CH199522A - Lichtsteuergerät mit zweipoligem elektromagnetischen Steuersystem und einem permanentmagnetisierten, den Wechselfluss des magnetischen Steuersystems schliessenden Schwingungselement. - Google Patents

Lichtsteuergerät mit zweipoligem elektromagnetischen Steuersystem und einem permanentmagnetisierten, den Wechselfluss des magnetischen Steuersystems schliessenden Schwingungselement.

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CH199522A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  • Mechanical Light Control Or Optical Switches (AREA)

Description


      Lichtsteaergerät    mit zweipoligem     elektromagnetischen    Steuersystem und einem per  manentmagnetisierten, den     Wechselfluss    des magnetischen Steuersystems schliessenden  Schwingungselement.    Die Erfindung bezieht sich auf ein Licht  steuergerät mit zweipoligem elektromagne  tischen Steuersystem und einem permanent  magnetisierten, den     Wechselfluss    des magne  tischen     Steuersystems    schliessenden Schwin  gungselement.  



  Es sind bereits zweipolige elektromagne  tische Lichtsteuergeräte bekannt, die aus  einem permanenten Stahlmagneten bestehen,  an dessen Enden Spulen     sitzen,    durch die  die Steuerströme fliessen, und mit denen das  konstante Magnetfeld verstärkt und geschwächt  wird. Auf diese Weise entstehen wechselnde  Kraftwirkungen auf einem gegenüberliegenden  Anker, die zur Lichtsteuerung benutzt werden  können. Es gibt weiter Anordnungen, bei  denen eine Spule auf einem Eisenkern sitzt,  dessen eines Ende in der Mitte eines Per  manentmagnetes angebracht ist, und dessen  anderes Ende einem beweglichen Spiegel-    träger gegenübersteht, der seinerseits beiden  Polen des Magnetes benachbart ist.

   Bei allen  diesen Einrichtungen ist jedoch der magne  tische greis der     Wechselmagnetisierung    über  den Stahlmagneten geschlossen, was den  Nachteil hat, dass dieser einen grossen magne  tischen Widerstand besitzt, da seine     Ilyste-          resisverluste    gross sind. Ausserdem entstehen  Wirbelströme.  



  Die vorliegende Erfindung vermeidet diese  bei den bekannten zweipoligen elektromagne  tischen     Licbtsteuergeräten    auftretenden Nach  teile dadurch, dass das Schwingungselement  aus zwei Teilen besteht, die den Polen des  elektromagnetischen Steuersystems gegen  über angeordnet sind und in entgegengesetzter  Richtung schwingen. Auf diese Weise kann  erreicht werden, dass beim Durchgang der  steuernden Ströme durch den Elektromagneten  der eine Teil angezogen und der andere Teil      abgestossen wird. Das Schwingungselement  besteht     zweckmässigerweise    aus zwei Zungen,  die mit ihrem einen Ende an einem Perma  nentmagneten befestigt sind, während die  anderen freien Enden jeweils einem Pol des  Elektromagnetes gegenüberstehen.

   Die Eigen  frequenz dieser federnden Zungen wird im  wesentlichen durch ihre Länge .und Dicke  bestimmt. Durch eine aufgelegte und ver  schiebbare Brücke kann sie regelbar gemacht  werden. Auf diesen beiden Zungen ist z. B.  ein Spiegel gelagert, durch deren Schwin  gungen dieser in eine Drehbewegung versetzt  wird. Statt des Spiegels können aber auch  die beiden Zungen mit Ein- oder Mehrzacken  blenden versehen werden. Werden die beiden  Blenden auf den Zungen so angeordnet, dass  sie um ihre Breite gegeneinander versetzt  nebeneinander stehen, so ist es möglich, mit  diesem Lichtsteuergerät Gegentaktaufzeich  nungen vorzunehmen.  



  In der Zeichnung sind einige Ausführungs  beispiele des elektromagnetischen Lichtsteuer  gerätes nach der Erfindung dargestellt.  



  Die     Fig.    1 und 2 zeigen ein Lichtsteuer  gerät, bei dem auf einem permanenten  Magneten 1 zwei Polschuhe 2 und 3 ange  bracht sind. Zwischen dem Magneten 1 und  dem Polschuh 2 sitzen zwei Zungen 8, die  durch den Magneten dauernd magnetisiert  werden. Auf dem Polschuh 3 ist ein zwei  poliges     Elektromagnetsystem    aufgebracht.  Durch die Spulen 5, 6 dieses Systems fliessen  die das Licht steuernden Ströme. Gegenüber  den Polen 7 des Elektromagneten liegen die  freien Enden der beiden Zungen 8, und zwar  derart, dass jedem Pol eine Zunge gegen  übersteht. Die Wicklungen der Spulen 5, 6  sind so geschaltet, dass in dem einen Schenkel  ein Nordpol entsteht, wenn in dem andern  Schenkel ein Südpol erregt wird.

   Mit dem  konstanten Feld des Permanentmagnetes 1  zusammen ergibt sich dann eine Abstossung  der einen Zunge und eine Anziehung der  andern. Die Bewegung der beiden Zungen  ist also einander entgegengesetzt. Auf den  beiden Enden der Zungen liegt ein mit  Schneiden versehener Spiegel 11 auf, der    also, wenn die Enden der Zungen sich  gegenläufig bewegen, eine Drehbewegung  ausführt, die zur Steuerung eines auf den  Spiegel fallenden Lichtstrahles dienen kann.  



  Die Verbindung des Spiegels mit den  Enden der Zungen ist auf verschiedene Weise  möglich. Der Spiegel kann entweder direkt  auf den Zungen aufliegen oder auf einem  Spiegelträger. Spiegel oder Träger können  Vorsprünge, z. B. Schneiden oder Spitzen,  tragen, die-auf den Zungen     aufliegen.    Zweck  mässigerweise wird man den Spiegelträger  auch in Vertiefungen oder an Zapfen lagern,  die an dem den Zungen gegenüberliegenden  Polschuh 2 angebracht sind. Bei der Aus  führungsform der     Fig.    3 ist z. B. ein Metall  spiegel gezeigt, bei dem zwei Ecken 9 nach  unten gebogen sind,     während    die Ecken 10  nach oben gebogen sind. Die Ecken 9 würden  also auf den Zungen 8 aufliegen, während  die Ecken 10 in den Vertiefungen des Pol  schuhes 2 gelagert sind.  



  An     Stelle    eines solchen Spiegels kann auch,  wie es in     Fig.    4 dargestellt ist, ein Spiegel  träger 11 dienen, auf den ein viereckiger  Spiegel 12     aufgekittet    ist. Die Zungen 8  können bei allen diesen Ausführungsformen  so angebracht sein,<B>dass</B> sie den Spiegel     bezw.     Spiegelträger ohne weitere Massnahme zwi  schen sich und dem Polschuh 2 halten. Zur  Einstellung der Entfernung zwischen Pol  schuh 2 und Zungen kann ein Teil 4 dienen,  der zwischen den beiden Polschuhen 2 und 3  angeschraubt wird.

   Durch     Zwischenlegestücke     13 oder     Verstellschrauben    kann der Abstand  der beiden Polschuhe voneinander und damit  der Abstand der Zungen von dem Polschuh 2  geregelt werden. Anstatt die Ecken 10     (Fig.    3)  eines Spiegels oder Spiegelträgers in Ver  tiefungen des Polschuhs 2 zu lagern, kann  letzterer auch, wie es in     Fig.    5 gezeigt ist,  Ansätze 14 tragen, die in der dargestellten  Weise mit, ihren Spitzen auf dem Spiegel       bezw.        Spiegelträger    gelagert sind. Für Ein  richtungen, mit denen sehr hohe Frequenzen  aufgezeichnet werden, ist es zweckmässig,  den Spiegel an einem elastischen Teile zu  befestigen.

        Die Eigenfrequenz der Zungen 8 kann  durch eine aufgelegte Brücke 15 eingestellt  werden. Mit Hilfe eines passend gewählten  Stückes     Dämpfungsmaterials    16 kann die  Grösse der Eigenschwingung auf das ge  wünschte Mass gebracht werden.  



  Im Polschuh 2 ist ein Loch 17 ange  bracht, durch das das zu steuernde Licht  fällt und zurückgeworfen wird.  



  Die     Magnetisierung    der Zungen 8 hat so  zu erfolgen, dass durch ihre Ablenkung keine  nennenswerte Veränderung des magnetischen  Widerstandes für den permanenten Fluss ent  steht. Das wird erreicht, indem der Abstand  zwischen dem Polschuh 2 und den Zungen 8  gross gegenüber dem Abstand zwischen den  Zungen 8 und den Polen des Elektromagnetes  7 gewählt wird, und dadurch, dass die Kraft  linien von den     ganten    der Zungen seitlich  ein-     bezw.    austreten. Durch besondere Form  gebung des Polschuhes 2 kann diese Wirkung  erhöht werden. In den     Fig.    6-10 sind der  artige Ausführungen dargestellt.  



  Bei dem Lichtsteuergerät nach     Fig.    6  besitzt der Polschuh 2 eine U-förmige Gestalt.  Auf diese Weise tritt der     pormanente    Fluss,  wie durch die Linien angedeutet, seitlich in  die     ganten    der Zungen ein. Ähnlich ist es  in der     Fig.    7, bei der der Polschuh 2 eine       T-förmige    Gestalt besitzt.  



  Bei den beiden in     Fig.    8-10 dargestellten  Ausführungsbeispielen liegen die Polschuhe 2  unterhalb der Zungen B. Der permanente       graftlinienfluss    ist aus der     Fig.    8 ersichtlich.  Der Teil 18 dient in diesen Fällen im we  sentlichen dazu, ein Gegenlager für den  Spiegel zu schaffen. Bei dem Gerät nach der       Fig.    10 sind die Zungen nicht an dem Mag  neten 1 befestigt, sondern an dem Teil 18.  



  Die Teile, durch die der wechselnde Fluss  der     Magnetisierung    geht, sind zweckmässiger  weise aus dünnem Blech von geeignetem  Material hoher     Permeabilität    und kleiner       Hysteresisverluste    hergestellt. Die geringere  Eigenschwingungszahl, die bei gleichen Ab  messungen gegenüber Stahl erreicht wird,  gleicht man durch entsprechende Formgebung  aus. Es ist vorteilhaft, die Zungen quer zu    ihrer Achse vom Fluss durchsetzen zu lassen,  da hierdurch der Querschnitt des Kraftlinien  bündels gross wird,     während    dessen Länge auf  ein Mindestmass herabgesetzt wird. Die Breite  des Luftspaltes ist klein und die Länge gross,  so dass sein magnetischer Widerstand klein ist.  



  In der     Fig.    11 ist ein Lichtsteuergerät  dargestellt, das im wesentlichen den vorher  beschriebenen Ausführungsformen gleicht, nur  dass hier statt des Magnetes 1 und des Pol  schuhes 3 ein gebogener Magnet 19 benutzt  wird, und bei der an Stelle der Spiegel Blen  den 20 zur Lichtsteuerung dienen. Die Blen  den können als Einfach- oder Mehrzacken  blenden ausgebildet sein, und sind so ange  ordnet, dass sie um ihre Breite gegenein  ander versetzt direkt nebeneinander liegen,  wie es in der     Fig.    12 näher dargestellt ist.  



  Mit diesem Gerät ist es möglich, eine  Gegentaktaufzeichnung zu machen, die auch  als     Reintonverfahren    ausgebildet werden kann.  



  Durch die     Fig.    13a-134 soll der Licht  steuervorgang näher erläutert werden. Die  Stellung in     Fig.        13ct    ist die Ruhestellung,  bei der der Lichtstrich 21 so eingestellt ist,  dass die unteren Ecken der     Zackenblenden     20 gerade bis in die Mitte des     Lichtstriches     reichen, wie es in der     Fig.    13d deutlich ge  zeigt ist.     Fig.    13b zeigt die maximale Ab  lenkung der Blenden in der einen,     Fig.   <B>13o</B>  die in entgegengesetzter Richtung. Es ist zu  erkennen, dass jeweilig nur auf einer Seite  Licht     hindurchkommt,    während die andere  Seite verdunkelt ist.

   Wird     Umkehrfilm    zur  Tonaufzeichnung benutzt, so muss der Licht  strich soweit verschoben werden, dass -jetzt  die obersten Spitzen der Blenden - nicht  wie in dem eben beschriebenen Fall die  unteren Ecken der Blende- - bis zur  Mitte des Lichtstriches in diesen eintauchen.  Wenn die untere Ecke der Blende in dem  einen Fall,     bezw.    die obere Spitze der Blende  im anderen Fall (Umkehrfilm) noch inner  halb des Lichtstriches schwingt, so erfolgt  eine quadratische Änderung der belichteten  Fläche, die durch die gegenläufige Bewegung  d er anderen Zunge kompensiert wird.

   Sobald  die     Blendenecke        bezw.    -spitze der einen      Zunge das Gebiet des Lichtstriches verlässt,  so erfolgt eine lineare Änderung     des    Lichtes?  eine der beiden Blenden wird dann den Licht  spalt vollständig abdecken     bezw.    freigeben,  so dass die von der einen Blende hervorge  rufene lineare Änderung des Lichtes nicht  durch die gegenläufige Bewegung der zweiten  Blende aufgehoben wird.  



  An Stelle der eben beschriebenen Blenden  anordnung zur Gegentaktaufzeichnung können  die Blenden auch so an den Zungen ange  bracht werden, dass sie     ineinandergreifen,    wie  es in der     Fig.    14 dargestellt ist, so dass man  auf diese Weise eine der üblichen     Mehrzaeken-          tonaufzeichnungen    erhalten kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Lichtsteuergerät mit zweipoligem elektro magnetischen Steuersystem und einem per- manentmagnetiBierten, den Wechselfluss des magnetischen Steuersystems schliessenden Schwingungselement, dadurch gekennzeichnet, dass das Schwingungselement aus zwei Teilen besteht, die den Polen des elektromagnetischen Steuersystems gegenüber angeordnet sind und in entgegengesetzter Richtung schwingen. UNTERANSPRÜCHE: 1. Lichtsteuergerät nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Schwin gungselement aus zwei Zungen besteht. 2. Lichtsteuergerät nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Eigen frequenz des Schwingungselementes regel bar ist. 3.
    Lichtsteuergerät nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf den Zungen ein Spiegel ange bracht ist, der durch die gegenläufige Bewegung der Zungen eine Drehbewegung ausführt. <B>4.</B> Liehtateuergerät nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 3, dadurch gekenn zeichnet, dass der Spiegel an einem gegen überliegenden Polschuh eines Permanent magnetes gelagert irrt. 5. Lichtsteuergerät nach Patentanspruch und Unteranaprtichen 1, 3 und 4, dadurch ge kennzeichnet, dass der Spiegel sich um an dem gegenüberliegenden Polschuh ange brachte Zapfen dreht. 6. Lichtsteuergerät nach Patentanspruch und Unteranrsprueh 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zungen Einzackenblenden tragen. 7.
    Lichtsteuergerät nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zungen Mehrzackenblenden tragen. $. Lichtsteuergerät nach Patentanspruch und Unteranaprucb 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zungen Zackenblenden tragen, die so angeordnet sind, dass sie um ihre Breite versetzt nebeneinander liegen. 9. Lichtsteuergerät narb Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zungen in einem grösseren Ab stand vom Polschuh eines Permanent magnetes als vom Pol des Elektroma gnetes gelagert sind und dass die Kraft linien an den Kanten der Zungen quer zu deren Achse eintreten. 10.
    Lichtsteuergerät nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Leiter des wechselnden Flusses der Magnetisierung nur Teile vorhanden sind, die aus dünnem, eine hohe Permeabilität mit geringen Hysteresisverlusten aufweisendem Blech bestehen.
CH199522D 1936-11-07 1937-11-04 Lichtsteuergerät mit zweipoligem elektromagnetischen Steuersystem und einem permanentmagnetisierten, den Wechselfluss des magnetischen Steuersystems schliessenden Schwingungselement. CH199522A (de)

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