CH199339A - Verfahren zur Abtastung von kontinuierlich laufenden Filmen für Fernsehübertragungen. - Google Patents

Verfahren zur Abtastung von kontinuierlich laufenden Filmen für Fernsehübertragungen.

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CH199339A
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Incorporated Farnsw Television
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Farnsworth Television Inc
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  Verfahren zur     Abtastnng    von kontinuierlich laufenden Filmen  für     Fernsehübertragungen.       Die     Erfindung    betrifft ein Verfahren zur       Abtastung    von kontinuierlich laufenden Fil  men für     Fernsehübertragungen,    bei dem die       Bildwechselfrequenz    für die     Fernsehübertra-          gung    grösser ist als die     Filmbildfrequenz.     



  Bekanntlich     wird    der Tonfilm mit einer  Geschwindigkeit von 24 Bildern in der Se  kunde aufgenommen und wiedergegeben. Bei  der     Abtastung        unter    den gleichen Verhält  nissen zeigt sich der Nachteil, dass die Wie  dergabefrequenz zu gering ist, um ein     flim-          merf        reies    Bild zu erzeugen. Man ist daher  bestrebt, die     Bildwechselzahl    für die Fern  sehübertragung zu steigern, indem man jedes  Filmbild wenigstens zweimal abtastet.

   Es  hat sich herausgestellt, dass das gewünschte  Ergebnis erreicht werden kann, wenn bei  einem Zerlegungsvorgang die eine Hälfte der  Zeilen und beim andern Zerlegungsvorgang  die andere Hälfte der Zeilen abgetastet wird       (Zeilensprungverfahren).    Die Zeilen werden    dann bei der Wiedergabe in abwechselnder       Aneinanderreihung    sichtbar. Zuerst     wird    die  erste, dritte, fünfte usw. Zeile abgetastet,  während beim zweiten Zerlegungsvorgang die  zweite, vierte, sechste und die sonstigen     ge-          radzahligen    Zeilen     abgestastet    werden.  



  Wenn Kathodenstrahlröhren     entweder     für die Sendung oder den Empfang oder für  beides     benutzt    werden, hat es sich als vorteil  haft erwiesen, die     Bildwechselfrequenz    der  Frequenz des zur     Verfügung    stehenden  Wechselstromnetzes gleichzumachen.

   Aus  diesem Grunde wird häufig     eine    Bildwechsel  frequenz von 50 in der Sekunde benutzt, wo  eben das     Anschlussnetz    diese Frequenz lie  fert.     In    den Vereinigten Staaten von Nord  amerika dagegen hat sich eine Bildwechsel  frequenz von 60 in der Sekunde     aus    dem glei  chen Grunde     eingeführt.    Das zieht     eine    Reihe  von Schwierigkeiten nach sich. Nach dem  zuerst genannten Verfahren wird der Ton-      film mit einer     Bildwechselzahl    von 25 in der  Sekunde an Stelle von 24 abgetastet, und  bei doppelter     Abtastung    jedes Filmbildes er  gibt sich dann die gewünschte Bildwechsel  frequenz von 50 in der Sekunde.

   Nach dem  amerikanischen System stehen jedoch die       Filmbildfrequenz    und die     Bildwechselfre-          quenz    für die Fernsehübertragung in keinem       ganzzahligen    Verhältnis. Die     Bildwechsel-          frequenz    ist hierbei das     21/2fache    der Film  bildfrequenz.  



  Es sind Versuche gemacht worden, den  Film ruckweise in ungleichmässigen Inter  vallen zu führen, wobei ein Filmbild drei  mal, das nächste zweimal abgetastet wird.  Hierbei ist die Abnutzung des Filmes aber  beträchtlich, insbesondere bezüglich der Füh  rungslöcher. Es ist ausserdem schwierig, den  Einfluss der     ruckweisen    Bewegung des Fil  mes an der     Tonabnahmestelle,    die eine kon  tinuierliche     Filmbewegung    verlangt, zu be  seitigen.  



  Das Wesen der Erfindung besteht nun  darin, dass der Film kontinuierlich abläuft  und dass jedes Filmbild durch optische Mit  tel, beispielsweise eine     Prismenanordnung,     auf mehrere optische Bilder, die sich teil  weise überdecken, vervielfacht wird, von  denen     jeweils    nur     eines    .zur     Zerlegung        frei-          gegeben        wird.     



  Die Einrichtung zur Durchführung des  Verfahrens bietet keine besonders grossen  konstruktiven Schwierigkeiten. Sie kann an  jeden der üblichen     Kinoprojektoren    Verwen  dung finden, bei dem die senkrechte Zerle  gung des Bildes durch die eigentliche Film  bewegung erfolgt.  



  Das Filmbild wird nun auf eine     Zerle-          gervorrichtung    für Fernsehübertragung ge  worfen, die vorzugsweise eine sogenannte       Bildfängerröhre    ist, bei der die einzelnen  Bilder auf der Photokathode erzeugt und  mittels der     Ablenkspulen    über eine Sonde als  Elektronenbild auf die Anode geworfen wer  den.

   Das Bild des kontinuierlich laufenden  Filmbandes, das nun auf die     Photokathode     der     Röhre    fallen soll, wird auf eine Mehr-         heit    von     optischen    Bildern vervielfacht, wo  bei     zweckmässig    jedes dieser optischen Bilder  gegenüber dem andern in Richtungslinie der       Filmbewegung    um die Entfernung versetzt  ist, die die Abbildung des Filmbildes in einer  Periode der     Bildwechselfrequenz        zurücklegt,     und zwar so,     da$    im     Augenblick,    wo der Zer  legungsvorgang beginnt,

   die     Abbildung    eines  Filmbildes immer die gleiche Stellung in  bezug auf die     Zerlegervorrichtung    einnimmt.  Es sind Mittel vorgesehen, um nur eins von  diesen optischen Bildern zur Zerlegung frei  zugeben, während die übrigen zweckmässiger  weise     abgedeckt    werden. Jedes der optischen  Bilder wird nacheinander     abgetastet.     



  Das     erfindungsgemässe        Verfahren    soll an  einigen     Ausführungsbeispielen    anhand der  auf den Zeichnungen dargestellten, zur Aus  führung dieser Beispiele des erfindungsge  mässen Verfahrens     bestimmten    Einrichtungen  erläutert werden.

   Es     zeigt:          Fig.    1 eine     schematische    Darstellung des       Projektors    und der     Zerlegervorrichtung,    das  heisst einer     Bildfängerröhre,          Fig.    2 eine     kurvenmässige    Darstellung des       Bildkippstromes    zur     Erzeugung    des Zeilen  sprungverfahrens,       Fig.    3 einen Schnitt durch die Einrich  tung nach der Linie     3--3    in     Fig.    4 zur Ver  vielfachung des Filmbildes,

         Fig.    4 eine Vorderansicht der Einrich  tung zur     Vervielfachung    des Filmbildes bei  einem Verhältnis der     Bildwechselfrequenz     zur     Filmbildfrequenz    von 2 : 1,       Fig.    5 eine Vorderansicht der Einrichtung  zur Vervielfachung des Filmbildes bei einem  Verhältnis der     Bildwechselfrequenz    zur Film  bildfrequenz von 5 : 2,       Fig.    6 eine schematische     Darstellung    der  Stellung von Filmbild und     Filmfenster    beim  Beginn der     Abtastung    nach dem Verhältnis  von 5 :

   2 und       Fig.    7 die     Blendenscheibe    für die ge  trennte     Abtastung    der     optischen    Bilder nach       Fig.    5.  



  Es soll im folgenden eine Einrichtung  für die Ausübung eines     Ausführungsbeispiels         des erfindungsgemässen Verfahrens anhand  der     Fig.    1 bis 4 erläutert werden, bei dem  das Verhältnis der     Bildwechselfrequenz    zur       Filmbildfrequenz    2 : 1 beträgt. Nach     Fig.    1  wird ein Lichtstrahl von einer geeigneten  Lichtquelle 1 durch eine     gondensorlinse    3  auf den     Film    2- geworfen. Der Film wird  kontinuierlich über das Filmfenster 4 durch       geeignete    und bekannte Mittel geführt.

   So  wird der übliche Filmprojektor     verwendet     unter     Fortlassung    der ruckweisen Trans  portvorrichtung. Das übliche Projektions  objektiv 5 ist so gelagert, dass es ein Bild  des     Filmbildteils    erzeugt, der sich innerhalb  des Filmfensters befindet.  



  Kurz hinter oder vor dem Objektiv 5 lie  gen zwei     keilförmig        gestaltete    Prismen 6 und  6', wobei jedes Prisma eine Hälfte der Lin  senöffnung     beansprucht.    Eines der Prismen 6  liegt mit seinem dickeren     .Teil    nach oben,  während das andere Prisma 6'     mit    dem  dickeren Teil nach unten liegt.

   Diese     Pris-          menanordnung    erzeugt vom     Filmbild    zwei  gleiche optische Bilder, wobei     dasjenige     Bild, das durch die hinter dem Prisma 6 be  findliche Linsenhälfte     entworfen    wird, nach  oben verschoben wird, während das Bild, das  durch die andere     hinter    dem Prisma 6' lie  gende     Linsenhälfte    entworfen wird, nach  unten verschoben wird.  



  Eine vorteilhafte Ausführung der     Pris-          menanordnung    ist in den     Fig.    3 und 4 dar  gestellt. Hier ist eine Tragplatte 7 vorgese  hen mit einer kreisförmigen Öffnung, in wel  che der Führungseinsatz 9 des Tragringes 10  passt. Die Schrauben 11 greifen durch die  Schlitze im     Tragring    10, damit der Ring in  die richtige Winkellage eingestellt und fest  gehalten werden kann, so dass die Ablenkung  der beiden optischen Bilder durch die Pris  men genau in Richtung der     Filmbewegung     stattfinden kann.  



  Die Prismen 6 und 6' stützen sich gegen  Winkelstücke 12. Der Rücken des Keils von  jedem Prisma wird von einem festen Wider  lager 14 getragen, während die brechende       gante    des     Prismas    durch eine federnde Ein-         richtung    15 geführt     wird;    diese     Einrichtung     kann mittels einer Einstellschraube 16 etwas  nach vor- und rückwärts verstellt werden.  Durch Einstellen dieser Schrauben 16 kann  der Winkel eines jeden Prismas zur optischen  Achse der Linse     etwas    verstellt werden. Die  Einstellung kann so vorgenommen werden,  dass sich die beiden     optischen    Bilder im we  sentlichen um eine halbe Bildhöhe überlap  pen.

   Wie     spärter    dargelegt     wird,    kann dieses  Überlappen entweder um eine halbe     Bildhöhe     oder um eine halbe Bildhöhe plus oder minus  der Breite einer Bildzeile geschehen.  



  Die     Zerlegevorrichtung,    das heisst die       Bildfängerröhre    20, ist so gelagert, dass ihre  Photokathode 21 sich     in    der Ebene der       projizierten    Bilder befindet.

   Es erreicht aber  immer nur gleichzeitig ein einziges optisches  Bild die Kathode, während das andere durch  eine rotierende     Blendenscheibe    22 abgedeckt  wird, die     unmittelbar    vor oder hinter der       Prismenanordnung    angeordnet sein     kann.     Diese Scheibe wird in derselben Weise an  getrieben,     wie    die     Blendenscheibe    des übli  chen Projektors mit     ruckweiser    Filmbewe  gung. Sie vollführt eine Drehung     in    der Zeit,  die der Film braucht, um eine     Filmbildhöhe     zu durchlaufen.

   Die     Blendenscheibe    22 be  sitzt zwei     halbkreisbogenförmige        Öffnungen     24 und 24'. Die Öffnung 24 dient zur Frei  gabe des Prismas 6, wobei Prisma 6' abge  deckt ist. Die     Öffnung    24' dient zur Frei  gabe des Prismas 6', wobei Prisma 6 abge  deckt ist. Die bei der     Belichtung    der Photo  kathode 21 durch das optische Bild erzeugten  Photoelektronen werden durch eine in der  Zeichnung nicht dargestellte,     magnetische     Linse in die Ebene der     Anodensonde    25 als  Elektronenbild geworfen. Dieses Elektronen  Bild wird magnetisch nach zwei Richtungen  abgelenkt.

   Zur waagrechten Ablenkung dient  die     Spule    26, die mit dem     Zeilenkippstrom     des     Hochfrequenzsägezahngenerators    27 be  schickt wird; zur senkrechten Ablenkung  dient die Spule 29 und der     Niederfrequenz-          sägezahngenerator    30.     Mittels    dieser Ab  lenkungen wird das Elektronenbild über     eine          Zerlegeröffnung    der Anode 25 geführt. Der      gemäss den einzelnen Bildhelligkeiten schwan  kende Bildstrom erzeugt an einem im Ano  denkreis liegenden Widerstand 31 Spannungs  schwankungen, die durch den Bildverstärker  32 verstärkt werden.  



  Es besteht ein wesentlicher Unterschied  dieser Einrichtung gegenüber den bekannten  darin, dass die Amplitude der durch das  Kippgerät 30     erzeugten    niederfrequenten       Sägezahnschwingungen    nur halb so gross     ist     wie diejenige. welche sonst die Abbildung des  Filmbildes über die     Zerlegeröffnung    ablenkt.  Die restliche     Ablenkbewegung        wird    bei der  jetzigen Einrichtung durch die Filmbewe  gung selbst hervorgerufen.  



  Die Wirkungsweise ist folgende:  Wenn man annimmt, dass der Zerlegungs  vorgang beginnt, wenn ein Filmbild genau  zur Hälfte bis zur Stelle A über das Bild  fenster geführt ist, dann hat die Blenden  seheibe das Prisma 6 gerade freigegeben.  Die Elektronen werden von der Kathode 21  ausgehend nach unten maximal abgelenkt, so  dass die oberste Zeile des Elektronenbildes  abgetastet wird. Die Abbildung des     Filmbildes     wandert nun über die Kathode 21. Gleich  zeitig werden die Elektronen, die das elek  trische Bild darstellen, nach oben abgelenkt.

    In der Zeit, in der das Filmbild bis zur Stelle  B,     bezw.    das erste optische Bild bis zur  Stelle B' vorgerückt ist, werden die Elek  tronen nach oben maximal abgelenkt, und  das Elektronenbild der untersten Zeile des  optischen Bildes fällt auf die     Zerlegeröff-          nung.    Die Geschwindigkeit der Ablenkung  des Elektronenbildes tritt auf diese Weise  zur Geschwindigkeit der Bewegung des op  tischen Bildes hinzu. Dies hat zur Folge,  dass das ganze Filmbild in der Zeit zerlegt  wird, in welcher der Film um eine halbe       Filmbildhöhe        vorwärtsbewegt    worden ist.  



  In diesem Augenblick verdeckt die Blende  22 das Prisma 6 und gibt das Prisma 6'  frei. Das zweite optische Bild des Filmbildes  ist unterdessen bis zur Stelle A' vorgerückt.  Der Wechsel zwischen den einzelnen Prismen  geschieht während der     Rückführzeit    des Zer-         legungsstromes.    Dasselbe Filmbild wird nun  zum zweiten Mal zerlegt, während es die  andere Hälfte der Bildhöhe durch das Bild  fenster führt. Dadurch wird das folgende  Filmbild in die zuerst beschriebene Lage ge  bracht, und der Vorgang wiederholt sich.  



  Während des ganzen Vorganges wird das  Elektronenbild seitlich durch das     Hochfre-          quenzkippschwingungsgerät    27 und die Spule  26 hin und her abgelenkt. Wenn die zwei  sich überlappenden, optischen Bilder genau  um eine halbe Bildhöhe versetzt sind, und  das     Kippschwingungsgerät    27 eine ungerade  Zahl von     Schwingungen    während einer Film  bildperiode erzeugt, fallen die Zeilen, die bei  jeder Zerlegung     abgetastet    werden, selbst  tätig halbwegs zwischen die vorher abge  tasteten Zeilen, so dass das     ungeradzahlige          Zeilensprungverfahren    erreicht ist.  



  Aus verschiedenen Gründen ist es er  wünscht, eine gerade Zeilenzahl für eine       Filmbildperiode    zu benutzen. Hierbei gibt es  zwei Wege, um das     geradzahlige        Zeilen-          sprungverfahren    zur Anwendung zu bringen.  Einer von ihnen besteht darin. die     Prismen     6 und 6' so     einzustellen,    dass die beiden op  tischen Bilder sich um eine halbe Bildhöhe  plus oder minus dem halben Abstand zwi  schen zwei aufeinanderfolgenden Zeilen eines  Zerlegungsvorganges überlappen, das heisst  plus oder     minus    der Breite einer Bildzeile.

    Der andere Weg besteht darin, dass sich die  Bilder genau um eine halbe Bildhöhe über  lappen, und     dass,    man in die     Ablenkspule    für  die senkrechte Ablenkung eine weitere Säge  zahnschwingung einführt, deren Frequenz die  Hälfte der niederfrequenten     Sägezahnschwin-          gung    für die     Vertikalverschiebung    ist und  deren Amplitude so bemessen     ist,    dass das  Elektronenbild um die     Hälfte    der Entfer  nung zwischen den     einzelnen    Zerlegungs  zeilen abgelenkt wird.

   In diesem Falle ent  spricht die     resultierende        Sägezahnschwingung     in der Spule 29 der Form, wie sie in     Fig.    2  dargestellt ist. Hier bedeutet die gestrichelte  Kurve 34 die überlagerte halbfrequente  Komponente und die     ausgezogene    Linie 36      der     resultierende        Zerlegerstrom.    In diesem  besonderen Falle     ist    die zugeführte Frequenz  gleich der     Filmbildfrequenz.     



  Dieselben Prinzipien für das richtige Ar  beiten der     Einrichtung    werden angewendet  im Falle, dass eine     Filmbildfrequenz    von 24  Bildern in der Sekunde für den Film und  eine     Bildwechselfrequenz    von 60 Bildern in  der Sekunde für die Fernsehübertragung be  nutzt werden. Der     Prismenträger    40     (Fig.    5)  ist dem vorher beschriebenen sehr ähnlich,  nur trägt er fünf Prismen 41 bis 45 anstatt  zwei. Diese Prismen sind von verschiedener  Breite, damit     die    am     äussern        Rande    der Linse  eine gleiche Lichtmenge     hindurchlassen,    wie  die in der Mitte der Linse befindlichen.

   Mit  andern Worten, jedem Prisma entspricht eine  gleiche Zone der Linsenöffnung.  



  Die     Blendenscheibe    46 ist ähnlich ge  lagert wie die Scheibe 22 der     Fig.    1. Sie  unterscheidet sich von der Scheibe 22 da  durch, dass sie fünf     Schlitze    trägt, die mit 48  bis 52 bezeichnet sind. Jeder dieser Schlitze  umfasst 72   des Kreisbogens und ist von ge  nügender Breite, um das zu ihm gehörige  Prisma aus der Reihe der fünf Prismen 41  bis 45 freizugeben und die andern abzu  decken. Es ist erwünscht, dass die Blenden  scheibe einen so grossen Durchmesser erhält,  wie es in mechanischer Hinsicht überhaupt  möglich ist.

   Zunächst muss die Krümmung  der Schlitze so     klein    als möglich     sein,    damit  jeder Schlitz das zu ihm gehörige Prisma  vollständig freigeben und das anliegende  Prisma vollständig verdecken kann. Dann  muss der Übergang von einem Schlitz zum  nächsten     in    einem genügend kleinen Zeitab  schnitt der     Bildwechselsehwingung    erfolgen,  um diesen Übergang allein auf die     Rückführ-          zeit    zu beschränken. Auch können die Pris  men selbst seitlich etwas gekrümmt gestaltet  werden, um sich der     Krümmung    der Schlitze  anzupassen.  



  Die     Art,,    wie die Schlitze     um    die     Blen-          denscheibe    herum angeordnet sind, ist nicht  wesentlich, da die Prismen natürlich so an  geordnet werden können,     dass    sie jeder ge-         wünschten        Schlitzanordnung        entsprechen.    Die  dargestellte Schlitzanordnung     ist    aus rein  mechanischen Gründen gewählt;

   denn wenn  man die Prismen in nicht     aneinander    schlie  ssender Reihenfolge freigibt, kann     zwischen     den Enden der     aneinander    grenzenden  Schlitze ein kleines     Stück    Scheibenfläche ge  lassen werden. Man braucht dann keine be  sonderen Sprossen, um den äussern Rand der       Blendenscheibe    zu     stützen.    Die Scheibe kann  also im Ganzen als Metallscheibe gestanzt  werden.  



  Das Bildfenster 4     (Fig.    6) wird um     l/6     länger gemacht, als die     Filmbildhöhe    beträgt.  Da die     Filmbildfrequenz        \/6    der Bildwechsel  frequenz beträgt, so bewegt sich der Film  und seine Abbildung um     '/5    der Bildhöhe wäh  rend eines Ganges der     Bildwechselfrequenz.     Die     Zerlegevorrichtung    muss daher so einge  stellt sein, dass sie das Elektronenbild über  den verbleibenden Rest eines Filmbildes, näm  lich um     %    desselben, bewegt.  



  Nun muss ein vollständiges     Filmbild    bei  jedem Gang der     Bildwechselfrequenz    zerlegt  werden. Daraus folgt, dass beim Beginn des  Zerlegungsvorganges für jedes     Filmbild     dieses wenigstens um     %    der Bildhöhe     in    das  Bildfenster vorgerückt sein     muss,    da unter  diesen Umständen das Filmbild vollständig  durch das- Bildfenster am Ende dieses be  sonderen     Bildwechselfrequenzganges    freige  geben wird. Jede geringere     Vorschiebung    des  Filmbildes beim Beginn der Zerlegung würde  Teile des     Filmbildes    abschneiden.  



  Es sei beispielsweise angenommen, dass  der Schlitz 48 das Prisma 41 in dem Augen  blick freigibt,     wenn    das erste Filmbild sich  um     3J6        seiner    Höhe     in    das Bildfenster bewegt  hat, das heisst, wenn die Vorderkante des  Bildes die in     Fig.    6 durch die Linie A ge  kennzeichnete Stellung erreicht hat. Das  Prisma 41 ist so eingestellt, dass es die Ab  bildung des Filmbildes in seiner     Bewegungs-          richtung    um     \/5    der     Bildhöhe    verschiebt.

   Das  Zusammenwirken von     Filmbewegung    und       Ablenkung    des Elektronenbildes vervoll  ständigen die Zerlegung des Filmbildes     in    der      gleichen Weise wie in dem vorher behandel  ten Beispiel. Am Schluss des Zerlegungs  vorganges wird das Prisma 41 abgedeckt,  und das Prisma 42 wird durch den Schlitz  49 freigegeben. In dieser Zeit ist die Vorder  kante des Filmbildes bis zur Stellung der  Linie     B    in     Fig.    6 vorgerückt. Das Prisma 42  ist so eingestellt, dass es überhaupt keine Ver  schiebung des Bildes vornimmt. Es kann  beispielsweise eine     planparallelle    Glasplatte  sein.  



  Am Ende des zweiten Zerlegungsvor  ganges ist das Prisma. 42 abgedeckt und das  Prisma 43 durch den Schlitz 50 freigegeben.  Bei dieser Zerlegung ist zu Beginn die Vor  derkante des Filmbildes bis zu der Lage der  Linie C, das heisst bis zum Ende des Bild  fensters vorgerückt. Das Prisma 43 verschiebt  das Bild um     rsJ5    der Bildhöhe entgegenge  setzt der Bewegungsrichtung des Bildes, wo  es dann ein drittes Mal unter gleichen Bedin  gungen abgetastet wird. Wenn dieser Zerle  gungsvorgang vollendet ist, haben die vor  dere     gante    des folgenden Filmbildes und die  hintere Kante des     ersten    Filmbildes die Lage  der Linie D erreicht. Jetzt sind     4;\5    des zwei  ten Filmbildes freigegeben.

   Das Prisma 43  ist verdeckt, da der Schlitz 51 das Prisma 44  freigibt, welches das Abbild des zweiten  Filmbildes um     1/5    der Bildhöhe in der Bewe  gungsrichtung des Bildes verschiebt. Dadurch       nvird    die Abbildung in dieselbe Lage ge  bracht. die auch die Abbildung des ersten  Filmbildes bei der vorhergehenden Zerlegung  einnahm. Wenn der Zerlegungsvorgang be  endet ist, hat die Vorderkante des zweiten  Filmbildes die Lage erreicht, die durch die  Linie E gekennzeichnet ist. Schlitz 52 gibt  dann das Prisma 45 frei, welches die Abbil  dung um     1/"    der Bildhöhe für die letzte Zer  legung entgegengesetzt der Bildbewegung  verschiebt. Die Zerlegung geht dann in der  selben Weise weiter für sämtliche folgenden  Filmbilder.

   Jedes ungerade Filmbild wird  dreimal und jedes gerade Filmbild zweimal  zerlegt.  



  Das Verhältnis der     Bildwechselfrequeuz     und der     Bildzahlfrequenz    für den Film kann    auch beispielsweise 3 : 2, 5 : 3 oder 3 : 1 sein.  Bei diesen     Ausführungsbeispielen    sind ent  sprechend den     Verhältnissen    die Blenden  scheibe und die     Prismenanordnung    abzu  ändern. Im wesentlichen sind aber die Prin  zipien dieselben. Wenn das Verhältnis 2 : 1  gewählt wird, kann auch eines der beiden  Prismen fortfallen und das andere in einem  solchen Winkel angeordnet sein, durch den  die Verschiebung, die jedes von den früheren  Prismen vornimmt, doppelt zur Wirkung  kommt.  



  Die Mindesthöhe des     Bildfensters    ist für  jedes der angegebenen Beispiele verschieden.  Für das Verhältnis 2 : 1 ist die Höhe des  Bildfensters gleich der Bildhöhe. Für das  Verhältnis 5:2 muss die Höhe des Bild  fensters wenigstens     1'J5    mal so gross sein wie  die Bildhöhe.  



  Die Mindesthöhe des Bildfensters ist ge  geben durch die Gleichung    <I>L - f [1</I>     -f-    (s -2)<I>p],</I>    wobei<I>f</I> die     Filmbildhöhe,   <I>s</I> die Höchstzahl  der     Abtastungen    für das Filmbild und p den  Teil der Bildhöhe bedeutet, durch den sich  der Film während eines Zerlegungsvorganges  fortbewegt.  



  An Stelle der     Bildfängerröhren    können  natürlich auch mechanische     Zerlegereinricli-          tungen    Verwendung finden, beispielsweise  eine     Nipkowscheibe,    bei der die Steigung der  Spirale mit den     Zerlegeröffnungen    zweckent  sprechend verringert ist, um so eine vermin  derte     Abtasthöhe    längs des Films zu schaf  fen, welche im Zusammenhang mit der Film  bewegung gerade ausreicht,

   um das Filmbild       abzutasten.    Bei Anwendung des     geradzahli-          gen    oder     ungeradzahligen        Zeilensprungver-          fahrens    mit zwei optischen Bildern pro Film  bild muss jeweils die Steigung der Spirale so  bemessen sein, dass die Zeilenfolge des zuletzt  abgetasteten, zweiten optischen Bildes, das  um eine halbe Bildhöhe gegenüber dem     ers    (en  optischen Bild versetzt ist, zwischen die Zei  lenfolge des zuerst     abgetasteten,    ersten op  tischen Bildes zu liegen kommt.

        Das erfindungsgemässe Verfahren kann,  abgesehen vom     Zeilensprungverfahren,    auch  dann verwendet werden,, wenn zur Beseiti  gung des     Flimmerns    bei der Wiedergabe eine  entsprechend hohe Bildzahl für die Ab  tastung zur Verfügung stehen soll.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Abtastung von kontinuier lich laufenden Filmen für Fernsehübertra gungen, bei dem die Bildwechselfrequenz für die Fernsehübertragung grösser ist als die Filmbildfrequenz, dadurch gekennzeichnet, dassi jedes Filmbild durch optische Mittel auf mehrere optische Bilder vervielfacht wird, dis sich teilweise überdecken, und dlass jedes der optischen Bilder nacheinander, wobei je weils nur eines zur Zerlegung freigegeben wird, abgetastet wird. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass jedes optische Bild gegenüber dem andern in der Richtungs linie der Filmbewegung um die Entfer nung versetzt ist, die die Abbildung des Filmbildes in einer Periode der Bild wechselfrequenz zurücklegt, und zwar so, dass im Augenblick, wo der Zerlegungs vorgang beginnt, die Abbildung eines Filmbildes immer die gleiche Stellung in bezug auf die Zerlegervorrichtung ein nimmt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Filmbild auf zwei optische Bilder vervielfacht wird, so dass das Verhältnis der Bildwechsel frequenz zur Filmbildwechselfrequenz 2 : 1 beträgt. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die beiden optischen Bilder um eine halbe Bildhöhe gegeneinander versetzt sind. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dassi zur Bildzerlegung eine Bildfänger röhre verwendet wird, und die Ampli- tude für die Vertikalablenkung des Elek tronenbildes halb so gross ist, wie die für einen Bildzerlegungsvorgang bei stehen dem Filmbild erforderliche Amplitude, wobei die restliche Ablenkbewegung durch', die Filmbewegung selbst hervor gerufen wird. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 bis 4, dadurch gekenn zeichnet, dass die Zeilenzahl pro Film bildperiode ungerade ist, so dass das un- geradzahlige Zeilensprungverfahren er reicht ist. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 bis 4, dadurch gekenn zeichnet, dass die Zeilenzahl pro Film bildperiode gerade ist, und dass zur Er reichung des geradzahligen Zeilensprung- verfahrens in die Ablenkspule für die Vertikalablenkung eine weitere Säge zahnschwingung eingeführt wird, deren Frequenz die Hälfte der niederfrequenten Vertikalkippschwingüng ist, und deren Amplitude so bemessen ist, dass das Elek tronenbild um die Hälfte der Entfer nung zwischen zwei aufeinanderfolgen den Zerlegungszeilen eines Abtastvor- ganges abgelenkt wird. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 2 und 4, dadurch gekenn zeichnet, dassl die Zeilenzahl pro Film bildperiode gerade ist, und dass zur Errei chung des geradzahligen Zeilensprung- verfahrens die beiden optischen Bilder um eine halbe Bildhöhe plus oder minus dem halben Abstand zweier aufeinander folgender Zerlegungszeilen eines Abtast- vorganges gegeneinander versetzt sind. B.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass zur Bildzerlegung eine Nip- kowscheibe verwendet wird, wobei zur Erreichung eines ungeradzahligen Zeilen- sprungverfahrens die Steigung der Spi rale so bemessen ist, dass im Zusammen hang mit der Filmbewegung die Zeilen folge des zuletzt abgetasteten zweiten op tischen Bildes zwischen die Zeilenfolge des zuerst abgetasteten ersten optischen Bildes zu liegen kommt. 9.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass zur Bildzerlegung eine Nip- kowscheibe verwendet wird, wobei zur Erreichung eines geradzahligen Zeilen sprungverfahrens die Steigung der Spi rale so bemessen ist. dass im Zusammen hang mit der Filmbewegung die Zeilen folge des zuletzt abgetasteten, zweiten optischen Bildes zwischen die Zeilen folge des zuerst abgetasteten, ersten op tischen Bildes zu liegen kommt. 10. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass aufeinanderfolgende Filmbilder auf eine voneinander verschie dene Anzahl von optischen Bildern ver vielfacht werden. 11.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet. dass die optischen Mittel zur Vervielfachung des Filmbildes auf mehrere optische Bilder aus einer Pris- menanordnung und einem Abbildungs objektiv bestehen, die nahe aneinander angeordnet sind. 12. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Prismenanordnung in Blickrich tung gegen die Lichtquelle kurz vor dem Abbildungsobjektiv angeordnet ist. 13. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Prismenanordnung in Blickrich tung gegen die Lichtquelle kurz hinter dem Abbildungsobjektiv angeordnet ist. 14.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Prismen derart auf einer Trag platte gelagert sind, dass das optische Bild sowohl in bezug auf die Richtung der Filmbewegung als auch in bezug auf die optische Achse des Abbildungs objektives einstellbar sind. 15. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 11 und 14, dadurch ge kennzeichnet, dass die Objektivöffnung durch die Prismenanordnung in soviel Zonen gleicher Lichtstärke geteilt wird, wie vervielfachte Bilder geschaffen wer den sollen. 16.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 11, 14 und 15, dadurch ge kennzeichnet, dass die dem Rande der Ob jektivöffnung zugeordneten Prismen brei ter sind als die der Mitte der Objektiv öffnung zugeordneten. 17. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 10, 11, 14, 15 und 16, da durch gekennzeichnet, dass bei einer Ver vielfachung aufeinanderfolgender Film bilder auf eine voneinander verschiedene Zahl von optischen Bildern soviel Pris men angeordnet sind, wie die Summe der voneinander verschiedenen Bilderzahlen beträgt. 18.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un- teransprüchen 11, 14, 15 und 16, dadurch gekennzeichnet, dass unmittelbar an die Prismenanordnung eine Blendenscheibe angeordnet ist, die jeweils nur ein Prisma freigibt. 19. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 11, 14, 15, 16 und 18, da durch gekennzeichnet, dass die Blenden scheibe in Blickrichtung gegen die Licht quelle kurz hinter der Prismenanordnung angeordnet ist. 20.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 11, 14, 15, 16 und 18, da durch gekennzeichnet, das die Blenden scheibe in Blickrichtung gegen die Licht quelle kurz vor der Prismenanordnung angeordnet ist. 21. Verfahren nach Patentanspruch und Un- teransprüchen 11, 14, 15, 16 und 18, da durch gekennzeichnet, dass die Blenden scheibe so viele Schlitzöffnungen enthält, wie Prismen vorhanden sind. 22.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 11, 14, 15, 16, 18 und 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Breiten der Schlitzöffnungen der Blendenscheibe entsprechend den verschiedenen Breiten der zugehörigen Prismen gestaltet sind. <B>2</B>3. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 11, 14, 15, 16, 18, 21 und 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Prismen entsprechend den zugehörigen Schlitzöffnungen der Blendenscheibe ge krümmt gestaltet sind. 24.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mindesthöhe des Bildfensters dem Verhältnis von Bildwechselfrequenz und Filmbildwechselfrequenz angepasst wird.
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