CH199332A - Schaltungsanordnung zur Übertragung einer Vielzahl von Nachrichten mit Hilfe verschiedener Trägerfrequenzen. - Google Patents
Schaltungsanordnung zur Übertragung einer Vielzahl von Nachrichten mit Hilfe verschiedener Trägerfrequenzen.Info
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Description
Schaltungsanordnung zur Übertragung einer Vielzahl von Nachrichten mit Hilfe verschiedener Trägerfrequenzen. Bei der Übertragung einer Vielzahl von Nachrichten mit Hilfe verschiedener Träger frequenzen besteht die bekannte Schwierig keit, dass bei der Parallelschaltung der jedem Nachrichtenkanal zugeordneten Filter eine gegenseitige Beeinflussung dieser Filter kaum vermieden werden kann. Es ist aus die sem Grunde vorgeschlagen worden, jedes Fil ter mit einer Vorrichtung abzuschliessen, die nur in einer Richtung stromdurchlässig ist, wie zum Beispiel Elektronenröhren.
Hat man nun beispielsweise ein Übertragungssystem mit mehreren 100 verschiedenen Übertra gungskanälen, so müsste man, wenn man nach diesem Vorschlag verfahren wollte, jedes einzelne dieser mehreren 100 Filter mit einer Trennröhre abschliessen und die Anoden kreise dieser Röhren sämtlich parallel oder in Serie schalten. Letztere Möglichkeit ist tech nisch jedoch für eine grössere Zahl von Röh- ren kaum zu verwirklichen. Bei der Parallel schaltung aber wird der Anodenbelastungs- widerstand jeder einzelnen Röhre ausserordent lich gering. Beide Anordnungen sind daher unzweckmässig, ganz abgesehen davon, dass sie einen ausserordentlich grossen Aufwand an Röhren bedingen.
Gegenstand der Erfindung ist eine Schal tungsanordnung zur Übertragung einer Viel zahl von Nachrichten mit verschiedenen Trä gerfrequenzen, bei der die einzelnen Kanäle durch Filter voneinander getrennt sind. Die Kanäle sind gruppenweise zusammengefügt und jeder Gruppe ist jeweils eine Trennröhre zur Vermeidung der gegenseitigen Beeinflus sung der Filtergruppen zugeordnet. Die zu einer Gruppe zusammengefassten Kreise kön nen bespielsweise so angeordnet sein, dass die Filterausgänge in Serie miteinander verbun den sind. Sorgt. man nun dafür, dass in diesen Ausgangskreisen praktisch kein Strom fliesst, so tritt eine gegenseitige Beeinflussung der einzelnen Filter nicht ein.
Man kann dies da durch erreichen, dass man nur soviel Einzel kanäle zu einer Gruppe zusammenfasst, dass die durch die Zusammenschaltung bedingten schädlichen Kapazitäten noch keinen nennens werten Nebenscbluss zur Folge haben.
Bei einer solchen beispielsweisen Ausfüh rung der Schaltungsanordnung gemäss der Erfindung sind nun grundsätzlich zwei ver schiedene Möglichkeiten zu unterscheiden. Handelt es sich um eine Schaltungsanordnung für Sendezwecke, so werden die in Reihe ge schalteten Ausgänge der Einzelfilter einer Gruppe in den Gitterkreis einer Röhre gelegt, während, bei einer Schaltungsanordnung für Empfangszwecke die in Reihe geschalteten Eingänge in den Anodenkreis einer Röhre eingefügt werden.
Im ersten Fall ist der Gitterkathodenwiderstand der Röhre gegen über den Ausgangswiderständen der Filter so gross, dass praktisch nur eine Summierung der an den Ausgängen der einzelnen Filter auf tretenden Leerlaufspannungen erfolgt, aber kein Stromfluss eintritt. Im zweiten Fall muss durch Wahl der verwendeten Röhre dafür ge sorgt werden, dass der innere Widerstand der Röhre ebenfalls gross gegenüber den Ein gangswiderständen der angeschalteten Filter ist. Dies kann dadurch erreicht werden, dass als Trennröhre eine Schirmgitterröhre ver wendet wird.
Eine solche Schirmgitterröhre hat auch für den Fall einer Schaltungsanordnung für Sendezwecke. bei der die Filter im Gitter kreis liegen einen erheblichen Vorteil gegen über der Verwendung von Dreielektroden röhren, weil dadurch gesorgt wird, dass bei Zusammenschaltung mehrerer solcher Trenn röhren eine Anodenrückwirkung praktisch vermieden wird. Das Letztere ist gerade bei einer Zusammenschaltung von Einzelkanälen zu Gruppen und der Zuordnung einer einzi gen Trennröhre für jede Gruppe besonders wichtig, weil bekanntlich die Anodenrück wirkung umso grösser ist, je grösser der Wi derstand im Anodenkreis der betreffenden Röhre ist. Dieser ist nun aber umso grösser, je grösser die Gruppen und je kleiner also die Zahlen der ausgangsseitig parallel ge schalteten Röhren ist.
In der Zeichnung sind einige Ausfüh rungsbeispiele der erfindungsgemässen Schal tungsanordnung dargestellt. Fig. 1 zeigt nur eine der Gruppen von Filtern einer Schal tungsanordnung für Sendezwecke, bei der die Filterausgänge im Gitterkreis einer Trenn röhre liegen. Die Ausgänge der Filter F" F2, Fe... F" sind hintereinander geschaltet, wobei die eine Ausgangsklemme des Filters F, mit dem Gitter und die eine Ausgangsklemme des Filters F" mit der Kathode der Röhre P verbunden ist.
Die ankommenden Kabel sind an die Klemmen 1, 2, 3... n angeschlossen. Das abgehende Kabel ist an die Klemmen I. II des Anodenkreises angeschaltet. Fig. 2 zeigt nur eine der Gruppen von Filtern einer Schaltungsanordnung für Empfangszwecke. Das ankommende Kabel ist mit den Klemmen I und II des Gitterkreises verbunden. Im Anodenkreis der Röhre V liegen die Ein gänge der Filter F,, F", Fa... F" in Reihen schaltung.
An die Ausgangsklemmen 1, 2, 3... n dieser Filter sind die abgehenden Kabel angeschlossen. In Fig. 3 ist für eine Schal tungsanordnung für Sendezwecke gezeigt wie die einzelnen Gruppen mit je einer Trenn röhre geschaltet werden können. Im Gitter kreis jeder Röhre V,... VS liegen die Aus gänge der Filter F" F2, Fe... F" jeder Gruppe in Serie.
Die Schaltung ist nun so getroffen, dass zwei Gruppen von Röhren entstehen, deren Anoden parallel geschaltet sind und mit je einem Ende der Primärwicklung des Ausgangstransformators UeA verbunden sind. Die Mittenanzapfung dieser Wicklung führt zu den Kathoden sämtlicher Röhren und den mit ihnen verbundenen Filterklemmen. Diese Schaltungsanordnung besitzt den Vorteil, dass der Ausgangsübertrager UeA nicht durch den Anodengleichstrom der Röhren vormagneti siert wird. Um das Schaltbild übersichtlicher zu gestalten, sind alle Energiequellen weg gelassen worden.
BAi einer Schaltungsanordnung für Emp fangszwecke werden zweckmässig die Gitter der Trennröhren der Filtergruppen parallel geschaltet und eine gemeinsame Anodenspan nungsquelle verwendet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Schaltungsanordnung zur Übertragung einer Vielzahl von Nachrichten mit verschie denen Trägerfrequenzen, bei der die einzelnen Kanäle durch Filter voneinander getrennt sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Kanäle gruppenweise zusammengefügt und jeder Gruppe jeweils eine Trennröhre zur Vermei dung der gegenseitigen Beeinflussung der Filtergruppen zugeordnet ist. UNTERANSPRüCHE 1. Schaltungsanordnung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass nur soviel Kanäle zu einer Gruppe zusammen gefasst sind, dass ein Nebenschluss durch die durch die Zusammenschaltung beding ten Kapazitäten praktisch noch nicht her vorgerufen wird. 2.Schaltungsanordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1 für Sendezwecke, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgänge der einzelnen Filter einer Gruppe in Reihe geschaltet und im Gitterkreis der Trenn röhre angeordnet sind. 3. Schaltungsanordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1 für Empfangs zwecke, dadurch gekennzeichnet, dass die Filtereingänge einer Gruppe in Reihe ge schaltet und im Anodenkreis der Trenn röhre angeordnet sind. 4. Schaltungsanordnung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, gekenn- zeichnet durch Verwendung solcher Trenn röhren, dass in den in Reihe geschalteten Filterausgängen praktisch kein Strom fliesst. 5.Schaltungsanordnung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 3, gekenn zeichnet durch Verwendung solcher Trenn röhren, dass in den in Reihe geschalteten Filtereingängen praktisch kein Strom fliesst. 6. Schaltungsanordnung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1, 2 und 4, gekenn zeichnet durch Verwendung von Schirm gitterröhren als Trennröhren. 7. Schaltungsanordnung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1, 3 und 5, gekenn zeichnet durch Verwendung von Schirm gitterröhren als Trennröhren. B.Schaltungsanordnung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1, 2, 4 und 6, da durch gekennzeichnet, dass die einzelnen Trennröhren mit den dazugehörigen Fil tern in zwei Gruppen von Röhren angeord net sind, deren Anoden parallel geschaltet und mit je einem Ende der Primäxwick- lung eines Ausgangstransformators ver bunden sind, während eine 11I' ittenanzap- fung dieser Wicklung zu den Kathoden sämtlicher Röhren geführt ist,so dass der Ausgangstransformator nicht durch den Anodenstrom der Röhren vormagnetisiert wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE199332X | 1936-08-10 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH199332A true CH199332A (de) | 1938-08-15 |
Family
ID=5757489
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH199332D CH199332A (de) | 1936-08-10 | 1937-08-02 | Schaltungsanordnung zur Übertragung einer Vielzahl von Nachrichten mit Hilfe verschiedener Trägerfrequenzen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH199332A (de) |
-
1937
- 1937-08-02 CH CH199332D patent/CH199332A/de unknown
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