     abgeschrägt,    so dass sie     trapezähnlich      erden. Die     Kommutierung        eines    derartigen       Teilwechselriehters    ähnelt stark der     Kommu-          tierung    eines normalen     einphasigen    Wechsel  richters mit     Kommutierungskondensator    und       Crleichstromdrosseln.     



  Es möge zum     Beispiel    zunächst die     Ent-          ladungsstrecke    21a brennen. Im Zeitpunkt  der     Kommuinerung    wird die Entladungs  strecke     27cä    freigegeben. Dadurch wird der  Wicklungsteil 29     des    obersten     Transforma-          torschenkels    über     26a    geschlossen.

   Durch die  Wirkung des Kondensators 20 kann sich die       Spannung    in der Wicklung 19 und damit       zier    zeitliche     Mussverlauf        (Flussänderung)    im       untersten        Transformatonschenkel    nicht plötz  lich ändern. Diese     bedingt,    dass auch im  obersten     Schenkel    die     Flussänderung    und  damit die Spannung     aufrechterhalten    bleibt.

    Die     gleiche    Spannung tritt mit     umgekehrten     Vorzeichen an .der     Drossel    26a auf.     Dadurch     wird die     Entladungsstrecke    21a zum Er  löschen gebracht.

   Die an (2$, 29) verblei  bende Spannung (Spannung des Konden-         sators)        bewirkt,    dass 21a gegenüber der Ka  thode von 21 für die Dauer der Umladung  des     Kondensators    20     negativ        ist,    so dass das       Gitter    von 21a beim     Positivwerden    von     21a     die     Sperrung        bewirken    kann und damit  die     @Spannung        aufrechterhalten    bleibt und       infolgedessen    an der     Drossel    26a auftritt.

    Während des     Kurzschlusses    der Wicklung  29 und der Drossel 26a     tritt    an der Drossel  im     ersten    Augenblick die volle     Gleichspan-          nung    auf, die dann bei     ansteigendem        Drossel-          strom    nach Massgabe der Umladung des     Kon-          densators    20 abklingt.  



  Um die     Rückwirkung    der     Kommutierung     auf den     unbeteiligten        Teilwechselrichter    b  klein zu     halten,    kann man die     Kathoden-          drossel    26b des     Wechselrichters    b mit der       Drossel    26a     des        Wechselrichters    a in     der    in       Fig.    4     gezeigten    Weise koppeln.

   Die beiden  Wicklungen 26a und 26b sind     gegeneinander-          geschaltet,    so dass normalerweise der Fluss  im Eisen der     Drossel        verschwindet.        Tritt     der oben     betrachtete    Kurzschluss in Wick  lung 28 bis 29 ein, so     steigt    der Strom in  26a an und versucht auch den Strom in     26b     entsprechend zu erhöhen.

       Dieee        bewirkt    eine  Spannungserhöhung im     mittleren    Schenkel  des Transformators, so dass der Fluss in     die-          sem    Schenkel auf keinen Fall abnimmt. Je  nach der     Kopplung    zwischen den     Drosseln     26a und 26b     ergibt    sich eine grössere und       eine    kleinere     Zusatzspannung    in der     Drossel     26b.

   Damit     wird    die obige     Voraussetzung     erfüllt und die Rückwirkung     oder        Kommu-          tierung    des     Wechselrichters    a auf den  Wechselrichter b     kann    auf einen beliebig  kleinen Wert     beschränkt    werden.  



       Fig.6        zeigt    als     weiteres        Beispiel    einen  dreiphasigen Wechselrichter,     dessen        Vier-          schenkeltransformatar    30 auf dem vierten  Schenkel die Wicklung<B>31</B>     trägi,    die vom       'Summenfluss    der drei auf den drei linken  Schenkeln angeordneten     Teilwechselrichtern     durchsetzt wird.

       Diese        Teilwechselrichter    er  zeugen je drei um     120'>        versetzte        RechteclL-          spannungen,    die in     Fig.    7 durch die Kurven  züge 32,     33    und 34     dargestellt    sind.

   Die  Summe     dieser    Spannung (Kurve 35)     bezw.         eine ihr     proportionale        ,Spannung    liegt an den  Klemmen .der Wicklung 31 und     damit    am  Kondensator 86     (Fig.    6), der somit mit einer       Spannung    dreifacher Frequenz arbeitet.

   Wie  derum     kann    man, um die Rückwirkung der  jeweils     kommutierenden    Phase auf die     :Span,          nung    der andern Phasen herabzusetzen, die  drei     Gleichstromdrosseln    37, 8,8 und 3:9  der drei     Teilwechselrichter        miteinander    mag  netisch koppeln, so wie das in     Fig.    6 an  gegeben ist.

   In beiden Ausführungsbeispie  len der     Fig.    4 und 6 können die Wechsel  richter sowohl     selbstgeführt    wie fremd  geführt     arbeiten    und in das     Wechselstrom-          bezw.        Drehstromnetz    16 Blindlast     liefern.     Durch die Gittersteuerung werden die die  Wirkleistung und die zugehörige     Blind-          leistung    führenden     Entladungsstrecken    (z. B.

    die     Entladungsstrecken    21a     bezw.    21b     und     die Entladungsstrecken 22a     bezw.    2.2b in       Fi;g.4    oder die     Entladungsstrecken    40 und  41 in     Fig.    6) ungefähr gleichzeitig frei  gegeben     und    wieder     gesperrt.    Die am     Kom-          mutierungskondensator    liegende Differenz  spannung wurde in den Fällen :der     Fig.    4  und 6 an einer     Wicklung    abgegriffen, die  auf dem     Tran:

  sformatargchenkel,    der vom       Differenzfluss        durchflossen        wird,    liegt. Da  bei ist die     iStreuung    zwischen den     einzelnen     Wicklungen relativ gross. Man     kann    die  Differenzspannung     natürlich    auch so her  stellen, dass man auf den Hauptschenkeln  die     Teilspannungen    an     getrennten    Wicklun  gen abgreift und     diese        hintereinanderschaltet,     so     dass    an ihren Enden die Differenzspan  nung     herrscht.     



  Die Mehrfachausnutzung der     Kommutie-          rungseinrichtung    zufolge gleichzeitigen     Kom-          mutierens    mehrerer Teilspannungen ist im       Ausführungsbeispiel        Fig.    8     dargestellt.    Diese  Figur     stimmt    weitgehend mit     Fg.    4 überein.

    Im Gegensatz zu     Fig.    4     ist    nur die     Kommu-          ti.erungs,dmossel    26 beiden     Teilwechselrichtern     a und b gemeinsam, dafür sind nun ge  trennte Kondensatoren 20a und 20b vor  gesehen, die     unmittelbar    mit den beiden Teil  spannungen 28a und 28b .der     Fig.    9 arbeiten.  Das     Wechselstromnetz    16 ist     zweiphasig    an-    genommen, :das heisst die Verbindung der       Wicklungen    19a und 19b ist ebenfalls her  ausgeführt.

   Die vier     Nullpunktsentladungs-          strecken,    die die     Nullstücke    der Spannungen       218a    und b     in.        Fvg.    9-     ergeben,        sind    wieder  im gemeinsamen Gefäss 27 zusammengefasst.

    Der     Fig.    9, die der     Fig.    5 entspricht,     ist    zu       entnehmen,    dass die angenähert senkrecht er  folgenden Spannungsanstiege ,der Kurven 23a       und    b     zeitlich        zusammenfallen.        Aus        diesem          Grunde        kann    man     eine        gemeinsame        Drossel     26 anordnen,

   die zur     Zeit    der     Kommutie-          rung    die Differenz     zwischen    der Gleichspan  nung 1,7 und der     erzeugten        Wechselspaunnng          2"8,a    und b     aufnimmt.        Fig.    9 zeigt unten  den Verlauf der     Gitterspannungen    (ausgezo  gene Linien), und zwar haben die     Gitter-          spannungen    die Bezeichnung der     zugehörigen          Entladungsstrecken,

      zum     Beispiel    zeigt     Kurve          21a/22a    den Verlauf der     Gitterspannung    der  zu den     Entladungsstrecken    a in Gefäss 21  und 2.2 gehörigen Gitter. Diese     beiden        Gitter     sind in der Zeit     t,   <I>. . .</I>     t,        positiv    gegenüber  der Kathode.  



  In den bisher     angeführten    Beispielen  wurde gezeigt,     wie    man die vier angegebenen  Mittel zur Mehrfachausnutzung der     Kom-          mutierungseinrichtung    anwendet, wenn die       Kommutierungseinrichtung    aus Drossel und  Kondensator     besteht.    Das folgende Beispiel       (Fig.    1,0)     zeigt    das gleichzeitige Kommutie  ren verschiedener     Teilspannungen,

      wenn als       Kommutierungseinrichtung    nur ein Konden  sator verwendet     wird.    Wenn der     Laststrom     im Wechselstromnetz 16 bei einer     Schaltung     gemäss     Fig.,8        rein.        ohmisch    oder nur leicht  induktiv ist, zum Beispiel den Verlauf     ge-          mässi    den Kurven     412a    und b in     Fig.    9 in  den beiden Phasen hat, so     kann    zur Zeit     t,     Wechselrichter a ohne Hilfsmittel kommu  tieren,

   der     Wechselrichter    b jedoch nicht. Zur  Zeit     t2    kann     Wechselrichter    b     kommutieren,     Wechselrichter a nicht, zur Zeit 4 ist es  wieder umgekehrt usw. In derartigen Fällen  kann man den Wechselrichter gemäss     Fig.    8  m     it    einem     Kommutierungskondensator    48       entsprechend.    der ,Schaltung der     Fig.    10 be  treiben. Da hierbei ,die Drossel 26 der     Fig.    8      fortfällt, kann man die     Entladungsstrecken     27 und 22 in einem     gemeinsamen    Gefäss 44  vereinigen.

   Die     Gitterspannungen        haben     dann den Verlauf der     gestrichelten    Linien  in     Fig.9.    Die Wirkung des     Kondensators     43 ist folgende: Knapp vor dem     Zeitpunkt          t,,    zur     Zeit        t,'    werden die     Entladungsetrecken     21a und<I>22a</I> des     Wechselrichters   <I>a</I> frei  gegeben. Die     Kommutierung    findet ohne       Hilfsmittel        statt.    Hierbei nimmt die Span  nung in der Wicklung 19a stark zu.

   Da der       j@rechselrichter    b seine Spannung beibehält,  tritt am Kondensator 43 eine Umladung auf,  deren Geschwindigkeit von der     Grösse    der       Streuung    -des Transformators 18     abhängt.     Der Ladestromstoss des     Kondensators    ver  grössert den Strom in der Wicklung 19a     und          verringert    den     ,Strom    in der     Wicklung    19b,  so dass dort sogar die Stromrichtung sich  umkehrt.

   Somit gibt     Wechselrichter    a kurz  zeitig so viel Last ab, dass er auch die  Phase b speist und darüber hinaus noch einen  gewissen Überschuss über den Wechselrich  <I>ter b</I> ins Gleichstromnetz     zurückliefert.    Die  ser Stromrichtungswechsel in b     bedingt,    dass  die Entladungsstrecke 21b'     erlischt    und die  Entladungsstrecke 22b' zündet.

   Zur Zeit     t,     ist die Entladungsstrecke     '21b'        entnonisiert.     Werden nun die     Nullpunktentladunge-          strecken        27b    und 27b' geöffnet, so kann bei  umgekehrter     Energierichtung    auch der  Wechselrichter b kommutieren.

   Der Konden  sator 43 dient somit dazu, in den     beiden     Wechselrichtern a und b der     Reihe    nach     eine     derartige Energierichtung     sicherzustellen,    dass  eine     sogenannte        "natürliche"        Kommutierung     möglich wird. Der     Kondensator    43 kann  auch auf der Primärseite     zwischen    den Punk  ten     P,    und     P2    oder an andern     entsprechenden     Punkten     angeschlossen    werden.  



  Die folgenden     Beispiele    sollen zeigen, wie  die     verschiedenen        Mittel    zur Mehrfachaus  nutzung .der     Kommutierungminrichtung    an  gewendet werden, wenn ein     gesteuerter     Schwingkreis als     Kommutierungseinriehtung     benutzt wird. Anhand der an sich bekannten  einfachen     Wechselrichterschaltung        (Fig.l.l)          soll    zunächst einmal die     Arbeitsweise        dieses            gesteuerten        Schwingkreises        beschrieben    wer  den.

   Der     Wechselrichter    mit den     gitter-          gesteuerten        Entladungsstrecken    3 und 4 für  die Wirkleistung und den unter     Umständen          urgesteuerten        Entladungsstrecken    5     und    6  für die     Blindleistung    speist     aus    dem Gleich  stromnetz 1 über     Transformator    2 das       Wechselstromnetz    7.

       Die        Kommutierung     wird     durch    den     (Schwingkreis    14, 15 bewirkt,  der     mittels    der     Entladungsstrecken        1ü    und  17     gesteuert    wird.     Fig.    12 zeigt die     Strom-          und        Spannungskurven.    Die vom     Wechsel-          richter    erzeugte     Wechselspannung    8 hat an  genähert     rechteckförmigen    Verlauf.

   Zum       Laststrom    11 addieren sich die durch die       Umladung    des     Kondensators    14 hinzukom  menden Stromstücke 18, so dass der     Wechsel-          richter    zur     Zeit    der     Kommutierung    immer  Energie ins Gleichstromnetz 1     zurückliefert.     Durch die Steuerung der     Entladungsstrecken     16, 17 kann die     zeitliche    Lage der     3trom-          stücke    18 und damit     -die        Lage    der Span  nun.gskommutierun,g beliebig verschoben wer  den.

   Die     Steuerung    geht     folgendermassen    vor  sich: Die     Gitter    der     Entladungsstrecken    3  und 4 werden im Takt der     Wechselspannung     geöffnet und     geschlossen,

      das heisst während  der     positiven    Halbwelle der Wechselspan  nung 8 ist zum     Beispiel    die Entladungs  strecke 3     freigegeben    und die Entladungs  strecke 4     gesperrt.    Während der     negativen     Halbwelle     ist    4 offen und 3     gesperrt.    Es  wird     somit    zur     Zeit        T9        das    Rohr 4 frei  gegeben;

   in der Zeit     (T2--T,)        sind    die Ent  ladungsstrecken 16 und 17 gesperrt, das heisst  der     Schwingkreis    14, 15 ist abgeschaltet. Zur       Zeit        T2    wird das Gitter der Entladungs  strecke 16 geöffnet.     Dadurch    kommt der       positive        Stoss        des        Schwingkreisstromee    18  zustande.

   Da zur     Zeit        T,    der Schwingkreis  strom 18     seine    Richtung ändern will, die       Entladungsstrecke    17     jedoch        gesperrt    ist,  setzt der     Schwingkreisstrom    aus, so lange,  bis zur Zeit     T6    das Rohr 17 ,geöffnet wird.

    Die Grösse der     Schwingkreisstromstösse        hängt     ab von der     Voreilung        (Ts-T2),    d. h. um wie  viel früher das Öffnen der     Kommutierungs-          entladungsstrecken    16     bezw.17    vor dem Öffnen      der     Wirkleistungsentladungssüecken    3     bezw.    4  erfolgt.

       Fig.13        zeigt,        wie    die     Form,der        Kom-          mutierungsstromstösse    bei     zeitlich    verschie  dener     Öffnung    :der Entladungsstrecken 16       bezw.    17 vor den     Hauptentladungsstrecken     sich ändert.

   Verändert man somit durch die       Gittersteuerung    ,die     Voreilzeiten        (T3-T2          bezw.        T,-T"        Fig.    12), so kann man damit  die Grösse der     Kommutierungsstromstösse     regeln.

   Die durch die Kurve 18     dargestell-          ten        Kommutierungsstromstösse    müssen in  jedem Falle grösser sein als der Augenblicks  wert     des    Laststromes zur     Zeit    der     Kommu-          tierung.    Da der     Kommutierungsstrom    bei  plötzlichem Ändern der     Voreilzeiten        (T3        TZ          bezw.        T,-T")    sich nicht plötzlich,     sondern     allmählich auf :

  die in     Fig.13        angegebenen     stationären     Werte        einschaukelt,    empfiehlt es  sich, den     Kommutierungsstrom    immer ge  nügend .grösser als den jeweiligen     Laststrom     zu machen, damit nicht bei plötzlicher Last  zunahme die     Kommutierung        vereitelt        wird.     In den Zeiten (T2     T"        T,-T,)    usw. ist :der  Schwingkreis abgeschaltet.

   Bei     mehrphasigen          Wechselrichtern        könnte    somit :der Schwing  kreis in der Zwischenzeit auf die andern  Phasen umgeschaltet werden, entweder     un-          mittelbar        entsprechend        Fig.    1 oder     indirekt          mittels    eines     Hilfstransformators    entspre  chend     Fig.    3.

   Diese Ausführung sei anhand  von     Fig.    14 beschrieben, in der ein derartiger       dreiphasiger        Wechselrichter,    :der sich aus  drei einphasigen     Wechsalrichtern    nach     Fig.11     zusammensetzt,     dargestellt    ist.

   Die den Ent  ladungsstrecken der     Fig.    11     entsprechenden     Anoden der Phase     R    haben dieselben Ziffern  wie in     Fig.    11, zum Beispiel entspricht die  Entladungsstrecke 3 in     Fig.    14 der der Lie  ferung von     Wirkleistung    dienenden Ent  ladungsstrecke 3     in        Fig.    11 usw. Die     Ent-          ladungsstrecken    der Phase     S    sind mit 3', 4'  usw., die Anoden :der Phase T mit 3", 4"     usw.     bezeichnet.

   Gegenüber der einphasigen An  ordnung ist der Verteilertransformator 19,  ,der den     Schwingkreisstrom    den einzelnen  Phasen zuführt, neu hinzugekommen. Die  erzeugten Phasenspannungen sind, wie beim       Einphaseuwechselrichter,    Rechteckspannun-    gen (Kurve 8,     Fig.    12).

   Die     verkettete        Drel1-          stromspannung,    die     infolge    der     sekundär-          seitigen        -Sternschaltung    des     Drehstromtrans-          formators    20 entsteht, ist dementsprechend  die Differenz von zwei     Rechtecks.pannungen,          wie    sie in     Fig.    15 angegeben sind,

   wobei       UR        bezw.        US        jeweils    sie in einer     Phase     der     Transformatorsekundärwieklun:g        erzeugte     Spannung darstellt. Durch     Hintereinander-          schalten    derartiger phasenverschobener Recht  eckspannungen gelingt es, als resultierende  Wechselspannung Treppenkurven zu erhal  ten, die sich weitgehend :der     :Sinusform     nähern.

   Die in     Fig.16    dargestellte Anord  nung zeigt einen einphasigen, ebenfalls mit  einem Schwingkreis als     Kommutierungsein-          richtung        versehenen    Wechselrichter mit ab  gestuften     Teilspannungen,    dessen Schaltung  im übrigen dem einphasigen Wechselrichter  der     Fig.    11 entspricht. Die von diesem er  zeugte     Wechselspannung,    die sich der       Sinusform    schon recht gut anschmiegt, ist  in     Fig.    17 :dargestellt.  



  Ist an Stelle eines     Gleichstromnetzes    ein  mehrphasiges Wechselstromnetz gegeben, so  braucht man     @diesen        mehrphasigen        We-cUsel-          strom    nur gleichzurichten und diesen Gleich  strom den soeben beschriebenen Wechselrich  tern zuzuführen.

   In bekannter Weise kann  man dabei das     .Gleichstromzwischennetz     unterdrücken und     erhält    so die     unmittelbar     arbeitenden Umrichter.     Fig.18    zeigt zum  Beispiel einen     Umrichter,    -der dem Wechsel  richter nach     Fig.    11     entspricht.    Hierbei     wird     lediglich abweichend von     Fig.    11 :

  der  Schwingkreis 14, 15     nichtdirekt,    sondern       unter        Zwischenschaltung    eines     11ilfstranafor-          mators    mittels der Entladungsstrecken 28,  29 zu- und abgeschaltet.

   In     Fig.    18 ist 20       das    speisende     Drehstromnetz,    welches über  die     Entladungsstrecke    21 mit den sechs       Hauptentladungsstrecken        2'2        bis    27 ein     bei-          spielsweise        niederfrequentes        Einphasennetz     30 speist.

   Im     Umriehtergefäss    21 sind  ausserdem noch zwei     Kommutierungsentla-          duugsstrecken    28 und 29 angeordnet, :durch  die der     Kommutierungsschwingkreis    14, 1:5       transformatorisch    für die beiden Phasen der           l"inphasensekundärseite    umgeschaltet werden  kann.

   In     Fig.    19     ist    die erzeugte Einphasen  spannung     dargestellt.    Wie ein Vergleich der       Kurve    8 der     Fig.    12     zeigt,    erhalten wir für  den     Schwingkreis    praktisch dieselben Ver  hältnisse wie beim einphasigen Wechsel  richter     (Fig.ll),    nur dass jetzt die Recht  eckspannung eine durch die     Orleichrichtung     des     Drehstromes    bedingte Welligkeit auf  weist.

   Die     Fig.19    zeigt ferner     noch    den       Zusatzstrom    des     Kommutierungsschwing-          kreises    14, 15. Die einzelnen Stromstösse in       positiver        hezw.    negativer Richtung Sind mit  28     ben@@.    29     bezeichnet,        entsprechend    den       Entla.dungsstreeken    2<B><U>8</U></B> und 29 der     Fig.    18,  über die die entsprechenden     Stromstösse     fliessen.

   Strom und Spannung auf der Ein  phasenseite, sowie der Strom     des        Kommu-          tierungssehwingkreises    stimmen     weitgehend     mit dem Verlauf der Kurven der     Fig.    12 für  den     Wechselrichter    überein.  



  Will man die Welligkeit der     erzeugten          Einphasenspannung    glätten, so kann man  mehrere     Umrichter    gemäss     Fig.    18     hinterein-          anderschalten,    wobei die einzelnen Um  richterspannungen gegeneinander so     phasen-          verschoben    sind, dass sich die einzelnen Ober  wellen gegenseitig aufheben.

       Fig.20    zeigt  als     Ausführungsbeispiel    die Schaltung von  drei derart     hintereinandergeschalteten    Um  richtern, die genau wie der     dreiphasige          Wechselrichter    nur einen einzigen gemein  samen     Kommutierungsschwingkreis    benöti  gen.     Fig.21    zeigt, wie die     Einphasenspan-          nungskurve        U,   <I>1-</I>     U.,>        +        U,    verbessert wird.  



  Die angeführten     Beispiele    zeigen die  vielseitige Anwendung der     Kommutierungs-          einrichtung    bei     Umrichter-    wie bei Wechsel  riehterschaltungen. In allen Fällen, in denen  eine     Zwangskommutierung    erforderlich ist.  lässt sieh der     gesteuerte        Schwingkreis    ver  wenden.

   Insbesondere möge hervorgehoben       werden,    dass man von einer     ,Spannung    füh  renden     Entladungsstrecke    auf eine     Stern-          punktentladungsstreeke    kommutieren kann,  wie     dies    das     Ausführungsbeispiel        Fig.    22 für  den sekundärseitig     einphasigen        Umrichter     zeigt. Die Schaltung stimmt bis auf die         Sternpunktentladungestrecken        31        und    32 mit  der Schaltung     Fig.    18 überein.

   Die erzeugte  Spannung (Fis. 23) enthält ausser der posi  tiven und der negativen,     gleichgerichteten     Spannung Nullstücke, die dadurch erzeugt  werden,     dass    die     Nullpunktentladungsstrecken     31 und 32 brennen. Durch das Einfügen  der     Sternpunktentladungsstrecken    ist die er  zeugte Spannung des     einphasigen        Umrichters     der     :Sinusform    mehr angenähert.  



  Wendet man nun auch beim     Umrichter     eine aus einem     gesteuerten    Schwingkreis     be-          stehende        Kommutierungseinrichtung    an, so  erhält man den     Umrichter    .gemäss     Fig.    24,

    der dem     Wechselrichtender        Fig.    4     entspricht.     Das Drehstromnetz 33 ist     über    den Dreh  stromtransformator 34 und das für beide       Teilumrichter    mit den beiden     Gruppen     von     Entladungsstrecken    a und b     gemeinsame     Gefäss 35, über die     beiden    gekoppelten     Ka-          thodendrosseln    36a und b und über den       dreischenkligen        Einphasentransformator    37  mit dem     Einphasennetz    38 gekuppelt.

   Der       Einphasentransformator    38     trägt    auf dem       obersten    Schenkel die Primär- und Sekun  därwicklungen des     Teilumrichters    a, auf  dem     mittleren    Schenkel die des     Teilumrieh-          ters    b und auf dem     untersten    Schenkel die  Wicklung 39, die den Kondensator 40 mit  der Differenzspannung der beiden Teil  umrichter     speist.        Fig.    25 zeigt den Ver  lauf der beiden     Teilspannungen    42a und  42b,

       sowie    der     Differenzspannung        412k.     Die     Kurvers        412a    und b     entsprechen    den       Kurven,        23a    und b     in        Fig.    5; die Kurve  42e     stellt    die     Differenzspannung    dar, ent  sprechend der Kurve 25 in     Fig.    5. Die der  Kurve 25 der     Fig.    5     entsprechenden        iStücke     der Differenzspannung 42c sind schraffiert.

         Dazwischen    enthält .die Kurve 42e noch       Spannungsstücke,    die sich aus der Wellig  keit der aus dem Drehstromnetz gleichgerich  teten 'Spannungen ergeben.     Diese    Stücke sind  für die     Kommutierung    ohne     Belang.    Damit  durch     diese    Stücke kein unnötiger     Konden-          satorstrom        hervorgerufen        wird,    kann der       Kondensator    40 über die gegensinnig     parallel-          geschalteten,

          gesteuerten    Dampf- oder Gas-           enbladungs!strecken    41a und b an die  Wicklung 39     angeschlossen    sein, die     ihn    in  der     Zeit        zwischen    zwei     aufeinanderfolgernden          Kommutierungen        abschaltet.    Die Kurven der       Fig.    25 sind, ebenso     wie    die vorhergehenden,       idealisiert.    Insbesondere ist die     bekannte          Verformung,

      die durch die     zwischen        Gleich-          und        Wechselrichter    fliessenden     KurzsGhluss-          ströme    bewirkt     wird,        vernachlässigt.   <B>Auch</B>  die     Flanken    der     Teilspannungen,    sowie die  der     Kondensatorspannung    sind in Wirklich  keit nicht senkrecht, sondern leicht     an-          gesohrägt.     



  Die verschiedenen     Mittel    zur Mehrfach  ausnutzung der     Kommutierungseinrichtung     lassen sich, wie     bereits        gesagt,    auch kombi  nieren.     Zum.    Beispiel     zeigt        Fig.    26 die Kom  bination des ersten und     dritten        Mittels.    Es  mögen beispielsweise zwei Umrichter in der       .Schaltung    nach     Fig.    24 nebeneinander arbei  ten, deren     Einphasengpannungen    um 90  gegeneinander versetzt sind.

   Dann     kann     man die 'Spannungskurven der beiden Um  richter so     einrichten"dass    die einzelnen     Kom-          mutierungsvorgänge    in     beinahe    regelmässigen  Abständen aufeinander folgen.     Ist    der Kon  densator 40 umschaltbar angeordnet, so kann  er die     Kommutierungen    beider Umrichter  der     Reihe        nach    bewältigen.     Fig.    2,6     zeigt          eine        -derartige    Anordnung zur Kondensator  umschaltung.

   Die     Einphasentransformatoren     der beiden     Umrichter        sind    wie     in        Fig.    24 mit  37 und 37' bezeichnet. Die Differenzspan  nung     tritt        jeweils    an der Wicklung 39     bezw.     39' auf. Der Kondensator 40 kann nun ent  weder     über,die        Entladungsstrecke    41a     bezw.     b an     :die    Wicklung     3,9    oder über die Ent  ladungsgefässe 41a'     bezw.    b' an die Wick  lung 39' angeschaltet werden.  



  Oft ist es erwünscht,     die    Grösse der     in     der     Kommutierungseinrichtung    vorhandenen  Glieder bei steigender Last zu verändern.       Auch    diese Möglichkeit lässt sich bei den  beschriebenen     Beispielen    unschwer durch  führen.

       Beispielsweise    kann in einer An  ordnung nach     Fig.    26 parallel zu dem Kon  densator 40 noch ein weiterer     Kondensator     liegen, der über     getrennte        Entladungsstrecken       an     die        einzelnen        'Iiransfarmaforwicklungen    so  angeschlossen werden     kann,        dass@    die     Kom-          mutierung    je nach den     Lastverhältnissen     mit dem einen oder mit dem andern oder  mit beiden zugleich     durchgeführt    werden  kann.

   Daher     ist    .es möglich, dass durch ent  sprechende     Gittersteuerung        dieser        Hilfs-          entladungsstrecken    die Höhe des     Kommu-          tierungsstromes        bezw.    der     Kommutierungs-          spannung    en wechselnden     Lastverhältnissen     angepasst wird.  



  Will man bei den Umrichtern     das    vierte  Mittel zur     Mehrfachausnutzung    der     Kom-          mutierungseinrichtung        benutzen,    so muss man  dafür sorgen;     dass    die     Sprünge    der     Um-          riehterteilspannungen,    die auf ein-     bezw.          mehrphasiges    Ausgangsnetz arbeiten,     zeitlich     zusammenfallen;

   dann kann man die den       Wechselrichterschaltungen        Fig.    8 und 10 ent  sprechenden     Umrichterschaltungendurch-          führen.        Fig.    27 zeigt     beispielsweise    einen  dem Wechselrichter     Fig.10    entsprechenden  Umrichter, der nur mit den Kondensatoren  43 und 43' die     Kommutierung    durchführt.

    Da hierbei die     Kommutierungsdrossel    fort  fällt, ist es     möglich,    sämtliche Entlastungs  strecken beider     Teilumricbter    in einem ein  zigen Gefäss 44     zusammenzufassen.    Auf     diese          Art    wird somit das Drehstromnetz 45 über  die beiden     Teilumrichter    mit den     Transfor-          matorsternpunktentladungsstrecken    46a und  a'     bezw.    46b     und    b'     mit        dem        Einphasen-          netz    16 

  verbunden.  



  Bisher wurde     angenommen,    dass die Um  richter     treppenförmige    'Spannungen liefern,  die weitgehend denen des     Wechselrichters     verwandt sind     (vergl.    z. B. Kurven 42a und  b der     Pig.    25     mit    den     Kurven        23a    und  b der     Fig.    5).     Dies        ist    jedoch in     keiner     Weise erforderlich. Die Umrichter können  auch aus dem     Spannungsbild    des Primär  netzes beliebige     Kurvenstücke    herausschnei  den.

   Beispielsweise kann man in der     Um-          richterscUaltung    nach     Fig.    27 auch die bei  .den     Teilspanungen    47a und b der     Fig.    28  erzeugen, die im     Einphasennetz    16 die     iesul-          tierende        Spannung    4-8 ergeben. Hierbei ist  die Frequenz des     Einphasennetzes    16 .genau      gleich einem Drittel der Frequenz des     Dreh-          stromnetzes    45, ferner lässt sich die Phasen  lage der     Einphasenspannung    nur sprunghaft  ändern.

   Da der     Spannungssprung    der     beiden     Teilspannungen zur     selben    Zeit, z. B. Zeit  punkt T"     stattfindet,        lassen    sich     diese    Teil  spannungen mit einem einzigen     Kondensator     43     (bezw.    43')     kommutieren.    Die     Kommu-          tierung    geht dann folgendermassen vor sich:  Nehmen wir an, dass zur Zeit T, Gleich  richterbetrieb     sei,    dass somit die Spannung       47ca    kommutieren kann.

   Dann lässt man zu  nächst 47a kommutieren und sorgt     dafür,    dass  die nach der     Kommutierung        sprunghaft    er  höhte Spannung     47a    kurzzeitig die ganze       Einphasenlast    übernimmt und     darüber    hin  aus noch eine kleine     Restenergie    über das  System b mit der Spannung 4'7b     ins    Dreh  stromnetz zurückschickt.

   Auf     diese    Art  wird System b     kurzzeitig    als     Wechsel-          riclater    betrieben, trotzdem das     Einphasen-          netz    Energie aufnimmt.     Bei        Wechselriehter-          l-etrieb    lässt     sich    dann die     Kommutierune     von 47b zur     Zeit    T, durchführen.

       Ist    zur  Zeit T,     Wechselrichterbetrieb    statt     Gleich-          richterbetrieb,    so lässt man gerade     umgekehrt     zuerst<I>47b</I> kommutieren. Die Spannung<I>47b</I>  bricht dabei plötzlich zusammen und nimmt  nicht nur die vom     Einphasennetz        zurÜck-          gelieferte    Energie auf, sondern schluckt auch       noch    eine gewisse Energie vom     System    a,  das     dabei    in     Gleichrichterbetrieb        übergeht     und nun kommutieren kann.

   Zur     Durchfüh-          rung    der soeben     beschriebenen    Möglichkeit  sind in     Fi.g.    27 zwei     Kondensatoren    43 und       43'    vorgesehen, die den     kurzzeitigen    Energie  austausch     zwischen    den Systemen a und b  im Augenblick der     Kommutierung    ermögli  chen.

   In der     Schaltung        Fig.27    kann man  die     Einphasenspannung    des     Umrichters    bei       elastischem        Betrieb        sprunghaft    um je 20       elektrische    Grade in der Phase verschieben.       Dieser    Phasensprung lässt sich in     bekannter          Weise    durch Vermehrung der Zahl der  Entladungsstrecken oder durch Schwer  punktsverlagerung (Ausbildung einer     un-          symmetrischen    Kurvenform) beliebig ver  kleinern.

Claims (1)

  1. PATENTAANSPRUCI1 I: Verfahren zur Kommutierung von Strom richtern, die mit gittergesteuerten Dampf- oder Gasentladungsstreeken arbeiten und ,aus einzelnen Teilstromrichtern zusammengesetzt sind, die unabhängig voneinander ihre Teil spannungskurven aufbauen, dadurch gekenn zeichnet,
    dass den einzelnen Teilstromrich- tern eine Kommutierungseinrichtung immer nur während der Kommutierungszeiten zu- geschaltet wird. UNTERANSPRUCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Kommu- tierung an den einzelnen TeilstTomrich- tern in periodischer Reihenfolge nachein ander erfolgt; 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass bei solchen Stromrichtern, die Teilspannungskurven mit unstetigen Übergängen nach posi tiven und negativen Werten liefern, wo- bei jedoch die aus - den Telspannungs- kurven ,
    gebildete resultierende Spannung einen stetigen Kurvenverlauf ergibt, eine gleichzeitige Kommutierung durchge führt wird. PATENTANSPRUCH II: Anordnung zur Ausübung des Verfah- rens nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet,
    dass für die in den einzelnen Teil stromrichtern erfolgenden Kommutierungen eine einzige Kommutierungseiprichtung vor- gesehen ist. UNTERANSPRÜCHE: 3.
    Anordnung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet., dass die Kommu- tierungseinrichtung zumindest während der Kommutierungsdauer mit Hilfe von Entladungsetrecken unmittelbar mit den Hauptstromkreisen verbunden wird. 4.
    Anordnung nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass die Ent- ladungsstrecken gittergesteuerte Dampf oder Gasentladungsstrecken sind. 5.
    Anordnung nach Patentanspruch Il, da durch gekennzeichnet, dass die Kommu- tierungseinrichtung zumindest während der Kommutierungsdauer mit Hilfe eines Zwischentransformators jeweils in den einzelnen Teilstromrichtern die Kommu- tierung bewirkt. 6.
    Anordnung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Kommu- tierungseinrichtung zumindest während .der Kommutierungsdauer unmittelbar transformatorisch mit den Hilfsstrom kreisen ,der Teilstromriehter gekoppelt ist. 7.
    Anordnung nach Patentanspruch II,,da- durch gekennzeichnet, dass die Kommu- tierung8einrichtung die gommutierung ,der einzelnen Teilspannungen bezw. Stromrichter .gleichzeitig durchführt. B. Anordnung nach Patentanspruch II, da .durch .gekennzeichnet, dass als Kommu- tierungseinrichtung ein Kondensator Ver wendung findet. 9.
    Anordnung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass als Kommu- tierungseinrichtung ein Schwingkreis Verwendung findet. 10. Anordnung nach Patentanspruch II, da .durch gekennzeichnet, dass eine Kommu- tierungsmaschine Verwendung findet. 11.
    Anordnung nach Patentanspruch II, da- .durch gekennzeichnet, dass ,die Kommu- tierungseinrichtung für eine Eigenfre quenz, die .gleich einem Vielfachen der Kommutierunbmsfrequenz ist, bemessen wird. l.?.
    Anordnung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass .die Kommu- tierungseinrichtung so bemessen wird, dass die Anordnung während der Kom- mutierung ausser der Übernahme der Stromlieferung an die Last auch noch, zwecks Löschung der abzulösenden Ent ladungsstrecke, in das .speisende Netz zurückarbeiten kann. 13.
    Anordnung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Gitter steuerung der die Umschaltung der Kommutierungseinrichtung bewirkenden Hilfsentladungsstrecke in Abhängigkeit von der Belastung so durchgeführt wird, dass die Höhe des Kommutierungsstromes bezw. der Kommutierungsspannung den wechselnden Lastverhältnissen angepasst wird. 14.
    Anordnung nach Patentanspruch II, da- durcb gekennzeichnet, dass au der Kom- mutierungseinrichtung die Summe bezw. die Differenz der einzelnen Teilspan nungen auftritt. 15.
    Anordnung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass an der Kom- mutierungseinrichtung einer der Summe bezw. Differenz der einzelnen Teilspan nungen proportionale Spannung auftritt. 16.
    Anordnung nach Patentanspruch II, da- .durch gekennzeichnet, -dass in den an sich nicht umschaltbaren Kommutierungs- kreis gittergesteuerte Entladungsstrecken vorgesehen sind, mittels derer der Ver lauf der Kommutierung lastabhängig veränderbar ist.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2539991A1 (de) * 1975-09-05 1977-03-17 Licentia Gmbh Wechselrichter-transformator

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE2539991A1 (de) * 1975-09-05 1977-03-17 Licentia Gmbh Wechselrichter-transformator

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