CH199537A - Verfahren und Vorrichtung zur Reduktion von Oxyden. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Reduktion von Oxyden.Info
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Description
Verfahren und Vorrichtung zur Reduktion von Oxyden. Es sind schon rotierende, elektrisch ge heizte Reduktionsöfen bekannt, in welchen der Heizstrom durch das mit Kohle ver mischte Mineral, z. B. Eisenerz, hindurch- geschickt wird. Da der Widerstand des Mine- rals aber vor und nach der Reduktion sehr verschieden ist, kann diese Heizung nicht als zuverlässig angesehen werden. Auch kann der entstehende Eisenschwamm zwischen den Elektroden für den Strom Brücken bilden, in welchen infolge der starken Erhitzung der Eisenschwamm zu sintern beginnt, was Be triebsstörungen zur Folge hat.
Das Verfahren und die Vorrichtung ge mäss vorliegender Erfindung erlauben, die vor erwähnten Übelstände zu beheben.
Gemäss dem Verfahren wird das Oxyd mit der zur Reduktion nötigen Beimengung in einem ringförrnigen, geschlossenen Gefäss durch einen von einem Transformator in der Gefässwand erzeugten Induktionsstrom auf die Reduktionstemperatur erhitzt.
Dieses Verfahren bietet gegenüber den bisher bekannten Reduktionsverfabren den wesentlichen Vorteil, dass die Temperatur genau auf dem zur Reduktion nötigen Wert gehalten werden kann und, da das Oxyd selbst für die elektrische Heizung nicht her angezogen wird, jede Gefahr einer Sinterung ausgeschlossen ist.
Die beiliegende Zeichnung zeigt beispiels weise schematisch eine Ausführungsart der Vorrichtung.
Fig. <B>1</B> ist ein Aufriss; Fig. 2 ist ein Grundriss im Schnitt; Fig. <B>3</B> ist eine Einzelheit in grösserem Massstab.
In den Fig. <B>1</B> und 2 ist<B>10</B> das Magnet gestell eines Transformators und<B>11</B> dessen Primärwicklung. Die Sekundärwicklung ist durch das ringförmige, geschlossene Metall <B>gefäss</B> 12 gebildet, das nach aussen gegen Wärmeverlust durch die Isoliermasse<B>13</B> ge schützt ist. Das Ganze ist von einem durch Seitenplatten 14 und einem Ring<B>15</B> gebil- cleten Mantel umgeben. Sowohl die Seiten platten 14, als auch der Ring<B>15</B> müssen nat & lich unterteilt und gegeneinander isoliert sein, da sie sonst eine kurzgeschlossene Win dung darstellen und infolgedessen auch vom Induktionsstrom geheizt würden.
Der so gebildete Behälter ist in Lagern <B>16</B> drehbar und wird mittelst eines an seinem Umfang angebrachten Zahnkranzes<B>17</B> und einem damit in Eingriff stehenden Zahnrad<B>18</B> (Fig. <B>1)</B> angetrieben.
Das Gefäss 12 ist mit einer Füllöffnung<B>19</B> versehen und weist ausserdem auf seinem Um fang in regelmässigen Abständen verteilte Ventile 20 auf zur Ableitung der bei der Reduktion entstehenden Gase.
Die Ventile 20 werden elektrisch ge steuert und sind zu diesem Zweck wie auf Fig. <B>3</B> dargestellt ausgebildet.
Die Wand des Behälters 12, die Isolier masse<B>13</B> und der Ringmantel<B>16</B> werden von einem Kanal 21 durchsetzt, dessen Atismün- dung in den Behälter 12 durch einen Ventil körper 22 verschlossen wird. Die Ventil spindel<B>23</B> untersteht einerseits dem Einfluss einer Feder 24, welche den Ventilkörper 22 auf die Kanalöffnung 21 drückt, und ander seits dem Einfluss eines Elektromagrietes 25, welcher, wenn er erregt ist, den Ventilkörper 22 von der Öffnung 21 abhebt.
Um den Teil des Ventilgehäuses 20, in welchem der Elektromagnet untergebracht ist, vor den heissen Abgasen zu schützen, trägt die Veritilspindel <B>23</B> einen zweiten Ventil körper<B>26,</B> welcher, wenn das Ventil 22 ge öffnet wird, auf einen kegeligen Sitz<B>27</B> auf liegt und so das äussere Ventilgehätise vom Kanal 21 vollständig absperrt.
Die aus den Kanälen 21 austretenden Gase gelangen in einen Sammelkanal<B>28</B> und wer den von da aus durch eine Leitung<B>29</B> in einen zweiteiligen Behälter gebracht, dessen einer Teil,<B>30,</B> sich mit dein Ofen dreht, der andere,<B>31,</B> dagegen stillsteht. Von diesem letzteren aus werden die Gase durch eine Leitung<B>32</B> in einen Hauptbehälter abgeführt.
Der Saminelkanal <B>28</B> bildet natürlich keinen geschlossenen Ring, sondern ist, wie aus Fig. <B>1</B> ersichtlich, unterbrochen, undzwar in dieser Figur zwischen den zwei am tief sten liegenden Ventilen 20. Die Leitung<B>29</B> befindet sich dann in dieser Lage in der Mitte der obern Hälfte des Gefässes 12.
Damit sich die Ventile 20 nur öffnen, wenn sie sich oberhalb der durch die Dreh achse gebenden Horizontalebene befinden, um eine Verstopfung durch eintretendes Mineral zu vermeiden, werden sie elektrisch gesteuert, und zwar wie aus Fig. <B>3</B> ersichtlich.
Auf der Drehachse des Ofens befinden sich zwei Kontaktringe 33 und 34, an welche die Elektromagnete 25 angeschlossen sind. Der Kontaktring 34 ist entsprechend der An zahl der Ventile 20 unterteilt. Auf beiden Ringen 83 und 34 liegen an eine Stromquelle angeschlossene Bürsten auf, und die Lage derjenigen, welche mit dem Ring 34 in Be rührung steht, ist so gewählt, dass die Elek tromagnete 25 erst erregt werden, wenn sie sich oberhalb der durch die Drebachse geben den Horizontalebene befinden, so dass kein Mineral in die Kanäle 21 eintreten kann.
<B>Es</B> ist klar, dass die Ventile 20 ebenso- gut mechanisch gesteuert werden könnten, indem sie in der geeigneten Lage zum Bei spiel durch entsprechende Anschläge geöffnet würden.
Die Wirkungswei8e dieser Vorrichtung ist folgende: Nachdem durch die Füllöffnung<B>19</B> eine genügende Menge Mineral mit der zur Re duktion nötigen Beimengung in den Behälter 12 eingeführt worden ist, um ihn ungefähr bis zur Hälfte auszufüllen, wird Strom in die Primärwicklung<B>11</B> geschickt und dem Be hälter langsam eine Drehbewegung erteilt.
Dessen Wandungen erhitzen sich durch den in ihnen erzeugten Induktionsstrom, und da sie in bezug auf die Masse des Minerals eine verhältnismässig grosse Fläche darstellen, er folgt die Wärmeabgabe an ihn sehr raF;zb. Diese Wärmeabgabe findet praktisch nur nach dem Innern des Behälters 12 statt, weil er nach aussen nach allen Richtungen durch die Isolierma88e <B>13</B> gut geschützt ist. Es können demnach nur unbedeutende Wärmeverluste entstehen.
Da die Mineralmasse mit ihrer Beimen gung infolge der Drehbewegung andauernd untereinander vermischt wird und somit stets neue Teile mit den erhitzten Wandun gen in Berührung kommen, erfolgt die Ver teilung der Wärme in der Masse sehr regel mässig.
Das Mineral kommt nur mit den Wan dungen des Gefässes 12 in Berührung und kann daher auch keine andere Temperatur annehmen, als diejenige des Gefässes selbst, denn es besteht keine Möglichkeit, dass ihm von irgend einer Stelle eine höhere Tempera tur mitgeteilt wird. Somit ist auch jede Ge fahr einer Überhitzung und damit verbundener Sinterung vollständig ausgeschlossen.
Durch Veränderung des in die Primär wicklung<B>11</B> geschickten Stromes kann die Temperatur im Gefäss 12 verändert werden. Man hat es also in der Hand, dieses Gefäss 12 nur auf die genaue Reduktionstemperatur zu erhitzen.
Da die für jedes Mineral nötige Zeit zur Durchführung der Reduktion leicht festzu stellen ist, wird jeder unnötige Stromver brauch vermieden.
Die bei der Reduktion entstehenden Gase werden, wie oben beschrieben, aus dem obern, leerstehenden Teil des Gefässes 12 durch die Ventile 20 und die Kanäle<B>28</B> und<B>29</B> zwecks Weiterverwendung abgeführt.
Es können natürlich nach dem beschriebe nen Verfahren nicht nur Eisenoxyde behan delt werden, sondern auch andere Metall oxyde oder Oxyde von Nichtmetallen.
Claims (1)
- PATENTANSPR-UCH I: Verfahren zur Reduktion von Oxyden, da durch gekennzeichnet, dass das Oxyd mit der zur Reduktion nötiger) Beimengung in einem ringförmigen, geschlossenen Gefäss durch einen von einem Transformator in der Gefässwand er zeugten Induktionsstrom auf die Reduktions temperatur erhitzt wird. UNTERANSPRUCH: <B>1.</B> Verfahren nach Patentanispruch <B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass das Mineral mit seiner Beimengung während der Erhitzung im Gefäss selbst durch Rotation desselben fort während gemischt wird.PATENTANSPRUCH II: Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass ein ringförmiges, drehbar ge lagertes, geschlossenes, für die Aufnahme des zu reduzierenden Oxyds bestimmtes Gefäss die Sekundärwicklung eines Transformators bildet. UNTERANSP]RüCEE: 2. Vorrichtung nach Patentanspruch II, ge kennzeichnet durch eine von einem Magnet gestell getragene Primärwick) ung, <I>um</I> wel che das die Sekundärwicklung bildende, ringförmige, geschlossene Metallgefäss dreh bar gelagert ist.<B>3.</B> Vorrichtung nach Patentanspruch H und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das die Sekundärwicklung des Trans formators bildende Metallgefäss in einer senkrechten Ebene drehbar ist und mit Auslassöffnungen für die bei der Reduktion entstehenden Gase versehen ist. 4.Vorrichtung nach Patentanspruch H und den Unteransprüchen 2 und<B>3,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Auslassöffnungen für die bei der Reduktion entstehenden Gase durch Ventile geschlossen werden, welche derart gesteuert sind, dass sie nur geöffnet werden, wenn sie sich oberhalb der durch die Drehachse der Vorrichtung gehenden Horizontalebene befinden. <B>5.</B> Vorrichtung nach Patentanspruch H und den Unteransprüchen 2 bis 4, dadurch ge kennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, um die bei der Reduktion entstehenden Gase zwecks Weiterverwendung in einen Sammelbehälter zu führen.
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