CH199341A - Signalanlage für Hotels, Krankenhäuser und dergl. - Google Patents

Signalanlage für Hotels, Krankenhäuser und dergl.

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CH199341A
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  Signalanlage für Hotels, Krankenhäuser und     dergl.       Die nachstehend beschriebene     Erfindung     bezieht sich auf Signalanlagen für Hotels,       Krankenhäuser    und     dergl.    zum Rufen von  Personen, vorzugsweise mittels optischer Sig  nale.

   Derartige Einrichtungen werden zum  Beispiel in     Krankenhäusern    zum Herbeirufen  des Pflegepersonals durch     .die    Patienten ver  wendet, müssen aber zweckmässig noch durch  eine Rufeinrichtung ergänzt werden, die es       ,dem        Pflegepersonal        gestattet,    'bei dringend       benötigter    Hilfe von sich aus ebenfalls einen  Lichtruf einzuschalten, wobei dieser, zum  Beispiel als Notruf bezeichneter Ruf, als sol  cher dem     übrigen    Personal erkennbar sein       muss'.     



  Durch die     Erfindung    kann erreicht wer  den, dass der Notruf von den gleichen wie für  den normalen Lichtruf     dienenden    Signal  mitteln, wie Zimmerlampen,     Summern    und       dergl.    angezeigt wird.  



  Die Wirkungsweise der Anlage wird an  hand der Zeichnung, die eine beispielsweise    Ausführung der Erfindung zeigt, näher be  schrieben und wirkt wie folgt:  Sämtliche Rufstellen (Räume, Zimmer)  I,     II...    einer Gruppe sind an eine gemein  same     Sammelleitung        lg,        Ir,    In und     1l    ange  schlossen.

   Durch Drücken der Ruftaste     2t     zieht das     Rufstellenrelais    T an und schliesst  seinen,     mit    einer mechanischen Sperrung     k1          versehenen    Kontakt t, so     dasst    -die     ausserhalb     des Raumes     befindliche    Zimmerlampe     ZL     auch nach Abfallen des     Rufstellenrelais    über  den Kontakt t Strom erhält und weiter  leuchtet.

   Über die Zimmerlampe     ZL    sowie  über     einen    Wechselkontakt k2     wird    gleich  zeitig auf die     l1-Ader    der     Sammelleitung     Spannung ;gegeben, wodurch in der     Zentrale     das einer jeden Gruppe zugeordnete Gruppen  relais G anspricht und der Motor     M    des     Ruf-          wiederholers    über den Arbeitskontakt     g3     des Gruppenrelais G eingeschaltet wird.

   Das  Gruppenrelais G legt durch seinen     Wechsel-          köntakt        g1    die     Sammelleitung        lg    an @Span-           nung,    wodurch die Gruppenlampe     GL    sowie  eine an der Rufstelle angeordnete     Quittungs-          lampe        QL    aufleuchten. Diese Anordnung ist  deswegen sehr vorteilhaft, weil die Quit  tungslampe erst ansprechen kann, wenn ein  Ruf auch tatsächlich in der Zentrale an  gelangt und weitergegeben worden ist.

   Durch  einen weiteren     Arbeitskontakt    g2 sowie über  einen, von einem Nocken R des     Rufwieder-          holers    gesteuerten Kontakt r wird     ausserdem     auch auf die     Rufwiederholerleitung    Ir in ge  wissen Zeitabständen Spannung gegeben.  



  Befindet sich die gerufene     (Bedienungs)-          Person    in ihrem Aufenthaltsraum, so erkennt  sie am Aufleuchten der Gruppenlampe     GL,     dass sie gerufen wird und an der im     Gang     befindlichen Zimmerlampe     ZL,    aus welchem  Raum der Ruf erfolgt ist. Sie begibt sich nun  in das betreffende Zimmer und löscht durch  Umlegen eines Schalters, der die     Umschalt-          -vorrichtungen    k2 und k3 beeinflusst, den  Ruf. Dies kann dadurch geschehen,     dass,     die     Bedienungsperson    einen Stöpsel in eine  Klinke einführt.

   Hierdurch wird gleich  zeitig die mechanische Sperrung     k1    des Kon  taktes t unwirksam gemacht, so dass der  Kontakt t in die geöffnete Ruhelage zurück  kehren kann, obgleich der Stöpsel noch in  der Klinke steckt. Eine solche Konstruktion  der Klinken- und     Stöpselanordnung    ist an  sich aus der Fernsprechtechnik als     Anruf-          und        Schlusssignal    bekannt. Sie wirkt derart,  dass trotz gesteckten     Abstellstöpsels    ein  zweites Ansprechen des Relais T erfolgen  kann, wobei der Arbeitskontakt t durch die  Sperrklinke     k1    in der geschlossenen Stellung  festgehalten wird.

   Die Auslösung der Halte  vorrichtung     k1    geschieht ebenfalls beim Ent  fernen des Stöpsels aus der Klinke, so dass  auch der Notruf nach seiner Erledigung beim  Entfernen des Stöpsels aus der Klinke ge  löscht wird. Die Zimmerlampe     ZL    und die       Quittungslampe        QL    erlöschen und der     Ruf-          wiederholer    wird stillgesetzt.

   Durch den  Kontakt k3 des     Abstellschalters    wird ausser  dem der Stromkreis für einen im Zimmer be  findlichen     Summer        Su    vorbereitet, sowie eine  im Gang neben der     Zimmertür    befindliche         Anwesenheitslampe        AL    eingeschaltet, wo  durch im Gang angezeigt wird, dass sich die  Bedienungsperson in dem betreffenden Zim  mer befindet.  



  Befindet sich dagegen die Bedienungs  person nicht in ihrem Aufenthaltsraum, son  dern in einem der     Zimmer    und erfolgt wäh  rend dieser Zeit ein Ruf aus einen andern  Raum, so wird wieder in der bereits be  schriebenen     Weiset    auf die     Rufwiederholer-          leitung        lr    Spannung gegeben, wodurch der  Summ-er     S-u        über    den von der     Bedienungsper-          son        geschlossenen        Kontakt    k3 Strom erhält  und in     beetimmte,,

          Rhythmus        ein        Signal    gibt.  Der Bedienungsperson wird dadurch ange  zeigt,     da3    ein weiterer Ruf vorliegt, so dass  sie sich beeilen oder andere     Massnahmen    er  greifen muss.  



  Benötigt nun die Bedienungsperson, die  nach einem Raum gerufen worden ist, eine  weitere     Person    zur Hilfeleistung, so ruft sie  diese     mittels    der Notrufeinrichtung herbei.  Zu diesem Zwecke     drückt    sie nochmals die  Ruftaste     rt.    Dadurch erhält wieder das Ruf  stellenrelais T Strom, jedoch diesmal über  den in der nichtgezeichneten     Stellung    befind  lichen Kontakt<I>k2,</I> die     Leitung    In,     das    Not  rufrelais N und den vom Nocken     Q    geschlos  senen     Nockenkontakt    q.

   Dadurch leuchtet  wieder die Zimmerlampe     ZL    auf und das  Notrufrelais N spricht an und schliesst durch  seinen Kontakt     n3    den Stromkreis für den       Rufwiederholerantrieb        M.    Da sich der Kon  takt t des     Teilnehmerrelais    wieder mecha  nisch hält,

   wird nun das Notrufrelais durch  die     Steuerung    der mit vielen Nocken     ver-          sehenen        Nockenscheibe        Qi    in rascher     Folge          aus-    und     einschaltet.        Dadurch    beginnt die       Zimmerlampe    im gleichen     Rhythmus    zu     flak-          kern    und ebenso die Gruppenlampe     GL,

      die  über die     Kontakte        gl    und     n1    sowie     über    die       lg-Ader    den     intermittierenden    Strom erhält.

         Ausserdem        wird    noch durch einen     weiteren     Kontakt     n2    auch auf die     Rufwiederholer-          leitung    Ir ein     intermittierender    Strom gege  ben, so dass der     Summer    in demjenigen     Raum,     in dem sich die zweite     Bedienungsperson    auf  hält, in rascher Folge ertönt.

   In dem not-      rufenden Zimmer selbst jedoch schweigt der       Summer,        @da    er durch die     dritte        Kontaktstelle     des     t-Kontaktes    kurzgeschlossen ist. Um     zu     vermeiden,     da3    der über die     Kontakte    k3  und t entstehende     gurzschlussstrom    zu gross  wird, ist     in    diesen Stromweg ein Widerstand  W zwischengeschaltet.  



       Tritt    der Fall ein, dass aus einem Raum  ein Normalruf und gleichzeitig aus einem  andern Raum ein Notruf abgegeben werden,  so leuchtet bei dem Raum, aus dem der nor  male Lichtruf abgegeben wurde, die Ruf  lampe     ZL    ruhig auf, während bei dem     Raum,     aus dem der Notruf erfolgte, die Ruflampe       ZL    flackert.

   Infolge des eingeschalteten Not  rufes erhalten die     dg-Leitung    und die     Ruf-          wiedenholerleitun;g        über        den        n1-        und        den,    n2  Kontakt     intermittierend    Spannung, so dass  die     Gruppenlampe    und die     Quittungslampe    in  dem normalrufenden und im rotrufenden  Raum     flackern.    Dadurch wird dem Bedie  nungspersonal angezeigt.

   dass der Notruf vor  dringlich ist, während die rufende Person  am Flackern der     ,Quittungslampe    erkennt,  dass ein Notruf vorliegt und dass sie sich  daher noch etwas gedulden muss.  



  Diese     Lichtrufanlage,    bei der der normale  Lichtruf und der Notruf durch ein und  dieselbe Zimmerlampe und Gruppenlampe  angezeigt werden, lässt sich auch durch eine       geringe        Schaltungsänderung    für zweifarbi  gen Lichtruf verwenden. Es müssen in die  sem Falle zwei verschiedenfarbige Zimmer  lampen vorhanden sein, die man nunmehr in  die beiden Stromwege zwischen dem Kontakt       k2    sowie der     Zn        und    der     Z1-Ader        anordnet.     Die linke Lampe zeigt dann den normalen,  die rechte, zweckmässig auffällig gefärbte  Lampe den Notruf an.  



  Der     Rufwiederholer    besitzt noch einen  den Motorstromkreis aufrechterhaltenden  Kontakt     rü,    der von einem Nocken     RÜ        be-          tätigt    wird, sobald sich .der     Rufwiederholer    in  Bewegung setzt, und der bewirkt, dass der       Rufwiederholer    stets in seine Ruhelage     zu-          rückkehrt,        umabhängig    davon, wann der nor  male Ruf     oder    der Notruf gelöscht wird.

       Der          Ruf        wiederholer        bleibt    also immer in einer .Stel-         lung    stehen, in der der von dem Nocken     Q     gesteuerte Betätigungskontakt q für das Not  rufrelais N geschlossen ist, so dass dieses bei  Eintreffen     (eines        Notrufes    ansprechen     und     den Motor des     Rufwiederholers    über den Ar  beitskontakt n3 anwerfen kann.

   Weiterhin  ist das Anlaufen aus     einer    bestimmten Stel  lung dann wichtig,     wenn    verschiedene     aku-          stischeSignale    im     Morserhythmus    für ver  schiedene Rufe, z. B, für     Telephonruf,        Fahr-          stuhlruf,    Dienerruf usw. verwendet werden,       um.    eine     Verstümmelung    der Morsesignale zu  vermeiden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Signalanlage für Hotels, Krankenhäuser und dergl. mit einer Einrichtung zur Ab gabe eines von einem ersten, normalen Ruf unterschiedlichen zweiten Rufes, eines so genannten Notrufes, dadurch gekennzeichnet, dass durch Betätigen des Abstellschalters für den ersten Ruf mindestens die für diesen ersten Ruf bestimmten Schaltorgane, nämlich das Rufstellenrelais und die Ruftaste, in einen Stromkreis für den zweiten Ruf gelegt werden. UNTERANSPRüCHE 1.
    Signalanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass an den Ruf stellen Quittungslampen vorgesehen sind, die parallel zu einer mehreren Rufstellen gemeinsamen Gruppenlampe geschaltet sind und daher nur dann. .Strom erhalten,
    wenn ein der Gruppenlampe zugeordnetes Gruppenrelais in der Zentrale angespro- chen und den GruppenUmpenstromkreis durch einen der Kontakte dieses Relais an Spannung gelegt hat.
    2. ,Signalanlage nach Patentanspruch und Unteransprucb 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gruppenlampenstromkreis ausser einem Gruppenrelaiskontakt auch einen in Reihe mit diesem liegenden, Kontakt eines Notrufrelais aufweist, so @dass! das Vorliegen eines Notrufes,
    auch an der Quittungslampe sowohl in normalrufen- den, als, auch im notruf enden, Zimmer er kennbar ist.
    3. Signalanlage nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge- kennzeichnet, dass bei gleichzeitigem Ein treffen eines Normalrufes und eines Not rufes nur letzterer, entsprechend seiner Dringlichkeit, an der Gruppenlampe und den Quittungslampen angezeigt wird,
    und dass die Zimmerlampe des rotrufenden Zimmers während der Dauer des Not- rufes eingeschaltet bleibt.
    Signalanlage nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1, 2 und 3, dadurch ge- kennzeichnet, dass die an den Rufstellen vorhandenen akustischen Signalmittel an einem Stromkreis liegen, der sowohl vom Gruppenrelais, als auch vom Notrufrelais an Spannung gelegt wird, so da.ss auch an den akustischen Signalen; die Art des Rufes erkennbar wird.
    5. Signalanlage nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Rufwiederholer- einrichtung ausser den Steuernocken für die verschiedenen intermittierenden Sig- nalströme noch einen, Nocken besitzt,
    der einen den Antriebsstromkreis des Motors während einer ganzen Umdrehung der Nocken ,geschlossen haltenden Kontakt un- abhängig von der Ruflöschung beeinflu-at,
    so da der Rufwiederholer stets in seine Ruhelage zurücklaufen kann und den Stromkreis für das Notrufrelais zwecks Empfang eines Notrufes vorbereitet. 6.
    Signalanlage nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch gekenn- zeichnet, dass das akustische Signal im rotrufenden Zimmer nicht ausgelöst wird.
CH199341D 1936-08-18 1937-08-13 Signalanlage für Hotels, Krankenhäuser und dergl. CH199341A (de)

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