CH199495A - Photographisches Material, insbesondere für Farbenphotographie. - Google Patents

Photographisches Material, insbesondere für Farbenphotographie.

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CH199495A
CH199495A CH199495DA CH199495A CH 199495 A CH199495 A CH 199495A CH 199495D A CH199495D A CH 199495DA CH 199495 A CH199495 A CH 199495A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Photographisches     Naterial,    insbesondere für Farbenphotographie.    Es ist bekannt,     dass    mit Hilfe     der    farbigen       (ehromogenen)    Entwicklung farbige Bilder  erhalten werden können     (DRP.   <B>253355).</B> Es  wurde weiterhin auch versucht, nach dem  Verfahren dieses Patentes zu mehrfarbigen  Bildern zu gelangen, indem man     photogra.-          phisc'hes    Material verwendet, in welchem eine  Anzahl entsprechend farbig entwickelnder  und sensibilisierter Schichten übereinander  angeordnet sind.

   Diesen Verfahren     musste   <B>je-</B>  doch so lange ein Erfolg versagt bleiben, als       Farbenkompo,nenten    vorhanden waren, -wie  sie im     DRP.   <B>253355</B> angegeben sind. Alle  die dort genannten Verbindungen, die bei der       ehremogenen    Entwicklung der     Halogensilber-          emulsionsschichten    in Farbstoffe übergeführt  werden, sind nämlich auch noch     i%lkalilbslich,     wenn sie den     Emulsionsschichten    einverleibt  sind und diffundieren daher aus derjenigen  selektiv empfindlichen     Schicht,der    sie jeweils  zugeordnet sind,

   in die     ande-rn    benachbarten  Schichten oder in das     Entwicklungsbad.       Gegenstand der Erfindung ist ein photo  graphisches Material, insbesondere für     Far-          benphotogra,phie,    das sieh dadurch auszeich  net,     dass    mindestens eine     Halogensäberemul-          siansschicht    mindestens eine gegenüber dem  Bindemittel der Emulsion diffusionsechte       Farbstoffkomponente    enthält, die aus einer  nicht     diffusionseeliten        Farbstoffkomponente     durch Einführung von mindestens einem or  ganischen Radikal erhalten wurde.

   In einem  solchen Material sind die     farbgebenden    Kom  ponenten so aufgebaut,     dass    sie trotz guter  Wasserlöslichkeit so von der Gelatine fest  gehalten werden,     dass    ein     Uerausdiffundieren     nicht     mehr,eintritt.     



       Diffusionsechte        Farbstoffkomponenten    der  erwähnten Art erhält man zum Beispiel aus  Aminen,     Phenolen,        Amido#ph#enolen,        Naph-          thülen,        Amidonaphtho-len,    Körpern mit reak  tionsfähigen     Methylengruppen,        Diazokörpern,          Leukokörpern,    durch Umsetzung mit hoch  polymeren     Carboneäureii.    Die entstehenden      Verbindungen, in der Hauptsache     Säure-          amide,    sind gut     löslieh,

      und lassen sich in  folgedessen ohne Schwierigkeiten in Gelatine  oder andern Bindemitteln gleichmässig ver  teilen, können aber trotzdem, da kolloid, nicht  aus diesen Schichten durch einfache Extrak  tion entfernt werden. Daher eignen sich die  mit diesen Körpern versehenen Schichten be  sonders zur Herstellung von     Mehrschichtma-          terialien,    da eine Diffusion von einer Schicht       zür    andern nicht eintritt.  



  Die eingangs genannten     Phenole    und Ver  bindungen mit reaktionsfähigen     Methylen-          gruppen    können durch einfache Entwicklung  direkt ein farbiges Bild ergeben oder mittels  eines     Diazoverfahrens,    das mit dem photo  graphischen     Prozess    gekuppelt ist, in     Azofarb-          stoffbilder    verwandelt werden. Endlich kön  nen noch Stoffe, wie z. B.     Leukokörper,    mit  den hochpolymeren Stoffen umgesetzt wer  den, die dann durch den photographischen       Prozess    ein     Farbstoffbild    ergeben.

   Solche  Schichten, zu zweien oder mehreren auf einem  Träger Übereinander angeordnet, eignen sich  ganz besonders zur Herstellung mehrfarbiger  Bilder.  



  Als hochpolymere     Carbonsäuren    sind be  sonders Substanzen, wie     Polyglukorongäure,          Eiweissaminosäure    oder synthetische Verbin  dungen, wie     Polyvinylearbonsäure        (Poly-          akrylsäure    allein oder     Polymerisate    von       Misehungen    von     Ah-i-ylsätire    mit     Styrol,        Vi-          nylehlorid,        Vinyläther    oder stickstoffhaltige       Vinylverbindungen,

      wie     Vinylearbazol        usw.          Polymerisate    von     Maleinsäure,        Fumarsäure,          Methylen-Malonsäure,    allein oder     Polymeri-          sate    von Mischungen einer dieser Säuren mit       Vinylverbindungen    als geeignet zu nennen.  Ferner können für den genannten Zweck auch       Addukte    von höher molekularen Verbindun  gen (von konjugierten Doppelbindungen) mit       Maleinsäureanhydri#d,        Azetylen-diearbonsäure     nach     Diels-Alder    verwendet werden.

   Diese       Carbo#nsäuren    können in Form ihrer     Säure-          ehloride    oder     -anhydride    oder Ester oder  anderer reaktionsfähiger Derivate mit     den     oben erwähnten reaktionsfähigen Aminen,       Phenolen        und    Körpern mit aktiven Methylen-         gruppen,    also z.

   B. mit     Aminophenolen,        Phe-          nylendiaminen,        Aminonaphtholen,        Amino-          aoeteesigsäureanilid-en,        Aminobenzoylessig-          estern,        Aminophenylpyrazolonen,        Oxynaph-          thoesäureaminoaryliden,        Diazokörpern,        Leu-          kofarbstoffen        usw.    umgesetzt werden.  



  <I>Beispiele:</I>  <B>1.<I>1</I> g</B> des Kondensationsproduktes aus       m-Aminophenylmethylpyrazolon    und dem       Mischpolymerisat    aus     Vinylehlorid    und     Ma-          leinsäureanhydrid    werden mit<B>5</B> cm'<B>5 %</B>     iger     Natronlauge verrieben und in Wasser gelöst.  Diese Lösung wird zu<B>100</B> cm'     Bromsilber-          emulsion    gegeben und die Emulsion vergos  sen. Schichten aus solcher Emulsion     la#ssen     sich mit     p-Aminodimethylanilin    zu einem  Bild entwickeln, das nach Entfernung des  Silbers aus einem roten Farbstoff besteht.

    Die verwendete     Farbstoffkomponente    bildet  ein kettenförmiges Molekül, in dem die farb  gebende Gruppe mehrmals periodisch auf  tritt.  



  <B>2.</B> Wird in Beispiel<B>1</B> statt des     Pyr-          azolonkondensationsproduktes    ein Produkt  genommen, das aus     1,5-Aminonaphthol    und  dem erwähnten     Mischpolymerisat    dargestellt  ist, so erhält man aus den entsprechenden  Schichten bei     der    analogen Behandlung ein  blaues Bild. Die verwendete     Farbstoffkoni-          ponente    bildet ein kettenförmiges Molekül, in  dem die     farbgebende    Gruppe mehrmals pe  riodisch auftritt.  



  <B>3.</B>     Poly   <B>-</B> a<B>-</B>     cyansorbinsäuremethylester     wird mit     Aminonaphthol    verseift, zirka<B>1<I>g</I></B>  des Kondensationsproduktes wird<B>100</B> cm'  Emulsion zugesetzt, und diese vergossen.  



  4.     Misühpolymerisat    aus<B>5</B> Teilen     Styrol     und<B>95</B> Teilen     Acrylsäuremethylester    wird  mit     Aminophenol    verseift. Zu<B>100</B> cm' Emul  sion wird zirka<B>1 g</B> des erhaltenen Kondensa  tionsproduktes zugesetzt, und diese vergossen.  



       5.    Das nach     Diels    erhaltene     Addukt    aus  Kolophonium und     Maleinsäu-reanhydrid    wird  mit     Aminophenol    verseift. Das erhaltene       Kon#densationsprodukt    wird der Emulsion als       Farbstoffkomponente    zugesetzt, und die  Emulsion vergossen,

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Photogra,phisches Material, insbesondere für Farbenphotographie, dadurch gekenn zeichnet, dass mindestens eine Ilalogensilber- emulsionsschie,lit mindestens eine gegenüber dem Bindemittel der Emulsion diffusionsechte Fa,r'bstoffkomponent--e enthält, die aus einer nicht diffusioneechten Farbstoffkomponente durch Einführung von mindestens einem or ganischen Radikal erhalten wurde.
    UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Material nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass auf einem Schicht träger mehrere Halogensilberemulsions- schichten übereinander angeordnet sind. 2. Material naeh Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Ernulsionsschicht eine Farbstoffkomponente, enthält, die aus nicht diffusionsechten Farbstoff- bildnern durch Umsetzung mit hochpo lymeren Verbindungen erhalten wurde.
    <B>3.</B> Material nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Emulsionssoliieht eine Farbstoffkomponente enthält, die aus nicht diffusionseAten Farbstoff- bildnern durch Umsetzung mit hochpo lymeren Carbonsäuren erhalten wurde. 4.
    Material nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Emulsionsschicht eine Farbstoffkomponente enthält, die aus nicht diffusionsechten Farbstoff- bildnern durch Umsetzung mit Derivaten von hochpolymeren Carbonsäuren erhal ten wurde.
    <B>5.</B> Material nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Emulsionsschicht eine Farbstoffkomponente, enthält, die aus nicht diffusionsechten Farbstoff- bildnern durch Umsetzung mit Misch- polymerisaten hochpolymerer Carbon- säuren erhalten wurde.
    <B>6.</B> Material nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Emulsionsschicht eine Farbstoffkomponente, enthält, die aus nicht diffusionseehten Farbstoff- bildnern durch Umsetzung mit hochpo lymeren Verbindungen erhalten wurde, und bei der in einem kettenförmigen Molekül die farbgebende Gruppe mehr mals periodisch auftritt.
    <B>7.</B> Material nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass, die Emulsionsschicht eine Farbstoffkomponente enthält, bei deren Herstellung als Farbstoffbildner ein Amin verwendet wurde. <B>8.</B> Material nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da3 die Emulsionsschiclit eine Farbstoffkomponente enthält, bei deren Herstellung als Farbstoffbildner ein Phenol verwendet wurde.
    <B>9.</B> Material nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass, die Emulsionsseliieht eine Farbstoffkomponente enthält, bei deren Herstellung als Farbstoffbildner ein Amidophenol verwendet wurde. <B>10.</B> Material nach Patentansprueli, dadurch gekennzeichnet, dass die Emulsionsschicht eine Farbstoffkomponente enthält, bei <B>-</B> deren Herstellung als Farbstoffbildner ein Naphthol verwendet wurde.
    <B>11.</B> Material nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass# die Emulsionsschicht eine Farbstoffkomponente enthält, bei deren Herstellung als Farbstoffbildner ein Amidonaphthol verwendet wurde. 12. Material nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Emulsionsschicht eine Farbstoffkomponente enthält, bei deren Herstellung als Farbstoffbildner ein Körper mit reaktionsfähiger Me- thylengruppe verwendet wurde.
    <B>13.</B> Material nach Patentansprucli, dadurch gekennzeichnet, dass die Emulsionsschicht eine Farbstoffkomponente enthält, bei deren Herstellung als Farbstoffbildner ein Diazokörper verwendet wurde. 14. Material nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass, die Emulsionsschicht eine Farbstoffkomponente enthält, bei deren Herstellung als Farbstoffbildner ein Leukokörper verwendet wurde.
    <B>15.</B> Material nach Patentansprueli, dadurch gekennzeichnet, dass die Emulsionsschicht eine Farbstoffkomponente enthält, bei deren Herstellung eine Polyglukoron- säure verwendet wurde. <B>16.</B> Material nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Emulsionsschicht eine Farbstoffkomponente enthält, bei deren Herstellung eine Eiweissamino- sä,ure verwendet wurde.
    <B>17.</B> Material nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Emulsionsschicht eine Farbstoffkomponente enthält, bei deren Herstellung eine Polyvinylearbon- säure verwendet wurde. <B>18.</B> Material nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Emulsionsschicht eine Farbstoffkomponente enthält, bei deren Herstellung eine Polyacrylsäure verwendet wurde.
    <B>19.</B> Material nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Emulsionsschicht eine Farbstoffkomponente enthält, bei deren Herstellung ein Polymerisat einer Mischung von Akrylsäure mit Styrol verwendet wurde. 20.
    Material nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Emulsionsschicht eine Farbstoffkomponente enthält, bei deren Herstellung ein Polymerisat einer Mischung von Akrylsäure mit Vinyl- chlorid verwendet wurde. 21.
    Material nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Emulsionssebieht eine Farbstoffkomponente enthält, bei deren Herstellung ein Polymerisat einer Mischung von Akrylsäure mit Vinyl- äther verwendet wurde. 22.
    Material nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Emulsionsschicht eine Farbstoffkomponente enthält, bei deren Herstellung ein Polymerisat einer Mischung von Akryleure mit einer stick stoffhaltigen Vinylverbindung verwen det wurde.
    <B>23.</B> Material nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Emulsionsschicht eine Farbstoffkomponente enthält, bei deren Herstellung ein Polymerisat einer Mischung von Akrylsäure mit Vinyl- earbazol verwendet wurde. 24. Material nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Emulsionsschicht eine Farbstoffkomponente enthält, bei deren Herstellung ein Polymerisat von Maleinsäure verwendet wurde.
    <B>25.</B> Material nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Emulsionsschielit eine Farbstoffkomponente enthält, bei deren Herstellung ein Polymerisat von Fumarsäure verwendet wurde. <B>26.</B> Material nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Emulsionssehicht eine Farbstoffkomponente enthält, bei deren Herstellung ein Polymerisat von Methylen.#Malonsäure verwendet wurde.
    <B>27.</B> Material nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Emulsionsschicht eine Farbstoffkomponente enthält, bei deren Herstellung ein Polymerisat einer Mischung von Maleinsäure mit einer Vinylverbindung verwendet wurde.
    <B>28.</B> Material nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Emulsionsschicht eine Farbstoffkomponente enthält, bei deren Herstellung ein Polymerisat einer Mischung von FumarBäure mit einer Vinylverbindung verwendet wurde.
    <B>29.</B> Material nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Emulsionsschicht eine Farbstoffkomponente enthält, bei deren Herstellung ein Polymerisat einer Mischung von Methylen-Malonsäure mit einer Vinylverbindung verwendet wurde.
    <B>30.</B> Material nach Patentanspruch, dadureh gekennzeichnet, dass die Emulsionssehicht als Farbstoffkomponente ein Kondensa tionsprodukt aus 1,5-Aminonaphthol und dem Mischpolymerisat aus Vinyl- chlerid und Maleinsäureanhydrid ent hält.
CH199495D 1935-07-16 1936-07-02 Photographisches Material, insbesondere für Farbenphotographie. CH199495A (de)

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