Sehneidmasehine für Stein, Kohle oder dergl. Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schneidmaschine mit um den Werkzeug träger laufender Schneidkette zur Bearbei tung von Stein, Kohle, Eis, Holz oder dergl. Die bisher bekannten derartigen Maschinen durften nicht stark belastet werden, da sonst der Verschleiss der Schneidkette zu gross war und die Maschinen bei der Bearbeitung von ungleichmässig harten Werkstoffen und sol chen mit unebener Oberfläche sehr stark rüttelten. Auch stellten sich Unregelmässig keiten beim Lauf der Schneidkette, wie z. B.
Ausspringen aus den Führungen usw. ein.
Zweck der Erfindung ist, diese Nachteile zu beseitigen, die Maschine also zur Auf nahme hoher Schnittdrücke auch in stark verschleissend wirkendem Gestein geeignet zu machen und ihr gleichzeitig einen ruhigen Gang zu verleihen.
Die vorliegende Erfindung besteht darin, dass jedes Arbeitsglied der Schneidkette an seinem in bezug auf die Bewegungsrichtung derselben hintern Teil mit mindestens einem Schneidzahn versehen ist, wobei das schnei- dende Trum der Schneidkette auf den am Arbeitsstück abgestützten Maschinenkörper zuläuft und die Schneidkette nach Verlassen der Arbeitsstrecke so geführt ist, dass ein Ausweichen nach der Vorschubrichtung unterbunden ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel des Erfindungsgegenstandes schema tisch dargestellt, und zwar zeigen: Fig. 1 einen teilweisen Vertikalschnitt durch eine Schrämmaschine nach der Linie 1-1 in Fig. 2, Fig. 2 einen Horizontalschnitt durch die gleiche Schrämmaschine nach der Linie 2-2 in Fig. 1, Fig. d ein Lager der Schrämmaschine in Stirnansicht,
Fig. 4 eine Variante der Vorrichtung zum Abstützen des Maschinenkörpers gegen den abzubauenden Berg, Fig. 5 eine andere Abart dieser Vorrich tung, Fig. 6 eine Ausführung der Schneidkette mit Gleitführung in einem Schneidketten- träger, Fig. 7 einen Schnitt durch die Schneid kette nach der Linie<B>7-7</B> in Fig. 6, in grö sserem Massstab, Fig. 8 eine Draufsicht auf einen Teil einer Schneidkette mit Rollenführung und einem Schneidkettenträger,
Fig. 9 einen Querschnitt durch die Schneidkette und den dazugehörigen Schneid kettenträger nach der Linie 9-9 in Fig. 8, Fig. 10, 11 und 12 einen Ausschnitt aus einer Schneidkette mit gekröpften Gliedern in Ansicht von vorne, in Ansicht von hinten, teilweise geschnitten nach der Linie 11-11 in Fig. 12 und im Grundriss, teilweise ge schnitten nach der Linie 12-12 in Fig. 10, Fig. 13 eine Stirnansicht eines Schneid zahnes,
Fig. 14 eine Stirnansicht eines andern Schneidzahnes mit eingezeichnetem Gesamt schnittprofil, Fig. 15 eine Stirnansicht von zwei zu sammengehörigen Aussenzähnen, wobei der eine Zahn nur teilweise gezeichnet ist, Fig. 16 eine Seitenansicht dazu und Fig. 17 eine andere Ausführung der Schneidkette mit grossem Durchgang unter Einwirkung der Schnittdrücke im Aufriss.
Es ist für die Erfindung gleichgültig. ob die Schneidmaschine ähnlich der bekann ten ortsbeweglichen Longw all-Kohleschräm- maschine oder wie eine Einbruchkerb- maschine mit während des Schneidens fest stellbarem Führungsrahmen für den beweg lichen Schrämkettenantrieb oder irgendwie anders ausgebildet ist. Im folgenden ist als Beispiel eine Maschine ähnlich einer Long- wall-Schrämmaschine erläutert.
1 ist der Maschinenkörper, der höhenver stellbar auf einem Gerüst 2 angeordnet, z. B. durch Schraubklemmen 3 festgeklemmt ist. -Am Gerüst sind Laufräder 4 auf Schienen 5 angebracht, so dass der Maschinenkörper zwecks Vorschub beim Schneiden vorwärts bewegt werden kann. Im Maschinenkörper ist der Hauptantriebsmotor M befestigt, der durch Druckgas, Druckflüssigkeit oder Elek- trizität angetrieben wird. Der Motor treibt unmittelbar das Hauptgetriebe 6 und das Vorschubgetriebe 7 an. Auf der Abtriebs welle 8 des Hauptgetriebes 6 ist ein Kegel rad 9 aufgekeilt, das mit einem Kegelrad 10 kämmt.
Die Welle 8 ist in Fig. 2 abgebro chen gezeichnet, um die untern Teile der Ma schine frei zu legen. Das Kegelrad 10 ist verbunden mit dem Antriebskegelrad 11 des Umlaufrädergetriebes mit den Rädern 11, 12, 13 und 14 und zwei Abtriebswellen. Die Wellen der Planetenkegelräder 12 und 13 sind in einer Gabel 15 gelagert, welche ihrer seits starr mit einem Hebel 16 auf der ersten Abtriebswelle (Hohlwelle) verflanscht ist. Am Ende des Hebels 16 ist ein Langloch 25 angebracht, in welchem der Bolzen 26 gleitet, der auf einer Stützstange 27 be festigt ist.
Die Stützstange 27 ist in Lagern 28 und 29 längsbeweglich geführt. die am Körper 1 befestigt sind. Das eine Ende der Stützstange 2 7 trägt die Stützrolle 30, die über die Oberfläche 31 des zu durchschnei denden Werkstückes, z. B. des Gesteins, rollt. Durch Rechtsdrehen des Hebels 16 wird die Stützrolle auf die Gesteinsoberfläche ge drückt.
Die Lager 28 und 29 sind verschieb bar in Schlitzen 28' und 29' des Körpers 1, wodurch die wirksame Länge des Hebels 16 eingestellt und dadurch die übertragene Stützkraft verändert werden kann. Zu diesem Zweck kann das Lager 28, wie in Fig. 3 dargestellt, mit einem Befestigungsflansch 28" versehen sein, der an den Maschinen körper 1 angeschraubt ist.
Die Wirkungsweise wird nicht verändert, wenn die Stützrolle 30 unmittelbar am Hebel 16 gelagert ist.
Das Kegelrad 14 treibt über die zweite Abtriebswelle das Kettentreibrad 17 und da mit die Schneidkette 18 so an, da.ss deren schneidendes Trum auf den Maschinenkörper zuläuft. Die Schneidkette selbst und ihre Führung wird später beschrieben.
Über die Welle 19 des Vorschubgetriebes 7 wird ein dem vorerwähnten Umlaufräder getriebe ähnliches Umlaufgetriebe 20 mit ebenfalls zwei. Abtriebswellen angetrieben. Das Umlaufgetriebe 20 treibt über die eine Abtriebswelle eine Seiltrommel 21 für das Vorschubseil 22 an. Das eine Ende dieses Seils ist an einem Festpunkt 23 angehängt. Durch Drehung der Seiltrommel wird das Vorschubseil 22 aufgewickelt und somit der ganze Schrämmaschinenkörper einschliesslich der Schrämkette gegen den Festpunkt 23 be wegt.
Ein Hebel 24 ist ähnlich wie bei dem ersterwähnten Umlaufgetriebe mit dem Um laufgetriebe 20 über die andere Abtriebswelle verbunden. Er ist ebenfalls mit einem Lang loch 33 versehen und wirkt ebenso auf einen Bolzen 34 einer Stützstange 35 mit Stütz rolle 36. Das Lager 37 kann ebenfalls in einem Schlitz<B>37'</B> verschoben werden. Die Stützstangen 27 und 35 sind entweder in der Schnittfuge der Kette oder paarweise beid seitig derselben angebracht.
Beim Betrieb der Maschine wirken auf den Maschinenkörper die folgenden äussern Kräfte: Der Schnittdruck q, dessen in Schnittrichtung liegende Komponente p gleich der Kettenzugkraft p2 ist und dessen dazu senkrechte Komponente mit z bezeich net ist, die den Druckkräften o und ö der Rollen 30 und 36 entgegengerichteten Stütz- kräfte ö' und ö " und endlich die Seilkraft z'.
Damit der Maschinenkörper im Gleich gewicht ist, müssen die erwähnten Kräfte den folgenden drei Bedingungen genügen: Z=Z' =ö' + ö " und Summe der statischen Momente aller Kräfte in bezug auf eine vertikale Drehachse gleich Null.
Durch die Verwendung von zwei getrenn ten, vorteilhaft durch ein auf der Zeichnung nicht ersichtliches Drahtseil gekoppelten Um laufrädergetrieben, dem einen für den Säge kettenantrieb und die Abstützung, dem an dern für den Vorschub und die Abstützung, wird ermöglicht, die Stützkräfte o" und o<B>...</B> so zu wählen, da.ss sie den zwei letztgenann ten Bedingungen genügen. Hingegen ist bei Verwendung von nur einem Umlaufräder getriebe für beide Antriebe ein vollkommener Ausgleich nicht möglich.
Wenn der gegenseitige Abstand der Kraftlinien der Kräfte z und z' klein ist, kann unter Umständen auf das Umlaufräder- getriebe 20, den Hebel 24 und die Stütz stange 35 mit Rolle 36 verzichtet werden.
Sind die Verhältnisse so gewählt, dass die äussern Kräfte im Gleichgewicht sind, so bleibt der Maschinenkörper mit dem Motor im Betrieb absolut ruhig. Die Schienen 5, auf denen der Maschinenkörper läuft, brau chen nicht verankert oder gegen die Gesteins wand abgestützt zu sein. Die Rollen 30 und 36 folgen allen Erhebungen und Vertiefun gen der Gesteinsoberfläche, ohne den Ma schinenkörper seitlich zu verschieben und ohne ihn zu erschüttern. Dabei ist weiter von Vorteil, dass mit der gleichen Säge- bezw. Schrämkette und Sägekettenführung Schnitte von beliebiger Tiefe ausgeführt werden kön nen.
Die Maschine wird im gewünschten Ab stand von @d-er Gesteinsoberfläche aufgestellt. Die Stützstangen stellen sich von selbst auf den notwendigen Abstand ein.
Anstatt mechanische Kräfte zur Einstel lung der Stützstangen 27 und 35 zu verwen den, kann man auch elektrische Kräfte oder die Kräfte von Druckgas und Druckflüssig keit heranziehen. Wichtig ist dabei, dass die auf die Stützstangen ausgeübten Kräfte ebenfalls abhängig sind von der Kettenzug kraft bezw. der Vorschubkraft.
Ein Ausführungsbeispiel mit elektrischer Steuerung ist in Fig. 4 dargestellt. Hier ist 38 der Elektromotor für den Antrieb der Sägekette. Im elektrischen Stromkreis des Motors liegt eine Spule 39.
Wenn viel Kraft gebraucht wird, das heisst bei grossem Schnittwiderstand, wird der Spulenkern 40 stark nach oben gezogen und bewegt den Winkelhebel 41, dessen einer Arm mit dem Spulenkern verbunden ist, im Uhrzeigersinn. Die Stützstange 42 ist mit dem andern Arm des Winkelhebels 41 verbunden und trägt eine Rolle 43, die, wie oben beschrieben, auf die Gesteinsoberfläche 31 drückt. Die Spule wirkt gegen die Zugkraft der Feder 44.
Falls ein Gas- oder Flüssigkeitsmotor für den Antrieb der Schrämmaschine ver- endet wird, ist die durchströmende Flüs sigkeitsmenge abhängig von der Belastung hezw. dem Schnittwiderstand der Maschine. Ein Ausführungsbeispiel hierfür ist in Fig. 5 dargestellt. Hierin stellt 45 den Motor der Maschine dar. Ein Venturirohr 46 ist ent weder im Zu- oder Abflussrohr des Motors eingeschaltet.
Die Drosselstelle des Venturi- rohres ist, mit dem einen Ende des Zylin ders 4 7 verbunden und das zweite Ende des Venturirohres mit dem andern Zylinderende. Im Zylinder spielt ein Kolben 48, mit dem die Stützstange 49 mit Rolle 50 verbunden ist. Bei grosser Belastung, das heisst bei gro ssem Schnittwiderstand der Maschine ist der Unterschied der Drücke zwischen den beiden Seiten des Kolbens gross und die Stützstange mit Rolle wird mit entsprechend grosser Kraft gegen die Gesteinsoberfläche 31 gedrückt.
Die Sehneidkette selbst ist so ausgeführt, dass jedes Arbeitsglied mindestens einen Sehneidzabn trägt, der in bezug auf die Be- wegungsrichtung der Kette auf der hintern Gliedhälfte angeordnet ist. damit sich der Schnittdruck gleichmässig auf alle Ketten- 0 01 ieder verteilt.
Fig. 6 und 7 zeigen eine Sägekette, von der alle Glieder Arbeitsglieder sind und jedes zweite Glied den innern Längskanten ent lang beidseitig Führungsleisten 52 hat, die in durchgehenden Nuten im Kettenträger 51 "leiten. Die Sägekette ist. daher quer zu ihrer Laufriehtung allseitig geführt. Sie weist zwei Arten von Gliedern auf. Die einen Glieder bestehen aus zwei zur Mittelebene der Kette symmetrischen Aussenlaschen 54 und 55, die am hintern Ende den Schneid zahn 56 tragen. Vor diesem Schneidzahn ist eine Aussparung 437 für den Sägeschutt und wiederum davor sind auswechselbare Profil rollen 58 und 59 vorhanden.
Die Kontur dieser Profilrollen schmiegt sich dem Ge- samtsehnittprofil in der Weise an, dass jede Rolle im Profil von dem Sägezahn überdeckt wird, vor dem sie angeordnet ist. Die Profil rollen stehen um die grösstzulässige Schnitt- tiefe gegen den Sägezahn zurück. Eine Über- lastung der Sägezähne ist dadurch ausge schlossen.
Die andern Glieder sind als einteilige Innenlasche 61 ausgebildet, die zwischen den Aussenlaschen 54 und 55 der andern Glieder angeordnet ist. Die Innenlasche 61 trägt ebenfalls am hintern Ende den Schneidzahn 60, vor dem ebenfalls ein Zwischenraum und dann ein profilierter Vorsprung 60' angeord net ist, durch den der Zahn 60 vor Über lastung geschützt wird.
Anstatt die Sägekette in ihrer Führung gleiten zu lassen, ist es insbesondere bei stark verschleissend wirkendem Gestein vor zuziehen, sie rollend zu führen. Eine solche Kette ist in Fig. 8 und 9 dargestellt. Die Innenglieder weisen Innenlaschen 62 und 63 und die Aussenglieder Aussenlaschen 64 und 65 auf. Bolzen 66 verbinden die Innen- und Aussenglieder gelenkig miteinander und tra gen Laufrollen 67, die in von gegeneinander offenen Nuten 68 und 69 der Kettenführun; gebildeten Laufbahnen rollen.
Die Oberteile 64' und 65' der Aussenlaschen, welche zweck mässig durch Schweissen verbunden sind, bil den eine Öffnung zum Einsetzen der Schäfte der Schneidzahnhalter. Auf die Innenglieder ist ein kräftiger Stift 70 aufgesetzt. auf dem die Schneidenhalter 71 und 72 leicht ab nehmbar befestigt sind.
Anstatt die Sägekette auf ihrem ganzen Weg straff zu führen, kann man sie auf ihrer Arbeitsstrecke bloss durch Führungs räder führen und abstützen, wie es in Fig. 1 und 2 gezeigt ist. Dabei sind zwei Arten von Führungsrädern verwendet: Die gezahn- ten Einfachscheibenräder 73 und die Doppel scheibenräder 74.
Die Doppelscheibenräder überdecken die gezahnten Einfachscheiben räder zum Teil, wodurch der Achsabstand kleiner als der Raddurchmesser wird. Beide Räder sind in den Deckflächen der Ketten führung 75 gelagert.
Die Kette nach Fig. 10 bis 14 ist beson ders für schmale Schnitte, geeignet, kann also auch zum Schneiden von Metall verwen det werden. Es ist nur eine Gliederart vor handen. Das Kettenglied ist aus zwei sym- metrisch zur Mittelebene der Kette gekröpf ten Laschen 78 zusammengebaut, die wieder um starr miteinander verbunden sind. Der vordere Teil der Laschen ist einwärts ge bogen und bildet einen Innengliedteil, wäh rend der hintere Teil der Laschen auswärts gebogen .ist und als Aussengliedteil dient.
Der Zwischenraum zwischen den rechten und linken Laschen der ineinander gefügten Glieder ist vom vordern Gliedbolzen 76 bis zum hintern Gliedbolzen 77 gleichmässig gross gehalten, um den Gliedern guten seitlichen Halt an den Zähnen der Führungsräder 73 zu geben. Aussen am Innenteil sind die La schen mit einer Deckleiste 79 ausgerüstet. Diese Deckleisten bilden zusammen eine durchgehende Decke, die verhindert, dass Steinmehl in das Innere der Sägekette dringt. An der Seite der Laschen sind in ähnlicher Weise Leisten 91 angebracht, die die Glie der an dieser Stelle nahezu so breit wie die Schnittfuge machen.
Dadurch ist das Ein dringen des Steinstaubes in die Zwischen räume zwischen Sägekette und Sägeketten führung 75 verhindert. Diese Leisten 91 be ginnen an jedem Glied mit einer konkaven Rundung, die sich dicht an das konvex ge rundete Hinterende des vorangehenden Glie des anschmiegt. Bilden zwei aufeinander folgende Glieder einen Winkel untereinander, wie beim Lauf über ein Umlenkrad, so kann auch hier wegen der geschlossenen Bauart 'der Kette kein Sägeschutt zwischen den Glie dern selbst und zwischen den Gliedern und der Schnittfugenwandung durchdringen.
Das gleiche wird erreicht, wenn die Länge der Laschen gleich der doppelten Länge der Kettenteilung ist und die Laschenenden ent sprechend gerundet sind.
Die Glieder tragen hinten einen Aufbau, der eine Öffnung 80 hat. Die Mitte dieser Öffnung liegt hinter dem hintern Glied bolzen 77. Die Öffnung ist zur Aufnahme des Schneidenhalters 82 bestimmt, auf dem das Schneidplättchen 81 aus hochwertigem Schneidmetall befestigt ist.
Zweckmässig ist der Schneidenhalter in der Höhe verstellbar angeordnet, indem er zum Beispiel durch eine Druckschraube 85 festgeklemmt wird, die ein Auge 84 an einer Lasche durchsetzt und eine Widerlagsplatte 83 mit Verzahnung in eine Verzahnung 86 des Schneidenhalters presst. So kann der Halter jeweils um eine ganze Teilung der Verzahnung 86 in der Höhe verstellt werden.
Versieht man aber die Widerlagsplatte mit Befestigungslöchern 87, die zur Verzahnungsteilung versetzt lie gen, so sind damit beim Drehen der Platte um <B>180'</B> um die Schraube 85 Zwischenstel lungen gegeben. Der Schneidzahn kann in diesem Falle um Bruchteile der Verzahnungs- teilung in der Höhe verschoben werden.
Die Zähne der Einfachscheibenräder 73 greifen, wie Fig. 11 zeigt, tief in die Ketten glieder ein. Die Zahnspitzen nehmen den Schnittdruck im Berührungspunkt 88 mit den Leisten 79 von den Kettengliedern ab. Dieser Punkt 88 soll auf jeden Fall zwi schen der Verbindungslinie der Bolzen 76 und 77 und der Schnittlinie 89 liegen und möglichst nahe der letzteren gerückt sein. Dadurch ist die Neigung der Kettenglieder zum Aufbäumen und auch zum Kippen in der Querrichtung wegen der kleineren Hebel arme der Kippmomente gering.
Der Abstand T der Wellenberge der wellenförmigen Schnittlinie 89 des Gesteins, allgemein des Werkstückes 90, soll kein gan zes Vielfaches der Kettenteilung sein. Sonst würden nämlich im einen Augenblick meh rere Schneidzähne gegen die Wellenberge der wellenförmigen Schnittlinie und im näch sten Augenblick gegen die Wellentäler ar beiten. Dies würde zu Schwingungen der Maschine führen.
Vorteilhaft ist der Winkel t, der von der Verbindungslinie der Schneide mit der Achse des Gliedbolzens 7 7 und der Verbindungs linie der Achsen der zwei aufeinander folgen den Gliedbolzen 76 und 77 eingeschlossen ist, ungefähr gleich<B>90',</B> doch keinesfalls grösser als 120'.
Falls nämlich durch irgendwelche Umstände ein Zahn tiefer, das heisst stärker als die ihn umgebenden Zähne schneidet, wird der Vorderteil des ihn tragenden Ketten gliedes durch die grössere Schnittkraft und das dadurch bedingte grössere Drehmoment A (siehe Fig. 10) hochgehoben und dem Werkstück genähert. Durch dieses Auf bäumen würden die vorausgehenden Zähne stärker eingedrückt und der Schnittzahn, der durch zu tiefes Eingreifen diese I: ngleichheit hervorrufen würde, würde entlastet. Er würde weiterhin dadurch entlastet, dass er sich bei diesem Aufbäumen des Gliedes auf einem Kreisbogen um den hintern Glied bolzen vom Werkstück weg bewegt.
Nur falls der Winkelt grösser als 90 ist, tritt keine zusätzliche Entlastung ein. Würde der Winkel grösser als 120 sein, so würde sieh die Schnittkraft während des Aufbäumens in unzuträglichem Masse steigern.
Sehr wichtig ist diese Ausbildung der Kette beim Schneiden von ungleichmässig harten Werkstoffen, welche das Aufbäumen der Kettenglieder begünstigen, da die Zähne an den weichen Stellen tiefer eindringen kön nen als an den harten Stellen.
Dieses Aufbäumenwollen der Ketten glieder ist auch der Grund, warum Säge ketten nach dem Austritt aus dem Werk stück ohne Ausweichmöglichkeit nach der Vor schubseite hin geführt sein müssen; denn der letzte schneidende Zahn ist noch durch die Schnittkraft beansprucht, so dass er das Glied im Sinne des Drehmomentes A zu ver drehen sucht. Das vorhergehende Glied ist bereits aus der Schnittfuge ausgetreten und setzt also der Aufbäumbewegung des nach folgenden Gliedes keinen Widerstand ent gegen.
In Fig. 1 und 2 ist eine solche Führung 51' für die Sägekette zum Führen nach dein Austritt aus dem Gestein gezeichnet. In die Führung 51' sind Nuten 52' zur Bildung von Gleitbahnen für die Führungsleisten 91 der Kettenglieder eingearbeitet. 52" ist eine Erweiterung am Einlauf in die Führungs nute 52' zur Erleichterung des Eintrittes der Leisten 91 in die letzteren.
Die Glieder von Sägeketten, die auf ihrem ganzen Weg in Führungen laufen, können sich trotz eventuell schon bestehenden Ver schleisses der Gleitbahnen nicht allzu gefähr- lieh aufbäumen. Infolgedessen ist es bei die sen Sägeketten nicht unbedingt notwendig, dass der Winkel t höchstens gleich 120 ge halten wird. Dafür ist aber wesentlich, dass der Schneidzahn der hintern Gliedhälfte an gehört. Wäre hingegen der Schneidzahn an der vordern Gliedhälfte angebracht, so würde bei zu tiefem Einschneiden eines Schneid zahnes in das Werkstück dieser nicht ent lastet, sondern noch stärker eingedrückt wer den, während die Zähne vor und hinter ihm entlastet würden.
Man kann durch Anschläge 92 und 93 (Fig. 11) dafür sorgen, dass sich arbeitende Gliedergruppen nicht nach unten durchbiegen können. Ihre Gelenkigkeit nach der andern Richtung hin ist dabei nicht unterbunden, so dass sie gut über die Kettenumlenkräder laufen können.
F ig. 13 bis 16 zeigen drei Typen von Zähnen, wie sie in Schneidketten abwechselnd eingesetzt werden können. Die Zähne nach Fig. <B>13</B> schneiden in der Mitte das Profil 95 vor; dann folgen Zähne mit Sehneidenprofil 96, weiter solche mit,Schneidenprofil 97 und zuletzt als Räumer wirkende Aussenschneider mit dem Schneidenprofil 98 (Fig. 15). Die Schneiden selbst sind symmetrisch zur Schnittmittellinie 102.
Die Schnittkräfte wer den dadurch gleichmässig auf beide Seiten der Kettenführung übertragen.
Es wurde durch Versuche gefunden, dass in sprödem, rissigem und in der Struktur un gleichmässigem Werkstoff nur Schneiden mit geradlinigem oder konvex gerundetem Teil umriss und mit konvex gerundetem Gesamt umriss brauchbar sind,
und dass sich die Schneidplättchen 81 an ihren Seitenflächen 105 und 107 gegenseitig abstützen müssen und dass sich auch die Schneidenhalter 82 und 104 an ihren aufeinander zuweisenden Seitenflächen 106 direkt oder über Schrau ben 100 jeweils ungefähr in der Verbindungs linie der rechts- und linksseitigen Schneid kanten abstützen sollen.
Dadurch werden Schwingungen der Schneidenhalter und somit zusätzliche Beanspruchungen der Schneiden vermieden. Sehr oft führte das zum Bruch der Schneidkanten oder zum Abspringen der ganzen Schneidplättchen.
Die Aussenschneider sind in der Breite durch die Schrauben 100 verstellbar ausgebil det, so dass sie nach dem Nachschleifen der Schneiden wieder auf das ursprüngliche Brei tenmass eingestellt werden können. Die Schneidenhalter 104 haben auf ihrer Rück seite Vorsprünge 101, die in Aussparungen 103 der Kettenglieder (Fig. 12) eingreifen.
Die Schneidplättchen 98' haben die Form von abgeschnittenen Kreisscheiben, also gegen die Kettenmitte hin kreisförmigen Umriss. Ihr kreisförmig berandetes Bett in den Schneidenhaltern 104 lässt sich mit dem Nu tenfräser sehr einfach herstellen. Der Fräser arbeitet dabei lediglich in die Tiefe; Vor schub in seitlicher Richtung darf ihm dabei nicht gegeben werden. Die Schneidplättchen sind durch Stifte 99 gegen Verrutschen in ihrem Bett gesichert.
Fig. 17 zeigt eine Maschine, bei der die Führungsräder 73 der Kette weit auseinan der liegen und demzufolge die Sägekette beim Vorschieben durch die Liraft z stark durch gedrückt wird. Dasselbe wiederholt sich von Führungsrad zu Führungsrad; die Sägekette verläuft also wellenförmig, was von Vorteil ist, weil dadurch die Schnittreaktion am durchhängenden Teil der Kette hinter der Verbindungslinie der Stützpunkte C und D angreift.
Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf das in der Beschreibung erläuterte Aus führungsbeispiel und seine Varianten be schränkt.