CH199512A - Orientierungskompass. - Google Patents

Orientierungskompass.

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CH199512A
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Albert Niedermann
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Albert Niedermann
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C17/00Compasses; Devices for ascertaining true or magnetic north for navigation or surveying purposes
    • G01C17/02Magnetic compasses
    • G01C17/04Magnetic compasses with north-seeking magnetic elements, e.g. needles

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Description


      Orientierungskompass.       Gegenstand der     Erfindung    ist ein     Orien-          tierungskompass    mit     Diopter,    welcher sich  von     bekannten    Instrumenten     dadurch    unter  scheidet, dass er eine die     Magnetnadeldose     tragende Platte aufweist, sowie einen in  seiner Fassung drehbaren Einstellring mit  Deklinationsmarke,     Himmelsrichtungszeichen     und einem nur von einer Seite sichtbaren       Richtungszeiger,

      sowie auf der Fassung des  Einstellringes derart angeordnete     Himmels-          richtungszeichen    besitzt, dass     dieselben    nur  von der gleichen Seite sichtbar sind, wie der  Richtungszeiger.  



  In der     Zeichnung    sind zwei beispielsweise  Ausführungsformen des Erfindungsgegen  standes schematisch dargestellt.  



       Fig.    1 zeigt eine rechteckige Platte 1, in  welcher die     Magnetnadeldose    2 fest gelagert  ist, mit einer     Rille    3 zur     Aufnahme    des Ein  stellringes 8 in der     Schliessstellung    umgeben.  4     ist    der     Visiereinschnitt,    der sich zwischen  zwei Leuchtmarken 4a befindet und 5 das       Korn    der     Dioptereinrichtung,        neben    welchem  ebenfalls     Leuchtmarken    4a angeordnet     sind.       Die     Leuchtmarken    erleichtern den Gebrauch  des Instrumentes bei Nacht.

   An der einen  Schmalseite der     Platte    1 ist die mit den       Himmelsrichtungszeichen    N -     S    versehene       Leichtmetallplatte    6 mittels der Laschen 7  um 180   schwenkbar     angelenkt,    als Fassung  für den Einstellring 8, welcher in der Fas  sung 6 drehbar gelagert ist und einen Steg  10 mit wie die     genannten    Zeichen     N-8    nur  auf einer, das heisst gleicher Seite sichtbaren  Richtungszeiger 9,     sowie    eine     durchsichtige     Scheibe 11 mit der Deklinationsmarke 12  trägt.

   Der nach innen schräg abfallende Rand  8a des Einstellringes 8 ist mit einem weissen  Belag versehen zum Zwecke der Aufnahme  von Anmerkungen. 13 ist ein auf der Fas  sung 6 befestigter Zeiger. Der auf der andern  Seite der     Platts    6 liegende Teil des Einstell  ringes 8 trägt,     wie    aus     Fig.    2 ersichtlich,  die Gradeinstellung und     Himmelsrichtungs-          zeichen.     



  Mit derselben Drehachse     wie        die        Fassung     6 ist an derselben Schmalseite der Platte 1       die    Platte 14     angelenkt,    derart, dass dieselbe      an die Unterseite der Platte 1 geschwenkt  werden kann. Die Innenfläche der Platte 14  ist als Spiegel     ausgebildet.     



       Fig.    2 zeigt     eine    Draufsicht auf einen ge  schlossenen Kompass nach     Fig.    1;       Fig.    3 zeigt in     Draufsicht    einen Kompass,  dessen Platten 1 und 16 mit der     Fassung    6  in eine Ebene geschwenkt sind, wobei als  einzige Abweichung gegenüber     Fig.    1 die  Platte 14 nach     Fig.    1 ersetzt ist durch die  in der     Ausbildung    von derselben abweichende  Platte 16, welche an der freien Schmalseite  der Platte 1     angelenkt    ist, derart, dass sie  an die Oberseite 1 umgeklappt werden kann.

    Die Platte 16 ist mit dem Richtungspfeil 17  versehen, sowie mit einer Klappe 18, welche  die aus     Fig.    4 erkennbaren, durch den als       Visierfaden    dienenden vertikalen Steg 21 ge  trennten Fenster 20 verschliesst und um die  Scharniere 19 schwenkbar ist. Die Klappe 18  ist auf einer Seite als Spiegel ausgebildet.  



  Die     Fig.    4 zeigt eine Stirnansicht des  Kompasses nach     Fig.    3 bei umgeklappter  Fassung 6 und im rechten Winkel zur     Platte     1     hochgestellter    Platte 16, sowie angehobener  Klappe 18;     Fig.    5 ist eine Seitenansicht mit  der gleichen Lage der Teile wie in     Fig.    4.  



  Wird das in     Fig.    1 dargestellte Instru  ment nach Umklappen der Fassung 6 auf  die Oberseite der Platte 1 zum Zwecke der       Anvisierung    des Ziels über Visier 4 und  Korn 5 in Augenhöhe gehoben, so ist, vor  ausgesetzt, dass die     Magnetnadeldose    2 einen  durchsichtigen Boden besitzt, die Stellung  der Magnetnadel auf der Spiegelfläche der  Platte 14 erkennbar und die gegebenenfalls  erforderliche Korrektur der Haltung des In  strumentes     ermöglicht.    Die Ersetzung der  Platte 14     (Fig.    1) durch die in den     Fig.    3  bis 5 dargestellte Platte 16 ermöglicht, als  Platte 1 eine volle, das heisst eine Platte ohne       Durchbrechung,    zu verwenden,

   womit auch  die Anwendung einer     Magnetnadeldose    mit       durchsichtigem    Boden sich erübrigt. Die  Lage der Magnetnadel ist nämlich nunmehr  aus der über der     Magnetnadeldose    liegenden  Spiegelfläche der Klappe 18 ersichtlich.    <I>Beispiele für die</I>     Handhabung   <I>des</I>     Kompasses:     <I>1.

   Es soll die Richtung</I>     nach        einem   <I>im</I>  <I>Gelände</I>     gesuchten        Orte   <I>(P) bestimmt</I>     werden     a) Auflegen der Bussole auf die     garte:

       Will man mit     Hilfe    des     Kompasses    einen  Ziel- oder     Marschwinkel    nach einer Land  karte einstellen oder     messen,    so wird, wie     aus          Fig.    3 ersichtlich, das     Instrument        auseinan-          dergeklappt,    derart auf die     garte    22 gelegt,  dass die     Umrisslinien    desselben parallel     bezw.     im rechten Winkel zu den Linien 23 des  Gradnetzes der     garte    verlaufen,

   wobei die  Marken     N-S    mit den     entsprechenden    Rich  tungen der Karte     übereinstimmen    müssen.  Dabei ist die     Platte    1 mit der Fassung 6  und der Platte 16     (Fig.    3) in eine Ebene  gelegt.

   Nunmehr wird     unter        Fixierung    der       gegenseitigen        Lage    von Kompass     und    Karte  der     Einstellring    8 so     gedreht,    dass der Steg  10 mit dem     Richtungszeiger    9 in der Ziel  richtung zwischen den     Punkten        g        (Standort)     und Z (Ziel) der garte 22 verläuft.

   Die  gesuchte Winkelstellung kann nunmehr auf  der Skala, das heisst auf der Aussenseite der       Fassung    6, abgelesen und gegebenenfalls auf  dem weissen Belag des Einstellringes bei dem  Zeiger 13 markiert werden:  b) Zielen mit der Bussole nach dem gesuch  ten     Richtungspunkt    (P)  Man nimmt das     Instrument        waagrecht,     Visier und Korn nach oben," der Spiegel 14  um zirka 45   zur     Visierplatte        abwärts    ge  klappt. Sodann wird die     Bussole    in Augen  höhe, Korn     gegen    das Ziel gehalten.

   Beim  Blick auf den Spiegel (14 in     Fig.    1) er  scheint die Magnetnadel samt     Deklinations-          marke    und     Umgehungsmarken    klar im Ge  sichtsfeld. Selbst in der     Dämmerung    können  Nadel und Marken     gut    beobachtet werden.  Nunmehr fasst man die Nordspitze der  Magnetnadel ins Auge und dreht sich mit  dem     Instrument,    bis     diese    Nordspitze auf die  Deklinationsmarke 12 einspielt. In diesem  Augenblick zielt man durch den     Visierein-          schnitt    und das Korn ins Gelände.

   Auch  bei ansteigendem oder abfallendem Gelände  muss waagrecht     visiert    werden. Der erhal-           tene    Zielpunkt     wird    senkrecht aufwärts     bezw.     abwärts verschoben, indem man eine Schnur  mit frei daran hängendem Gewicht als Lot  verwendet.  



  Auf dem Marsch dient der avisierte  nächste Geländegegenstand (Baum, Fels,  Haus) als erster     Richtungspunkt.    Dort an  gelangt,     wird    mit unveränderter Bussole ein  weiterer     Richtungspunkt    bestimmt usw.  



  Bei voller     Dunkelheit    hält man die Bus  sole wie einen einfachen Kompass     in    Hand  höhe, Deckel wenig geöffnet. Man mar  schiert nach der durch den     Visiereinschnitt     4 und das     Korn    5 bezeichneten Linie     bezw.     dem Richtungspfeil (17 in     Fig.    3).

           1I.   <I>Es soll ein im Gelände sichtbarer Ort (P)</I>  <I>auf der Karte</I>     ermittelt   <I>werden</I>  a) Im Gelände:  Man visiert mit dem Instrument in der  oben     (Ib)    angegebenen Weise den Ort (P)  an, beobachtet im Spiegel die     Magnetnadel     und dreht am Einstellring 8, bis die Nord  spitze der Magnetnadel bei der Deklinations  marke 12 steht.  



  Damit ist das Instrument zum Auflegen  auf die Karte bereit.  



  b) Auf der Karte:  Auflegen der Bussole wie oben beschrie  ben. Sodann Verschieben des Instrumentes  parallel zu den Gradlinien der Karte, bis der  Steg 10 mit dem roten Pfeil 9 an unseren  Standort     (S)    zu liegen kommt. Der zu be  stimmende Ort ist nun vorwärts in der Pfeil  richtung längs der Kante des Steges zu  suchen. Reicht der Steg nicht aus, so merkt  man sich bei der Pfeilspitze einen Hilfspunkt  (H) (Haus, Ziffer, Buchstabe) und zieht mit  tels der     Linealkante    der Bussole     eine    Ge  rade von     ($)    aus durch (H). Der gesuchte  Ort liegt auf dieser Geraden.  



  Kann (P) mit einer einzigen     Anvisierung     nicht eindeutig bestimmt werden, weil die  Distanz nicht sicher zu schätzen ist, so wie  derholt man das Verfahren von     einem    zwei  ten     Standpunkt    aus. Im     Schnittpunkt    der    beiden graphisch aufgetragenen Geraden  liegt der Ort (P).

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Orientierungskompass mit Diopter, ge kennzeichnet durch eine die Magnetnadeldose tragende Platte (1) und einen in seiner Fas sung (6) drehbaren Einstellring (8) mit De- klinationsmarke (12), Himmelsrichtungs- zeichen und einem nur von einer Seite sicht baren Richtungszeiger (9), sowie durch auf der Fassung (6) derart angeordnete, Him- melsrichtungszeichen,
    dass dieselben nur von der gleichen Seite sichtbar sind, wie der Rich tungszeiger (9). <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Orientierungskompass nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche der die Magnetnadeldose tra genden Platte mit Visier und Korn ver sehen ist. 2. Orientierungskompass nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die den Einstellring enthaltende Fassung der art an einer Schmalseite der die Magnet nadeldose enthaltenden Platte angelenkt ist, dass sie an die Oberfläche der letz teren geschwenkt werden kann.
    3. Orientierungskompass nach Patentan spruch und Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass die den Einstellring enthaltende Fassung auf der im geschlos senen Zustand der Magnetnadeldose zu gekehrten Seite mit HimmelsricUtungs- marken versehen ist.
    4. Orientierungskompass nach Patentan spruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass an derselben Schmal seite der die Magnetnadeldose enthalten den Platte, an welcher die den Einstell ring einschliessende Fassung angelenkt ist, eine weitere Platte derart angelenkt ist, dass dieselbe an die Unterseite der die Magnetnadeldose enthaltenden Platte geschwenkt werden kann.
    5. Orientierungskompass nach Patentan spruch und Unteransprüchen 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die an die Unterseite der die Magnetnadeldose ent haltenden Platte schwenkbare Platte an ihrer Innenseite als Spiegel ausgebildet ist.
    6. Orientierungskompass nach Patentan spruch und Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass an der zweiten Schmal seite der die Magnetnadeldose enthalten den Platte eine Platte derart schwenkbar aasgelenkt ist, dass dieselbe nach Schlie ssen der den Einstellring enthaltenden Platte ebenfalls an die Oberseite der die Magnetnadeldose enthaltenden Platte ge schwenkt werden kann.
    7. Orientierungskompass nach Patentan spruch und Unteransprüchen 2 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite der an die Oberfläche der die Magnet nadeldose enthaltenden Platte schwenk baren Platten mit Fenstern versehen ist, welche durch eine scharnierartig schwenkbare Klappe verschliessbar sind. B. Orientierungskompass nach Patentan spruch und den Unteransprüchen 2, 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass die scharnierartig schwenkbare Klappe auf der Innenseite als Spiegel ausgebildet ist.
    9. Orientierungskompass nach Patentan spruch und Unteransprüchen 2, 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Fenster in der schwenkbaren Klappe durch einen vertikalen Steg (21), der mit einer an der Stirnseite der die Magnetnadeldose enthaltenden Platte angeordneten Marke zusammen die Dioptereinrichtung bildet, voneinander getrennt sind. 10. Orientierungskompass nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet.
    dass der Einstellring mit einem Steg versehen ist, welcher den Richtungszeiger trägt.
CH199512D 1937-08-21 1937-08-21 Orientierungskompass. CH199512A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2680297A (en) * 1941-07-24 1954-06-08 Vaucher Eric Pocket compass
FR2479977A1 (fr) * 1980-04-03 1981-10-09 Billon Bernard Dispositif pour la determination de la direction d'un point determine du globe terrestre a partir de n'importe quel autre point de ce globe

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2680297A (en) * 1941-07-24 1954-06-08 Vaucher Eric Pocket compass
FR2479977A1 (fr) * 1980-04-03 1981-10-09 Billon Bernard Dispositif pour la determination de la direction d'un point determine du globe terrestre a partir de n'importe quel autre point de ce globe

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